Trisomie 21 Bluttest / Pränataldiagnostik / "Designerbabys"

  • Umfrage
    • Designerbaby im Jahre 20xx?

      • 71
        Würde diese Tests benutzen und meine Entscheidung das Kind zu bekommen davon abhängig machen
        80%
      • 11
        Würde diese Tests nicht benutzen um den eigenen Nachwuchs zu testen
        12%
      • 7
        Würde diese Tests benutzen um den eigenen Nachwuchs zu testen
        8%
      Insgesamt: 89 Stimmen
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 10.673
      Beschäftige mich wenig mit Medizin oder Forschungsfortschritten und dergleichen aber bei dem Artikel, insbesondere beim vorletzten Abschnitt was in den USA schon erlaubt und möglich ist, stell ich mir die Frage ob unsere Kinder oder spätestens unsere Enkel in der westlichen Welt noch wissen werden das es Behinderungen gibt bzw. mit behinderten Kinder Kontakt haben werden.

      http://www.n-tv.de/wissen/Tausende-nutzen-Trisomie-Bluttest-article12498346.html

      Was meint ihr? Vollständiges Designerbaby im Jahre 20xx?

      Würde gerne ne Umfrage dazu adden, Verbesserungsvorschläge willkommen!

      • Würde diese Tests benutzen um den eigenen Nachwuchs zu testen
      quasi Schicksal akzeptieren aber gerne vorher wissen worauf man sich einstellen muss

      • Würde diese Tests nicht benutzen um den eigenen Nachwuchs zu testen
      • Würde diese Tests benutzen und meine Entscheidung das Kind zu bekommen davon abhängig machen
  • 33 Antworten
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Umfrage hinzugefügt, have fun :)
    • FidiFlush
      FidiFlush
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2009 Beiträge: 4.116
      Finde den Begriff "Designer Babys" total bescheuert.
      Geht doch lediglich darum festzustellen ob es "Gesund Babys" sind oder ob sie Behinderungen haben werden.
      Außerdem kann man ja auch nicht einfach davon ausgehen, sobald der Test positiv ist, daß die Babys abgetrieben werden. Es ist ja schließlich auch eine Hilfe eine Behinderung frühzeitig zu wissen, man kann sich dann darauf einstellen, informieren etc. Anders wird man vor vollendete Tatsachen nach der Geburt gestellt und ist dann vielleicht überfordert.
    • Pr0digy1
      Pr0digy1
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2010 Beiträge: 1.833
      Naja, aber wenn rauskommt, dass das Baby behindert sein würde, würden schon sehr viele Paare das Kind abtreiben oder nicht?
    • Tandor1973
      Tandor1973
      Black
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 3.987
      Original von FidiFlush
      Außerdem kann man ja auch nicht einfach davon ausgehen, sobald der Test positiv ist, daß die Babys abgetrieben werden.
      Sehe ich anders, darüber macht man sich im Regelfall vorher Gedanken.

      Die Eltern die sich auch bei einem Trisomie 21 Kind für das Kind entscheiden würden lassen solche Test in der Regel erst gar nicht machen.

      Solange man das sehr früh feststellen kann finde ich es ok, und durch solche Untersuchungen ist es ja gerade möglich es deutlich früher festzustellen.
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 10.673
      Diese Eltern machen dann scheinbar gerade mal 10% aus Tandor

      USA:
      http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/471444_Amerikas-ungeliebte-Kinder.html

      BRD:
      http://www.stern.de/wissen/mensch/down-syndrom-mehr-gelassenheit-bitte-541491.html

      Jetzt schon 90% ist ne krass hohe Zahl, vor allem die Aussage vom klinischen Berater der nationalen Down-Syndrom Gesellschaft "Ich gehe davon aus, dass Menschen mit Down-Syndrom in den USA verschwinden werden", ist schon hart und stützt ja in etwa meine These aus dem OP.
    • Hennes
      Hennes
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 15.828
      Wir haben den Test nicht gemacht, aus folgendem Grund:

      Der Test ist ungenau, es besteht lediglich eine erhöhte Chance dass das Kind zb das Down Syndrom hat. Was wenn dieser Test positiv ausfällt? Ein evt doch gesundes Kind abtreiben? Oder monatelang auf den nächsten Test warten und eine unruhige und ungewisse Schwangerschaft haben? Was wenn der Test dann immer noch positiv ist, dann eine Totgeburt (das Kind wird abgetötet) im 6. Monat?
      Man sollte sich das alles zweimal überlegen, wir haben dies gemacht und aus den oben genannten Gründen haben wir uns dagegen entschieden.
      Die Frauenärzte drängen einen quasi zu diesem Test (genau wie zu allen anderen IGEL-Leistungen), denn damit verdienen sie richtig Kohle
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 10.673
      Sprichst du von genau diesem Test aus dem Artikel der Firma Lifecodexx?

      Also ist der Satz mit der 99-prozentigen Trefferwahrscheinlichkeit keine medizinisch verifizierte Aussage, sondern nur PR der Firma ?(
    • Hennes
      Hennes
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 15.828
      Ich hab mir den Namen des Tests nicht gemerkt, und jetzt kurz gegoogelt. Nein es war nicht dieser Test (sorry dafür), sondern die "normale" Fruchtwasseruntersuchung oder wahlweise eine Biopsie edit: auch Nackenfaltenmessung). Der Test war/ist ziemlich ungenau, und wird mMn viel öfter benutzt weil günstiger als der Test von Lifecodexx. Ob deren Trefferquote stimmt kann ich leider nicht sagen, aber Marketing würde ich im Gesundheitswesen nie ausschliessen ;)
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      Ich hab den Test gemacht und er hat mich schon beruhigt.

      Ja, er ist nicht ganz genau sondern gibt nur eine Wahrscheinlichkeit an. Dazu macht man ja normalerweise eine Nackenfaltenmessung per Ultraschall, auch dort kann man das Risiko ablesen, in Kombination erhält man schon eine etwas genauere Wahrscheinlichkeit. Wenn dann ein gewisses Risiko besteht, kann man noch weitere Tests (genetische Fruchtwasseruntersuchung) machen, deren Ergebnis dann doch ziemlich genau ist.
      Edit: hab den Artikel nicht gelesen und kenn den genauen Test dort nicht, ich spreche von dem allgemeinen, der in Dtl. normalerweise angeboten wird.

      Ich glaub, jeder der ein Kind bekommt setzt sich mit dem Thema auseinander. Man fragt sich halt auch, tut man einem behinderten Kind einen Gefallen damit, es zu bekommen? Das ist für Eltern und Kind eine lebenslange Belastung, von evtl. schon vorhandenen (gesunden) Geschwisterkindern ganz zu schweigen.

      Der Test wird normalerweise zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche gemacht, bis zur 12. Woche darf man (gesunde Kinder) abtreiben, mit Behinderung länger. Und wenn man mal nen Ultraschall in der 14. Woche gesehen hat, das ist schon ein richtiger kleiner Mensch. Also die Entscheidung dann abzutreiben ist bestimmt nicht leicht, aber ich hätte mich wohl trotzdem auch zur Abtreibung entschlossen.

      Das mag egositisch klingen, vielleicht ist es das auch, aber es verändert einfach dein ganzes Leben komplett. Ich mache aber auch einen Unterschied zwischen körperlicher und geistiger Behinderung. Mit körperlichen Behinderungen kann man leben, da würde ich niemals abtreiben, geistige Behinderungen und lebenslange Pflegebedürftigkeit sind da eine ganz andere Liga. Wie glücklich kann das Kind jemals werden? Als Kind mag das noch gehen, aber als Jugendlicher / Erwachsener? Und wie unbeschwert kann ein eventuelles Geschwisterkind aufwachsen?

      Und warum soll es schlimm sein, wenn bestimmte Behinderungen aussterben?
    • busfahrer09
      busfahrer09
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 10.673
      Original von Hennes
      Ich hab mir den Namen des Tests nicht gemerkt, und jetzt kurz gegoogelt. Nein es war nicht dieser Test (sorry dafür), sondern die "normale" Fruchtwasseruntersuchung oder wahlweise eine Biopsie edit: auch Nackenfaltenmessung). Der Test war/ist ziemlich ungenau, und wird mMn viel öfter benutzt weil günstiger als der Test von Lifecodexx. Ob deren Trefferquote stimmt kann ich leider nicht sagen, aber Marketing würde ich im Gesundheitswesen nie ausschliessen ;)
      ah ok, du redest also von diesen invasiven Tests die sehr viel gefährlicher für die Mutter und das Kind sind, dann kann man den Fall nicht vergleichen da die neuen Tests praktisch ungefährlich für beide sind. (soweit ich das ergooglet habe, ist ja nix weiter als ne random Blutuntersuchung)
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      ja, Blutuntersuchung. Gibts erst seit 1 oder 2 Jahren oder so. Fruchtwasseruntersuchung ohne Anlass hätte ich auch nicht gemacht, da ca. 1% Fehlgeburtsrisiko dabei.
    • Hennes
      Hennes
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 15.828
      afaik ist aber gerade das Downsyndrom für Angehörige eine der angenehmeren Behinderungen, und die Kinder sind allesamt nicht unglücklich aufgrund ihrer Behinderung.

      Ein Arbeitskollege hat ein authistisches Kind (+irgendein Genfehler), welches lebenslange Pflege bedarf. Ich habe ihn gefragt was er von diesem Test hält, ob er ihn beim nächsten Kind machen würde und wenn ja ob er bei positivem Ausgang das Kind abtreiben lassen würde.
      Obwohl er ein pflegebedürftiges Kind hat würde er den Test nie machen bzw bei positiver Bewertung nie Abtreiben. Ich fand das bemerkenswert und hat unsere Entscheidung gegen den Test mit beeinflusst
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      Muss halt jeder für sich selbst wissen, aber die Möglichkeit gibts ja nicht umsonst. Find ich auch bewundernswert die Einstellung deines Kollegen.

      Zumindest wissen wollen würde ich es aber so oder so, einfach um mich darauf einstellen zu können. Direkt nach der Geburt hat man doch keinen Nerv, sich damit erstmal auseinanderzusetzen, dann lieber vorher informieren.
    • FidiFlush
      FidiFlush
      Bronze
      Dabei seit: 14.04.2009 Beiträge: 4.116
      Original von NiceToMeetYou

      Und warum soll es schlimm sein, wenn bestimmte Behinderungen aussterben?

      Muss halt jeder für sich selbst wissen, aber die Möglichkeit gibts ja nicht umsonst. Find ich auch bewundernswert die Einstellung deines Kollegen.

      Zumindest wissen wollen würde ich es aber so oder so, einfach um mich darauf einstellen zu können. Direkt nach der Geburt hat man doch keinen Nerv, sich damit erstmal auseinanderzusetzen, dann lieber vorher informieren.
      ##
    • Pr0digy1
      Pr0digy1
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2010 Beiträge: 1.833
      Und wo soll man da eine Grenze finden, wenn wir plötzlich wieder anfangen in lebensunwertes und lebenswertes Leben einzuteilen?
    • Tandor1973
      Tandor1973
      Black
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 3.987
      Was heißt den plötzlich wieder,

      Trisomie 21 wird auch ohne diese Untersuchung bereits relativ häufig während der Schwangerschaft durch Ultraschall entdeckt. Dann aber meist erst in der 30. Woche.
      Dadurch haben wir bereits deutlich weniger Fälle als vor 30 oder 40 Jahren, obwohl das Alter der Eltern immer höher wird, was als Haupt Risikofaktor gilt.
      Das Problem ist also nicht neu.
      Mit dem Verfahren kann Trisomie 21 deutlich früher festgestellt werden was in meinen Augen bei einer Abtreibung moralisch weniger bedenklich ist, als wenn man es erst in der 30. Schwangerschaftswoche feststellt.
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      In der 30. Schwangerschaftswoche ist ein Kind quasi lebensfähig, es könnte zur Welt kommen und würde als normales Frühgeborenes gelten.

      Und dass man darauf testet, ist in der Tat überhaupt nicht neu, neu ist nur, dass es seit letztem Jahr einen Bluttest gibt, der im gegensatz zur Fruchtwasseruntersuchung keine Risiken birgt. Früher wurde halt in der 11.-14. Woche die Nackenfalte im Ultraschall gemessen und bei Verdacht dann das Fruchtwasser untersucht, wobei es zu einer Fehlgeburt kommen konnte. Heute macht man halt Nackenfaltenmessung + Bluttest, das ist der einzige Unterschied.
    • Pr0digy1
      Pr0digy1
      Bronze
      Dabei seit: 14.06.2010 Beiträge: 1.833
      Original von Tandor1973
      Was heißt den plötzlich wieder,

      Trisomie 21 wird auch ohne diese Untersuchung bereits relativ häufig während der Schwangerschaft durch Ultraschall entdeckt. Dann aber meist erst in der 30. Woche.
      Dadurch haben wir bereits deutlich weniger Fälle als vor 30 oder 40 Jahren, obwohl das Alter der Eltern immer höher wird, was als Haupt Risikofaktor gilt.
      Das Problem ist also nicht neu.
      Mit dem Verfahren kann Trisomie 21 deutlich früher festgestellt werden was in meinen Augen bei einer Abtreibung moralisch weniger bedenklich ist, als wenn man es erst in der 30. Schwangerschaftswoche feststellt.
      Das war eine polemische Anspielung auf die NS-Zeit. Egal, NiceToMeetYou meint ja, dass bestimmte Behinderungen aussterben sollten. Daraufhin fragte ich, wo man da die Grenze ziehen kann oder soll. Antwort noch ausstehend. Übrigens kann es auch sein, dass die eigentlichen Eltern das Kind auf Grund einer Behinderung nicht wollen, es wenn es nach der Geburt zur Adoption freigeben würde aber trotzdem ein schönes Leben bei einer anderen Familie führen könnte.
    • Tandor1973
      Tandor1973
      Black
      Dabei seit: 25.04.2007 Beiträge: 3.987
      Original von Pr0digy1

      Das war eine polemische Anspielung auf die NS-Zeit.
      Das habe ich schon verstanden, und ich sage dir das wir das schon seit Jahrzehnten machen.

      Wenn du das infrage stellen willst müsstest du Abtreibungen generell in Frage stellen.
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