rangeerweiterung in den blinds

    • geotown
      geotown
      Gold
      Dabei seit: 27.09.2013 Beiträge: 176
      hallo,
      bin recht neu was poker angeht und habe mal meine ersten stats ins forum gepostet, woraufhin gesagt wurde, dass ich eine zu hohe foldrate in den blinds hätte. es wurde gesagt in "no-limit strategie" käme das thema öfter vor, habe aber nichts gefunden, wesewegen ich dieses thema eröffne. hier noch mal meine stats: http://www.directupload.net/file/d/3503/uzkt6p9k_jpg.html . sind zwar nicht so viele aber ich denke schon, dass ich zu viel in den blinds folde.
      ich gebe mir in etwa die callrange: AT+, ATs+, 22+ (mitgehen 20)
      3-betrange: QQ+, AK

      was wäre denn eurer meinung nach eine sinnvolle erweiterung, damit ich in dieses spots nicht so viel folde? spiele außer in lp sehr ungerne K-high Hände, weil ich mich damit oft dominiert fühle.
      danke schon mal!
      grüße
  • 2 Antworten
    • Xenomystus
      Xenomystus
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.036
      du musst natürlich schauen wieviel die Gegner stealen (und aus welcher Position)! daran passt du dann deine defendingrange an.
      Deine Range ist defenitiv zu tight. kq z.B. zu defenden (als default ein call) ist selbst gegen tighte gegner die vom co oder bu stealen pflicht (22-55 hingegen ist auch wenn die call 20 regel passt gegen loose steals nicht immer profitable zu defenden (Gegner hat weniger häufig starke Hände, die dich ausbezahlen können, wenn du hittest)! Überlege, was die Gegner spielen und was du defenden kannst! Als grobe Richtlinie würde ich sagen könntest du z.B. mit ca. 2/3 ihrer openingrange im bb defenden (im sb weniger, da du ja auch mehr bezahlen musst und nicht last to act bist) wenn die also 60% stealen kannst könntest du 40% deiner Hände defenden. Wenn du unsicher postflop bist mit marginalen Händen (da du ja anfänger bist) vllt etwas weniger, also so ca. 25% sollten es aber wohl auf jeden Fall sein vs 60% steal...
      benutzt du eine software um die stats der Gegner sehen zu können? Am besten positionsbezogen?
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Du solltest überhaupt nichts verändern, bei 18bb/100 :D

      Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man an die Sache rangehen kann:

      1. Standardranges spielen, wenn man noch wenig Erfahrung hat. Lieber mal ein bisschen zu tight als zu loose, gerade weil du auf NL2/5/10 nicht auf die Typen treffen wirst, die deine leaks großartig exploiten. Wenn du zu viel im BB foldest, sollten die Gegner sehr viel stealen. Das machen aber längst nicht alle. Die meisten spielen einfach ihre 30-40% range am BU.

      2. Wenn du mal mehr gespielt hast, kannst du deine sample analysieren und dir anschauen, wie du mit welchen Händen performst. Sagen wir mal du hast 50k Hände gespielt und defendest im BB 30% gegen BU openraises. 12% 3bettest du, 18% callst du. Dann schau dir an, wie die schlechtesten 10-20% der jeweiligen ranges performen (wie viele bb gewinnst/verlist du damit?) und erweiter die range ggf. um die nächstschlechteren Hände.

      Einfaches Beispiel: Du callst im BB KTo,QTo,JTo und foldest K9o,Q9o,J9o und schlechter. Filterst du deine sample nach "facing BU openraise im BB mit KTo" und würdest du KTo immer folden, würdest du -100bb/100 verlieren. Jetzt stellst du aber fest, dass du mit KTo/QTo/JTo keine -100bb/100 machst, sondern vielleicht nur -20bb/100 => dein defend ist sehr profitabel und man kann davon ausgehen, dass K9o/Q9o/J9o wahrscheinlich auch profitable defends wären.

      (22-55 hingegen ist auch wenn die call 20 regel passt gegen loose steals nicht immer profitable zu defenden (Gegner hat weniger häufig starke Hände, die dich ausbezahlen können, wenn du hittest!


      Das stimmt auf den micros/lowstakes sicherlich, aber generell (spieltheoretisch) ist es nicht richtig.
      Villain müsste - unabhängig von seiner range - mit einem relativ fixen Prozentsatz zum showdown gehen, sonst foldet er zu viel.
      Sets sollten im blindbattle eigentlich deutlich profitabler als bspw. BU vs UTG sein, weil du viel mehr der gegnerischen calldown range beat hast.

      Man muss sich als Vergleich nur mal HU vs Fullring anschauen. Hast du im HU auf einem 894 board 44, hast du mehr oder weniger die nuts. Wenn du FR auf NL10 gegen einen tighten openraiser aus UTG+1 44 auf 894 hälst und kriegst die 3bet am Flop, läufst du relativ häufig in 88/99.