Odds/Equity-Berechnung preflop

    • jokerface5
      jokerface5
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2010 Beiträge: 134
      hi,

      habe mal eine ziemliche anfängerfrage: ;)

      arbeite zurzeit an meinem preflop-spiel und dabei va in der differenzierung von situationen, wo es sinnvoller ist zu raisen, um das geschehen zu kontrollieren, oder aber, mit einer ausbaufähigen bzw postflop gut spielbaren hand nur zu callen, um (zumindest) den flop zu sehen.

      dabei stellt sich mir die frage, wie ihr expliziter bereits preflop die odds bzw equity besonders für den flop berrechnet, um ein insgesamtes bild zu bekommen, ob sich ein call auf lange sicht rentiert. (hauptaugenmerk auf cashgames)

      mir geht es dabei explizit um situationen, in denen es zb bereits einen raiser+caller gab und man nun LP bzw in den blinds sitzt und sich berechnen möchte, ob ein call sinnvoll ist. dabei halte ich eine postflop gut ausbaubare hand, zb:
      - Axs (potential ua. zum nutflush)
      - suitedconnectors, zb 67s (potential ua. zum flush bzw straight)
      - ...

      ich habe in meine überlegungen ua. dabei stets position, anzahl der gegner, "charakter"/ranges der gegner, eigene stackgröße sowie stackgröße der gegner miteinbezogen.

      wie geht ihr bei der exakteren berechnung vor? möchte dazu gerne neue berechnungsmethoden bzw. überlegungen dazu kennenlernen.


      thanks schon mal im voraus fürs antworten! :)



      PS:
      bei pairs auf der hand gibt es ja zb verschiedene regeln wie die 15er regel - sprich wenn du und der gegner im stack das 15fache von der raisehöhe des gegners habt, lohnt sich langfristig der call um ein set zu treffen. gibt es evlt auch so ähnliche "regeln" für die genannte art von händen?
  • 3 Antworten
    • 0815pokerpr0
      0815pokerpr0
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 03.06.2012 Beiträge: 942
      Du kannst dir doch preflop die wahrscheinlichkeiten ausrechen bei SC einen flush oder die straight zu hitten. Und dann schauen welche Odds du zum callen bekommst, und dann abwägen ob du eben Position hast, wie groß der Stack ist, Stärke von Villian's range etc.
    • Pansenmann
      Pansenmann
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 427
      Ich finde, das ist eine sehr gute Frage. Meines Erachtens kannst Du die Preflop Entscheidungen nicht unabhängig von den PostFlop-Szenarios sehen, die Du generieren möchtest. Dafür brauchst Du am Besten ein Programm wie FlopZilla, das Dir zeigt, wie häufig Du auf ein Board triffst, dass Du +EV spielen kannst.
    • jokerface5
      jokerface5
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2010 Beiträge: 134
      Original von Pansenmann
      Ich finde, das ist eine sehr gute Frage. Meines Erachtens kannst Du die Preflop Entscheidungen nicht unabhängig von den PostFlop-Szenarios sehen, die Du generieren möchtest. Dafür brauchst Du am Besten ein Programm wie FlopZilla, das Dir zeigt, wie häufig Du auf ein Board triffst, dass Du +EV spielen kannst.

      genau, mittels programmen wie flopzilla lässt sich das ganze ja schon weit konkreter angehen! soweit ich informiert bin gibt es flopzilla nur in einer testversion kostenlos oder? werd mich damit mal ein wenig rumspielen, danke schon mal für den tipp! :)


      vl noch zur verdeutlichung meiner fragestellung:

      mit ist ansich schon klar, wie man preflop seine eigentliche wahrscheinlichkeit berechnet, mit seiner hand (zb98s) zu treffen (von einem pair bis hin zu drillingen, diversen draws oder sogar zur/m gefloppten straight/flush) - dafür finden sich in den lektüren ja auch genug tabellen, wo die einzelnen wahrscheinlichkeiten explizit genannt werden.

      meine schwierigkeit ist jetzt dabei häufig, in einer konkreten spielsituation dieses theoretische fachwissen über die wahrscheinlichkeiten preflop im konkreten handverlauf "korrekt" anzuwenden bzw handle dann eher zu schnell bzw nach gefühl, da ich zb dann - nach einem raise und einem/mehreren callern - immer direkt zb mit einem suitedconnector automatisch calle, da ich ja 1:... hätte und die hand ja sehr gut ausbaufähig ist, ohne eiglt konkreter und komplexer weiterzuüberlegen, was das im expliziten handverlauf eiglt genau für meine hand bedeutet bzw wie stark dabei meine hand im vergleich zu anderen situationen eiglt ist.

      sprich, ich würde gerne techniken dazu lernen, wie es diese zb etliche zum preflop-verhalten von (kleinen) pocketpairs gibt - ua. die 15er bis 20er-regeln, wo man davon ausgeht, dass man preflop callen kann, wenn man selber und ebenfalls der gegner im stack mehr als das 15-20fache der raise-größe beinhalten, da ein call nun allein aufgrund der wahrscheinlichkeit bzw der statistiken der kommenden flopkarten gerechtfertigt ist und man auf lange sicht mit dem verhalten einen gewinn bzw zumindest keinen verlust macht.

      gibt es solche konkreteren richtlinien-ansätze auch für das preflop-verhalten von den genannten händen?