BASE Vertragsprobleme - Warnung! / weiteres Vorgehen?

    • alexanderhirth
      alexanderhirth
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 2.353
      Servus Jungs & Mädels,
      anlass dieses Threads ist es dass sich meine Freundin Ärger mit BASE eingehandelt hat und wir uns über das weitere Vorgehen etwas unklar sind.

      Hier erstmal einige Cliffs:

      - Anruf und Beratungsgespräch seitens BASE über einen Tarifwechsel zum Tarif "smart" für 10€/Monat
      - Vertragsunterlagen über einen Wechsel zu "smart classic" wurden zugeschickt, unterschrieben und zurückgesandt
      - Kleiner aber feiner Unterschied: beim classic-Tarif ist keine Internetflatrate inkludiert, sodass je Internetminute Kosten i.H.v. 0,99€ anfallen. Ansonsten sind die Tarife sowie deren Preis identisch(!), weswegen der Fehler nicht sofort auffiel.
      - die folgende Rechnung fiel dementsprechend sehr hoch aus
      - Nach einem erneuten Anruf wurde mit sofortiger Wirkung auf "smart" umgestellt, zu 15€/Monat. Begründung: Die 10€/Monat gäbe es nur für Neukunden. Ist ja auch nicht so dass der Vertrag genau so zuvor telefonisch angeboten worden wäre :rolleyes: .

      -> Die Mehrkosten, die dadurch entstanden dass seitens BASE ein falscher Vertrag zugesandt wurde, liegen bei etwa 300€. Mehrleistungen ggü. dem eigentlich gewünschten Tarif wurden nicht in Anspruch genommen. Das Beratungsgespräch, aufgrund dessen die Umstellung zustande kam, wurde aufgezeichnet. Laut BASE kann es hier zur Klärung jedoch nicht hinzugezogen werden, da die Aufzeichnung lediglich der Qualitätssicherung diene.

      Der aktuelle Stand der Dinge ist nun dass die Rechnung, wie erfolgt, "in Ordnung sei" - ein Entgegenkommen sei nicht möglich. Bei drei Anrufen beim BASE-Kundenservice wurde nach erfolgter Identifizierung auf deren Seite direkt aufgelegt (!). Netter Service...


      Welches weitere Vorgehen ist nun zu empfehlen? Eine kurze Google-Recherche ergab leider, dass BASE selbst bei eindeutig unberechtigten Forderungen erst an dem Punkt stoppt, an dem die Ansprüche juristisch zu belegen sind.
  • 10 Antworten
    • Powerqueen
      Powerqueen
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2011 Beiträge: 473
      ich kann dir wenig Hoffnung machen.

      Deine Freundin hat den Vertrag unterschrieben und BASE hat den Vertrag angenommen. Damit ist ein Vertrag über den schriftlich fixierten Inhalt zustande gekommen. Dies gilt auch, wenn deine Freundin davon ausging, dass sie ein völlig anderen vertrag unterschreibt. Sie hat lediglich ein Anfechtungsrecht nach §119 I BGB, allerdings mit der Konsequenz des §122 BGB (Ersatz des Vertrauennschadens). Solange du nicht nachweisen kannst, dass du arglistig von den Mitarbeitern von BASE getäuscht wurdest oder die Sachbearbeiterin sich nach Wochen an das Gespräch erinnern kann, hast du juristisch gesehen, keine Chance. Da nach deiner Info, BASE auch nicht kulant ist, sehe ich auch keinen Erlass der Forderung aus Kulanzgründen.
    • trekula
      trekula
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2007 Beiträge: 1.932
      Mhm... das würde ich nicht so sehen. Imho ist da keine so schlechte Chance den Vertrag anzufechten. Vor allem da es keine offensichtlichen Unterschiede bei Preis und Tarifname gegenüber dem im Beratungsgespräch vereinbarten Tarif gibt. Ohne Rechtsschutz aber ein mittleres Risiko
    • wosinddiehirsche
      wosinddiehirsche
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2008 Beiträge: 1.333
      wenn man der Gegenseite juristisch nicht ans Bein pinkeln kann, dann bleibt einem nur noch Schlüsse für einen selbst zu ziehen:

      GENAU LESEN bevor man unterschreibt.

      Zudem habt ihr einen schlechten Deal gemacht. Im Forum von Telefon Treff werden regelmäßig BASE Verträge angeboten. Flatrate in alle Netze, Inet-Flat, SMS-Flat und auf Wunsch Festnetznummer fürs Handy.

      Da zahlt man monatlich 30€ bekommt aber ein hochwertiges Gerät im Wert von ca 500 Euro bei abschluss dazugeliefert.

      --> Gerät Originalverpackt verticken und schon zahlt man für 24 Monate weniger als 10/€ im Monat für nen super Vertrag.


      SOWIE ES JETZT GELAUFEN IST: Schauen ob ne ältere Person im Bekanntenkreis, die kein i-net braucht den Vertrag nutzen kann. Ansonsten Handy mit 2 Simkarten verwenden (die andere: 5€ inet flat) oder eben 240€ zur Hand nehmen und ihn ungenutzt abbezahlen.

      und so leid mir es tut: dummheit kostet eben geld.

      alternative, wenn ihr beide etwas Zeit habt: ihr ruft aus unterscheidlichen städten bei base an und lasst euch den Vertrag zuschicken (zeichnet das Telefongespräch auf) wenn jedesmal der andere Vertrag ankommt, könnt ihr denen arglistige Täuschung im großen Stil nachweisen. Bevor ihr aber damit an die Öffentlichkeit geht, bietet ihr BASE an gegen eine lebenslange all-in Flatrate für 2 Personen darauf zu verzichten. (--> notfalls sich an Fernsehsendungen wie "Fass ohne Boden" wenden.
    • SickyJackson
      SickyJackson
      Einsteiger
      Dabei seit: 09.06.2010 Beiträge: 609
      Original von Powerqueen
      ich kann dir wenig Hoffnung machen.

      Deine Freundin hat den Vertrag unterschrieben und BASE hat den Vertrag angenommen. Damit ist ein Vertrag über den schriftlich fixierten Inhalt zustande gekommen. Dies gilt auch, wenn deine Freundin davon ausging, dass sie ein völlig anderen vertrag unterschreibt. Sie hat lediglich ein Anfechtungsrecht nach §119 I BGB, allerdings mit der Konsequenz des §122 BGB (Ersatz des Vertrauennschadens). Solange du nicht nachweisen kannst, dass du arglistig von den Mitarbeitern von BASE getäuscht wurdest oder die Sachbearbeiterin sich nach Wochen an das Gespräch erinnern kann, hast du juristisch gesehen, keine Chance. Da nach deiner Info, BASE auch nicht kulant ist, sehe ich auch keinen Erlass der Forderung aus Kulanzgründen.
      This!
      Ihr müsst in den sauren Apfel beissen. Mir ist etwas ähnliches passiert vor 4-5 Jahren. Mir ist das leider erst nach 9 Monaten!!! aufgefallen :facepalm: :facepalm:
      Hat mich auch nur so schlappe 800€ gekostet... :rage: :rage:
    • MLP123
      MLP123
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 602
      Original von trekula
      Mhm... das würde ich nicht so sehen. Imho ist da keine so schlechte Chance den Vertrag anzufechten. Vor allem da es keine offensichtlichen Unterschiede bei Preis und Tarifname gegenüber dem im Beratungsgespräch vereinbarten Tarif gibt. Ohne Rechtsschutz aber ein mittleres Risiko
      was soll eine Anfechtung bringen?
    • muhukuh
      muhukuh
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2010 Beiträge: 3.423
      Original von wosinddiehirsche
      (zeichnet das Telefongespräch auf)
      nicht machen, außer das du dich selbst in schwierigkeiten bringst, hat das ganze keinen zweck...


      @topic
      verstehe ich das richtig, base hat dir den vertrag zugesendet wo auch die 10€/montl. vermerkt sind und dann einfach die grundgebühr angehoben, nach dem anruf? habt ihr hier erneut was unterzeichnet?

      hier wäre die einzige möglichkeit anzusetzen, wenn es nicht zu lange her ist.
    • Powerqueen
      Powerqueen
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2011 Beiträge: 473
      Original von wosinddiehirsche

      alternative, wenn ihr beide etwas Zeit habt: ihr ruft aus unterscheidlichen städten bei base an und lasst euch den Vertrag zuschicken (zeichnet das Telefongespräch auf) wenn jedesmal der andere Vertrag ankommt, könnt ihr denen arglistige Täuschung im großen Stil nachweisen. Bevor ihr aber damit an die Öffentlichkeit geht, bietet ihr BASE an gegen eine lebenslange all-in Flatrate für 2 Personen darauf zu verzichten. (--> notfalls sich an Fernsehsendungen wie "Fass ohne Boden" wenden.
      Eine Straftat zu begehen (§201 StGB), um mit dem rechtswidrig erlangten Material eine weitere Straftat (§253 StGB) zu begehen.
      Toller Vorschlag!
    • trekula
      trekula
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2007 Beiträge: 1.932
      Original von MLP123
      was soll eine Anfechtung bringen?
      Der Vertrag wird augehoben. Die Freundin kann das günstigere Neukundenangebot wahrnehmen. Oder, was in diesem Fall wohl wahrscheinlicher ist, sich einen anderen Anbieter suchen.
    • wosinddiehirsche
      wosinddiehirsche
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2008 Beiträge: 1.333
      Original von Powerqueen
      Original von wosinddiehirsche

      alternative, wenn ihr beide etwas Zeit habt: ihr ruft aus unterscheidlichen städten bei base an und lasst euch den Vertrag zuschicken (zeichnet das Telefongespräch auf) wenn jedesmal der andere Vertrag ankommt, könnt ihr denen arglistige Täuschung im großen Stil nachweisen. Bevor ihr aber damit an die Öffentlichkeit geht, bietet ihr BASE an gegen eine lebenslange all-in Flatrate für 2 Personen darauf zu verzichten. (--> notfalls sich an Fernsehsendungen wie "Fass ohne Boden" wenden.
      Eine Straftat zu begehen (§201 StGB), um mit dem rechtswidrig erlangten Material eine weitere Straftat (§253 StGB) zu begehen.
      Toller Vorschlag!
      Tja, dann muss man sich eben an den verbraucherschutz wenden. außerdem kann man bei dem anruf ja fragen, ob man das gespräch "zu qualitätszwecken" aufzeichnen darf. machen die ja auch.
      wenn sich wirklich herausstellt, dass base systematisch namenähnliche, jedoch "teurere" verträge zusendet, können die den laden fast dich machen.

      komisch, dass das "Angebot machen" unter erpressung fällt, denn angenommen, es bestätigt sich der verdacht

      a) könnte ich (muss aber nicht) als ehrlicher bürger eine anzeige machen
      b) verkaufe ich die unter a) sowieso erlangte handlungsfreiheit (anzeige ja/nein)
      c) zudem wäre die Androhung des Übels gegenüber BASE nicht rechtswiedrig sondern rechtskonform!!

      ich gewinne also durch gewaltandrohung keine zusätzliche handlungsoption (wie bei dem Aushändigen von Geld/Töten des Kindes im zuge einer kindesentführung) d.h. das ist keine Erpressung.

      übrigens: Erpressung bezieht sich nur auf natürliche Personen. Demnach NICHT auf Organisationen
    • Powerqueen
      Powerqueen
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2011 Beiträge: 473
      Original von trekula
      Original von MLP123
      was soll eine Anfechtung bringen?
      Der Vertrag wird augehoben. Die Freundin kann das günstigere Neukundenangebot wahrnehmen. Oder, was in diesem Fall wohl wahrscheinlicher ist, sich einen anderen Anbieter suchen.
      und was ist mit dem Schadenersatzanspruch nach §122 BGB?