Achtung: Update zu Problem 1) (keine Buttons)

Ich habe mir kürzlich einen neuen Rechner zugelegt, auf dem Ubuntu (Linux) 7.04 (Feisty Fawn) läuft. Meine CPU ist ein Athlon 64 XP, 5200 und das Ubuntu hat einen generischen 64 Bit Kernel. In meinem Linux ist VMWare Server installiert und in einer virtuellen Maschine läuft Windows XP (home, deutsch, legal gekauft).
In diesem virtuellen XP ist der PartyPoker Client installiert, außerdem PokerOffice und HHMiner, GLH wird folgen. Die MySQL Datenbank für PO soll unbedingt außerhalb der virtuellen XP Maschine auf dem Linuxhost laufen, unter anderem da natürlich die virtuelle Maschine - trotz Pacifica und Unterstützung von Virtualisierung im Linuxkernel - nicht die Performance eines nativen OS hat.

Dabei musste ich bis jetzt 2 nette Problemchen lösen, die der eine oder andere von euch auch haben könnte, deshalb dieser Beitrag, vielleicht hilft es ja jemandem. Beide Probleme können imho auch auf einem ganz normalen XP ohne VMWare, Linux, etc. auftreten!!!


Ach ja, meine virtuelle XP Maschine greift per "NAT" auf das Netzwerk zu, "bridged" ging bei mir fast gar nix. Außerdem bootet mein Linux mit der Option "noapic", das hat irgendwas mit dem Timer zu tun. Und noch was, bei mir war zuerst die deutsche Version von PP installiert und nur mit dem Uninstaller deinstalliert, um die englische draufzumachen.

Probleme bisher:

1) Im PartyPoker Client erscheinen keine Buttons (check, bet, raise, fold ...) oder nur für Bruchteile von Sekunden, man kann sie auch nicht klicken, wenn sie mal kurz da sind ... Und auch beim Joinen eines Tisches ist die Zeit innerhalb von 1 Sekunde abgelaufen, man kann also absolut nicht spielen.

Update: alles Quatsch

Ich lasse die alte "Lösung" der Transparent halber stehen, jetzt weiß ich aber, dass nichts davon das Problem war. Gilt nur für Punkt 1, 2 und 3 weiterhin ok. ;)

Das wirkliche Problem ist die Kombination aus VMWare (evtl. genauso bei allen oder einigen Virtualisierungslösungen wie Xen, bei Wine dürfte es nicht auftreten) und einem Prozessor mit Energiesparfunktion ("powernowd" bei Linux). Die Energiesparfunktion ändert laufend die Taktung des Prozessors (oder der P. bei Mehrkern), entsprechend des Bedarfs und der Einstellungen im System. Das virtuelle XP stellt sich wohl auf die Taktung ein, die beim Booten vorliegt und wenn die Taktung hochgefahren wird, tickt auch der Timer entsprechend schneller, das bringt den PartyPoker Client aus dem Tritt. Wenn ich meine Taktung auf einen festen Wert einstelle (egal ob schnell oder langsam) funktioniert alles wunderbar. :-) Takt einstellen geht bei Ubuntu so: http://wiki.ubuntuusers.de/Prozessortaktung

Lösung:

Ich kann nicht genau sagen, welcher Schritt ausschlaggebend war, aber das habe ich gemacht:

a) PartyPoker mit Uninstaller deinstallieren, das komplette PartyGaming Verzeichnis aus C:\Programme (oder wo auch immer installiert) löschen. Außerdem aus der Registry alle Keys mit Party... im Namen entfernen. Imho sollte das nicht notwendig sein, aber -> Start -> Ausführen, dort regedt32 eingeben, dann habt ihr den Registrierungs-Editor. Dort Bearbeiten -> Suchen, nach Party und alles niederbügeln, wo PartyPoker etc. drinsteht, am besten immer gleich die Verzeichnisse, in denen sich die Keys befinden. Hat bei mir nichts geschadet, ich weise aber auf das Risiko hin. Wie gesagt, sollte eh nicht notwendig sein.

b) Internet Explorer auf Version 7 updaten!! Anscheinend verwendet der PP Client einige DLLs davon und ich vermute auch, dass das bei mir der ausschlaggebende Schritt war. (ggf.: http://www.update.microsoft.com/windowsupdate/)
Danach XP neu starten.

c) PP ganz normal per Download von partypoker.com installieren, wenn ihr PO nutzen wollt natürlich die englische Version!

That's it, danach ging mein PP Client ganz normal, Buttons waren da und auch die Zeit lief wieder normal schnell. Für mich ergibt wirklich nur Sinn, dass alte DLLs das Problem verursacht und die neuen, die beim IE 7 dabei sind, es behoben haben.

2) Remote Datenbank für PokerOffice -> PO kann sich nicht verbinden

Lösung:

a) MySQL 5.0 funktioniert bei mir einwandfrei, auch wenn PO sagt, es geht nicht. Sollte mit 5.1 genauso sein.

b) Das Kernproblem (oder einzige) scheint zu sein, dass auf Windows MySQL immer lowercase Tablenames (und DB-Name) verwendet, auf Linux aber nicht:
http://dev.mysql.com/doc/refman/5.0/en/identifier-case-sensitivity.html
In jedem Fall muss man es in der my.conf auf einem Linux setzen, damit PO damit zusammenarbeitet.

Im Netz hatte ich folgende Anleitung (stetp by step) gefunden:

- In MySQL eine leere Datenbank POKEROFFICE (ja, alles uppercase) anlegen.
- In PO unter Database -> Network Settings die richtigen Parameter für die Connection zur DB angeben, also IP, Port (Standard 3306), Username (root) und Passwort (kein PW -> sollte man aber imho aus Sicherheitsgründen setzen). Dann erst mal auf "test connection" klicken, wenn das geht auf "connect" und das sollte dann problemlos klappen. Falls was in die Hose geht und PO mit einem Fehler beendet wird, kann man es nie mehr ohne Fehler starten, hrrr. Aber keine Panik, einfach C:\Programme\PokerOffice\settings\mysql.conf öffnen und "true" auf "false" ändern, dann startet PO erst mal wieder mit der lokalen Datenbank.
- Danach PO beenden und im MySQL (Administrator, Commandline, ...) den Namen der DB und aller Tabellen darin auf komplett lowercase ändern. Lustigerweise gibt es für den DB-Namen keine Möglichkeit vor MySQL 5.1 das zu machen und auch in keinem Programm, das ich kenne. :D
Die Lösung ist die DB zu dumpen bzw. im Administrator eine Sicherung zu machen. In diesem Sicherungsfile kann man dann alles auf Kleinbuchstaben ändern, die original DB droppen und die geänderte Sicherung einspielen.
- Dann noch wie oben beschrieben in my.conf lower_case_table_names=1 einfügen und DB neu starten.

Das sollte es gewesen sein, PO müsste jetzt immer noch connecten können.

Ich habe übrigens meine komplette gesicherte DB von meine alten Rechner eingespielt, funktioniert einwandfrei. Ich hätte dann wohl nur diese lowercase Option setzten müssen, nach dem einspielen. Kann aber sein, dass der erste Connect von PO tatsächlich auf eine leere DB POKEROFFICE erfolgen muss, ich habe es nicht getestet.

HHMiner hatte ich schon am Laufen und die Daten importiert, alles fein.

Imho ist die Lösung mit VMWare besser, als mit Wine zu arbeiten, außer natürlich man hat kein XP (oder Vista, etc.). Der VMWare Server ist kostenlos und ich finde die Software super. Der Rechner muss aber einiges an Power haben, damit das flüssig läuft. Aber ihr habt ja eh alle Xeons. ;-) Meine VM bekommt nur einen der zwei Prozessorkerne unc ein gutes GB Speicher und läuft flüssig.

Ich habe eben meine erste richtige Session mit dem virtuellen System gespielt. PP + PO funktioniert wunderbar!

3) GLH mit remote Datenbank -> Datenbankprofil einstellen zickt rum

Lösung:

Optionen -> Einstellungen -> Sonstige ein Häkchen bei "keine Suche nach mySQL-Prozess" setzen, dann kann man im Datenbankprofil wie bei PokerOffice statt localhost die IP des DB-Servers, den Port, den Datenbanknamen (pokeroffice) sowie Usernamen und Passwort eingeben. Nur das Aussuchen des DB-Namen mit dem "..."-Button geht nicht, sollte aber niemand benötigen. Für PokerTracker sollte das Prozedere das gleiche sein.

Viele Spaß, Tony