Nit mit eigenartiger Range: Conterstrategie?

    • Geklemischung4
      Geklemischung4
      Gold
      Dabei seit: 11.04.2012 Beiträge: 128
      NL4 Fullring
      Ein Gegner spielt fast nur:
      22+,
      ATs+ und
      AKo.

      Wie kann ich gegen diesen Gegner vorgehen, um mein value zu maximieren?
      a., in Position: nach call vor dem Flop
      b., out of Position als Preflopaggressor
      c., nach call im Sandwich gegen einen anderen Preflopaggressor, auf den ich Position habe, wobei oben genannter Gegner auf mich Position hat?

      Welche Range sollte ich gegen diesen Gegner spielen?
      ( vor allem in Position gegen ihn als Aggressor? )

      Wie müsste ich meine Optimal-Stategie ändern, wenn er UTG und MP weniger Pocket Pairs spielt, was ich vermute, also vorwiegend 88+
      ( und auch eher ADs+) ?
  • 4 Antworten
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.057
      Beste Line ist es obv sich auf dem Limit keine Gedanken über einzelne Gegner zu machen, sondern versuchen sein eigenes Spiel zu verbessern um schnellstmöglich aus der Rake-Hölle rauszukommen.
    • Geklemischung4
      Geklemischung4
      Gold
      Dabei seit: 11.04.2012 Beiträge: 128
      Ist ja eigentlich erst mal egal in welchem Limit man versucht optimale Spielweise trainieren, wenn man noch nicht mal weiß mit welcher Range man noch gegen so einen spielen sollte, um optimalen Profit rauszuholen, wenn man von der Rake absieht.

      Welche Range kann man den gegen so einen callen/ raisen?

      Welche Boards kann man aggressiv spielen/ welche passiv?

      Sollte man gegen so einen auch mal suited connectors spielen oder eher nur noch höhere Paare also TT+ um gegen seine ATs+ Range zu dominieren, oder sollte man versuchen auf xxy-Flops (mit x,y =2 bis 9) all in zu pushen weil er wenn er nicht getroffen hat und kein Overpair hat meist sowieso folden wird?

      Was kann man gegen Spieler machen die keine (/zu wenig) XY (mit X,Y=T,J,Q,K) spielen machen?

      Was kann man gegen Spieler machen, die keine Suited connectors spielen?

      Was kann man gegen Spieler machen, die keine kleinen suited Asse (AXs) spielen machen?

      (abgesehen von der Rake, die man oft nur wenig beeinflussen kann? ;) )
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Versuch mal irgendwie den Silberstatus zu bekommen, für deine Limits gibts so viel guten Content momentan, bspw. das Vid:

      http://de.pokerstrategy.com/video/30726/

      Bei solchen tighten Gegner kommt es auf ihr postflopgame an. Wenn er viel foldet, dann würde ich wohl alle möglichen lowboards einfach raisen und IP viel callen mit suited-connectors usw. eben Hände, die nicht von seiner tighten Range dominiert werden. Wenn er viel barrelt und wenig foldet, dann kannst du durchaus auch viele marginale suited Hände callen, weil du enorm implieds gegen eine klar definierte Range hast.

      Ich kann mir aber echt nicht vorstellen, dass jemand so hart tight ist, ausser aus UTG vielleicht. Und wenn er so tight ist, dann ist das auch nicht dein Profit-Ziel, das sollten auf NL4 einfach mal die Freizeitspieler sein. Bei diesem Villain wäre ich einfach froh, wenn er zu meiner linken sitzt, damit ich ständig seinen bb mitnehmen kann, was bei seiner Range wohl 90bb/100 pro steal entspricht^^
    • Ferklsepp307
      Ferklsepp307
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 5.464
      So ungewöhnlich finde ich die Range für eine Nl4 Nit gar nicht. Ist etwa die Standardrange eines schlechten bots auf Ipoker.



      Wie kann ich gegen diesen Gegner vorgehen, um mein value zu maximieren?
      a., in Position: nach call vor dem Flop


      Es geht ja jetzt darum, daß du irgendwie versuchst mit einer Standardrange gegen ihn Value zu erzeugen, sondern anders rum: du musst deine Range angleichen um gegen ihn optimal zu spielen.

      also genau das hier:

      Welche Range sollte ich gegen diesen Gegner spielen?
      ( vor allem in Position gegen ihn als Aggressor? )



      Dazu schlüsseln wir mal die Range ein bissl auf in

      a) kleine Pocket pairs 22-TT
      b) starke Pockets JJ-AA
      c) Ax Hände

      Insgesamt sind das 106 Kombis, bestehend aus

      a) 54 Kombis (51%)
      b) 24 Kombis (22,5%)
      c) 28 Kombis ( 26,5%)

      Analysieren wir mal die drei Gruppen:
      a) Die Hälfte seiner Range besteht aus Pockets, welche er häufig nur weiter spielen kann/wird, wenn er sets trifft.
      Vorteil für uns: er trifft selten, wenn er aber trifft, dann hat er meist die stärkere Hand.
      Nachteil für uns: in den häufigen Fällen, bei denen er nichts trifft, werden wir auch nur einen relativ kleinen Pot gewinnen.

      b) Made Hands: Er braucht meist nichts mehr treffen, damit er am Flop noch die bessere Hand hält. Allerdings wird er häufig (grad auf den kleinen Limits) viel Geld investieren. AA und KK werden nicht mehr weg gelegt, auch wenn wir in den Chat schreiben, daß wir ein set oder straight haben.

      c) Hier muss er am Flop teffen um TPTK zu halten. Ähnlich wie bei a) wird er ohne hit kaum noch viel Geld in den Pot investieren.



      Wie nun die optimale Spielweise gegen die Range:

      a) hier besteht unser Potential meist in der Postflop-Foldequity. Immerhin hat er zu fast 90% am Flop nix getroffen und wird die Hand auf boards mit Overcards aufgeben müssen. Beispielsweise 55 auf A38 oder KQ4.
      Gute Mittel dagegen sind (grad in Position) seine cbet zu raisen. Was würdest du selbst wohl mit 55 auf KQ4 machen, wenn jemand deine cbet raist? Wichtig hierbei: wenn er nicht foldet oder gar selbst dann Action macht: vorsichtig weiterspielen. Nicht overplayen! Ein weaker fold ist dann besser als ein schlechter call.

      b) Postflop besteht nur die Möglichkeit mit sets oder straight Geld zu bekommen, der Value besteht also daraus mit pocket/straights/flushes einen großen Pot zu gewinnen. SCs und pockets sind hier perfekt zu spielen. Auch hier wieder: niemals overplayen! Draws konsequent nach Odds und Outs weiterspielen. Hast du aber einen hit, dann betten/raisen was das Zeug hält, der legt sein Monster AA nicht weg.

      c) ist die m.M. nach am schwierigsten zu spielende Gruppe. Hier brauchen wir eher eine Mischung zwischen a) und b), weil wir mit unseren Straight/Set/Flush meist wenig Value generieren können. Immerhin muss ja Villain getroffen haben und wir unser Monster bzw. zumindest einen Monsterdraw getroffen haben.
      Problemhände sind hier schlechtere Ax Kombinationen in unserer Range, welche häufig dominiert sein können.


      Fazit:
      -Preflop kann man eine sehr große Range spielen. Pockets, SuitedConnectors, Suited Gappers sind sehr gut und auch relativ einfach zu spielen.

      -Postflop sehr aggressiv weiter spielen und auf Gegenwehr eher auf checkbehind oder fold umschalten.