kleine pockets im Blindbattle

    • Schelm
      Schelm
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 5.199
      Ich hab desöfteren Probleme mit kleinen Pockets (22-55) im Blindbattle.
      Man spielt meist gegen Overcards und hat auch meist Overcards auf dem Flop.
      Andererseits hat man preflop ja ca. nen coinflip bzw. ist (bis auf größere Pockets) leichter Favorit.

      Der "2 Spieler am Flop" Artikel gibt da ja gute Richtlinien vor aber wann kann man ein kleines Pocket als made hand bzw. mittelstarken bis starken draw sehen?

      Liegt man bei 3 Overcards (am turn eine weitere mögliche Overcard) zu oft hinten um down zu callen? Headsup (vor allem im blindbattle) kann der Gegner alles mögliche haben..

      Bei paired board sieht alles wieder anders aus und man liegt sehr oft noch vorne und sollte vielleicht Flop for protection raisen (oder oop vielleicht sogar bet/3bet?)

      Was mich am meisten beschäftigt ist die Situation auf einem drawless Flop mit 3 Overcards.
      Downcall hier +ev ? Ähnlich wie wa/wb?
  • 10 Antworten
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Ich versuche mir erstmal zu überelgen, was die Range des Stealers sein könnte. Wenn es z.B. ein passiver Spieler ist, dann hat er warscheinlich ein Pocket, einen König, oder ein Ass.
      Wenn dann Karten fallen, die in seiner Range liegen, dann werde ich vorsichtig, und wenn es zu viele in seiner Range sind, dann folde ich auf Aggression.
      Downcallen ist oft nicht gut, weil man viele Overcards gegen sich hat. Gegen Straight Forward Leute Spiele ich sehr gerne die Line: Raise/Fold Flop Bet Turn. Wenn man am Turn geraised wird, dann ist man auch geschlagen.
      Gegen Maniacs hingegen scheint mir ein Calldown die bessere Alternative zu sein. Es ist zwar nicht toll, weil es Overcards gibt, aber so wird man nicht rausgeblufft und kriegt viele Bets von A high.

      Wenn ich z.B. 88 habe und am Flop liegen AQT, dann bin ich sofort weg.
    • Schelm
      Schelm
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 5.199
      Hab mich noch mit anderen Spielern ausgetauscht und diese pockets scheinen einfach eine sehr schwere Sache ohne wirklichen "Masterplan" zu sein (ständig andere Vorraussetzungen bzgl. agressor, position, reads).
      Wurde zudem netterweise drauf hingewiesen, dass dieses Problem erst vor kurzem bei den Beispielhänden besprochen wurde!
      Hier der recht nützliche Link:

      Lehrreichste Beispielhände - Woche #31: Pocket Pairs in Blind Defend Situationen
    • Alexmf
      Alexmf
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2007 Beiträge: 2.854
      Ich denke auf gewissen Boards IP ist auch call Flop, raise Turn for free SD gut. Da ich leider keinen Zugriff auf den Artikel zu dem Move habe kenne ich mich damit nicht so gut aus aber ich versuche mal was zu konstruieren:

      Read auf SB: TAG
      Hero is BB with 2 :diamond: 2 :heart:

      4folds, SB raises, Hero calls

      Flop: 8 :heart: 7 :heart: 3 :club:
      SB bets, Hero calls.

      (zwar müssten wir protecten, jedoch ist SB aggressiv und würde durchaus Draws oder Overcards 3betten worauf wir die beste Hand wegwerfen würden. Ein direkter Fold kommt ebenso aufgrund unserer Equity nicht in frage)

      Turn: Q :spade:
      SB bets, Hero raises

      Vorteile:
      - Wir können bessere Hände zum Folden bringen, etwa 66, 55, 44, A3, K3 oder sogar noch A7, K7, Q7 etc...
      - Auf eine 3bet können wir relativ beruhigt folden weil wir nur 2 Outs haben in der Regel
      - Wir bekommen das Maximum von Draws (oder bringen Hände mit Outs gegen uns zum Folden)


      Am River nehmen wir dann den Free SD weil keine schlechtere Hand mehr callt und bessere kaum folden werden wenn sie dies nicht am Turn getan haben.

      Hab ich mir jetzt nur mal so ausgedacht. Vielleicht sagt einer der Profis was dazu =)
    • nrockets
      nrockets
      Black
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 7.033
      Ja Schelm der Link, den du hast dürfte viel weiterhelfen.

      Du musst es vor allem schaffen den Gegner auf eine Range von Karten zu setzen, dann agierst du. ( mit c/f wenn so gut wie nie vorne, c/c wenn du nit rausgeblufft werden möchtest und ab und zu noch vorne bist, c/r wenn du noch häufig die beste hand halten könntest trotz 3 ocs).

      IP kommt der starke Free SD Raise Move noch zum Tragen, den ALexmF hier schön erläutert hat.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      ne mögliche line IP ist es auch den flop direkt zu raisen:

      flop: villain bets, hero raises, villain calls
      turn: villain checks, hero bets, villain calls
      river: villain checks, hero checks

      mit der line verliert man eine SB weniger, wenn man am showdown hinten liegt. so spiele ich z. b. gerne gegen gegner, die einen hohen wts haben (mit schlechtem w@sd), aber wenig aggression.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Ich spiele die Line auch gerne, aber sagt man dadurch dem Gegner nicht indirekt, dass man eine schwache Hand hat? Ein Toppair würde man ja normalerweise erst am Turn raisen. Aber warscheinlich machen sich die Gegner da garnicht so viele Gedanken drüber auf den unteren Limits.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      die line spielt man IP am flop genau so, wenn man eine freecard am turn haben will. wenn du kleine pockets mit raise flop spielst, ist das bei aufmerksamen gegnern eine schöne abwechslung im spiel, die dich schwieriger lesbar macht.

      ansonsten gilt: ein unaufmerksamer microlimit-spieler schnallt den unterschied zwischen flop- und turn-raise nicht auf den ersten blick.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Wenn man die Line aber nur mit Draws for Freecard spielt und mit kleinen Pockets, dann kann der Gegner uns doch theoretisch sehr leicht auskontern. Er muss einfach nur seine Overcards 3betten, dadurch müssen wir unsere Pockets folden und zahlen ihn mit unseren Draws maximal aus.
      Ist hier irgendwo ein Denkfehler drin? Gegen Unaufmerksame Spieler funktioniert es natürlich, aber gegen denkende eher nicht, oder?
    • gear
      gear
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 4.809
      also im Blindbattle (worunter ich sb vs. bb verstehe) 3-bettet man doch preflop nahezu jedes pocket (ausser 22, aber auch das kann man imho gegen den richtigen gegner 3-betten, um postflop leichtere entscheidungen zu haben).

      man ist also meistens pfa und wenn der andere capped kann man sich ohne set schon sehr oft hinten sehen und oft easy folden.
      ist man pfa spielt es sich eigentlich auch nicht soo schwer, man muss halt gucken, ob villain auch mit draws action gibt, aber meistens kann man dann mit action und ohne set recht schnell folden

      komplizierter wird's erst, wenn der raise aus mp3 oder co kommt, aber sehr oft ist es hier eine option, den flop einfach zu check/raisen (natürlich kein AKJ board oder ähnliches), gerade one high card flops erzeugen eine hohe foldequity.
      called villain den check/raise bet/folde ich den turn
    • nrockets
      nrockets
      Black
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 7.033
      Man muss einfach sagen, dass sich hier wirklich schwierig diskutieren lässt einfach weil es so komplex ist.

      Man muss sich doch nur bewusst sein welche Range der Gegner hält und ob man dafür eine angemessene Hand hält . Wenn man z.B. Mp3 66 raised und co einen 3bettet das Board A42 ist würde ich trotz nur einer Overcard folden. ist das A ein J dann ez c/r Flop ( or c/c je nach Gegner) Man kann das echt nicht so spezialisieren. Jede Hand muss einzeln betrachtet werden. Es hilft sehr verschiedene Situationen durchzustoven.

      Wichtig ist immer die Potgröße zu beachten und die Handrange seines Gegners !!!!!