NL2 einfach unschlagbar?

    • samsonite123
      samsonite123
      Bronze
      Dabei seit: 08.12.2006 Beiträge: 72
      Hi.
      Ich muss jetzt mal meinen Frusst rauslassen und brauche Rat.
      Kurz zu mir.
      Ich spiele seit etwa 6 Jahren onlinepoker. Die letzten zwei Jahre habe ich aus familiären Gründen nur sehr wenig Zeit gehabt zu spielen. Anfang habe ich aufgrund fehlenden BRM's immerwieder meine Bankroll vernichtet.
      Das ist aber auch das einzige, was ich nie beachtet habe.
      Jetzt allerdings will ich die Sache etwas ernster nehmen und wirklich klein anfangen und mich hochspielen.
      Habe momentan etwa 70 $ bei PS und spiele NL2.

      Jetzt nach ca. 7500 Händen bin ich 1.75$ im minus, ist zwar nicht viel, aber mein Graph ist ne reine Berg und Tal fahrt.
      Ich kann von mir behaupten, das ich ein relativ solides Spiel habe, aber gegen die Noobs auf NL2 hatte ich bisher keine Chance. Nicht weil die so gut Spielen, sondern weil es einfach Glücksschweine sind.

      Raise von mir mit KK
      Call mit J 2 und trifft Vierling.

      FullHouse mit K 4 nach PreflopRaise von mir.

      und nur sone Scheiße.
      Da kann man doch nur Tilt gehen.
      Das ist mir bisher zwar nicht passiert, aber es verleitet einen ganz schön dazu.

      Was soll ich also machen?
      7500 Hände sind nicht viel, das ist mir klar, aber ich hatte mir bisher mehr erhofft.
      Habt ihr Vielleicht einen Rat für mich, wie ich nun weiter machen soll?
      Ich kann natürlich nochmal Geld einzahlen und ein höheres Litmit spielen, aber das will ich nicht, ich will es selbst schaffen, aber so wie es gerade läuft, Gehe ich entweder broke oder ich spiele in 4 Jahren noch auf diesem Limit.
      Wie sind eure Erfahrungen auf diesem Limit?

      Danke


      Edit: Ok. Angemeldet bin ich hier schon seit 2006, dann sind es mitlerweile sogar 8 Jahre.
  • 14 Antworten
    • Raddler
      Raddler
      Bronze
      Dabei seit: 04.10.2010 Beiträge: 918
      Die "Kunst" auf dem Limit ist halt, möglichst wenig grosse Pötte zu verlieren und auch gute Hände zu folden wenn viel aktion gemacht wird.

      Quads sehe ich in letzter Zeit auch viel, gestern auf 1k HH 3 oder 4 mal, alle natürlich gegen mein FH... kann man nix machen.

      Wenn ich meine Hände analysiere stelle ich immer wieder fest, dass ich mich von von der 2.besten hand oft nicht trennen konnte und ne Menge dafür bezahlt hab mit K high in A high flush, mit top oder over pair in 2 pair+, etc zu rennen, hinzu kommen dann noch die suckouts ala runner runner str8 oder flush oder eben das gedöns wo man mit 90% chance am turn ist und dann noch gerivert wurde...

      Gegen die suckouts kann man niix machen, also muss man darauf achten keine Hände zu überspielen (auch wenns manchmal schwer fällt ists besser AA am Turn zu mucken, als später einzusehen, dass da eben ne bessere Hand Aktion gemacht hat).

      Im übrigen finde ich NL2 auf stars schon recht stark, auf anderen seiten ists oft deutlich fishiger.
    • HansLexus
      HansLexus
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2009 Beiträge: 277
      Seit 2006 dabei und bei NL2.Selber schuld,die :f_cry: igste Zeit im OnlinePoker nicht mit genommen!lol
    • samsonite123
      samsonite123
      Bronze
      Dabei seit: 08.12.2006 Beiträge: 72
      Ja stimmt.
      Poker habe ich damals im Fernseher verfolgt und bin dann auf dieses Forum hier gestoßen.
      Hab die 50 $ free bei partypoker bekommen und einfach mal drauf los gepokert usw.
      Hab das ganze zwar schon ernst genommen, jedenfalls was den Stil und Strategie angeht, allerdings das brm nicht. Nunja und fange jetzt wieder von vorn an.
      Aber mal wieder zurück zum NL2.
      welche Erfahrungen habt ihr mit diesem Limit?
      Und mal ganz allgemein, wieviele Hände spielt ihr im schnitt auf einem Limit um aufzusteigen?
      Wie sieht euer BB/100 aus?
      Danke
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.528
      Zahl besser ein oder zwei Hunnies ein und spiel NL10, sonst brauchst du ewig, bis du mal in die Nähe der attraktiven Limits kommst. Wenn du ein normales und regelmäßiges Einkommen hast, kannst du ruhig mal ein paar Scheinchen verblasen, wenns denn sein muss. Eine so kleine Bankroll lässt sich ja recht flott wieder auffüllen. Wenn die BR mal größer wird, solltest du dann konservativer werden. Was nun größer genau bedeutet ist individuell verschieden. Soviel zum Moneymanagement.

      Nun zu den Skills und vonwegen NL2 sei nicht schlagbar. Das ist völliger Quatsch und das weißt du. Lies dir die Artikel im Strategiebereich durch, dann hast du alles was du brauchst, um NL100 oder NL200 zu packen. Für die kleinen Limits unter sagen wir NL50 gibt es genau zwei wichtige Aspekte, die du beachten musst.

      -Loose for Value betten, wenig bluffen: Zum Einen musst du loose und im Schnitt etwas größer (in Pottnähe) valuebetten, loose deswegen, weil dort viele Spieler mit so viel Müll runtercallen. Das bedeutet gleichzeitig auch, dass du weniger bluffen solltest. C-Bet mit Müll auf trockenem Board ist gegen die meisten Gegner profitabel, oder mal die ein oder andere Hand mehr stealen vom Button. Ansonsten sollte man sich mit kreativen Moves aber zurückhalten oder einfach ganz darauf verzichten.

      Gegnern viel Credit geben: Viele Spieler callen gern mit mittelguten Händen bis Schrott. Wenn sie dann tatsächlich mal aus ihrem Callwahn erwachen und dich check/raisen etc., haben sie die eine Hand einfach sehr oft. Auch wenn ihre Range noch genügend schwache Hände enthält, klick auf fold und fertig. Du wirst ab und an mal die bessere Hand folden, aber viel öfter die schlechtere.

      Dein Kerngeschäft ist das Valuebetten als Preflopaggressor. Die Hauptline dabei ist Bet/Fold. BET -> weil viele schlechter Hände callen können und FOLD -> weil sehr ehrlich geraist wird. Dein Ziel ist es viele kleinere und mittlere Pötte zu gewinnen und deine Gegner nicht auszubezahlen, wenn sie stark sind.
    • dNo84
      dNo84
      Bronze
      Dabei seit: 02.12.2010 Beiträge: 1.612
      nl2 sollte man strikt sein Agame spielen. bluffen ist nicht nötig auf den limits da man so schon genug value erhält.

      ich habe früher mit 2-6tischen nl2 angefangen und später bin ich dann auf 24tische rauf und hatte eine 12bb / 100rate auf locker 40k händen und mit 24tischen habe ich pro stunde ~1k hände gespielt.

      aber das sind sachen an denen man sich nicht richten sollte. es geht allg erstma um winnings und da spielt es keine rolle ob man 3 oder 12bb/100 schafft. es ist im allg viel wichtiger sein play zu stabilisieren bzw verbesseren. das geht nunmal mit aufmerksamkeit und theorie. desweiteren sollte man reviews von seine sessions machen und schwere hände ins forum posten bzw mit m8s besprechen.

      es ist wirklich tisch/zeitabhängig und welchen skill bzw lernbereitschaft man da mitbringt. möglich ist es innerhalb von 1-2wochen schon nl5 zu sein....

      gl bei deinem vorhaben.
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi Samsonite,

      auf NL2 ist es denke ich das wichtigste zu erkennen wann man geschlagen ist.
      Also wie stark ist meine Hand im Verlgleich zu Villains.

      Deine Beispiele zeigen, dass du das noch nicht so ganz bist. Wie stark deine Hände Preflop sind ist erstmal recht egal. Postflop müssen wir dann eben schauen dass wir unsere Hände im Schnitt etwas besser spielen als unsere Gegner, denn dann werden wir auch mit Profit aus der Geschichte rausgehen.

      Bei den anderen Punkten kann ich Renne nur rautieren!

      Gruß FALLi
    • tomsnho
      tomsnho
      Bronze
      Dabei seit: 24.11.2006 Beiträge: 7.565
      Die beiden Punkte von renne01 sind verdammt wichtig - spiel selber hauptsächlich NL25 und auch da gilt das für den Großteil der Gegner (Regs wie Fische) noch.

      Ganz wichtig: 1 Stack down auf 7k Hände heißt absolut gar nichts. Selbst gute Winning Player können über 70k Hände (also zehnmal so viel) und mehr mal break-even laufen. Die Varianz kann hart sein - kleines Beispiel von mir selbst: auf NL4 war ich letztes Jahr BE, auf NL10 hatte ich auf 70k Hände fast 20bb/100, auf NL25 "realistische" 5 bb/100 - obwohl NL4 sicherlich leichter ist als NL10 und NL25 ;)
      Kann mich an einen Spieler erinnern der NL100 über 200k Hände zerstört hat (12bb/100) um dann auf die nächsten 100k (oder mehr?) Hands break-even zu laufen.

      Fazit 1: Die Varianz in Poker ist hart, <10k Hände sagen sehr wenig darüber aus ob du ein Limit schlägst oder nicht.
      Fazit 2: Valuebetten, valuebetten, valuebetten + bei starker Gegenwehr auch mal gute Hände folden können
    • samsonite123
      samsonite123
      Bronze
      Dabei seit: 08.12.2006 Beiträge: 72
      Vielen Dank Leute.
      Ihr habt alle sooo recht.
      Ich habe (damals) zig Pokerbücher gelesen und hatte 2008 bis mitte des Jahres auch recht gute gewinne eingefahren, später dann aber kaum bis garnicht mehr gespielt, habe mir heute nochmal einiges aus dem Strategieteil durchgelesen. Das war mir natürlich nicht neu, aber einige AHA-momente hatte ich trotzdem.
      Ich werde mir das zu Herzen nehmen was ihr geschrieben habt.
      Bin hochmotiviert.

      Danke
    • fraleb
      fraleb
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 2.761
      1 Stack down auf 7k Hände heißt absolut gar nichts

      auf NL4 war ich letztes Jahr BE, auf NL10 hatte ich auf 70k Hände fast 20bb/100

      Auf Nl5 hatte ich nach 70k Händen 7BB
      Auf NL10 war ich nach 60k Händen break eaven.
    • samsonite123
      samsonite123
      Bronze
      Dabei seit: 08.12.2006 Beiträge: 72
      Nach 60k Händen break even?
      Ich habe keine Erfahrung mit solchen Werten, habe am Stück nie so lange gespielt,brm (siehe oben), aber wie hält man das aus? Ich meine 60k Hände sind für manche Spieler unglaublich viel, weil sie einfach die Zeit nicht haben, für andere Spieler ist das nichts und sie machen das inner Woche, aber gehen wir mal vom Durchschnittsspieler aus. Nach so vielen Händen ohne Erfolg ist man doch nur noch frustriert. (stell ich mir jedenfalls vor).
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      http://www.pokerolymp.com/articles/show/keine/13048/variance-calculator#.UtPsf7TubUE

      Einfach mal ein bissl damit rumspielen. 7,5k hands sind absolut keine sample, da kann alles passieren. Selbst mit 10bb/100 "realistischer" winrate kannst du über 7,5k hands leicht mal Verlust machen ;)
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi samsonite,

      natürlich sind 60k eine Menge Hände für einen Durschchnittsspieler aber auch für einen ambitionierten PokerSpieler ist das schon eine Hausnummer.

      Hier muss man sehen dass die Varianz eben recht groß ist und je kleiner deine Winrate ist um so größer können die Swings sein.
      Also hart am Spiel arbeiten und besser werden dann sollte man auf 60k Hands i.d.R. auch kein BE Spieler sein.

      Gruß FaLLi
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.053
      Original von samsonite123
      Nach 60k Händen break even?
      Ich habe keine Erfahrung mit solchen Werten, habe am Stück nie so lange gespielt,brm (siehe oben), aber wie hält man das aus? Ich meine 60k Hände sind für manche Spieler unglaublich viel, weil sie einfach die Zeit nicht haben, für andere Spieler ist das nichts und sie machen das inner Woche, aber gehen wir mal vom Durchschnittsspieler aus. Nach so vielen Händen ohne Erfolg ist man doch nur noch frustriert. (stell ich mir jedenfalls vor).
      Also das sickeste was ich bisher gehört war, war damals von Liafu der auf seinem Limit NL200 er hatte das Limit Beat ka mit was für einer Winrate glaube 5bb oder sowas, irgendwann meinte er danach aber mal er hat auf dem Limit auch schon mal ein halbes Jahr(was für ihn 350khands waren) BE gespielt.

      Wenn es dich frustiert BE zu spielen, dann versuche doch deinen Fortschritt anderweitig zu messen, nicht anhand der BR oder Winrate sondern an Pokerwissen z.b.
    • fraleb
      fraleb
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 2.761
      natürlich sind 60k eine Menge Hände für einen Durschchnittsspieler aber auch für einen ambitionierten PokerSpieler ist das schon eine Hausnummer.

      Naja auf ZOOM waren das rund 2 Monate wovon es 6 Wochen einfach unglaublich schlecht lief.

      Nach so vielen Händen ohne Erfolg ist man doch nur noch frustriert. (stell ich mir jedenfalls vor)

      Frustiert war ich nicht weil ich 60k Hände break eaven war, sondern weil einfach nix gehalten hat und die 2outer nur so ankamen bei Villain. Wenn du jede Session von 3 Händen mit denen du es als Favorit reinbringst 2 verlierst, das frustiert. Nicht die Menge der Hände.
      Mein Antrieb nicht aufzugeben war U.a. das ich nie in Gefahr kam broke zu gehen, im Gegenteil, die BR stieg noch zwecks der Boni.
      Und viel geholfen haben mir U2U. Grad wenn Winningplayer mit ausreichender Sample bis Nl50 dir bestätigen, soviel machst du gar nicht falsch, du runnst einfach schlecht, diese selbst schon Phasen mit 80k Hände break eaven hatten, dann heißt es am Spiel arbeiten und weiter machen.

      Kuck dir mal dieses Video an, das kann dir sehr helfen die Micros zu schlagen:
      http://de.pokerstrategy.com/video/27799/
      Und halte dich dran was Renne01 oben schrieb.