Inkasso Forderung rechtens?

    • A4THIViRusI
      A4THIViRusI
      Silber
      Dabei seit: 10.11.2007 Beiträge: 285
      Hallo zusammen.
      Verpeilt wie ich bin habe ich im November vergessen meine verkackte Rechnung für die Bahncard zu bezahlen welche ich eh längst kündigen wollte. Ich bin mir nichtmal sicher ob ich je eine Mahnung bekommen habe. Na ja gestern kam jedenfalls ein Inkassoschreiben von Universum Inkasso.
      Die Forderungen:
      Hauptforderung 63,50€
      Zinsen 0,2€
      Inkassovergütung 59,40€
      Gesamtforderung 123,10€

      Jetzt zu meiner obv Frage: Ist das Rechtens oder komm ich da noch raus?
      Wenn sich hier jemand auskennt wäre ich für Hilfe dankbar...
  • 22 Antworten
    • Bommel64
      Bommel64
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2009 Beiträge: 2.352
      Freundlichen Kontakt zur Bahn aufnehmen, sich entschuldigen und um Kulanz bitten.
    • sarc
      sarc
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 06.06.2008 Beiträge: 12.194
      Lol Kulanz wenns schon ans Inkassounternehmen rausgegangen is....
    • Florian12790
      Florian12790
      Bronze
      Dabei seit: 10.11.2008 Beiträge: 257
      Ist zwar unwahrscheinlich aber lies dir mal den Hinweis unten rechts durch. Bist du zufällig Opfer?

      http://www.universum-group.de
    • Pokersaft
      Pokersaft
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 25.213
      Da die Bahn wohl nicht mehr Inhaberin der Forderung ist, wirds schwer mit Kulanz.
    • HansMaul
      HansMaul
      Bronze
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 1.341
      Original von Pokersaft
      Da die Bahn wohl nicht mehr Inhaberin der Forderung ist, wirds schwer mit Kulanz.
      #2
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.299
      Ich hoffe Du hast noch nicht gezahlt.

      Original von HansMaul
      Original von Pokersaft
      Da die Bahn wohl nicht mehr Inhaberin der Forderung ist, wirds schwer mit Kulanz.
      #2
      das stimmt so nicht, die Bahn hat die Forderung sicherlich nicht an die Inkasso verkauft sondern nur damit beauftragt, diese einzutreiben.


      Die Bahn ist nicht berechtigt, die Forderung einfach der Inkassofirma zu übergeben. Unternehmen, die gross genug sind eine eigene Mahnabteilung zu unterhalten (und dazu gehört die Bahn) sind auch angehalten, Ihre Forderungen selbst einzutreiben.

      Ausserdem sind die Gebühren viel zu hoch, 25 - 30 € wären angemessen.

      Das heisst, Du kannst den Rechnungsbetrag von 63,50€ + 0,20 Zinsen wie vorgesehen (an die Inkasso!) überweisen. Im Verwendungszweck gibst Du an, dass es sich um Zahlung der urspr. Forderung EXCLUSIVE der angefallenen Inkassogebühren handelt.
      Am besten rufst Du noch bei der Inkasso an und teilst mit, dass nicht bereit bist die Inkassogebühren zu bezahlen.


      Da Du vemutl. ein Abo über die Bahncard hast muss dich die Bahn nicht extra anmahnen um dich in Verzug zu setzen. Die Zinsen sind also rechtens, allerdins müssen sie dich wie gesagt selbst anmahnen und dürften auch für die erste Mahnung schon Säumniszuschläge verlangen.
    • ipraythesun
      ipraythesun
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2011 Beiträge: 517
      Original von Rubnik
      Ich hoffe Du hast noch nicht gezahlt.

      Original von HansMaul
      Original von Pokersaft
      Da die Bahn wohl nicht mehr Inhaberin der Forderung ist, wirds schwer mit Kulanz.
      #2
      das stimmt so nicht, die Bahn hat die Forderung sicherlich nicht an die Inkasso verkauft sondern nur damit beauftragt, diese einzutreiben.

      woher willst du dies wissen? Kennst du die Vereinbarung zwischen der dt. Bahn AG und den entsprechenden Inkassounternehmen? Oder ist dies nur eine Vermutung, die du nicht belegen kannst?


      Die Bahn ist nicht berechtigt, die Forderung einfach der Inkassofirma zu übergeben.

      gegen welche gesetzliche Vorschrift soll diese Vorgehensweise verstoßen? Wäre schön, wenn du diesbezüglich auch eine gerichtliche Entscheidung postet, die diese Vorgehensweise als unzulässig erachtet.

      Unternehmen, die gross genug sind eine eigene Mahnabteilung zu unterhalten (und dazu gehört die Bahn) sind auch angehalten, Ihre Forderungen selbst einzutreiben.

      Gesetztestext bitte?

      Ausserdem sind die Gebühren viel zu hoch, 25 - 30 € wären angemessen.

      Wie kommst du auf diese Höhe? Gesetztestext bzw. Auslegung der Gerichte zur Höhe der Gebührenforderungen von Inkassounternehmen, bitte? Oder war die Aussage von Dir nur eine Vermutung oder Bauchgefühl?

      Das heisst, Du kannst den Rechnungsbetrag von 63,50€ + 0,20 Zinsen wie vorgesehen (an die Inkasso!) überweisen. Im Verwendungszweck gibst Du an, dass es sich um Zahlung der urspr. Forderung EXCLUSIVE der angefallenen Inkassogebühren handelt.
      Am besten rufst Du noch bei der Inkasso an und teilst mit, dass nicht bereit bist die Inkassogebühren zu bezahlen.

      Was ist die Konsequenz deiner Empfehlung? Willst du OP nicht darüber aufklären, welche Maßnahmen das Inkassounternehmen bzw. die Dt. Bahn AG bei Nichtzahlung der Gebühren treffen kann bzw. wird? Oder welcher Kostenaufwand auf OP zukommen kann?

      Da Du vemutl. ein Abo über die Bahncard hast muss dich die Bahn nicht extra anmahnen um dich in Verzug zu setzen. Die Zinsen sind also rechtens, allerdins müssen sie dich wie gesagt selbst anmahnen und dürften auch für die erste Mahnung schon Säumniszuschläge verlangen.

      Diese rechtlichen Ausführungen verstehe ich nicht; bitte näher erläutern.

    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.299
      Dass es dir sauer aufstösst, wenn Laien sich zu juristischen Themen vermeintlich falsch äussern ist ja deutlich zu sehen. In der Tat fehlt der berüchtigte Satz: mein post ist KEINE Rechtsberatung.

      Ich beschreibe hier nur, wie Ich in solchen Fällen nach anwaltlicher Beratung schon erfolgreich vorgegangen bin.
      Dabei habe Ich allerdings nicht nach Urteilen und Gesetzestexten gefragt.

      Da Du diese ja parat zu haben scheinst, wäre es wohl einfacher wenn Du dich offenbaren würdest - musst ja keine Quellen angeben, eine inhaltliche Wiedergabe reicht.

      Damit wäre OP auch sicherlich besser geholfen als mit deinem letzten post.
    • Indy1701e
      Indy1701e
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 40.327
      1. Die Inhaberschaft der Forderung würde ich auch bestreiten. Darlegen kann es dann das Inkassobüro.

      2. Forderungen kann ich abtreten, sofern kein Abtretungsverbot besteht. Wüsste nicht, was hier dagegen sprechen sollte.

      3. Eigene Mahnabteilung muss kein Unternehmen haben, falls aber eine solche vorhanden ist und es wird ein Dritter mit der Eintreibung beauftragt, sind diese Kosten nicht erstattungsfähig.

      4. Mahnkosten sind immer so eine Sache. Viele Gerichte ziehen da die Gebührenordnung für Rechtsanwälte heran. Einige sehen es ganz anders. Hier würde ich lieber mal schauen, was das Gericht, welches ggfs über meinen Fall entscheidet dazu sagt.

      5. Das es Risiken gibt, sollte jeder selbst wissen. Vielleicht hat OP ja auch schon gezahlt.

      6. Vermutlich ist hier § 286 II Nr. 1 BGB gemeint. Zinsen und Inkassogebühr als Verzugsschaden, Entbehrlichkeit der Mahnung weil Dauerschuldverhältnis und wohl feste Vereinbarungen, wann zu zahlen ist. Ohne Kenntnis von dieser kann man dazu aber recht wenig sagen. Vielleicht gab es ja auch vorher eine Mahnung, OP weiß es nicht mehr.
    • BurnOut2508
      BurnOut2508
      Bronze
      Dabei seit: 13.07.2008 Beiträge: 732
      Zahl ans Inkasso nur die Hauptforderung und schreib das auch auf den Überweisungsbeleg.

      Inkassogebühren musst du nicht zahlen. Lass es drauf ankommen, auch bei Mahnbescheiden etc. Die gehen niemals mit dir vor Gericht, weil die kein Urteil für die gesamte Branche wollen.
      #

      Also: Hauptforderung ans Inkasso überweisen und dass so auf den Überweisungsbeleg schreiben.
      REstforderung, also Inkassogebühren, nicht bezahlen.

      Oder du schickst der Bahn den Geldbetrag aufs Konto und sagst, dass es sich überschnitten hat, weil du im Urlaub o.ä warst.

      Auf keinen Fall Inkassogebühren zahlen.
    • monchichi777
      monchichi777
      Bronze
      Dabei seit: 08.08.2013 Beiträge: 1.382
      Original von BurnOut2508
      Zahl ans Inkasso nur die Hauptforderung und schreib das auch auf den Überweisungsbeleg.

      Inkassogebühren musst du nicht zahlen. Lass es drauf ankommen, auch bei Mahnbescheiden etc. Die gehen niemals mit dir vor Gericht, weil die kein Urteil für die gesamte Branche wollen.
      #

      Also: Hauptforderung ans Inkasso überweisen und dass so auf den Überweisungsbeleg schreiben.
      REstforderung, also Inkassogebühren, nicht bezahlen.

      Oder du schickst der Bahn den Geldbetrag aufs Konto und sagst, dass es sich überschnitten hat, weil du im Urlaub o.ä warst.

      Auf keinen Fall Inkassogebühren zahlen.
      würde ich so bestätigen, zahl die Hauptforderung, am besten gleich an die Bahn , nicht andie Inkasso Idioten. Die werden niemals damit vor Gericht gehen, weil sie verlieren werden.
    • A4THIViRusI
      A4THIViRusI
      Silber
      Dabei seit: 10.11.2007 Beiträge: 285
      Also zunächst einmal danke für die Antworten.

      Gezahlt habe ich bisher noch nicht, da ich mir erstmal angucken wollte wie die Meinungen dazu sind.
      Ich muss aber sagen das ich schon längst gezahlt hätte, da mir die Forderung aber unverhältnismässig hoch vorkommt wollte ich mich nicht abzocken lassen.
      Mehrheitlich wurde hier ja nun geschrieben das ich nur die Ursprungsforderung + Zinsen bezahlen soll. Daraus enstehen bei mir einige Fragen:
      Was könnte die Konsequenz des Inkassobüros sein wenn die nicht den vollen Betrag erhalten?
      Wie Verhalte ich mich dann weiter?

      Zusätzlich sollte ich vlt noch schreiben, dass ich aus reiner Verpeiltheit nicht bezahlt habe sollte es jetzt zu weiteren Forderungen kommen oder ich noch längere Zeit ärger mit dem Laden haben würde ich wohl lieber zahlen. Da ich leider auch nicht Rechtschutzversichert bin würde ich hier auch ungern ein zu großes Risiko eingehen.
    • MLP123
      MLP123
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 602
      Original von monchichi777
      Original von BurnOut2508
      Zahl ans Inkasso nur die Hauptforderung und schreib das auch auf den Überweisungsbeleg.

      Inkassogebühren musst du nicht zahlen. Lass es drauf ankommen, auch bei Mahnbescheiden etc. Die gehen niemals mit dir vor Gericht, weil die kein Urteil für die gesamte Branche wollen.
      #

      Also: Hauptforderung ans Inkasso überweisen und dass so auf den Überweisungsbeleg schreiben.
      REstforderung, also Inkassogebühren, nicht bezahlen.

      Oder du schickst der Bahn den Geldbetrag aufs Konto und sagst, dass es sich überschnitten hat, weil du im Urlaub o.ä warst.

      Auf keinen Fall Inkassogebühren zahlen.
      würde ich so bestätigen, zahl die Hauptforderung, am besten gleich an die Bahn , nicht andie Inkasso Idioten. Die werden niemals damit vor Gericht gehen, weil sie verlieren werden.
      beide Aussagen sind falsch. Wie kann man hier solche unqualifizierten Aussagen machen? Die Rspr. ist in diesem Punkt eindeutig, auch wenn vereinzelt abweichende Aufassungen vom Amtsgerichten (Dieburg, brandenburg usw) vertreten werden.
    • Rubnik
      Rubnik
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 10.299
      OP, am besten mach dir dein eigenes Bild. Google einfach mal "deutsche bahn inkasso gute frage", sämtliche fundierte Antworten schlagen in die gleiche Kerbe: Inkassogebühren müssen nicht bezahlt werden.

      Exemplarisch folgender link, den Ich am aussagekräftigsten finde:
      http://www.gutefrage.net/frage/deutsche-bahn---inkasso-schreiben-ohne-mahnung-
    • wusah
      wusah
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2006 Beiträge: 15.792
      Original von MLP123
      Original von monchichi777
      Original von BurnOut2508
      Zahl ans Inkasso nur die Hauptforderung und schreib das auch auf den Überweisungsbeleg.

      Inkassogebühren musst du nicht zahlen. Lass es drauf ankommen, auch bei Mahnbescheiden etc. Die gehen niemals mit dir vor Gericht, weil die kein Urteil für die gesamte Branche wollen.
      #

      Also: Hauptforderung ans Inkasso überweisen und dass so auf den Überweisungsbeleg schreiben.
      REstforderung, also Inkassogebühren, nicht bezahlen.

      Oder du schickst der Bahn den Geldbetrag aufs Konto und sagst, dass es sich überschnitten hat, weil du im Urlaub o.ä warst.

      Auf keinen Fall Inkassogebühren zahlen.
      würde ich so bestätigen, zahl die Hauptforderung, am besten gleich an die Bahn , nicht andie Inkasso Idioten. Die werden niemals damit vor Gericht gehen, weil sie verlieren werden.
      beide Aussagen sind falsch. Wie kann man hier solche unqualifizierten Aussagen machen? Die Rspr. ist in diesem Punkt eindeutig, auch wenn vereinzelt abweichende Aufassungen vom Amtsgerichten (Dieburg, brandenburg usw) vertreten werden.
      wayne Rechtssprechung wenn die vom Unternehmen nicht mit allen Mitteln durchgesetzt wird?
      Dass die Vorgehensweise so funktioniert zeigen mehr als genug Beispiele und ich habe es auch schon so getan.
    • ipraythesun
      ipraythesun
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2011 Beiträge: 517
      @wusah:

      interessante Argumentation: du hast keine Ahnung von der rechtlichen Materie, deiner Ansicht nach ist diese Rspr. auch unerheblich. Du gehst davon aus, dass kein MB beantragt, weil ein paar "Hansel" in einem anonymen Forum dies gepostet haben, ohne dies verifizieren zu können. Oder hast du Einblick in die firmeninterne Rechtsabteilung der Dt. Bahn oder deren Tochtergesellschaften?

      @OP: auf solche soliden Posts würde ich mich immer verlassen. Dies gilt natürlich auch für den von Rubnik geposteten Link.

      Dir sollte aber klar sein, dass im Falle der Beantragung eines MB weitere Kosten entstehen, die von dir zu tragen sind. Stelle dir immer Frage:"warum sollte ein Unternehmen auf eine berechtigte Forderung verzichten?" Vielleicht gibt eine interne Vorgabe der Dt. Bahn oder in der Vereinbarung mit dem Inkassounternehmen ist dies geregelt. Da du diese Internas nicht kennst, ist alles reine Spekulation. Du musst hier eine Abwägung treffen: zahlen und Frieden haben oder nicht zahlen mit dem finanziellen Risiko (und natürlich Ärger und Zeitaufwand).
    • domman40
      domman40
      Silber
      Dabei seit: 09.03.2006 Beiträge: 688
      Aus meiner Lebenserfahrung kann ich nur sagen: Das Inkasso-Unternehmen wird nicht ohne weiteres auf die Gebühren verzichten. Da müsstest du schon vor Gericht mit ungewissem Ausgang.

      Ich würde es lieber zahlen, dann abhaken und in Zukunft immer pünktlich meine Rechnungen begleichen.
    • xPurpleACEx
      xPurpleACEx
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 201
      Nach meinen Recherchen ist die Rechtslage da nicht wirklich klar. Inkassounternehmen verlangen gerne mal Phantasiegebühren, die man nach meiner Auffassung generell anzweifeln sollte. Und in dem Fall von OP haben die Inkassokosten fast die Höhe der Hauptforderung, was schon ziemlich hoch ist.

      Wenn man googlet findet man z.B. das und das.

      Die Inkassounternehmen scheinen in ihrer Gebührenstaffelung recht willkürlich zu arbeiten, weil sie mit der Unwissenheit der Leute noch extra Cash machen wollen und dürfen.
    • A4THIViRusI
      A4THIViRusI
      Silber
      Dabei seit: 10.11.2007 Beiträge: 285
      Ja und genau das ist ja auch der Punkt der mir hier so sauer aufstöst.
      Ich hätte längst gezahlt und hier niemals nachgefragt wäre die Forderung nicht so unverschämt hoch. Ich mein was haben die gemacht außer mir nen Brief zu schreiben?
      Dafür über 50€ sehe ich halt nicht wirklich ein und ich konnte mir auch nicht vorstellen das dies in dem Maße legal ist.
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