Motivation, Poker, LiveBalance, HappynessEV, Semitilt

    • tehil1901
      tehil1901
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2010 Beiträge: 888
      Hey Jungs und Mädels,
      ich bin auf der Suche nach einer neuen Motivationquelle beziehungsweise Ratschlägen zu einer neuen Herangehensweise bzw. der Sinnhaftigkeit an
      das "Spiel" Poker.
      In der letzten Zeit (6 Wochen) habe ich verstärkt gemerkt wie abgestumpft ich bezüglich des Themas Poker geworden bin. Spiele mainly NL50 und stelle fest, dass mich mehrere hundert Dollar Swings wirklich
      die Bohne interessieren. Das traurige ist imo das selbst wenn es mal gute Winningsessions gab ich immer ein Gefühl der Unzufriedenheit in mir trage.

      Ich meine im RedlineJunkies Blog gelesen zu haben, wie einer der Blogmember(ich meine es war SIM) für sich "frieden mit Poker geschlossen"
      hat.
      Diese Aussage hat mich selber auch des längeren mal über das Thema ZufriedenheitsEV und Poker nachdenken lassen.
      Bei dieser Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich irgendwie das Gefühl habe, dass mir das Spiel Poker an sich noch etwas schuldig ist. Das klingt vll ein bisschen platt, aber ich denke es hat viel damit zu tun dass einfach das Input Output Verhältnis nicht stimmt.

      Wie oben beschrieben suche ich vergeblich Spaß am Buttonklicken und ich habe einfach schon soviel Zeit
      in ein Kartenspiel investiert, dass ich mich gar nicht traue mal den Stundenlohn auszurechnen.
      Jetzt wo man schon etwas tiefer in der Materie drin ist merke ich auch einfach wie viel es noch an anzueignenden Wissen gibt und wie gering vermutlich der eigenen Wissensstand ist.

      Vll kennt ihr das Gefühl, dass wenn man gut up+ ist immer noch mehr up sein möchte und
      wenn es mal abwärts ging ständig das Gefühl bzw. das Verlangen entstandene losses chasen zu müssen.

      Das ist wohl auch einer meiner größten Schwächen dieses zu späte quitten welches mich in so einen
      Semitiltzustand bring in dem ich einfach wie so ein kleiner Bengel das Gefühl von Ungerechtigkeit verspüre.
      Ich glaube einfach, dass ich im Kopf bezüglich Poker eine komplett neue Gedankenumwelt benötige

      Ich glaube das letzte Mal wo ich richtig Freude beim Pokern verspürt habe und richtiges Nervenkitzeln wie zu Anfangszeiten hatte war bei der 9th Sunday Million wo ich und mein Mitbewohner beide mit jeweils Shares an dem anderen das Sunday Million gespielt haben.

      Ich kann das nur schwer beschreiben, aber ich habe einfach das Gefühl das mein Mindset eine Generalüberholung benötigt.

      Die Einstellung sollte doch imo wie folgt sein:

      Ich habe Spaß an dem Spiel
      Das Spiel offeriert mir monetäre Möglichkeiten
      Ich möchte immer das für mich bestmögliche Pokerspielen
      Ich fühle und weiß an einem neuen Tisch um meine Edge
      Wissenshunger auf Theorie und der damit einhergehenden Dominanz am Tisch
      Die Disziplin einen vorgenommenen Gameplan immer durch zu ziehen.
      Jede Entscheidung egal wie minimal sie ist immer mit der höchstmöglichen Qualität zu treffen.


      Habt ihr Ansätze die ggf. auf einige dieser Vorstellungen abzielen.
      Was meint ihr bin ich vll schon über mein Zenit hinaus und sollte das Spiel
      quitten und mich damit abfinden, dass mir das Game "noch etwas schuldig" ist?
      Ich bin halt wirklich nicht auf das Geld vom Poker angewiesen habe einen standard Nebenjob und
      auch nicht das Bedürfnis meinen Lebensstandard im Moment erhöhen zu müssen.
      Nur es ist irgendwie eine Art von verbissenen Traum einmal Nl100 oder höher als guter Regular zu schlagen. Oder bilde ich mir das nur ein und sollte die investierte Zeit einfach als Sunkcost abtun?

      Wenn ich z.B. meinem früheren Ich sagen könnte ob er Poker spielen sollte oder nicht würde ich vermutlich sagen lass die Finger davon - irgendwie traurig. Natürlich wenn es nur absolute Entscheidungmöglichkeiten gibt.

      Könnt ihr euch ein wenig mit der Situation identifizieren oder habt konstruktive Ratschläge?

      Mein Plan ist atm wie folgt:
      -erst einmal CoolDwon vom Spiel
      -mit meinem Coach zusammensetzten und bisschen Feedback einholen
      -vll Videos + Kommentar zu uppen um mal weiter Meinungen einzuholen
      -Tischanzahl drastisch runterschrauben
      -wieder weg von Zoom/Rush
      -mehr Theorie machen (hat da jmd. vll guten Content mit einem Lernpfad?)
  • 3 Antworten
    • tehil1901
      tehil1901
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2010 Beiträge: 888
      Habe den Entschluss gefasst aus dieser Endlosschleife auszubrechen und
      jetzt erst einmal ein paar Monate keine Zeit in Poker investieren.

      Es gibt genug andere Aktivitäten die mehr $EV und HappinessEV haben, die gilt es nun voll auszuschöpfen - der Sommer kommt. :)
      Sollte es mich noch einmal aus welch Gründen auch immer wieder zurück
      zum Spiel führen, stelle ich an mich selber die Aufgabe mich wieder von
      Nl25 hochzugrinden. Darüberhinaus 10h Theorie zu machen bevor die ersten Karten wieder gedealt werden.

      Für mich selber stempel ich die investierte Zeit als SunkCost ab. :evil:
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.053
      Original von tehil1901
      Wie oben beschrieben suche ich vergeblich Spaß am Buttonklicken und ich habe einfach schon soviel Zeit
      in ein Kartenspiel investiert, dass ich mich gar nicht traue mal den Stundenlohn auszurechnen.
      Jetzt wo man schon etwas tiefer in der Materie drin ist merke ich auch einfach wie viel es noch an anzueignenden Wissen gibt und wie gering vermutlich der eigenen Wissensstand ist.

      Vll kennt ihr das Gefühl, dass wenn man gut up+ ist immer noch mehr up sein möchte und
      wenn es mal abwärts ging ständig das Gefühl bzw. das Verlangen entstandene losses chasen zu müssen.

      Das ist wohl auch einer meiner größten Schwächen dieses zu späte quitten welches mich in so einen
      Semitiltzustand bring in dem ich einfach wie so ein kleiner Bengel das Gefühl von Ungerechtigkeit verspüre.
      Ich glaube einfach, dass ich im Kopf bezüglich Poker eine komplett neue Gedankenumwelt benötige
      Habe mal die 3 Abschnitte als Grundlage genommen.

      Zum Abschnitt 1: Es ist wichtig sich klar zu machen wie man motiviert ist, ich kann dir da nur sagen das es dauerhaft nicht reicht nur extrinsisch motiviert zu sein, das klappt einfach nicht. Was dein Problem ist, ist diese Erwartungshaltung, warum machst du dir Gedanken über den Stundenlohn, machst du das bei anderen Hobbys auch?
      Zum zweiten Teil des ersten Abschnitts kann ich dir nur sagen das dass gerade das faszinierende ausmacht, man bekommt input über verschiedene Theoretische Konzepte und merkt wie geil das eigentlich ist das zu verstehen und anzuwenden.

      Zweiter Abschnitt: Ja kenne ich von mir auch, ist eine Frage des Fokus, warum ist es wichtig für dich wie das Ergebnis in dieser einen "kleinen" Session aussieht?

      Zum Dritten: Brauchst du wenn du langfristig noch weitermachen willst, sonst frist dich die Ungeduld und Unzufriedenheit über Stundenlohn oder andere ERwartungen einfach auf.
    • tehil1901
      tehil1901
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2010 Beiträge: 888
      Hey cool das Jemand antwortet. Ich gebe dir vollkommen Recht alleine die Tatsache, dass ich mir Gedanken um einen möglichen Stundenlohn mache zeigt schon wie verlehrt meine Einstellung diesbezüglich ist.

      Beim Poker ist es halt auch einfach eine Sache dads das Geld irgendwie immer eine Rolle spielt, es ist halt nicht mit zum Beispiel Handball zu vergleichen.

      Theoretisch müsste es mir ja reichen, wenn ich mein A Game durchgebracht habe und die Results einfach ausblenden. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll, aber selbst wenn ich mmn keine falschen Entscheidungen getroffen habe, richtig dominiert habe und die Villians nach belieben zerstört werden, gebe ich eben doch etwas auf die Results.

      Aber der Ansatz die komplette Materie bzw. das was in dem eigenen Horizont erreihbar ist zu verstehen sollte viel mehr das Ziel sein.