Angenommen ihr Raist 66 aus UTG+2...

    • Happa2
      Happa2
      Silber
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 3.633
      Ein Gegner aus MP2 callt, der Rest foldet.


      Und es kommen 2 Overcards (dry K high board).

      Ich habe in dem Spot die cbet ausgelassen und ich bin mir ziemlich unsicher.
      Das hängt natürlich mit der Range des Gegners zusammen:

      Ich versuche mal Spieler in Gruppen einzuordnen von tight zu loose und dann zeige ich euch an welcher Stelle ich hängenbleibe.

      Tighter Gegner: 22-QQ, AK

      Gegen diesen Gegner macht 100% cbet Sinn, weil er einfach sehr oft nichts getroffen hat mit seinen Pairs. AK hat er zwar aber man braucht ja nur 33% Foldequity für eine 1/2 Potsizebet.


      Gut also gegen einen tighten Gegner ist die cbet gut jetzt gibt es aber noch Gegner die Suited Broadways Callen Suited Connector und Offsuited Broadways und manche callen dann irgendwas, weil der Call Button eben so schön geleuchtet hat oder weil sie es nicht besser wissen.

      Ich weiß erstens nicht ob ein Spieler, der zB einige Suited Connector, 22-QQ, AK defendet tighter ist als zB ein Spieler der 22-QQ,AK und Suited Broadways defendet.

      Letzterer wird natürlich wegen Domination schlechter performen und ist auch fischiger, weil ich ziemlich tight in UTG+2 bin, Aber es geht ja um die 66 Hand.

      Gegen den Typen der fast nur pairs hat ist die cbet gut mit jeder Hand.

      Gegen den der noch suited connectors hat definitiv auch.

      Aber was ist gegen den Typen, der diese Suited Broadways spielt oder noch schlimmer offsuited Broadways.

      Jedes Offsuited Broadway hat halt in irgendeiner Weise auf KJ2 gehittet.

      Und dann gibt es noch den Typen, der einfach mal mit seinem TT peelt auf KJ2.

      Und jetzt höre ich auch gerade eine Stimme in meinem Kopf die sagt: "no Set no Bet"

      Und dann höre ich eine andere Stimme von einem Coach die sagt: "Wenn das Board unsere Range gut gehittet hat aud UTG, dann müssen wir einfach nur aufs Board schauen und durchballern."

      Dann habe ich noch den Gedanken, dass 66 schlechtes Barrelpotenzial hat.

      Aber ich möchte doch gar nicht barreln?! Ich könnte doch auch "one and done" spielen, dann ist meine Hand mit der ich das mache (quasi) egal.

      Wenn wir auf die UTG+1 Range zu sprechen kommen, dann spiele ich das hier: 66+, AQo+,AQs+,KQs gelegentlich mal ein paar suited connector mit einer Frequenz niedriger als 100% (gibt es eigentlich eine besondere Notation, für frequenzbasierte Ranges?)

      Die Suited Connector die ich spielen würde wären von 56s bis T9s...

      Das ist vielleicht recht zufällig gewählt aber 54s fühlt sich irgendwie doof an.

      Und JTs sehe ich zwar schon als suited connector, aber das ist doch auch irgendwie ein Broadway und ich möchte halt nicht irgendwelche Toppairs hitten, mit denen ich mich dann irgendwie reinlevel in irgendwas.

      Naja aus meiner Range cbette ich definitiv erst einmal unbalanced.

      Also alle starken Hände Toppair+ bette ich auf jeden Fall das sind immerhin AK,KQ und KK+.

      Dann bietet sich das Board KJ2 rainbow auch für einen Bluff an mit suited Connectors.

      Ich mache die Bet ehrlich gesagt lieber mit 67s am besten noch mit backdoorflushdraw als mit 66.

      mit 66 habe ich ja showdownvalue.

      Desweiteren um auf meine Range zurückzukommen check/calle ich wahrscheinlich recht wenig.

      Der Gedankengang ist dabei, dass wenn meine Hand stark genug zum check/callen ist dann ist sie auch stark genug zum betten.

      Isoliert betrachtet stimmt das, aber im Prinzip würd ich mit diesem Muster mich angreifbar machen gegen Positionbets.

      Ich bin glaube ich nicht so der Fan 66 als default zu betten, weil ich weiß nicht. Wenn ich gecallt werde dann kann ich nichts mehr machen. Und auf Call einmal zu klicken und zu floaten ist echt nicht schwer :f_confused:

      Naja um das zu balancen würd ich dann QQ definitiv check/callen.

      TT wäre auch potenziell so ein Kandidat zum check/callen aber das ist mir irgendwie zu komisch zu check/callen.

      Ich habe quasi keine Jx in meiner Range außer JJ und wenn ich check/calle dann schon gerne mit einem middlepair oder so...

      Ok.

      Meine Range könnte so aufgebaut sein.

      Check/raise
      Check/call
      Check/fold
      Bet/call
      Bet/fold

      Ich habe noch keine Hände eingetragen, aber schon vom Aussehen her finde ich diese 5 Lines, die ich spielen könnte viel flexibler als nur zu betten.

      Ich kann auch so die einzelnen Ranges, die ich innerhalb der Range spiele an den Gegner anpassen. Wenn ich nur 100% bette kann ich nicht einfach so meine Frequenz ändern, denn dazu müsste ich ja den Check einbauen und die Checkingrange müsste ja zumindest mal das Kriterium erfüllen nicht -EV gegen irgendwelche Braindeadstrategien zu sein wie 100% bet ip.

      Ok ich hab mir überlegt wie ich meine Range spielen könnte. Ich möchte flexibel sein und schwer einzuschätzen. Ich denke, dass das irgendwie wichtig ist.

      Bet/call: JJ, AK
      Bet/fold: AQo, AQs,2# 87s,2# 98s,2# T9s


      Check/call: QQ, KK, KQs, TT
      Check/fold: 66-77, 3# 88, 2#, 56s, 2# 76s

      Check/raise: AA, 3# 88, 99

      Was haltet ihr generell von der Thematik und wie findet ihr diesen Strategieansatz von mir?

      Wer sich die Ranges genauer anschaut wird vllt. sehen, dass halbwegs die Betting Range gemischt ist mit Bluffs und Value und die Checking Range enthält die allerstärkste Hand die wir in diesem Spot haben :]

      Dadurch ist es möglich sich gegen 3 barrel bluffs auf eine gescheite Art zu verteidigen.

      Im Endeffekt hört der Gegner irgendwann mit bluffen auf und dadurch realisiert man seinen Showdownvalue mit seinen Pairs.

      Wenn der Gegner aber doch sich totbluffen will dann muss er die Stärke von KK in sein Face spüren.

      YOLO#

      €: LOL im Endeffekt hab ich meine Ursprungsfrage selbst beantwortet :f_love:

      €: Man ist mit dieser Range auch sehr flexibel auf die Gegner zu adapten.

      Wir spielen ALLE 5 Lines.

      Davon folden wir zwar in 2 Lines aber das ist auch gut.
      So können wir einen Exploit vor unserem Gegner verbergen.

      Zb der Gegner bettet ip auf KJ2 recht ehrlich und veranstaltet auch auf Turn und River keine Bluffs.

      Anpassung: KK in die bettingrange aufnehmen und mehr Hände folden gegen die Bet... zB TT.

      Wie schaut das aber für ihn von außen aus?

      Wir haben gefoldet. Ok. Er weiß aber nicht ob wir gerade 66 gefoldet haben oder QQ, das tun wir nämlich auch.

      Unsere Adaptions sind wahrscheinlich zu unauffällig und die Verschleierung ist möglich, weil wir alle 5 Lines spielen und so schonmal eine Hand "untergehen" kann.

      Wenn der Gegner Value will, dann muss er schon betten, sowohl als bluff und als Valuebet. Wenn er das nicht macht folden wir.

      :f_eek: :f_p:

      hapa
  • 4 Antworten
    • Pagan44
      Pagan44
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2014 Beiträge: 164
      Original von Happa2
      Ich weiß erstens nicht ob ein Spieler, der zB einige Suited Connector, 22-QQ, AK defendet tighter ist als zB ein Spieler der 22-QQ,AK und Suited Broadways defendet.

      Letzterer wird natürlich wegen Domination schlechter performen und ist auch fischiger, weil ich ziemlich tight in UTG+2 bin, Aber es geht ja um die 66 Hand.
      hapa
      was soll den das für einer sein, der nur SC's cold callt, aber keine suited broadways? spiele zwar SH aber
      denke das ist auch FR ziemlich strange?

      Original von Happa2
      Wenn wir auf die UTG+1 Range zu sprechen kommen, dann spiele ich das hier: 66+, AQo+,AQs+,KQs gelegentlich mal ein paar suited connector
      du foldest also z.b. 22-55, AJs, AJo, KQo?? kommt mir arg tight rüber.

      Original von Happa2
      Meine Range könnte so aufgebaut sein.

      Check/raise
      Check/call
      Check/fold
      Bet/call
      Bet/fold
      meinst du das jetzt nur auf 66 bezogen oder allgemein? Aber in beiden fällen, ist doch klar das du nicht immer die selbe line spielst?? ist hald vom gegner abhängig.


      Original von Happa2
      Bet/call: JJ, AK
      Bet/fold: AQo, AQs,2# 87s,2# 98s,2# T9s


      Check/call: QQ, KK, KQs, TT
      Check/fold: 66-77, 3# 88, 2#, 56s, 2# 76s

      Check/raise: AA, 3# 88, 99
      kommt auch wieder ganz darauf an gegen was für eine range du spielst bzw. welches limit...wen der gegner ne callingstation ist, willst du KQ doch auchmal betten...oder wenn jemand auf cbets sehr oft foldet IP aufn check aber auchmal blufft, kannste auch JJ check/callen usw. Und auf den unteren limits soviele gedanken an balancing zu verschwenden ist nur sinnlos.


      Original von Happa2
      Wenn der Gegner Value will, dann muss er schon betten, sowohl als bluff und als Valuebet. Wenn er das nicht macht folden wir.
      what? :f_eek: er soll for value bluffen? und wenn er checkt foldest du??
    • fraleb
      fraleb
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 2.761
      Bissi viel auf einmal ^^

      Du hast mich jetzt schon ein wenig zum nachdenken angeregt mal ne andere Line als cbet Flop, check/fold Turn zu spielen ;)

      Deshalb fände ich nicht schlecht hier mal einen check/raise einzubauen. Checkt Villain behind ist es nicht schlimm da du SD-Value hast. Andererseits muß er einen großen Teil seiner calling Range aufgeben. Selbst wenn ihm klar ist dass ein Raise auf dem Board null Sinn macht,was will er dagegen machen. Sein mid/thrd Pair weiter spielen, seine backdoor Draws, seine Overcards.Neee, muß er alles folden.
    • Happa2
      Happa2
      Silber
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 3.633
      Ich glaube ich Versuch mal meine Gedanken bei der Range zu zeigen.

      Die Bet/Calling Range enthält erst einmal JJ und AK. Mit JJ blockt man keine Toppair Combos also sollte man versuchen 3 Streets zu holen. Mit KK allerdings verliert man nicht viel Value wenn man checkt.

      Für die Bet/Folding Range habe ich 1,5 Bluffcombos veranschlagt pro Valuecombo. Gegen kleine Raises kann man dann die Gutshots AQ und T9s nach Odds und Outs Callen.

      Die Suited connector bette ich lieber, weil sie überhaupt kein showdownvalue haben.

      Jetzt kommt die Checking Range dran.

      Ich habe eine checkraising-Ranhe eingebaut, weil diese Range verhindern soll

      -1. Dünne Valuebets (das wäre gegen eine schwache Checking Range möglich)

      -2. Profitable Bluffbets mit Any2


      Für den checkraising Part als Bluff habe ich 88-99 genommen.
      Die Idee dabei war, dass das die stärksten Made Hands sind, die zu schwach sind zum Check/Callen und ich glaube es ist gut mit Madehands zu checkraisen als Bluff, weil es dann wahrscheinlicher ist, dass man mit seinem Bluff sogar vorne ist.

      AA würde ich checkraisen, weil man mit dieser Hand ohne Probleme broke gehen kann auf KJ2.

      KK haben die Gegner generell selten.
      Nur JJ und KJ hat uns beat und das ist wirklich sehr wenig wenn man auch bedenkt, dass es genügend Leute gibt die 100% stabben gegen ein Check des PFA.

      Die Check/Calling Range verfolgt 3 Ziele

      -1. Es ist eine Range mit der man sich meines Erachtens nach gut gegen Triple Barrels verteidigen kann.

      Die Flopbet des Gegners ist nicht profitabel, wenn er besonders klein bettet Check/Callen wir auch Pocketpairs die wir ansonsten gefoldet hätten.

      Die Turnbet wird wahrscheinlich auch nicht profitabel sein, weil wir QQ und KQs und KK weiterhin Check/Callen.

      Erst am River würden wir eventuell zu viel folden, wenn wir dann nur noch QQ KQs und KK haben.
      Aber selbst dann können wir KQs gegen die 3barrel folden oder Callen.

      Das kann man dann ja nach Reads abhängig machen. Die Strategie auf diesem Board ist also definitiv noch nicht richtig ausgefeilt.

      -2. Die Check/Calling Range wird gestärkt. Der Gegner könnte ja nach 2 Extremen spielen: entweder sehr aggressiv oder sehr passiv.

      Wenn er sehr aggressiv ist verliert er gegen unsere slowgeplayten Hände und Gewinnt gegen die Hände die wir auf showdownvalue spielen wollten.

      Wenn er sehr passiv ist "gewinnt" er gegen unsere slowgeplayten Hände aber lässt auch gleichzeitig showdownvalue zu unserer schwachen Hände.

      -3. Große overbets werden verhindert dadurch, dass wir uncapped sind.
    • Happa2
      Happa2
      Silber
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 3.633
      Warum gefällt mir das nicht so Loose zu openraisen?

      Angenommen ich nehme noch AJ KQo hinzu dann folde ich irgendwann zu viel gegen 3bets (theoretisch).


      Openraise Combos: 54+48+10+16= 128 Combos (66+,AJs+, AJo+,KQs, KQo, 3# 56s-T9s)

      Davon foldet gegen 3bet (angenommen wir Defenden AK und KK+): 100

      Der Gegner hat also Autoprofit- glaub ich.

      Mit deiner Range kannst du zwar eventuell QQ Defenden aber dann ist die Frage wie man die Spielt. AK kann man 4bet/folden equitywise mit QQ müsste man schon 4ber/Callen um eine 4bet zu rechtfertigen.

      4bet/fold mit QQ ist doof, weil wir keinen Blocker haben.

      Außerdem würden die Combos oben ohne Cardremoval angezeigt.

      Mit A2o Zb killt der Gegner 3# AA du foldest also dann schon um die 85%.


      Eine optimale Range muss mind. diese 3 Bedingungen erfüllen.

      - nicht zu viele folds gegen 3bet

      - nicht zu viele Folds gegen 3bet wenn der Gegner den Card Removal ausnutzt (also effektiv unser Value to Bluff Ratio stört)

      -4bef Bluffs