bet/fold vs Cap preflop

    • Scookie1986
      Scookie1986
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.062
      Joa altes thema manche sagen niemals manche sagen ab und an.

      In welchen situationen (welche hände) foldet ihr preflop nach nem open vs raise und cap hinter euch gegen tighte ranges bzw wie tight müssten die ranges sein damit ihr foldet.
      suited und pairs wird wohl jeder callen(richtig oder falsch ?)

      z.B sowas wie QTo ,A7o, K9o usw

      und wie weit kann man hoch gehen mit preflopfolds vs richtig richtig tighte capranges (4-6%) und ne semitighte 3 bet (10-15%) fühle mich oft bisserl lost mit händen like A9-AT gegen nen supertighten capper und call fühlt sich irgendwie nicht +ev an
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    • the_typhoon
      the_typhoon
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2005 Beiträge: 1.362
      Wir hatten hier mal 'ne Hand, wo QJo geopened wurde und die AXN Cap zurück kam. Wir haben uns darauf geeinigt, dass Hero folden sollte. Viele starke Spieler haben gesagt, dass sie mit dieser Hand nicht wegkommen würden.

      Im alten SHC von 2005 hat man gesagt, gegen einen Cap spielt man so weiter, wie man auch bei einem Single Raise gespielt hätte. Hände wie KJs QJs wären dann immer ein Call gewesen, Hände wie QTs JTs hätte man immer weiter gespielt, wenn man 3 oder mehr Gegner gehabt hätte. Das SHC von damals, wäre für die 6max-Verhältnisse von heute natürlich viel zu konservativ. Man hätte nach dieser Regel ja sogar AJo folden müssen, das ist heute meistens noch eine 3bet.

      Wichtig ist denke ich mal die Position zum Preflop-Capper und die Bereitschaft des 3Betters sich auch einen Raising-War einzulassen.

      Wenn ich konkrete Grenzen nennen soll, so finde ich deinen Ansatz gar nicht so schlecht. Die Hände QTo A7o K9o sind genau die Hände, die ich öfter folden als callen würde. QJo ist wie gesagt ziemlich genau die Grenze.

      Dann hast du noch eine 15% 3bet und eine ~5% Cappingrange angesprochen. Hier ist - denke ich - entscheidend, wie stark der Capper seine Range der Position des 3betters anpasst. Viele Leute die wenig cappen, cappen immer die gleiche range, egal woher raise und 3bet kommt. Generell ist ATo noch ein Call, während A9o eher ein fold ist. Mit ATo hat man noch Hoffnung auf einen Gutshot, auf den man - wenn nicht gejammed wird - drawen kann. A9o (die Gimp-Hand) ist einen Kicker schlechter und hat keine Str8-Möglichkeiten mehr, sie ist also in zwei Aspekten deutlich schlechter als AT. Suited Aces würde ich in dem Spot übrigens immer callen.

      Man kann sich auch damit auseinandersetzen, wie oft man die Hand am Flop weiter spielen kann Approx Charts. So macht man es ja auch beim Completen in der SB.

      Wer heutzutage loose vom BU stealt raist auch so etwas wie 54s. Das ist denke ich auch ein Fold wenn die Axn Cap zurückkommt. Man kann zwar jede Menge (schwache) Draws floppen, aber die High-Card-Strength lässt schwer zu wünschen übrig.

      Das ganze ist - denke ich - schon ein wichtiges Thema, das selbst von dem ein oder anderen starken Spieler zu stark vernachlässigt wird.
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Original von the_typhoon

      Wer heutzutage loose vom BU stealt raist auch so etwas wie 54s. Das ist denke ich auch ein Fold wenn die Axn Cap zurückkommt. Man kann zwar jede Menge (schwache) Draws floppen, aber die High-Card-Strength lässt schwer zu wünschen übrig.
      Grade solche Hände kann man auf keinen Fall folden weil die playability sehr gut ist und man halt die Chance hat ne starke hand zu bekommen mit der der Gegner wenig rechnet und die daher von seiner starken range entsprechend gut ausgezahlt wird...

      Das einzige was ich in solchen Situationen folde sind eigentlich niedrige offsuited Ax Hände weil die zu oft dominiert sind und sich scheiße weiterspielen lassen. Alles andere ist für mich eigentlich nen call.
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      Ich finde A7o in dem Spot nicht schlechter als ATo.
      ATo hat vielleicht 1-2% mehr EQ.
      Wieviel wir realisieren ist die andere Frage. Ich sehe mich im Sandwich lieber mit A7 bei einem ragged flop peelen als mit AT bei high cards.
      Und wenn man hin und wieder mit AT einen Gutter floppt, hat man im Schnitt drei outs und manchmal noch einen FH-redraw gegen sich und darf beten, dass der Typ hinter einem nicht etwa noch raist.
      A9o ist hier wohl das schlechteste Ace. Kein 2-card-gutter und one-card straight outs nach oben hin stark geblockt.

      Wenn ich in late position bin, folde ich nichts. ATo-A6o, K9o oder K8o abwärts ist mir einfach zu viel dafür, dass ich mir in dem Spot nicht sicher sein kann, ob der capper immer noch so tight ist.
      Wenn ich nur ATo und A9o als Wegwerf-Kandidaten in meiner Range habe und den capper schon seit Jahren kenne und einigermaßen respektiere, folde ich schonmal (knapp, je nach Laune).