Mindset - wie geht ihr mit Downswings um?

    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Hi allerseits,

      bin grad in einer sicken Phase - kennt ja jeder, der online pokert. Man trifft nix, verliert ständig seine 70%+ Equity-Hände ... Flips sowieso, jeder dicke Draw misst bei uns etc ... Das übliche.

      Nun, normal macht mir das nix aus ... 3 Hände in Folge mit 70-80% verloren? Kein Problem ... die vierte? ... Lansgam seufze ich und schau zur Decke hoch ... spiele dann weiter ... die fünfte ... ok, jetzt werd ich verbissen und bekomm ein Zucken um die Augenwinkel ... die sechste ... ungläubiges Staunen, die können doch nicht IMMER hitten ... A-Game geht down, ich verliere meine Fähigkeit, gute Folds zu machen und fang an, zuviel zu callen...

      Irgendwann stell ich dann AQ im Blindbattle rein und seh - natürlich - AA. Irgendwann ship ich den NFD + Gutshot im 3b-Pot gegen sein Overpair (gut 55% EQ - trotzdem dünn) ... etc. pp.

      Und so wandern dann noch 2-3 Stacks mehr in die falsche Richtung. 5k Hände gespielt ... 10 Stacks down.

      Ich spiele erstmal nicht Ergebnis-orientiert, sondern Lern-orientiert. Insofern dann Pause - Handreview etc. pp ...

      Was jetzt? Weiter spielen?
      Mir ist klar, dass ich viele Leaks habe, aber das ist nicht das Problem - ok bis auf den Tilt. Wenn ich halt von 10 Händen AI mit average-EQ Turn 70% einfach alle verliere inklusive 2 x 91% ... was soll ich da noch an meinem Spiel ändern?

      Wie gehts weiter, ohne dass ich jetzt irgendwie anfange, falsch zu adjusten - zu tight zu werden, zu oft zu folden, zu wenige Aggro in den richtigen Spots etc.

      Tipps?
      Merci
  • 22 Antworten
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.057
      Original von torytrae
      5k Hände gespielt ... 10 Stacks down.

      Was jetzt? Weiter spielen?
      Mir ist klar, dass ich viele Leaks habe, aber das ist nicht das Problem - ok bis auf den Tilt. Wenn ich halt von 10 Händen AI mit average-EQ Turn 70% einfach alle verliere inklusive 2 x 91% ... was soll ich da noch an meinem Spiel ändern?

      Tipps?
      Merci

      Habe mal die zwei für mich wichtigsten Dinge rausgepickt. Im zweiten Absatz finde ich mich und mein Verhalten auch zu 100% wieder. Aber erstmal zum ersten Teil, in 5k Hands 10 Stacks sind halt für den einen oder anderen sehr böse, für andere sind das normale bis leichte Swings, je nach Gamestyle. Wenn es dein Game beeinflusst 10 Stacks downzugehen, dann ist dein BRM zu lose. Dann bewegst du dich ausserhalb deiner Comfort Zone.

      Zum zweiten Teil,lese dir nochmal deinen ersten Satz durch, dir ist klar das du viele Leaks hast,aber das ist nicht das Problem?
      Das Problem ist, das ist das einzige was du verbessern kannst. Du kannst die 70% Longterm Quote nicht verbessern oder irgendeinen Einfluss drauf nehmen. Du stellst dein Geld als Favorit in die Mitte, sehe es als gutes Investment an, nicht mehr und nicht weniger.

      Nochmal es liegt nicht in deiner Hand und nicht an Dir das die 70% jetzt eben mal 10 mal nicht so hinhauen. Morgen gewinnst du vielleicht 7/10 oder verlierst wieder alle oder gewinnst all diese Situationen, was ändert sich für dich daran wie es ausgeht?

      Ich weiß, das ist jetzt von mir alles sehr nüchtern betrachtet, und ich weiß das es schwer ist wenn man down ist das so rational zu sehen.

      Würde einfach alle Spots durchgehen und schauen wo villain fehler macht, oder du anders spielen würdest danach suche ich mir noch ein Leak aus, wo ich mir überlege wie ich das beseitigen kann, Strategien entwickle um es einzudämmen etc. pp.

      Kopf hoch wird schon wieder :f_p:
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Das mit der Comfort-Zone ist schon richtig. Ist beim Limit-Aufstieg ja erstmal generell ausserhalb der gewohnten Comfort-Zone - natürlich ist man ein wenig auf scared-money weil man nich gleich wieder runter will - und wenn es dann gleich die ersten 1k hands böse läuft, dann ist das sicher keine Hilfe.

      Bin jeweils mit 20 Stacks (200 €) auf nl10 hoch - ist vermutlich zu früh.

      Das mit den Leaks ist halt so eine Sache. Ich denke, ich adjuste sehr gut auf dem Limit - ich weiss relativ gut, wann ich gegen wen eine +EV conti setzen kann (teils mit Ahigh sogar for value gegen Vs range) etc - ich weiss, wann ich gut Turn floaten kann, wann ich Blinds light attackiere und wann ich +EV pf light 3b kann. Da hab ich wenig Probleme mit.

      Zu spewy sollte man auf den Micros eh nicht sein, da der Fehler der meisten Spieler da eben ist, dass sie zuviel callen und nicht, dass sie zuviel folden - ergo Value-betten bis der Arzt kommt aber eher nicht viel auf Fold-Equity setzen etc.

      Alles kein Ding. Zumal auf NL10 wirlich viel mehr schlecht Spieler unterwegs sind - NL5 ist viel tighter - eventuell macht das auch die Spots varianzlastiger, weil zu viele Spieler ihre 10-20% EQ runtercallen.

      Werd einfach jetzt eine Weile Nl5 grinden - Valuepoker und nur gute spots floaten etc, wieder angewöhnen gute Folds zu machen und sonst value betten bis der Arzt kommt. Dann bei 300er Roll und 30 Stacks NL10 neuer Anlauf.

      Merci.
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Bleib doch bei deinem BRM von 20Stacks, wenn du denkst das du deine Limits ordentlich schlägst. Wenn du schon bei den paar Dollars die Nerven verlierst, wie soll das sein, wenn du paar Tausend Dollar Pötte verlierst?
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Hm, ist schon was dran.
      Ist vermutlich eine nötige Abhärtungsphase gerade.
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Wenn ich drüber nachdenke fällt mir noch was auf.
      Als ich nach paar Jahren Pause jetzt wieder angefangen hab zu pokern, hatte ich eine total distanzierte Betrachtung zu den Händen. Es war mir schlicht egal, was in einer passiert - also das Ergebnis. Ich konnte völlig frei und unverkrampft meine Strategie runterspielen.

      Je mehr es dann wieder Spaß gemacht hat und je mehr es nach oben ging, desto eher wollte ich wieder mal ernsthaft die Limits hochgehen - also wieder intensiver mit Strategie beschäftigt etc - was gut ist - was aber auch dazu geführt hat, dass ich das jetzt wieder verbissener angehe und nicht mehr so extrem locker wie am Anfang.

      Fragt sich, wie man beides unter einen Hut bekommt. Ernsthaft mit dem Spiel beschäftigen und Zeit investieren und trotzdem völlig "Distanz" wahren ... schwer schwer. Hab daher jetzt also 100% ein Tiltproblem.
    • crushiii
      crushiii
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2007 Beiträge: 1.131
      Ich kann das verstehen. Es ist total demotivierend, wenn man stundenlang die Theorie in sich reindrückt über Monate vllt. Jahre hinweg und dann verliert man so viel.

      Naja, das große Ziel wird wohl sein, nicht ergebnisorientiert zu spielen, sondern sich zu fragen, ob die Entscheidungen korrekt waren. Alles andere einfach mal auf die Varianz schieben ;)
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi tory,

      generell muss man die Varianz als Teil des Spieles akzeptieren. Ansosnten würde es wohl keine Freizeit Spieler geben ;)

      Ziel sollte es sein besser besser und noch besser zu werden. Die Resultate kommen automatisch bei entsprechender Samplesize. Falls sie doch nicht kommen ist der Skill wohl einfach noch nicht gut genug, das heißt wieder viel Zeit in Theorie investieren.

      Es ist also ein konstanter Kreislauf.

      Gruß FaLLi
    • Wiseguy01
      Wiseguy01
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2009 Beiträge: 1.712
      Man sollte in Big Blinds denken, nicht in Geldeinheiten und dann schauen, ob man spieltheoretisch korrekt gespielt hat. Auch immer schauen, ob man den Rake schlagen kann. Es nützt nichts wenn ich besser bin als die meisten Regs, aber der Rake so hoch ist, das ich die Edge nicht in Gewinn umwandeln kann.

      Daher ist Tischauswahl wichtig, gerade bei aggressivem BRM. Dann gehts schneller hoch.
    • torytrae
      torytrae
      Bronze
      Dabei seit: 07.01.2008 Beiträge: 15.944
      Jo, danke für die Tipps.
    • ayurve
      ayurve
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.108
      Original von FaLLout86
      Hi tory,

      generell muss man die Varianz als Teil des Spieles akzeptieren. Ansosnten würde es wohl keine Freizeit Spieler geben ;)


      Das Problem mit dieser Art von Gedanken ist das sie gar nichts bringen. Im Moment des Tilts (so wie es bei Tory der Fall ist) übernimmt die Amygdala vereinfacht gesagt die komplette Handlungsweise. Sprich in dem Moment wo er Tiltet hatt er gar nicht die Chance zu akzeptieren. Akzeptanz ist ein "Zustand" kein Gedanke die man sich einreden kann

      Man sich oft genug einreden "Das ist nur Varianz... Freizeit-Spieler müssen ja auch Glück haben etcetc" doch es funktioniert nicht.

      Ich bitte dies was jetz kommt nicht als Angriff zu sehen... Leuten zu sagen "Das ist nur Varianz" etcetc ist pures Gift den es setzt den schon vorhandenen Konzepten noch weitere Konzepte dazu die letzendlich einen komplett wirr machen.

      Warum?

      Zuerst wird das Konzept Tilt abgespielt (aus welchen Gründen auch immer ist jetz mal nicht wichtig). Ist der Tilt vorbei erinnert man sich an das Konzept "Ich muss ja die Varianz akzeptieren"... Da man es aber nicht geschafft hat ärgert man sich dadrüber es nicht geschafft zu haben und es entsteht noch mehr Diskrepanz in der Form wie die Wirklichkeit ist und wie man sie gerne hätte.

      Die Akzeptanz der Varianz funktioniert nur wenn man erkennt das man alle Gedanken die man zu einer Situation hat nur Gedanken sind und nicht die Realität.

      lg
    • Pansenmann
      Pansenmann
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2007 Beiträge: 426
      Original von ayurve
      Original von FaLLout86
      Hi tory,

      generell muss man die Varianz als Teil des Spieles akzeptieren. Ansosnten würde es wohl keine Freizeit Spieler geben ;)


      Die Akzeptanz der Varianz funktioniert nur wenn man erkennt das man alle Gedanken die man zu einer Situation hat nur Gedanken sind und nicht die Realität.

      lg
      Das in goldenen Lettern über Deinem Computer. Da lernst Du was fürs Leben.
    • ayurve
      ayurve
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.108
      Original von Pansenmann
      Original von ayurve
      Original von FaLLout86
      Hi tory,

      generell muss man die Varianz als Teil des Spieles akzeptieren. Ansosnten würde es wohl keine Freizeit Spieler geben ;)


      Die Akzeptanz der Varianz funktioniert nur wenn man erkennt das man alle Gedanken die man zu einer Situation hat nur Gedanken sind und nicht die Realität.

      lg
      Das in goldenen Lettern über Deinem Computer. Da lernst Du was fürs Leben.
      sry dont get it ?
    • demutter
      demutter
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2009 Beiträge: 342
      Ich hatte Ende letzten Monats auch so einen schlechte Lauf indem man nicht viel getroffen hat und dafür die Gegner umso mehr usw..

      Was mir geholfen hat, war auf jeden Fall, meinen kompletten Gameplan anzugucken und falls nötig zu bearbeiten.

      Soll heißen:
      - Tätige ich eine ordentliche Tableselection?
      - Spiele ich soviel Tische, das es nicht zu viel wird und ich gut genug über meine Entscheidungen nachzudenken?
      - Sind meine allgemeinen Ranges in den einzelnen Positionen gegen bestimmte Gegnertypen noch profitabel?
      - Spiele ich richtig vs die allgemein bekannten Spielertypen?
      - Agiere ich noch profitabel Postflop?--> Cbet am Flop oop/ip, Cbet am Turn oop / ip vs welche Gegner usw
      - Play am River!! hab ich bspw rausgefunden, dass da bei mir noch viel Verbesserungspotential ist


      Damit hat man schon genug zu tun und ich finde wenn man sich seinen Gameplan wieder vor Augen führt und dann der Meinung ist ´, dass man gut aufgestellt ist dann ist es nur eine Frage der Zeit bis man sich vor Winnings kaum noch retten kann ;)

      Man sollte mMn sich aber nicht so super krass in neue Theorie stürzen und am Ende zuviel im Kopf zu haben.
      Für NL10 "reicht" an sich solides Valuepoker was man hier eigentlich vom Content her an die Hand bekommt.

      Mein absoluter "Geheimtipp" ist aber -----> Tischanzahl minimieren. Und dann wirklich jede Entscheidung, von mir aus auch laut als wenn man es jemanden erzählt vor sich her sagen, genau überdenken! Ich weiß ja nicht wieviel Tische du spielst aber ich reduzier dann mal für ein zwei Sessions aif 4 Tische und erhöhe dann wenn ich mich wieder in meinem Spiel sicher fühle. Ein Problem, was mit nem Downer kommt ist mMn das einem teilweise das nötige Selbstvertrauen fehlt und man dann zu ängstlich agiert in der Angst noch mehr zu verlieren. Was natürlich erst recht gefährlich ist.


      LG de mutter
    • mister23
      mister23
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 1.942
      Original von ayurve
      [
      Die Akzeptanz der Varianz funktioniert nur wenn man erkennt das man alle Gedanken die man zu einer Situation hat nur Gedanken sind und nicht die Realität.

      lg
      erläuter das doch indem du sagst,wie man,deiner meinung nach,erkennt,dass es nur gedanken sind und nicht die "realität".
    • ayurve
      ayurve
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.108
      Original von mister23
      Original von ayurve
      [
      Die Akzeptanz der Varianz funktioniert nur wenn man erkennt das man alle Gedanken die man zu einer Situation hat nur Gedanken sind und nicht die Realität.

      lg
      erläuter das doch indem du sagst,wie man,deiner meinung nach,erkennt,dass es nur gedanken sind und nicht die "realität".

      Gerne :) .

      Ein Schlüssel wäre zum beispiel Achtsamkeit/Mindfulness. Unterstützt durch Meditation basierend auf wissenschaftlichen Ergebnissen/Erkentnissen.

      Ist so eine Kiste die leicht zu Lernen ist aber ein Leben lang stetiger Übung bedarf. Deshalb ist es auch wichtig sie von einem Lehrer zu lernen denn grad das Selbstbeibringen funktioniert zwar ist aber sehr sehr "fehleranfällig".

      Ich kann natürlich nicht jetz zu sehr in depths gehen da ich ja mit Krach Bumm Ente das ganze Lehre aber vlt als verständliches Beispiel:

      Du bekommst einen Suckout. Du interpretierst das als etwas negatives. Dein Gegner interpretiert es als etwas positives.

      Du kannst dir natürlich jetzt versuchen einzureden dass das so sein muss damit die Fische spass haben und dabei bleiben. Das funktioniert aber nicht denn das wäre nur ein Konzept was du auf das Konzept "negatives Erlebniss" drauflegst. Du nimmst zwar vlt nicht mehr das Konzept "negatives Erlebniss" wahr doch es ist noch vorhanden und beeinflusst dein Spiel. Du hast es nur durch ein anderes Unterdrückt.

      An dem Beispiel sieht man sehr gut das Ereignisse immer vollkommen neutral sind. Ein und dieselbe Situation wird als negativ und positiv bewertet obwohl sie vollkommen neutral ist. Und um zu erkennen das es ein neutrales Ereigniss sind und deine Gedanken es einfach xyz bewertet ist Mindfulness ein Schlüssel.

      Durch das erkennen wird dir auch klar das Tilt auch nur ne Gedanken/gefühls Struktur ist und nichts mit der Realität zu tun hat. Du kannst dann zwar Tilt warhnehmen aber du wirst davon nicht beeinflusst. Denn du bist dann nicht der Tilt.

      lg
    • Spielratte
      Spielratte
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2012 Beiträge: 2.376
      Na ja – ich akzeptiere den Downswing auch als etwas, das kommt und geht, und das ich nicht beeinflussen kann.

      Immer angenommen, ich spiele weiter mein bestes Spiel und lasse mich nicht zu falschen Entscheidungen verleiten.

      Esoterisches Gewäsch brauche ich deshalb aber nicht – das kann sich auch jeder einfach klar machen, der rational spielt.
    • Klaaatsch
      Klaaatsch
      Silber
      Dabei seit: 28.05.2013 Beiträge: 1.727
      @Esotherik <3

      @Downswing <3


      Bin die letzte Woche auch X Millionen Komma Drei Fünf buy Ins gedropped...Problem ist nicht irgendeine Angst vor einem Abstieg/Verlust sondern eher die Frustration sich dabei zusehen zu können wie man immer schlechter spielt, um dann zu merken das man dadurch frustrierter wird...

      Tilt ist halt son Levelinding, jeder weiß is normal, jeder lässt sich davon beeinflussen, egal ob normaler oder Happytilt...

      Hab gestern das erste mal seit ich glaub 9 Tagen wieder "relativ" confident gespielt...

      Bin inzwischen der Meinung wenn man es schafft tatsächlich Tilt als wichtigen Teil des Spiels zu aktzeptieren, genauso wie die Varianz, wird durch die Aktzeptanz er sei normal, das Verständnis gestärkt was wiederrum dazu führt das man nicht oder weniger tilted...

      Wie gesagt son Levelingding...


      Btw @ OP, ich schau mir meine Hände i.d.R. jetzt nicht mehr an, ich stell die Rotze rein und spiel weiter, dann kontrolliere ich ab und an die Tischanzahl und regge nach...


      Ob ich gut oder schlecht gejammed habe seh ich in der nachbearbeitung...

      Ein Buddy meinte gestern auch zu mir er schaut sich das schon ewig nicht mehr an, er kanns eh nicht ändern und beeinflussen wenn die kohle drin is...
    • ayurve
      ayurve
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 1.108
      Original von Spielratte
      Na ja – ich akzeptiere den Downswing auch als etwas, das kommt und geht, und das ich nicht beeinflussen kann.

      Immer angenommen, ich spiele weiter mein bestes Spiel und lasse mich nicht zu falschen Entscheidungen verleiten.

      Esoterisches Gewäsch brauche ich deshalb aber nicht – das kann sich auch jeder einfach klar machen, der rational spielt.
      esoterisches gewäsch aha:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Achtsamkeit

      http://en.wikipedia.org/wiki/Amygdala_hijack

      http://www.umassmed.edu/Content.aspx?id=42066



      Du machst grad das beste beispiel dafür was ich schreibe. Dein Gehirn labelt das was ich schreibe als "Esoterisch" obwohl es nichts damit zu tun hat sondern eine rein wissenschaftliche Basis ist. Sprich deine "Rationalität" interpretiert Sachen die mit der Realität nichts zu tun haben und drücken denen einen Stempel auf. Also behindert dich deine "Rationalität" in dem es deine Sicht und Wahrnehmung einschränkt. (Rationalität in " " weil es keine ist)

      Genauso labelest du im Poker, auch wenn du an die Illusion deiner Rationalität festhängst, und glaubst das es dich nicht beeinflusst.

      Und genau da steckt das Problem.


      lg
    • Spielratte
      Spielratte
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2012 Beiträge: 2.376
      Original von ayurve
      Du machst grad das beste beispiel dafür was ich schreibe. Dein Gehirn labelt das was ich schreibe als "Esoterisch" obwohl es nichts damit zu tun hat sondern eine rein wissenschaftliche Basis ist.
      Meditation ist nicht esoterisch – das Sich-selbst-sagen, man sei nicht der Tilt, das schon.

      Das funktioniert für einige bestimmt, ich muss bei solchen Mantras eher lachen.

      Ich glaube nicht, dass sich Tilt zu 100 Prozent abstellen lässt – wohl aber stark abmildern, wenn die Realität akzeptiert wird.

      Dass Glück ein Bestandteil des Spiels ist.

      Dafür brauche ich nur keine meditativen Übungen, das geht ganz von selbst, wenn ich mit mir in einen inneren Dialog trete.
    • 1
    • 2