ccT OOP mit ini

    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.943
      Wie ihr evtl. gesehen habt, habe ich einige ccT OOP mit Ini-Spots gepostet. Mal abgesehen davon, dass wir natürlich auch eine checkraisingrange haben sollten und so unsere checks nicht einfach zu spielen sind, ist unser ccT doch eigentlich immer weaker SD-value (A^ und LPs + weaker Draw - siehe meine Hände). Wie gehen wir damit am River um, um nicht exploitable zu sein?

      Bluffdonks, Bluffcheckraises, valuecheckraises?

      Oder gehen wir allein über die Frequenz? Der Pott ist je nach Situation (3bet aus SB, oder CCler oder BvB) 4-5 BB groß. Demnach müssten wir ~ 20% am River folden oder?Besteht unser ccT Range bspw. aus AK, AQ ui und K8, Q8 mit LP + GS und OC (ca. 5 Outs), sind das 56 Kombos, von denen wir dann ca. 12 Folden, also ist AQ dann ausreichend?! Oder geht ihr davon aus, dass der gemeine Reg deutlich weniger doublebarrel-Bluffs raushaut, so dass man die unimproved A^alle folden kann und man somit > 50% weglegt?
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    • Sendrafreak
      Sendrafreak
      Gold
      Dabei seit: 31.05.2011 Beiträge: 2.109
      Vieles hängt natürlich von Deiner eigenen Range ab, mit der Du den Move spielst. Ein preflop looserer Spieler hat dementsprechend mehr Trash in seiner Range und kann/muss auch mehr folden. Auf Deine Frage, wie man das Problem angeht, wird es wie immer so sein, dass der GTO- dem exploitive-Ansatz gegenübersteht. Ein Nani wird sich wieder den konkreten Gegner anschauen in jedem einzelnen Spot und dann entscheiden, GTO-Vertreter werden es wohl am ehesten über die Frequenz machen. Das mit dem "gemeinen Reg" finde ich schwer zu verallgemeinern, da es eben solche und solche gibt. Kleiner Tipp: Nimm Dir doch einfach mal 10 Regs auf Deinen Limits her (am besten diejenigen, von denen Du die meisten Hände hast) und schau Dir deren Turn-C-Bets iP an, dann hast Du doch schon einen guten Anhaltspunkt, wie Du gegen sie exploitative spielen kannst (ob Du es dann auch wirklich tust, steht auf einem anderen Blatt Papier). Aus mathematischer Sicht wird dies allerdings bei weitem noch nicht ausreichen, denn die Werte, die Du angezeigt bekommst, sagen ja noch nichts darüber aus, auf welchen Boards die C-Bets erfolgen, d.h. Du musst noch mehr in die Tiefe gehen, Dir bestimmte Texturen rausfiltern (wet/dry, 2-suited usw. usf.) und dann schauen, ob Du in diesen bestimmte Verhaltensmuster der Gegner erkennen kannst. Laut Nanis Aussage scheinen einige Standardregs da ja kraterförmige Löcher zu haben. Wenn sie z.B. quasi zu 100% c-betten unabhängig von der Boardtextur, um mal ein Extrem zu nennen, wirst Du natürlich jedes Ahigh runtercallen, gegen häufige Behindchecker hingegen nicht. Deine Frage zielte, vermute ich, auf Erfahrungswerte ab, die Spieler, die auf Deinen Stakes spielen, gemacht haben, aber im Prinzip brauchst Du die gar nicht, denn Du kannst ja selber mit dem Trackingtool Deines Vertrauens binnen sehr kurzer Zeit zu statistisch fundierten Aussagen kommen. Ist eigentlich nur eine Frage des Fleißes ...
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.943
      Original von Sendrafreak
      Vieles hängt natürlich von Deiner eigenen Range ab, mit der Du den Move spielst. Ein preflop looserer Spieler hat dementsprechend mehr Trash in seiner Range

      nicht zwangsläufig, wenn er mehr cbettet

      und kann/muss auch mehr folden. Auf Deine Frage, wie man das Problem angeht, wird es wie immer so sein, dass der GTO- dem exploitive-Ansatz gegenübersteht. Ein Nani wird sich wieder den konkreten Gegner anschauen in jedem einzelnen Spot und dann entscheiden, GTO-Vertreter werden es wohl am ehesten über die Frequenz machen. Das mit dem "gemeinen Reg" finde ich schwer zu verallgemeinern, da es eben solche und solche gibt. Kleiner Tipp: Nimm Dir doch einfach mal 10 Regs auf Deinen Limits her (am besten diejenigen, von denen Du die meisten Hände hast) und schau Dir deren Turn-C-Bets iP an, dann hast Du doch schon einen guten Anhaltspunkt, wie Du gegen sie exploitative spielen kannst (ob Du es dann auch wirklich tust, steht auf einem anderen Blatt Papier).

      WAS HAT DeR tURN CBET ip mit dieser Situation zu tun?

      Aus mathematischer Sicht wird dies allerdings bei weitem noch nicht ausreichen, denn die Werte, die Du angezeigt bekommst, sagen ja noch nichts darüber aus, auf welchen Boards die C-Bets erfolgen, d.h. Du musst noch mehr in die Tiefe gehen, Dir bestimmte Texturen rausfiltern (wet/dry, 2-suited usw. usf.) und dann schauen, ob Du in diesen bestimmte Verhaltensmuster der Gegner erkennen kannst. Laut Nanis Aussage scheinen einige Standardregs da ja kraterförmige Löcher zu haben. Wenn sie z.B. quasi zu 100% c-betten unabhängig von der Boardtextur, um mal ein Extrem zu nennen, wirst Du natürlich jedes Ahigh runtercallen, gegen häufige Behindchecker hingegen nicht. Deine Frage zielte, vermute ich, auf Erfahrungswerte ab, die Spieler, die auf Deinen Stakes spielen, gemacht haben, aber im Prinzip brauchst Du die gar nicht, denn Du kannst ja selber mit dem Trackingtool Deines Vertrauens binnen sehr kurzer Zeit zu statistisch fundierten Aussagen kommen. Ist eigentlich nur eine Frage des Fleißes ...

      hmmm... ich glaube die SS mit b b vs missed cbet Turn wird sehr gering sein und somit nicht aussagekräftig.

    • Sendrafreak
      Sendrafreak
      Gold
      Dabei seit: 31.05.2011 Beiträge: 2.109
      Hi, sorry, hatte etwas verwechselt, Du hast ja selber die Ini. Leider ist Dein Tonfall mal wieder recht aggressiv, also ganz ruhig bleiben, jeder macht mal einen Fehler. Also: Die Aussagen bleiben alle die gleichen, Du musst aber nach dem Turnbetstat nach unterlassener C-Bet des Gegners nachschauen.
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.943
      Original von Sendrafreak
      Hi, sorry, hatte etwas verwechselt, Du hast ja selber die Ini. Leider ist Dein Tonfall mal wieder recht aggressiv,
      wegen der fehlerhaften Großshreibung? Aggressiv? Kurz angebunden ja, aber aggressiv? Tonfall gibt es in Schriften nicht. Ist imo alles interpretation. Dir kommt es also aggrssiv vor? War nicht so gemeint.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.651
      Ich gehe mal davon aus, dass du mit "gemeinem Reg" einen meinst, von dem du noch keine gute Reads hast. Sonst könntest du ja nach denen gehen. Das Standardspiel ist dann der GTO Ansatz. Das ist am River nicht so schwer, weil man nur noch diese Street hat. Du foldest also 1/Odds deiner Bluffcatcher in der check Linie und deinen Trash. Das kann der Gegner nicht ausnutzen.

      Wenn du am Turn gecheckt hast, dann musst du am River nicht unbedingt checken. Dir steht unabhängig von der cc/cf/cr Linie auch die donk River Linie (Valuebet, Bluff) zur Verfügung. Was man wann spielt, hängt davon ab, wie gut die Riverkarte in deine Range passt und was man vom Gegner auf die Riverkarte erwartet.