Reaktion auf Raises nach Hero mit PT/PA

    • fwerner
      fwerner
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 697
      Ich glaube Iluya war es, der irgendwo schrieb, dass die Regeln für "Raises nach Hero" bzgl. Push/Fold (preflop) veraltet bzw. nicht optimal sind und man hier besser nach dem PFR des Gegners arbeitet.

      Wie kann man das am besten gestalten? Einfach den blanken PFR von Villain nehmen und Equity gegen die Range ausrechnen? Hat sich vielleicht schon jemand die Mühe gemacht, entsprechende Tabellen zu basteln? :D

      Man kann hier doch nicht den PFR einfach als Range übernehmen, sondern vielleicht eher die Hälfte vom PFR. Villain wird nicht mit allem reraisen mit dem er preflop raist. Mit welchem Wert bezieht man das am besten mit ein?
  • 12 Antworten
    • phaib
      phaib
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2006 Beiträge: 300
      Der Punkt würde mich auch mal interessieren. Der Thread ist ja schon kurz davor zu verschwinden. Kann da niemand darauf antworten? :)
    • phaib
      phaib
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2006 Beiträge: 300
      Ich hols einfach wieder nach oben. Kann doch gar nicht sein, dass niemand dazu was sagen kann :(
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Eine Tabelle wird man dazu sicherlich nicht erstellen können.
      Bei FL gibt es sowas, das nennt sich "3-betting according to opponent's PFR". Das beruht aber eher auf Equity.
      Wenn du den PFR Wert des Gegners in deine Entscheidung mit einbeziehen willst, nimm einfach 1/4 des PFR Wertes als Reraising Range. Die Position des Gegners ist dabei nicht so wichtig, da eh nur die stärksten hände gereraist werden. Dabei werden Hohe PP (AA, KK, QQ etc.) häufiger gespielt als hohe TP Hände wie zB. AK.
    • phaib
      phaib
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2006 Beiträge: 300
      1/4 scheint mir irgendwie ziemlich grob. Ein sehr tighter Spieler mit 5% PFR hat wenn er JJ+, AK reraised, hat ne 3-Bet Range von 3%. Wohingegen ein Spieler mit 8%-10% PFR vielleicht immer noch diesselben Hände reraised. Allgemein scheint mir der Anteil der Raise-Hände, die jemand dann gleichzeitig auch 3-bettet kleiner zu werden, je höher der PFR ist. Was meint ihr dazu?
      Es wäre mal interessant zu wissen, wie die guten Spieler auf höheren Limits das selber handhaben.
    • Dominik7
      Dominik7
      Bronze
      Dabei seit: 15.06.2006 Beiträge: 8.052
      Da wir meistens bei reraises sowieso committed sind finde ich dieses Thema gar nicht so bedeutend, es sei denn der ultra rock hinter einem raist.

      Was ich viel interessanter finde sind die PFR-Multiplikatoren, bezogen auf die jeweilige Position.

      Bsp.: villain hat 9 % PFR, raist aber aus UTG nur 3 %, am BU dafür 20%. Gibt es durchschnliche Faktoren mit denen man den PFR villains in der jeweiligen Position grob schätzen kann?

      Die bei FL sollten ja anders sein, da dort imho etwas looser gespielt wird.
    • phaib
      phaib
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2006 Beiträge: 300
      Naja wenn wir Hände wie KQ,AJ,77 oder ähnliche raisen sind wir häufig noch nicht comitted. Da kann man gegnerabhängig sicher noch einiges rausholen.
    • Dominik7
      Dominik7
      Bronze
      Dabei seit: 15.06.2006 Beiträge: 8.052
      Mit diesen Händen raist man aber auch nicht weniger wie mit AA oder KK, auch nicht bei limpern. Kommt halt immer drauf an wie short man ist.
    • phaib
      phaib
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2006 Beiträge: 300
      Das wir damit nicht weniger raisen ändert ja nichts daran, dass wir da eher noch folden müssen nach nem Reraise.
    • karlo123
      karlo123
      Black
      Dabei seit: 25.06.2005 Beiträge: 10.193
      Die Werte aus den Artikeln sind natürlich nur für Einsteiger/ angehende Fortgeschrittene gedacht. Je weiter man sich entwickelt, desto mehr arbeitet man nach dem Equityprinzip (steht umschrieben auch so in den Advanced Artikeln).

      Ich nehem also den PFR und muss mir Gedanken machen wie oft mich Villian reraisen wird. Oft ist 1/4 des PFR für die Position ein grober Richtwert. Man sollte auch seine position beachten. Halt Erfahrungssache. dann nimmt man die Equity gegen die Range und betrachet, ob es + EV ist noch den Betrag, den man als Reststack hat nachzuschieben. Was also im Pot ist gehört nicht mehr uns.
    • phaib
      phaib
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2006 Beiträge: 300
      Wenn man nun 1/4 des PFR nimmt sind die groben Richtwerte aus den Anfängerartikeln ja teilweise schon stark daneben.
      Sagen wir, wir haben einen durchschnittlichen Gegner mit so 9%-10% PFR. Wenn er 1/4 davon reraised, sind das nur QQ+ und AK. Halten wir nun z.B. Jacks haben wir eine Equity von 36.190 gegen seine Range.
      Unser Verhältnis Raisegröße : Stack darf dann höchstens 1:2.62 sein damit, ein Push wenns zum All-in kommt profitabel ist. Laut Anfängerartikel pusht man die Jacks ja immer.
      Bei KQs ist es in der Situation sogar nur 1:1, wobei in den Anfängerartikeln 1:2.5 empfohlen wird.
      Hab ich da völlig falsch gerechnet oder was meint ihr dazu?
    • Dominik7
      Dominik7
      Bronze
      Dabei seit: 15.06.2006 Beiträge: 8.052
      Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. Viele BSSler an meinen Tischen haben einen PFR von 7-11. Gegen UTG raises sieht man da mit JJ und AK schlecht aus.
      Darum frag ich hier, wie auch in anderen Threads nochmal nach Durchschnitts - PFR Multiplikatoren für die verschiedenen Positionen, um seine Entscheidungen verbessern zu können.
    • SleepyCat06
      SleepyCat06
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 2.137
      Grobe Richtlinie:

      Early Position PFR*2/3
      Button PFR*2
      Die PFR Werte der übrigen Positionen liegen zwischen diesen beiden Werten.