Partnerin zieht zu mir in mein Haus. Rechtliche Absicherung wie?

    • ProJoe
      ProJoe
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 591
      Hallo.

      Folgende Situation.
      Ich habe ein Haus und meine Partnerin wird bald zu mir ziehen.

      Theoretisch könnte ich sie im Falle einer Trennung von heute auf morgen vor die Tür setzen.
      Jetzt machen wir uns Gedanken, ob man für den Fall der Fälle nicht eine Vereinbarung treffen kann, die ihr z.B. im Falle einer Trennung ein dreimonatiges Wohnrecht einräumt.

      Geht so etwas und wäre es rechtlich einwandfrei?
      Mir geht es darum, daß sie nicht ganz ohne eine Absicherung zu mir ziiehen muss.

      Müsste man dafür einen Mietvertrag vereinbaren?
  • 40 Antworten
    • JimCooper
      JimCooper
      Bronze
      Dabei seit: 29.05.2007 Beiträge: 9.608
      Wenn sie dir Geld zahlt, dann geht ihr doch eh einen mündlichen und unbefristeten Mietvertrag ein. Einen münlichen Mietvertrag nachzuweisen ist natürlich schwierig, aber dafür gäbe es ja Überweisungsbescheinigungen oder Quittungen.

      Wenn man alles Wasserdicht machen will, dann setzt man eben einen Mietvertrag auf.
    • ProJoe
      ProJoe
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 591
      Das denke ich auch.
      Wenn wir aber einen richtigen Mietvertrag machen, kommt dann nicht das Finanzamt und hält die Hand auf?

      Es geht ja nicht in erster Linie darum, daß sie Miete zahlt.
      Sie braucht eine Absicherung, damit ich sie nicht von heute auf morgen rauswerfe.

      Das Finanzielle wollen wir so regeln, daß wir beide einen Teil unseres Geldes auf ein separates Konto zahlen und davon alle Kosten bestritten werden sollen.
    • meyerlein25
      meyerlein25
      Bronze
      Dabei seit: 19.10.2009 Beiträge: 1.383
      Die Kündigungsfrist hängt nicht vom Mietpreis ab.
      Ein symbolischer Euro sollte es schon tun, oder nicht?

      Da sollte sich hier im Forum doch ein Jurastudent finden der das genauer weiß.
    • DerExec
      DerExec
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 12.529
      Ortsübliche Miete und so könnte ein Fallstrick sein.

      Btw. gute Idee mit dem gemeinsamen Konto!

      Noch was: sobald sie offiziell bei dir wohnt, solltest du mehr Angst haben ;) wenn sie sagt, du hättest sie geschlagen darfst du nicht mehr in dein Haus. Oder sowas habe ich schon gehört.
    • NYCityboy
      NYCityboy
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2011 Beiträge: 3.587
      sie will ernsthaft noch bleiben nachdem ihr euch getrennt habt? und generell: über sowas denkt ihr nach bevor ihr zusammenzieht? aiaiai.... wenn es so wichtig ist und dir die miete egal ist, kann sie jeden monat einen teil auf ein extrakonto ablegen, mit dem sie sich dann vorrübergehend irgendwo einnisten kann ohne geldprobleme zu haben.
    • doubleJay
      doubleJay
      Black
      Dabei seit: 09.10.2006 Beiträge: 6.232
      zieht nicht zusammen, wenn ihr plant, euch möglicherweise zu trennen, wenns passt. meine güte...
    • DerExec
      DerExec
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2007 Beiträge: 12.529
      Nene, die Überlegungen sind schon richtig imo.
      Kann ja nicht jeder so blauäugig zusammenziehen und später dann rumstreiten.
      Ist wie mit einem Ehevertrag, der ansich auch sinnlos sein sollte, aber häufiger gebraucht wird. Da ist doch die Wahrscheinlichkeit sich von seiner Freundin zu trennen mind. genauso hoch.
    • Nafti
      Nafti
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 4.005
      Original von DerExec
      Nene, die Überlegungen sind schon richtig imo.
      Kann ja nicht jeder so blauäugig zusammenziehen und später dann rumstreiten.
      #

      wobei es imo im Falle einer Trennung nicht sonderlich sinnvoll ist, wenn sie weiter bei dir wohnt. Hat sich denn keine Möglichkeit, wo sie für ein paar Tage oder Wochen unter kommen könnte? Eltern oder ähnliches?

      Ansonten finde ich den Vorschlag gut, dass sie statt der Miete anfangs immer etwas Geld zur Seite legt. Dann kann sie falls es hart auf hart kommt auch mal paar Tage beispielsweise ins Hotel bevor sie eine eigene Wohnung gefunden hat.
    • RotSchwarz
      RotSchwarz
      Einsteiger
      Dabei seit: 18.02.2014 Beiträge: 6
      Allein schon die Tatsache, dass du dir darüber Gedanken machst, wie ihr sie im Falle der Fälle absichern könntet, zeigt doch, dass du nicht der Mensch bist, sie einfach auf die Straße zu setzten?!?! Ich denke ein Mindestmaß an Vertrauen braucht man schon, wenn man mit jemandem eine Zukunft planen möchte..
    • DarkZonk
      DarkZonk
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2008 Beiträge: 19.198
      Original von RotSchwarz
      Allein schon die Tatsache, dass du dir darüber Gedanken machst, wie ihr sie im Falle der Fälle absichern könntet, zeigt doch, dass du nicht der Mensch bist, sie einfach auf die Straße zu setzten?!?! Ich denke ein Mindestmaß an Vertrauen braucht man schon, wenn man mit jemandem eine Zukunft planen möchte..

      kommt obv imemr drauf an, was passiert.

      wenn ich sie mit nem anderen kerl in unserem gemeinsamen bett erwischen würde, würde ich

      1. nen neues bett kaufen
      2. sie isntant auf die straße setzen
    • Siedepunkt
      Siedepunkt
      Gold
      Dabei seit: 08.10.2008 Beiträge: 1.948
      ein kleiner Ratschlag:

      1. Mach ein Bestandsverzeichnis deiner größeren, wertvollen Gegenstände, die sich im Haus vor dem Einzug befinden und lass dieses Verzeichnis von ihr unterschreiben.

      2. Überlegt euch eine schriftliche Regelung für Gegenstände, die ihr euch gemeinsam anschafft (Bsp. Sofa, Teppich usw), für den Fall, dass ihr euch trennt.

      3. schriftlicher MietV: Mietzins 1 EUR ist ok. dann kannst du eine Regelung über den Auszug einbauen.

      Vielleicht braucht ihr diese Vereinbarungen nie, aber falls man sich im Unfrieden trennt, wird es (fast) immer hässlich und jeder hat die mündlichen Vereinbarungen anders im Kopf bzw. versucht diese zu seinen Gunsten auszudehnen. Lieber schriftlich und präzise vorsorgen..
    • ProJoe
      ProJoe
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 591
      Die Sache ist halt so, daß sie ihre Wohnung aufgibt und zu mir zieht.
      Auch der Job wird dann hier sein.

      Derzeit wohnt sie in 140km Entfernung, was es halt auch schwierig macht, im Falle einer Trennung mal eben bei den Eltern oder Bekannten Unterschlupf zu finden.

      Und ja, ich bin niemand, der den Partner einfach so vor die Tür setzt.
      Selbst meine Frau hat nach der Trennung noch ein halbes Jahr hier gewohnt.

      Sie soll einfach die Sicherheit haben, daß sie im Fall der Fälle nicht gleich mit allen Sachen auf der Straße sitzt.
      Und eine neue Wohnung findet man eben nicht mal innerhalb einer Woche.

      Ich denke, das mit dem Mietvertrag hört sich ganz gut an.
      So werden wir es wohl machen.

      Und die Tatsache, daß wir uns im Vorfeld darüber Gedanken machen, ändert nichts an unserer Beziehung und eine Trennung wird auch nicht eingeplant :)
    • Jakomo
      Jakomo
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2006 Beiträge: 1.498
      Wenn sie Angst hat, dass du sie von Heute auf Morgen auf die Straße setzt und sie deshalb Sicherheiten verlangt, würde ich mit dieser Frau nicht zusammenziehen.

      Mietvertrag? Nicht dein Ernst! Überleg mal, was dann in dem Fall einer schmutzigen Trennung droht, wenn du die Einnahmen nicht korrekt meldest. ;)
    • ipraythesun
      ipraythesun
      Bronze
      Dabei seit: 11.01.2011 Beiträge: 517
      Original von Jakomo


      Mietvertrag? Nicht dein Ernst! Überleg mal, was dann in dem Fall einer schmutzigen Trennung droht, wenn du die Einnahmen nicht korrekt meldest. ;)
      welche Einnahmen? die 12 EUR im Jahr? Wichtig, dass die Gebrauchsüberlassung nicht unentgeltlich (Abgrenzung zur Leihe) erfolgt und dies schriftlich niedergelegt wird. Solange er keine Werbungskosten aus der Vermietung beim FA geltend macht, gibt es von dieser Seite aus keine Probleme.
    • Jakomo
      Jakomo
      Bronze
      Dabei seit: 04.03.2006 Beiträge: 1.498
      Dachte ich hätte was von ortsüblicher Miete gelesen. Ändert aber nichts daran, dass er sie nicht mehr rausbekommt, wenn er sie raushaben will. Mit mietvertrag ist sie nicht innerhalb von 2 Monaten draußen, wenn sie es drauf anlegt.
      Warum sollte er ihr also vertrauen, wenn sie ihm nicht vertraut?
    • Pornator
      Pornator
      Bronze
      Dabei seit: 26.10.2007 Beiträge: 393
      Ich würde kein Mietvertrag aufsetzen. Da hängt zuviel dran. Normalerweise wird dem Mieter ein Besitzrecht eingeräumt, sprich die tatsächliche Sachherrschaft über den Mietgegenstand. Der Vermieter/ET darf sodann den Mietgegenstand nicht mehr nutzen. Es gibt Kündigungsvorschriften, die zwingend eingehalten werden müssen und und und.

      Wenn sie ne Sicherheit braucht, dann macht ne formlose Vereinbarung, dass sie im Falle einer Trennung das Haus bis zum Zeitpunkt des Auszuges weiter nutzen darf. und gut ist.
    • Brieftraeger
      Brieftraeger
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2006 Beiträge: 25.633
      also wenn die gute dame nicht im grundbuch verbrieft ist und du als alleiniger besitzer aufscheinst, dann darf sich die dame im falle des falles wegfürsten und nicht du. zumindest ist das bei uns in aut so.

      wenn du geld verlangst fürs wohnen, dann allenfalls schwarz kassieren. das sie es dir bar aushändigt, dann hat sie niemals was in der hand :coolface:
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      Original von Jakomo
      Wenn sie Angst hat, dass du sie von Heute auf Morgen auf die Straße setzt und sie deshalb Sicherheiten verlangt, würde ich mit dieser Frau nicht zusammenziehen.
      Na ich versteh die Bedenken schon ein bisschen. Man kann sich noch so sehr lieben, wenn man 140km auseinander wohnt, hat man keinen gemeinsamen Alltag. Das ist eine ganz andere Art von Beziehung. Und wie man im Alltag miteinander klarkommt, weiß man halt erst, wenn man zusammen wohnt.

      Ich würde aber auch nicht gleich nen Mietvertrag machen. Eine kurze schriftliche Vereinbarung über das Wohnrecht sollte doch ausreichen.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.720
      Würde wenn überhaupt auch nur ein Blatt Papier nehmen und entsprechend 3 Monate Wohnrecht nach Trennung einräumen und unterschreiben... allerdings finde ich persönlich es ziemlich überflüssig und wenn meine Freundin z.B. mit jemandem anderen Sex hat, dann ist eben Ende und sie hat auszuziehen. Wenn alles fair auseinandergeht, dann darf sie auch gerne noch solange bei mir wohnen bis sie eine neue Wohnung gefunden hat. Wäre nur zu geil, wenn sie dann auf einmal andere Kerle vor dir mit nach Hause bringt und du kannst nichts machen.

      Außerdem sind 140km zu den Eltern in einem Notfall nicht wirklich schlimm und für Übergangszeiten gibt es auch noch sowas wie Hotels bzw. Ferienwohnungen wo man immer mal 1-2 Monate überbrücken kann. Also auf der Straße stehen ist doch nur eine Horrorvorstellung die nicht eintreten kann.