EV Berechnung - Beispiel zum Lernen

    • MR241190
      MR241190
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2011 Beiträge: 98
      Hey,

      ich beschäftige mich im Moment vermehrt mit EV Berechnungen und hab ein leichtes Beispiel dafür verwendet, um Übung darin zu kriegen. Ich wollte euch einfach mal fragen, ob ich hier alles richtig verstanden und auch gerechnet habe.

      Full Tilt, $0.05/$0.10 No Limit Hold'em Cash, 9 Players
      Poker Tools Powered By Holdem Manager - The Ultimate Poker Software Suite.

      UTG+1: $11.59 (115.9 bb)
      UTG+2: $4.07 (40.7 bb)
      MP1: $10 (100 bb)
      Hero (MP2): $19.68 (196.8 bb)
      MP3: $4.88 (48.8 bb)
      CO: $10 (100 bb)
      BTN: $23.51 (235.1 bb)
      SB: $10.62 (106.2 bb)
      BB: $10.10 (101 bb)

      Preflop: Hero is MP2 with A K
      3 folds, Hero raises to $0.40, MP3 raises to $1.05, 4 folds, Hero Call oder Push?

      EV(Call):

      Villains 3Bet-Range habe ich folgendermaßen angenommen: TT+, AQs+, AQo+... Das sind genau 3,67 % seiner gesamten Range. Denke mal, dass das so ungefähr hinkommt.

      Gegen diese Range habe ich eine Equity von 51,65%.

      Wenn ich die Zahlen in die Formel EV = EQ*Gesamtpot-Investment einsetze, bekomme ich einen EV = 51,212 Cent

      EV(Push):

      Seine Calling-Range habe ich so angenommen: QQ+, AK Das sind 1,71% und dagegen habe ich eine Equity von 41,90%.

      Foldequity = 1-(1,71%/3,67%) = 53,5%

      EV = FE* Pot vorher + (1-FE)*[EQ*Gesamtpot-Investment] = 0,535*160 Cent + 0,465 * (0,419*225 Cent-65 Cent) = 99,212 Cent

      Daraus lässt sich schließen, dass ein Push wesentlich profitabler ist, als ein Call. Was ich natürlich bei den Überlegungen nicht beachtet habe ist, dass ich bei einem Call OOP agieren müsste. Aber rein theoretisch müsste meine Rechnung doch richtig sein, oder?

      P.S.: Rake habe ich auch vernachlässigt!
  • 1 Antwort
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      den call ev kann man so leider nicht berechnen, da die hand nach dem call ja noch nicht vorbei ist und gerade postflop viele relevante/teure entscheidungen zu treffen sind. da spielen dann dinge wie FE, implieds, reversed implieds und damit auch villains bettingfrequencies, etc eine rolle.

      vereinfacht kann man dazu mit einem EQ-realisierungsfaktor arbeiten, also einem weiteren multiplikator in der standardgleichung. mathematisch bestimmen lässt der sich nicht ohne weiteres (evtl mit cr ev), sondern ist mehr ein empirischer wert.

      alderfalter hat dazu guten content bereitgestellt (leider gold)

      http://de.pokerstrategy.com/video/30579/

      ansonsten sehen die gleichungen richtig aus, hab jetzt aber nicht nachgerechnet. außerdem empfehle ich immer in bb und nicht in $ zu rechnen.