SHC unfehlbar?

    • sn007y
      sn007y
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 206
      Moin!

      Also ich spiele 25/50 nach SHC, eck damit aber an vielen Stellen an.
      Es sagt mir zum Beispiel, ich soll AQo gegen einen Raise folden, aber AKo bedingungslos cappen. Das finde ich sehr wiedersprüchlich, da AQo wirklich nur dann einen Fold wert ist (oder eigtl noch nicht mal dann), wenn man davon ausgeht, dass der Raiser nach SHC spielt (bzw auf jeden Fall recht tight).
      Unter diesen Bedingungen ist doch aber AKo gegen eine 3-Bet nicht noch einen Cap wert, schließlich müsste man dann davon ausgehen, dass die Gegner Hände 3-betten, die bestenfalls genausogut wie die eigene ist, normalerweise besser.

      Ein ähnliches Problem hab ich mit mit Early-Calls mit A9-7s bzw. mit Middle-Calls mit A6-2s, weil man damit einen Raise hinter sich ja auch callt und dann unter Umständen zu schlechten Downcalls verleitet wird, wenn ein A kommt.

      Natürlich gibt es jetzt das Argument, dass man an seinen Gegner adapten sollte, aber ich spiel an sechs Tischen zu oft gegen Unknown, als dass das viel ändern würde.
      Wenn ich meinen Gegner klar charakterisieren kann lass ich natürlich das SHC auch mal links liegen, aber gegen Unknown fällt es mir auch oft schwer, den Chart zu beachten.
      So hab ich für mich bereits Änderungen vorgenommen, mit denen ich auch recht gut fahre. Also so ist z.B. AQ für mich gegen einen Raise meistens eine 3-Bet, AKo folde ich auch mal gegen zu viel Action vor mir.

      Soll ich also einfach so weiterspielen wie ich mich wohl fühle, oder hatt ich einfach nur Glück wenn mein Spiel abseits des SHC erfolgreich war, oder gibt es vllt einen besseren Chart für mich?

      Danke schon mal für alles Hilfreiche, Snoopy
  • 9 Antworten
    • lordsidius
      lordsidius
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2007 Beiträge: 42
      In der Silbersection gibt es noch das ORC (Open Raising Chart), das dir sagt mit welchen Händen du first-in raisen kannst oder welche Hände du 3betten kann. Wenn ich first-in bin spiele ich nach ORC, ansonsten halte ich mich so gut wie immer ans SHC.
      Wobei ich wie du die Finger von den kleinen Assen lasse, gerade in den frühen Positionen. Zu oft kommt man in unangenehme Situationen die man eigentlich vermeiden will.
    • Ajezz
      Ajezz
      Black
      Dabei seit: 19.07.2005 Beiträge: 10.245
      AQo ist gegen einen normalen UTG-Raiser normalerweise ein einfacher Fold, jedenfalls keine Auto-3Bet.
      AQ ist viel (!) schlechter als AK. AK wird nur von AA und KK dominiert (je 3 Kombinationen, insgesamt 6); AQ wird von AA, KK und AK dominiert (3+3+12, insgesamt 18 Kombinationen.
      AK preflop zu folden, ist ein Fehler. Da müßte vor dir schon von drei tighten Gegnern gecappt worden sein, und selbst dann ist der Call wohl +EV.
      Gute Abweichungen vom SHC sind z.B., an tighten Tischen in EP spekulative Hände (kleine Pockets, kleine Axs) zu folden. Steht m.W. aber auch so im SHC-Artikel. Und schau dir mal das ORC an.
      Allgemeine Preflop-Tips: Tight is right, first-in-Limps und Coldcalls sind (meistens) böse. Und spiel weniger Tische. Sechs ist schon sehr viel.
      Und zu deiner Frage: Du hattest einfach Glück. =)
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      AQ wird auch von QQ dominiert, da einem dann nur 3 live outs bleiben.
    • sn007y
      sn007y
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 206
      Also ich will mich nicht so ganz davon abbringen lassen, AQ in vielen Fällen zu 3-betten. Es ist sicher kein Auto-3-bet, aber auf 25/50 sind so viele Fische, dass man oft gegen Raises mit Händen wie KJ, AT oder ähnlich sogar aus early spielt, außerdem wären da ja auch noch KQ und AJ.
    • megabjoernie
      megabjoernie
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 4.321
      Gegen Early Raiser folde ich AQo inzwischen auch, nur wenn er mindestens MP1 ist, gibt es eine Dreibet. Da kannst du aber meistens sicher sein, die beste Hand zu halten, wenn du nur gecallt wirst.
    • sn007y
      sn007y
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 206
      meiner meinung nach ist das problem grade auf dem level 25/50 der rieseige unterschied der gegner. natürlich kann ich AQ dreibetten: nämlich gegen diesen vollfisch, der mal wieder utg seine schön aussehenden suited connectors raist. was für eine idiotische idee ist es aber gegen diesen tag, der mir dann mit AK einen reingebügelt hat...

      also teilweise ist auf diesem level sogar AJ noch gut genug um eine 3-bet zu cappen, so laggy wird da manchmal gespielt.
      letztens hat mich einer preflop, als ich AQ hielt, ge-limp-raised. postflop hab ich dann gefoldet, weil ich nix getroffen hab und sein move schon auf ein monster schließen ließ. ein weiterer spieler ist gegen ihn dann erst am river raus, und obwohl er es nich musste hat er dann sein pocketcards gezeigt: J3o... (zu seinem glück hatte er damit twopair gefloppt).

      und solche idioten rennen da zu hauf rum, aber eben nicht nur diese, sondern auch einige sehr ernst zu nehmende gegner.

      also es ist wohl sinnvoll, dass ich ma wieder zu 4-tabling wechsle, dann kann ich ein bissl mehr beobachten und besser adapten, was dann ja auch den lerneffekt steigert, und mehr als lernen will ich ja auch nicht. gegen unknown dann wohl besser doch wieder back to shc (bis auf diese limps mit Axs) bzw orc, den ich mir dann mal zu gemüte führe.

      zum thema "an den gegnertyp adapten": irgendwer erfahrungen mit poker-ace oder fish finder auf diesem level? ich hab schon einige spieler in meiner pokertracker-datenbank, also vllt würde ja poker-ace sinn machen...
    • nrockets
      nrockets
      Black
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 7.039
      Das SHC ist definitiv nicht unfehlbar sondern soll dir Tightness vermitteln, die dir auf den unteren Limits zu profitablem Spiel verhilft.

      Wenn du gegen diese " Idioten " spielst musst du dir einfach Notes machen und dein Spiel daraufhin anpassen und AQ 3betten. Wenn du dich ausführlocher mit der Prefloptheorie beschäftige willst, dann guck dir den Silberchart an ab 0,25/0,5 ist der spielbar. Wie gesagt tight is right, aber gegen die entsprechenden Gegner kann man auch looser werden ( Notes wichtig).
    • GeeBee
      GeeBee
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2007 Beiträge: 3.614
      Kurze Frage zwischendurch:
      Silberchart == ORC, von dem immer gesprochen wird?
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Als Silberchart werden alle Charts bezeichnet, die auf dem gleichen Blatt wie das ORC stehen. Also Iso-Chart, ORC und 3betting Chart.