Draws & Imlieds

    • Woerni
      Woerni
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 640
      Hallo Zusammen.

      Ich habe eine Frage an euch wie Ihr mit Draws und Implieds umgeht.

      Ich ertappe mich während des Spiels und danach bei der Analyse einiger Hände immer dabei, dass ich sehr oft mit Draws am Flop calle und am Turn folde wenn er nicht ankommt.

      Da ja fast Grundsätzlich am Flop die Odds nicht ausreichen um eine Bet zu callen und man mit Implied Odds "rechnen" müsste stoße ich da an meine Grenzen. Welche Faktoren müssen für euch gegeben sein um den Flop und ggf den Turn zu callen.

      Den Strategieartikel dazu habe ich schon gelesen. Nur kann ich das anscheinend nicht umsetzen.

      Welche vorgehensweise habe ihr da so? Welche Stats sind für mich wichtig um annähernd die richtige Entscheidung zu treffen. Ich möchte nicht weiterhin mein Geld am Turn (Flop) verbraten.

      Es wäre nett, wenn ihr mir da ein wenig unter die Arme greifen könntet.
  • 6 Antworten
    • trixn
      trixn
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2007 Beiträge: 170
      Hi Woerni,

      also ich spiele Draws in den richtigen Spots lieber agressiv. Hat halt den Vorteil, dass ich FE aufbaue und den Pot auch so mitnehme, was ohne Made Hand kein schlechtes Ergebnis ist. Und selbst wenn Villain nicht foldet, hat man noch gut EQ und kann sich oben drauf meist noch mehr Implieds geben. Außerdem wird er seltener am Turn bluffen, wenn man agressiv war.

      Wenn Villains Range z.B. den Flop nicht gut hittet und er cbettet, kann man ruhig mal raisen oder floaten, mit dem Plan, am Turn je nach Karte und Betsize von Villain anzugreifen.

      Denke, man sollte sich anschauen, wie viel Villain cbettet am flop und turn und danach und nach Board Textur seine Line wählen.

      Gruß trixn
    • SonMokuh
      SonMokuh
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2010 Beiträge: 2.861
      Das ist stark vom Gegner abhängig und ob du in position oder out of position bist.

      Mit starken draws kann man in position oft auch call flop, call turn, bluff River spielen. Auf die ein oder andere Weise hast du entweder implieds weil villain auch mal blufft oder check/callt wenn dein draw ankommt oder du hast FE weil er am River nie blufft und seine bluffs daher check/foldet. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass dein draw nicht total offensichtlich ist bzw. dass du z.B. OESDs und Flushdraws in der range hast und du im besten Fall deine Flushdraws bluffst wenn dein OESD ankommt und umgekehrt.

      Die aggressive line ist natürlich die einfachere, aber nicht unbedingt die bessere. Alle halbwegs kompetenten regs wissen, dass deine raising range aus draws + starken madehands besteht und folden dann alle bluffcatcher, wenn dein draw ankommt. Oder callen weil dein draw busted.
      Also macht's Sinn die range ggf. mit anderen bluffs aufzufüllen. Backdoor flushdraws oder flush blocker wie z.B. K:hQ auf J:h6:h2.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Am besten du schaust in den Handbewertungsforen genau solche Spots an und rechnest einfach mal mit. Übung macht den Meister.

      Wie kann man leicht vorgehen?

      Kennst du diese Tabelle?

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/others/2279/1/ (in der Mitte)?

      Solltest du ja gelesen haben. ;)

      Ganz grob: Du vergleichst einfach die Odds mit denen die du serviert bekommst - die Differenz musst du auf den folgenden Streets rausholen.

      Beispiel:

      Am Flop ist der Pot 2$, Villain setzt Potsize. Du bekommst Odds von 2 zu 1.

      Du hast Flushdraw und bräuchtest demnach 4 zu 1 Odds.

      Es fehlen also 2mal die Odds => 2*2$ => 4$ musst du an Turn + River noch reinholen.


      Wie gesagt, mit etwas Übung bekommst du das doch sicherlich hin. ;) =)
    • Woerni
      Woerni
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 640
      Danke schon mal für eure Tips.

      Ja, ich sollte wirklich mehr darauf achten welche Draws ich spiele bzw wie durchschaubar sie sind.

      Für mich war bisher auch der WTSD- Wert von Bedeutung wenn ich meinen Draw passiv gespielt habe. Ich hoffe, dass ich da nicht so verkehrt liege.

      Das Denken in Ranges ist natürlich auch wichtig um abschätzen zu können ob V selbst getroffen haben könnte oder nicht. So kann ich entscheiden ob ich meinen Draw aggressiv oder passiv spielen sollte. Allerdings ist das nicht einfach, bzw brauche ich da noch viel mehr Übung.

      @ MiiWiin

      Ja klar kenne ich die Tabelle. Da ich ausschließlich in % rechne, werde ich mir deine kleine Formel umstellen.
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Grundsätzlich muss man in solchen Spots ingame auch nicht unglaublich viel rechnen. Ein starker Draw in NL ist wohl nie foldbar. (Fd, sd)

      Dein Gegner wird eben auch nicht immer am Turn weiter setzen und du kannst dann den Pot mitnehmen auch das sollte in deine Berechnung einfließen.
      Turn/River Werte sind schon wesentlich interessanter, allerdings benötigt man dafür auch wesentlich mehr Samplesize auf den Gegner.

      Denn hier wird man wirklich oft Geld verlieren wenn man zu viele Draws am Turn passiv spielt.
      Gruß FaLLi
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Woerni
      Danke schon mal für eure Tips.

      Ja, ich sollte wirklich mehr darauf achten welche Draws ich spiele bzw wie durchschaubar sie sind.

      Für mich war bisher auch der WTSD- Wert von Bedeutung wenn ich meinen Draw passiv gespielt habe. Ich hoffe, dass ich da nicht so verkehrt liege.

      Das Denken in Ranges ist natürlich auch wichtig um abschätzen zu können ob V selbst getroffen haben könnte oder nicht. So kann ich entscheiden ob ich meinen Draw aggressiv oder passiv spielen sollte. Allerdings ist das nicht einfach, bzw brauche ich da noch viel mehr Übung.

      @ MiiWiin

      Ja klar kenne ich die Tabelle. Da ich ausschließlich in % rechne, werde ich mir deine kleine Formel umstellen.
      Also gerade wenn du passiv drawst ist die Betrachtung der Equity meistens etwas umständlicher.

      Gerade die Implieds lassen sich so sehr schwer berechnen.

      Ich denke da fährst du mit der "2/4"-Regel deutlich besser. ;)