Wie adapten?

    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 19.107
      Hallo,

      SlickDickey 3bettet mich (zu Recht) sehr light. Wie sollte meine Adaption aussehen?

      a) tighter openraisen/stealen?

      b) cappen

      c) Tisch wechseln

      d) postflop mehr attacken

      Ich halte ihn für einen sehr guten Spieler. Einzig sein Riverplay ist imo etwas weak. Dort ansetzen?
  • 4 Antworten
    • TobiasNRW
      TobiasNRW
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2006 Beiträge: 22.198
      Ich glaube, wenn du cappst, bringt dir das nicht viel bei deinem loosen Image.
      Oder denkst du man gibt dir dann mehr Credit?

      Also müsste du doch eher tighter gegen ihn raisen und er wird erst mal weiter gegen dich lighter 3 betten.

      Ich denke den Tisch verlassen kannst du doch nicht, wenn der Tisch für dich + EV ist, auch wenn dieser Spieler mit am Tisch ist. Denn auf deinen Limits kann man sich die Tische eben nicht aussuchen.
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.560
      a) ist auf alle Fälle richtig, wenn er Position auf dich hat.
      Ganz knapp +EV Hände rutschen unter null, wenn man plötzlich doppelt so oft ge3bettet wird statt die blinds stealen zu können.

      b) zumindest oop sollte man vs loose auch eine capping-range haben.

      c) die Tischqualität sinkt natürlich, wenn du gegen irgendeinen unsicher bist.
      Ab wann dir der Tisch zu wenig bringt, kannst nur du selber entscheiden.

      d) looser zum SD gehen, bluffen, valueplay usw. ist logisch, wenn er häufiger mit air action macht oder dominiert ist.

      Weakes Riverplay sollte man entsprechend exploiten.
    • Sendrafreak
      Sendrafreak
      Silber
      Dabei seit: 31.05.2011 Beiträge: 2.154
      Ich würde tighter openraisen, bis er adaptet und wieder selbst tighter 3bettet. Dann kannste wieder looser werden usw. Ist im Prinzip sinuskurvenförmig das Ganze.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.767
      a) Ich denke, das ist positionsabhängig. Ausser Position sind deine Probleme grösser als in Position, deshalb lohnt es sich vor allem oop, sein Spiel zu verändern. Es schadet sicher nicht, oop und ip getrennt zu untersuchen und festzustellen, wie sich das auf deine Gewinnrate auswirkt. Ich würde vermuten, dass man oop tighter sein sollte als ip.

      b) Da er gut ist, wird dir cappen vielleicht nicht so viel bringen. Loose Caps unterscheiden sich von loosen open Raises nur insofern, dass der Pot grösser ist. Was bedeutet, dass die Fehler teurer werden. Zwar kann man gegen einen Cap nicht 5-betten, aber der Pot ist preflop nicht zu Ende. Dem Gegner bleiben genug Möglichkeiten zum Gegenspiel.

      Ich bin nicht sicher, ob es besser ist, oop zu cappen als ip. Position ist ein Vorteil, der unabhängig vom sonstigen Geschehen existiert und den man durch einen Cap nicht verändern kann. Je grösser der Pot ist, desto mehr sollte der Positionsvorteil wert sein.

      Wenn du auf Cap umstellst, dann hast du anfangs zumindest einen Informationsvorteil, da dein Gegner deine Cappingrange erst mal nicht kennt.

      c) Das hängt stark von der übrigen Situation ab. Wenn du mit einem anderen Tisch eine bessere Alternative hast, dann ja, unbedingt. Manchmal hilft aber auch ein Positionswechsel. Du setzt dich hinter den Spieler, wenn ein Platz frei wird. Kann sein, dass ihm das Spiel ausser Position nicht schmeckt und er dann den Tisch verlässt.

      d) Sich an den Gegner postflop anpassen hilft sicher. Jedoch hilft dir eine preflop Anpassung vielleicht mehr. Was genau das richtige Rezept ist, hängt vom Gegner ab.