Little Stat Review 9k Hands @ Micros

    • kalli1
      kalli1
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 06.05.2007 Beiträge: 245
      Ich habe mal ein bißchen mit meinem Pokertracker herumgespielt und ein paar Zahlen ausgewertet. Aber wenn man nicht wirklich weiß wonach man suchen soll, dann ist das wie das Suchen einer Nadel im Heuhaufen. Zuerst einmal hat mich der Einfluß meiner Blind Defense Werte auf den BB/100 Gesamtwert interessiert.

      Hier mal ein paar Zahlen:




      Habe mir mal ein paar Gedanken gemacht und an den Zahlen herumgespielt. Ich wollte zB wissen, welche Auswirkungen eine Verbesserung meiner BB/100 Werte in den Blinds auf den gesamten BB/100 Wert hätte. Dabei muss man natürlich aufpassen, weil es sich hier um gewichtete Werte handelt (gewichtet mit der Handanzahl in der jeweiligen Position -> man kann die BB/100 Werte nicht einfach aufaddieren und den Gesamtwert erwarten).

      Ich will euch die Rechnung ersparen (es sei denn jemand ist interessiert daran), aber ich komme zu folgendem Ergebnis:

      Würde ich im BB auf -20BB/100 und im SB auf -10BB/100 kommen, dann sinkt mein gesamter BB/100 Wert gerade mal auf -0,33BB/100.

      Solch statistische Spielereien sind schön und gut und zumindest mir hilft das den negativen Einfluß eines Leaks zu bewerten (wobei man dabei immer wieder auf die Samplesize verweisen muss!).

      Aber vielmehr bräuchte ich noch, wie schon oben erwähnt, Anregungen wonach ich überhaupt suchen bzw worauf ich mich anfangs fokussieren sollte. Postflopspiel ist klar. Aber im Postflopspiel gibt es eben tausend und mehr Dinge zu berücksichtigen. Lohnt es sich überhaupt unter 100k Samplesize irgendwelche statistischen Werte zu betrachten oder sollte man erstmal einzig einzelne Hände reviewen? Ich habe ja schon Graphen von Leuten gesehen, die Downswings von 100k+ Händen hatten. Also können statistische Kennzahlen ja auch nicht der Weißheit letzter Schluß sein.

      Anregungen?
  • 5 Antworten
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.403
      Nimm nen bekannten WInningplayer und analysiere seine WErte im Vgl zu Deinen und dann suche Spots die diesen Wert bedienen und schau dir die Hände wie er sie spielt und dann wie du sie spielst. Das könnte ein Einstieg sein.
    • Rettungs1zeichen
      Rettungs1zeichen
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2010 Beiträge: 1.392
      Mit dem Vergleich zu anderen Spielern dürfte es schwer werden, wenn man selbst nur 9k Hände gespielt hat.

      Postflopspiel ist klar
      Ist das so klar ?
      Wie sind deine PFR/RFI-Werte ? Ich meine in einem anderen Beitrag hast du zB im BU ..irgendwas um 21,35 % gehabt !!
      Das dürfte sicherlich zuwenig sein...Kann auch alles an der geringen SS hängen.
      Nach ORC sind es so 37 %...der LAG/TAG Style 2014 dürfte über 50% sein..

      Kann nur sagen wie es bei mir gelaufen ist :

      1. Überprüfung ob man tatsächlichn nach ORC/CHarts spielt oder abweicht
      ...wenn da alles OK, dann

      2. Spiele ich die Standardlines ?
      ...ohne/mit INI und oop/ip ..weiche ich davon ab ?
      wenn da auch alles OK ist, dann

      3. Zusätzliche Hände ausserhalb des ORC
      hier bin ich vorsichtig rangegangen..
      Immer Stück für Stück neue Kombos "ausprobiert"


      Man kann die einzelnen Punkte sehr gut nach einer Session filtern und sieht es sofort ob da Abweichungen sind.


      ..und deine Rechnung für die Blinds dürfte vielleicht passen...
      Kann dann nur bedeuten in den anderen Positionen mehr BB gewinnen..siehe oben Werte BU.
    • kalli1
      kalli1
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 06.05.2007 Beiträge: 245
      @Rettungs1zeichen:

      Ok, vielleicht nicht ganz so klar! ;) Hatte vorher im BU 24.5/21.5, mittlerweile 29.5/25. Wollte damit nicht sagen, dass Preflopspiel trivial sei. Versuche dort natürlich auch mein Spiel anzupassen. Aber ich denke, im Preflopspiel sind Leaks einfacher zu schließen und zu analysieren als Postflop. Zudem sind Postflopfehler bekanntlich teurer wenn auch ich nicht weiß inwieweit durch die größere Häufigkeit der Preflopfehler diese wiederum teuer werden. Und im CO und auf dem BU wollte ich nicht unbedingt mit 35+ VPIP Werten starten nur weil es so im Handchart steht. Viele der schwächeren Hände, die man da spielen soll führen zu schwierigen Postflopentscheidungen. Deshalb mein Ansatz mit besserem Postflopspiel auch in später Position weiter öffnen..
    • Scookie1986
      Scookie1986
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.062
      Preflopfehler sind dann nicht so teuer wenn du weißt wie du postflop mit solchen Händen spielen kannst. Wenn du dies allerdings nicht weißt werden Preflopfehler extrem teuer da sie automatisch postflopfehler produzieren
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.516
      Die Gewinnrate in den Positionen ist nicht alles. Das VPIP beeinflusst diese Zahlen. Im BU warst du in ca. 1750 Händen. Eine Gewinnrate von 12,4 BB/100 heisst, du hast dort 217 BB gewonnen. In den Händen, in denen du auf BU gefoldet hast, waren das 0 BB und in den anderen Händen, in denen du nicht gefoldet hast, war das eine positive Zahl. Erhöhst du dein VPIP im BU um ein paar Prozent, dann ist zu erwarten, dass du in diesen Händen im Schnitt ebenfalls gewinnst. Das bedeutet, der Gesamtgewinn erhöht sich, das VPIP auch, aber die Zahl der gespielten Hände bleibt. Nur durch das höhere VPIP erhöht sich auch die Gewinnrate!

      Man kann das nicht ins uferlose treiben, da du dann irgendwann auch Hände spielst, mit denen du einen Verlust erleidest. Ich denke aber, dass du bei der Gewinnrate und deinem VPIP noch etwas looser werden kannst und das deine Gewinnrate insgesamt verbessert.