Specialize or learn them all?

    • schusti
      schusti
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2006 Beiträge: 547
      Hat bestimmt schon einige Threads dazu gegeben, aber finde das ist etwas was immer wieder mal interessant ist zu diskutieren.

      Die Frage ist: Was macht den wirklich erfolgreichen Pokerspieler aus?

      Ist es genug sich auf genau eine Variante zu spezialisieren? Macht es sinn auf allen Gebieten gut zu sein? Oder verschenkt man dadurch nur Zeit die man in sein Spezialgebiet investieren könnte?

      Ich persönlich glaube ja, dass es zwar richtig ist ein Spezialgebiet zu haben, aber dass man sich trotzdem auch in anderen gängigen Pokervarianten versiert sein sollte. Habe ich mich auch schon gefragt, ob es dem eigenen Pokerspiel allgemein hilfreich ist, wenn man nicht nur auf eine Variante spezialisiert ist. Macht es mich zu einem besseren Holdem Spieler wenn ich auch Omaha beherrsche? Hilft Limit auch bei No Limit?

      Wenn ich auf meine bisherige Pokerkarriere zurückblicke muss ich sagen, dass ich glaube, dass ich es mit der Vielfalt übertrieben haben. Liegt vielleicht auch daran, dass ich nicht die Geduld habe, und dass mir eine Variante auf dauer zu langweilig wird. Das häufige Wechseln hat bisher meiner gesamten Winrate sicherlich nicht geholfen.

      Habe anfangs Sit and Gos gespielt (weil ich die eben gewohnt war von Homegames), dann weiter zu NL Cashgame Fullring (recht erfolgreich), dann mehrere Versuch auf SH zu wechseln (weniger erfolgreich). Dann hat mich zum ersten mal Limit holdem gereizt, danach wieder NL Fullring und dann wieder Limit bis SH 2/4 (finde dass es meine beste Variante ist, aber die Winrate hat leider trotzdem zu wünschen übriggelassen.

      Zur Zeit bin ich Limit wieder überdrüssig und Spiele NL Fullring und bin grade dabei meine Liebe zu PL Omaha zu entdecken :) . In homegames 4 fun spielen wir auch mal 7 card stud oder Omaha H/L.

      Auf alle Fälle ist es für mich wohl noch ein sehr sehr weiter weg zum perfekten Spieler in allen Klassen ;) .

      Bin gespannt auf Eure Meinung.

      MfG STefan
  • 7 Antworten
    • JayRose
      JayRose
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2007 Beiträge: 81
      Ich finde, dass das jeder für sich entscheiden soll. Poker ist für die meisten schließlich ein Hobby und soll auch Spaß machen. Ich persönlich spiele Limit, aber zwischendurch auch alle möglichen anderen Varianten, wenn ich gerade Lust dazu habe.
      Je länger man sich mit einer Variante beschäftigt, umso besser wird man darin, da man natürlich mehr Übung hat.
      Wenn es nur um die Winrate geht, dann würde ich mich auf eine Variante spezialisieren, da man so höhere Limits schneller erreichen kann.
      Mehrere Varianten parallel zu spielen hat hat meiner Meinung nach Vorteile und Nachteile. Einerseits lernt man zum Beispiel als NL Spieler beim Limit Poker Geduld zu haben und lernt auch mit Bad Beats besser umzugehen, da sie einfach häufiger vorkommen. Andererseits wird man Probleme haben, dass viele Moves, die in NL wirksam sind, in Limit einfach nicht funktionieren.
    • sr2k1
      sr2k1
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 417
      Man kann sicherlich von den unterschiedlichen Varianten etwas für andere lernen, aber ich denke daß der größte Pluspunkt in der Motivation liegt.

      Wenn einem die bisherige Variante langweilt, dann ist es nur normal, daß man dort auch nicht viel bis keine Zeit in das Verbessern und Lernen investiert. Finanziell mag es trotzdem bergauf gehen aber das Spielvermögen wird bis auf den Nutzen durch die Erfahrung der gespielten Hände unverändert bleiben. Bei so einem Stillstand kann das erneute Motivieren durch einen Wechsel der Pokervariante Gold wert sein.
    • tmy
      tmy
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 6.309
      ohne irgendwas gelesen zu haben, passt aber bestimmt:

      eine variante perfektionieren, große br builden und dann stück für stück varianten hinzufügen.

      mfg tim
    • puckl
      puckl
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2005 Beiträge: 427
      ich seh es wie tmy. wenn ich ne andere mal zur abwechslung spiele, dann merk ich immer wie sehr das eigentlich -ev oder zumindest weniger +ev ist, als mein hauptspiel.
    • YoungBuck311
      YoungBuck311
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 4.049
      Original von tmy
      ohne irgendwas gelesen zu haben, passt aber bestimmt:

      eine variante perfektionieren, große br builden und dann stück für stück varianten hinzufügen.

      mfg tim
      roger that
    • IcemanPP
      IcemanPP
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2006 Beiträge: 197
      Ich mss tmy zustimmenund eine Variante kann doch auch erst langweilig werden wenn man alles geschlagen hat. Aber als abwechselung würde mir auch Seven Card Stud gefalen aber da ich keine Ahnung davon hab und diszipliniert bin :D werde ich sowas nciht anfangen. Also immer Stück für Stück
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Ich sehs auch so.

      Erst mal auf ein Spiel spezialisieren, dann kann man sich immernoch mit anderem beschäftigen. Zuerst sollte man sowieso die Grundkonzepte und nach Möglichkeit auch ein wenig mehr von Poker verstanden haben, so wird es auch deutlich leichter verschiedene Varianten zu lernen.

      Damit schafft man sich zum einen mehr Abwechslung und zum anderen einen deutlich größeren Playerpool, das ist gerade für höhere Limits nicht zu verachten.