Monster vom Button

    • Shaner1913
      Shaner1913
      Bronze
      Dabei seit: 17.12.2008 Beiträge: 2.265
      typische Situation in der ich unsicher bin

      ich raise z.b QQ vom button FI , krieg die 3 bet - cap - call

      Board AQ9 ich krieg die Donk - raise - re raise - cap

      turn blankt gegner donkt wieder

      wie is da eure line gegen unkown oder auch gegen regular capt ihr da alle streets durch oder schaltet ihr auf calldown runter?

      ergebnisabhängig hab ich bei der line bis jetzt immer nur Aces gesehen aber ich kann mir nicht vorstellen das es bei soner hand wirklich sinnvoll is ab dem turn nur runterzucallen

      sample sind vielleicht 15k hände auf 0.1/0.2 also absolute mikros

      und wie handhabt ihr es wenn das board AKQ kommt und der turn blankt bei der selben line von villain?
  • 2 Antworten
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      Gegen einen guten Spieler schalte ich irgendwann einen Gang runter.
      Er weiß schließlich, dass ich mit 2 pair nicht bis zum Anschlag durchdrehen würde und wird dementsprechend selber mit sämtlichen Händen, die ich schlage, früher oder später mal auf die Bremse treten.

      Gegen schlechte Spieler lohnt es sich bis zum bitteren Ende durchzucappen, da sie oft in einen Modus der Sorte jetzt zeige ich es euch allen verfallen und in blinder Wut bis zum bitteren Ende ausrasten. Den Spaß sollte man ihnen gönnen. Auf Sites, bei denen es zu zweit keinen cap mehr gibt, habe ich in solchen Situationen gerne auch 47 mal oder so geraist.

      Bei dem AKQ board sollte man natürlich etwas vorsichtiger sein, wenn man ihm zutraut, dass er JTo 3-bettet.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Wenn man sedlbst nicht die Nuts hat,. muss man bei extremer Gegenwehr damit rechnen, dass der Gegner sie hat. Ist das jedoch die einzige Hand, die er haben könnte? Das muss man sich nach jeder Aktion überlegen. Es gibt auf diesem Board auch andere Hände, die ein Spieler für sehr stark halten könnte. Z. B. AA, 99, AQ.

      Die Menge der Hände, die ein Spieler nach seiner Aktion halten kann, nennt man Range. Hast du gegen diese Range einen Vorteil, drückst du weiter aufs Gas, hast du keinen Vorteil, nimmst du dich zurück. Welche Range ein Spieler hat, hängt neben seinen Aktionen von seinem Spielertyp ab. Ist der Gegner passiv, aggressiv oder überaggressiv? Je aggressiver er ist, desto schlechtere Hände hat er bei Aggression. Kann er die Stärke seiner Hände einschätzen oder überdreht er es, wenn er scheinbar starke Hände hat? Wenn er AQ nach dieser Action immer noch für eine sehr starke Hand hält, dann bist du immer noch im Vorteil.

      Dein Ziel sollte es also sein, dich in den Gegner hineinzuversetzen und zu überlegen, womit er so spielt, wie er spielt. Dem passt du dich mit deinem Spiel an. Gegen einen unbekannten Gegner ist das naturgemäss schwierig, weil man sein Verhalten nicht kennt. Diesen Spielern räumt man als Standard ein, vernünftig zu sein. Sie werden es bis zur Widerlegung also nicht übertreiben. Spieler, die du schon länger kennst, kannst du besser einschätzen. Die Lösung kann nicht allgemein angegeben werden. Sie hängt immer von den näheren Umständen ab.

      Einem unbekannten Gegner würde ich unterstellen, dass er dich nach cap preflop und cap Flop auf eine sehr starke Hand setzt. Es ist also fraglich, ob er mit AQ am Turn weiter bettet und raist, da er sich mit dieser Hand nicht mehr unbedingt im Vorteil sieht.