Wie spielt man eigentlich gegen Fische

    • eltobinho
      eltobinho
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2007 Beiträge: 19
      Hallo,

      also ich lese gern in der Pokerliteratur und versuche mich auch einigermaßen dran zu halten. Natürlich variiere ich mein Spiel, damit ich nicht zu durchschaubar werde. Wenn ich aber gegen Fische spiele, dann weiß ich nicht mehr was ich machen soll, weil ich meine Gegner schlecht auf eine Hand setzten kann. Es gibt unwahrscheinlich viele Spieler, die einen 3-5fachen BB-Raise mit so ziemlich alles callen.

      Mal ein Beispiel.
      Hero in MP1 mi AdKs raist 4x den BB. MP3 callt. Alle andere folden. Mit Blinds ist der Pott bei 500 Chips.
      Der Flop kommt: 2d-9h-5s
      Nun wird eine Continuation Bet von 250 Chips gemacht (ich variiere auch den Betrag, um nicht zu durchschaubar zu werden, ob ich tatsächlich was habe oder nur eine CB mache)
      Ich bekomme einen Reraise von 500 Chips. Im Pott sind nun 1250 Chips und ich muß 250 Chips bezahlen, dass sind Odds von 5:1. Mit 2 Overcards (auch wenn ich kein Flush-Draw habe) finde ich das sehr verlockend. Ich calle also.
      Der Turn kommt: 4c
      Ich checke, da mein Gegner ja gesagt hat, er hat was. Er bietet 100 Chips. Ich habe jetzt also Pott-Odds von 16:1. Kaum vorstellbar, dass er nach dem Pre-Flop spiel etwas hat. Mehr Schwäche, will er mir Chips aus der Tasche ziehen? Ich weiß es nicht. Aber ich bin von den Pott-Odds gefesselt. Ich calle.
      Der River kommt: Qs
      Beide Checken und mein Gegner zeigt mir A-5. Ich ärger mich über die verlorenen Chips, die mich gerade zu Beginn eines Turnieres sehr mitnehmen.

      Passiert soetwas, wenn man selbst genügend Chips hat, dann ist es kein Problem, dass wegzustecken. Ist das aber einer der ersten Hände, so ist das ein Handicap, von dem man schwer loskommt. Klar, wird dieser Spieler wahrscheinlich nicht weit kommen. Und ich denke mir, dass gerade solche Hände dafür verantwortlich sind, dass die schwachen Spieler das Poker spielen nicht aufgeben. Aber trotzdem wundere ich mich, ob ich nicht zu diesem schwachen Spieler geworden bin, weil ich vielleicht nach dem Flop oder Turn falsch gespielt habe? Bin ich zu sehr nach den Pott-Odds gegangen? Aber ich denke mir Spieler, die A-Q oder A-J in der Handhalten machen genau das gleiche Spiel und gegen die hätte ich gewonnen...

      Ich würde gern wissen was ihr dazu meint.
  • 2 Antworten
    • DrJ22
      DrJ22
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2006 Beiträge: 759
      In aller regel solltest du auf den Raise am Flop folden.
      Du magst zwar gute Odds bekommen, aber wenn du auf deine Overcards drawen willst, brauchst du mind. 6,8:1.
      Außerdem ist es häufig so, dass deine Outs nicht clean sind, also Villain sowas wie A9, K9, A5 oder sowas hat. Und in den Fällen, hättest du nur noch drei Outs.
      Natürlich kann Villain auch ein Set haben, gegen das du Drawing dead bist.

      Von daher solltest du die Fälle, in denen du gegen AJ oder AQ foldest hinnehmen, und trotzdem folden.
      Zumal er nicht selten am Turn nochmal richtig ansetzt, und du spätestens dann eh folden müsstest.
    • BIGmama
      BIGmama
      Bronze
      Dabei seit: 26.08.2006 Beiträge: 6
      Angelschnur auswerfen, ein wenig geduldig warten, Schnur wieder einholen wenn sich was tut :D

      Variiren bei Fischen ist Geldverschwendung, die merken das eh nicht! ABC Poker ist angesagt.....beten/raisen wenn man was hat und folden wenn man nichts hat.

      In diesen Fall hast du höchst wahrscheinlich (was dann ja auch so wahr) nur 3-4 outs!
      Warum?? Fische spielen gerne Ax und Kx (die allerdings seltener) was in diesem Fall das Risiko einer reverse domination erhöht. Dies bedeutet einen klaren fold am flop nach einem Reraise!! Selbst bei 6 outs reichen die odds nicht aus (selbst mit den implied odds nicht!)

      Ich denke nicht das jemand mit AJ oder AQ genau so spielt. Aber das ist Gegner abhängig.