Floating gegen Regs

    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Hallo zusammen. Ich habe begonnen mit einem Kumpel gemeinsam NL 6max zu grinden. Wir sitzen am selben PC damit es nicht so langweilig ist. Ein Thema, was wir versuchen zu verbessern, ist unter anderem Floaten gegen Regs. Auch looses 3betten der Regs ist uns wichtig, aber in diesem Fall wählten wir die passive Preflop-Variante. Ich hörte auch von einigen Spielern bereits, dass sie gerne KQ in die 3bet Range mit hinein nehmen als „Semibluff“, AJ und AQ wiederum meist callen.
      Die nachfolgende Hand hat uns letztens komplett irritiert und ich würde gern von euch hören, ob das Ganze grundsätzlich dennoch gut gespielt ist.
      Solider Reg (UTG) – 100BB (26/22)
      Hero BU (BU) – 100BB
      Walfisch (BB) – 100BB

      Hero has K Q
      Reg raises 3.5BB, 2 folds, Hero calls 3.5 BB, 2 folds

      Flop:
      A J 8 (8.5 BB)
      Reg bets 6 BB, Hero calls 6 BB

      Der Flop kommt A-high und er wird hier nahe 100% cbetten. Daher also der angesprochene Float. Der Gutshot gibt uns ein wenig Equity und wir bekommen beim Hit wohl etwas Auszahlung von manchen Toppairs, die uns keinen GS geben und einigen 2 Pairs und Sets. Zudem können wir sowohl den FD und auch den SD reppen, wenn er ankommt. Seine PPs und weake Aces bekommen wir wohl auch zum Folden später.

      Turn:
      A J 8 2 (20.5BB)
      Reg bets 12BB, Hero calls 12BB

      Wir floaten weiter, da es so viele Scarecards für ihn gibt, dass wir eine Menge seiner Ax Hände auch zum Folden bringen können, wenn sie ankommen und seine Babyaces und PPs, sowie den ganzen Crap, den wir ohnehin beat haben wie FDs und SDs sowieso. Auf eine dritte Barrel würden wir einfach folden unimproved.

      River:
      A J 8 2 7 (44.5BB)
      Reg checks, Hero bets 25BB, Regs call and shows A T

      Es kommt genau die aller schlimmste Scarecard für ihn, die sowohl den OESD ankommen lässt als auch den Flush. Gemäß Plan wird gebettet. Doch das Ergebnis überrascht uns: er hält an AT tatsächlich fest, nach langem tanken. Möglicherweise hat ihm sein selbst gehaltenes A auf den Trichter gebracht, dass wir weniger FDs in unserer Range halten und somit gecallt. Dennoch halte ich sein Play für sehr fraglich und wir waren extrem irritiert, dass er diese Hand nicht los lässt.
      Wir halten an dieser Stelle oft genug AK,AJ vllt sogar AQ (Raise kam aus UTG und der Walfisch saß im BB). Zudem kommen ALLE Draws an, was noch einmal sehr viele Kombos sind. Und dass wir mit weakeren Aces einen CB nehmen anstatt sie in einen Bluff zu verhandeln, ist doch ziemlich unwahrscheinlich. PPs werden wir häufig am Turn folden, ja sogar ein paar slowplayed Sets sind denkbar, da wir gegen seine UTG Range mit wenigen FD kombos nicht wirklich protecten müssen.

      Am wichtigsten an der ganzen Analyse ist mir folgendes:
      1. Können wir so viel floaten, wie wir es täten, wenn wir viele PPs so spielen, den GS und einige verfehlte SCs? Oder sind die Regs auf den Small- bis Midstakes nicht weak genug um derartig abusive mit ihnen umzuspringen? Ich weiß ja nun selbst aus eigener Erfahrung, wie schwer mir das Leben durch andere Regs OOP gemacht wird, wenn sie mich auf solchen Board zwei Mal callen an Flop und Turn und dann den River behind betten gegen meinen Check. Insbesondere wenn alles Mögliche ankommt, verabschiede ich mich dann von meinen 1Pair Händen.
      2. Kann man am Turn überhaupt doublefloaten oder wird in den meisten Szenarien gar nicht genug ge2ndbarrelt um zum Schluss überhaupt sinnvoll den River betten zu können?
  • 26 Antworten
    • yes100
      yes100
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2008 Beiträge: 103
      Hey wäre vielleicht ganz gut zu wissen auf welchem Limit ihr spielt. Könnte mir z.B. vorstellen, dass unter ~NL25 zu wenig am Turn gebettet wird / zu viel check/call auf eine scarecard gespielt wird (vor allem gegen die rel kleine River-betsize!) einfach weil die Leute oft noch nicht so ein gutes Rangeverständnis haben oder ihr AK nicht folden wollen.

      Zu seinem River Call: Er hat hier mit die beste Hand zum callen weil er, wie ihr ja schon erkannt habt, super viele Flush-Kombos + das Board noch Hände ala JTs/QJs/KJs/89s/76s blockt. Dazu noch ein blocker zu T9.
      Dennoch denke ich, dass sein Call gegen den Durchschnittsgegner -EV ist.
      Gerade auf kleineren Limits wäre hier vielleicht eine höhere Betsize sinnvoll gewesen (viell. so ~34BB) um sicherzugehen, dass TPs auch wirklich gefolded werden.

      Wenn ihr jetzt wissen wollt, ob der Turn-Float +EV ist, solltet ihr Villain mal im Equilab eine Range geben (imo sowas wie TP+ FD/OESD, einige GS(vermutl. Gegnerabhängig) aber als default würde ich dann viell. 75% nehmen).
      Anschließend könnt ihr dann versuchen den EV einzelner Szenarien grob zu bestimmen, z.B.:

      River Diamond (21,7%): Wie oft/womit spielt Villain bet-fold, check-fold, bet-call, check-call
      River T (8,7%): Same -> Wie viele Implieds habt ihr?
      River blank (69,6%): Same -> Wie viel SD Value habt ihr gegen einen Check? Ist der EV von einer Bet> EV check?

      Wenn das zu viel Arbeit ist, kann man nat. auch versuchen den EV zu schätzen:

      River Diamond (21,7%): Durchschnittlich 60% vom Pot +26,7BB
      River T (8,7%)[Ist leicht ungenau weil T :diamond: jetzt bei beiden drin ist] : 44,5BB + durchschnittlich 25BB Implieds -> +69,5BB
      River blank (69,6%): Durchschnittlich 7,5% vom Pot (z.B. wenn Villain busted draws aufgibt und der River check/check geht, denke auf eine Blank wird Villain viele Ax check-callen -> Bluffbet wird schnell -EV oder zumindest schlechter als ein Check) -> 3,3BB

      -> 0,217*27,7 + 0,087*69,5 + 0,696*3,3 = 14,3

      Abzüglich der 12BB vom Turn, hätte der Float unter diesen Annahmen also einen EV von +2,3BB

      Kann allerdings nicht einschätzen, wie realistisch die Annahmen sind, falls ihr euch die Mühe einer genaueren Analyse macht, könnt ihr das Ergebnis ja mal posten ;)

      Ansonsten wäre es viell. interessant, ein paar andere Einschätzungen zu den EVs zu hören!
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Die Hoffung da AK zum Folden zu bekommen, hatte ich da ehrlich gesagt nicht. ;) Aber das muss ja auch nicht unbedingt sein um einen +EV move zu haben.
    • 2Girls1TAG
      2Girls1TAG
      Gold
      Dabei seit: 21.01.2012 Beiträge: 1.893
      Find die hand nicht optimal gespielt. warum callt ihr gegen einen soliden reg KQo und 3bettet nicht?
      denkt ihr ihr habt eine edge mit KQo gegen soliden reg vs UTG!?
      As played flop call mit gutshot und bdfd, könnte man auch gut als semibluff am flop raisen aber kommt auf eure range an. wenn turn :diamond: oder der gutshot ankommt spiel ich die hand weiter,sonst würd ich das ohne reads folden.
      seine hand blockt halt eure fd und eure T9 combos. daher foldet er in dem spot vllt AJ callt abr mit AT. kommt natürlich auf das limit an. vllt macht er sich dadrüber auch gar keine gedanken und ch/c dort any Ax.
      wenn ihr reads habt zb. cbettet 80/70/20 wts 23 kann man das schonmal mit nem gs machen.
      zu 1 und 2 kommt halt auf die stats an. wenns ein solider reg wie ihr geschrieben habt mit guten durchdachten barrelfrequenzen werdet ihr mit randomfloats eher weniger gut abschneiden^^

      euer text ließt sich halt ein wenig so
      okay wir wollen mal ein wenig regs floaten. solider reg openraise utg. wir haben KQo. spielt sich
      vs ep auch ip nicht gerade toll. egal hauptsache floaten
    • wild5tyle
      wild5tyle
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2012 Beiträge: 201
      Pre ok mit dem Fish im BB.
      Flop ok.
      Turn is n fold.
      River musst du halt potten bzw. sehr groß betten.
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Wir haben am River ehrlich gesagt bewusst klein gebettet gegen ihn, damit es nach valuehitlern aussieht.
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.533
      Vs UTG Reg würd ich KQo auf alle Fälle folden. 3Betten wäre ne Möglichkeit, wobei man schon darauf achten sollte Hände zu bluffen, die sich im Falle eines Calls auch gut weiterspielen lassen. Dazu eignen sich suited Hände, vorzugsweise auch irgendwie connected, am besten.

      Am Flop oder und Turn zu floaten ist prinzipiell immer eine Option, wenn man ein wenig Equity hat und wenn Villains Range nicht allzu gut getroffen hat. Allerdings sollte man dabei auch darauf achten, ob die geplanten Bluffkarten/Scarecards auch wirklich so scary sind, um genügend Folds zu erzwingen. Blockereffekte sind bei Bluffs immer ein ganz heißes Thema, besonders bei Riverbluffs. Da sollte man diese Blockereffekte schon im Vorhinein berücksichtigen bzw. grob überschlagen, soweit ingame möglich. Blocker gibts auf beiden Seiten. Man kann sowohl schwache als auch starke Hände blocken. Und die Anzahl der jew. geblockten Kombos kann in einigen Spots auch darüber entscheiden, ob der ganze Move am Ende +EV oder +EV wird. Und was natürlich noch essentiell wichtig ist ist, ob der Gegner auch bereit ist seine mittelmäßigen Hände gehen zu lassen. Das hängt einerseits davon ab, wie kompetent der Spieler ist. In dem Fall hat er mit AT gecallt, was möglicherweise zeigt, dass er nicht so leicht loslassen kann. Vll. lags aber auch an deinem Image. Andererseits hängt die FE natürlich auch stark von der gewählten Bluffsize ab. In Spots, in denen Villains Range stark polarisiert ist, reicht oft eine Size von 1/3 potsize. In anderen Spots, wo seine Range weniger polarisiert ist, muss die Betsize oder Raisesize mitunter auch mal deutlich über potsize ausfallen. Dafür gibts kein Pauschalrezept.

      Die Punkte, die ich besonders hervorheben möchte sind:
      Polarisierte und nicht polarisierte Ranges -> kleine vs große Bluffsize
      Villains Range vs deine Range in Bezug auf das Board -> Bluffhäufigkeit
      Kompetenz des Gegners und Image -> Bluffhäufigkeit
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Ich bin ehrlich gesagt bei der Betsize am River davon ausgegangen, dass er ziemlich wenig callen wird! Ich persönlich folde da AQ und AT easy. Bei AK muss ich schwitzen und bei AJ eig auch. Ingame calle ich es wohl und ärgere mich dann danach drüber ;)

      Daher wollte ich mit der kleinen Bet zwei Zwecke erreichen:
      1) Er foldet viel (dachte ich), also reicht eine kleine Betsize um vs Sets/Flushs/Herocalls den kleinsten Verlust zu haben
      2) Auf Basis der obigen Annahme, wollte ich die realistischste Betsize mit Flushs und Str8s abbilden. Valuesucking erschien mir dabei das am authentischsten aussehende Betverhalten.


      Im Endeffekt glaube ich, hätte er mir den meisten Ax gefoldet, wenn er nicht gerade das A gehalten hätte UND auch noch die T dazu. Und insofern finde ich das Riverplay an sich gut, es sei denn die großen Betsizes erzeugen tatsächlich signifikant mehr FE.

      Turnplay bleibt weiter fraglich. Evtl muss ich mich hier tatsächlich noch mal aufn Arsch setzen und den Spot komplett auseinander nehmen.
    • 1667Paranoid
      1667Paranoid
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2011 Beiträge: 1.995
      pre fold vs UTG

      würde mit der hand den flop raisen und 3 streets durchballern übernehme aber keine gewähr dafür

      river größer betten würdest du mit flush wohl auch machen

      er blockt halt flushes, T9 und bessere Ax, sollte trotzdem -EV sein da zu check-callen


      lol check-schwitz-callst du da AJ am river oder was. nit
    • TickTack24
      TickTack24
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 14.02.2007 Beiträge: 2.373
      Hi MrFister.

      Ich soll dir nen schönen Gruß sagen, du sollst mal getrackedwas raken, wenn du Handbewertungen einforderst :P

      Also generell sind Floats auf jedem Limit spielbar, sofern man die richtigen Gegner auswählt und die richtigen Ranges.
      "Je tiefer das Limit, desto weniger starke / in Ranges denkende Spieler" - sollte als Faustregel wohl klar gehen.

      Wie schon von so vielen geschrieben: pre fold. Schließe ich mich an.

      Flop as played dann call cool.

      Turn fold ist standard. Er 2nd barrelt hier wohl nie Pockets und hat kaum / keine Bluffs mehr, dafür aber ne Menge, was du selbst mit hit K,Q nicht mehr überholst.

      As played River: Hier shove ich dann, ebenso wie meine Flushes, mit denen ich zum River komme.
      25bb bette ich, wenn ich solche calls haben will, wie den, den er gemacht hat. In dem Fall halte ich sowas wie AQ.

      Ich würde ihm nicht so viel Credit geben und sagen, dass er doch aber immer AT folden muss usw. Eure Sichtweise über Villain und sein zu erwartendes Verhalten geht sehr in Richtung Spiegeldenken. Wenn das Limit relativ low war und der Gegner nicht gerade ein Crack in Sachen Ranges und Blockereffekten, hätte ein Shove hier wohl den gewünschten Fold erzielt.

      Noch was generelles und vielleicht die hier beste Aufgabe für euch: ihr müsst euch überlegen, mit welchen Händen ihr da IP 2 Streets callt und dann River shoved und wie viele davon Bluffs und wie viele Value sind.

      Gruß,

      Tick
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Von wem kommt denn der Gruß? Grüß ma schön zurück :D

      Danke für die Meinungen. Aber das Ding ist, ich bin ja der Ansicht, dass man die Regs irgendwie mit Looseness bzw Aggression abusen muss um besser zu sein als sie. Bis man glaubt, dass sie gleich adapten und dann auf einmal nur noch mit Value auftauchen. Und genau dafür muss ich ihn doch viel floaten und raisen, damit er sich schön genötigt fühlt und beginnt Fehler zu machen. Nur gegen die paar Fische spielen, macht doch auf den mittleren Limits schon keinen Sinn mehr.
      Findest du für diese Absicht weite Floatranges nicht sinnvoll? Das ist genau das, was mir die meisten Kopfschmerzen bereitet. Calldowns von Regs, meine Hand taugt nicht für 3 Valuebets, am River gibt er mit ne Bet.

      Zur Größe noch mal: Da er mir als guter Spieler erschien (keine Micro-Limits) hielt ich die Betsize eben genau deswegen für gut, weil ich mir dachte, dass er genau so eben auch denkt. Für mich sind kleine Bets von Regs oft scarier als große. Ist meine Wahrnehmung nicht gut, was das anbelangt?
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.791
      River shoven.
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Was redet ihr denn von shoven ?! Hero hat hier 75 Bis 80 BB behind... Warm sollten wir da fast doppelt over shoven?
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.533
      Original von MrFister
      Was redet ihr denn von shoven ?! Hero hat hier 75 Bis 80 BB behind... Warm sollten wir da fast doppelt over shoven?
      Ein Shove sollte in vielen Fällen die Foldequity maximieren. Oft reicht aber eine kleinere Bet, um einen Gegner am River rauszudrücken. Eine Overbet sollte man deshalb nie grundsätzlich ausschließen. Man muss nicht immer zwischen 1/2 und ganzem Pott setzen.

      Wenn möglich, sollte man den Pott vorher schon etwas aufbauen, damit man nicht allzu viel overshoven muss, wenn man das möchte. So, dass man 1 bis 1.5 Potsizebets behind hat, würd ich als groben Richtwert ansehen, um ein gutes Risiko-Nutzen Verhältnis zu haben. Wenn das mit dem Aufbauen nicht so klappt, muss man eben mal größer betten oder man entscheidet sich für eine Bet im Bereich der aktuellen Potsize. Im Wesentlichen richtet sich die Betsize an Villain. Wenn man glaubt größer betten zu müssen, um genügend Folds zu erzeugen, bettet man größer, sonst eben kleiner. Volle Potsize ist aber nicht das Optimum oder Maximum, an dem man sich orientieren soll/muss. Je größer die Bet ist, desto schlechter sind Villains Odds für den Call. Gute Odds sind oft verlockend, auch wenn die Bet nach ner Suckbet aussieht. Daran musst du immer denken.
    • Benzodiazepin
      Benzodiazepin
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 16.07.2009 Beiträge: 3.456
      finde es cooler mit gutshots den flop zu raisen und mit backdoordraws den flop zu callen.

      gs hat 4 nutouts und am turn unimprovd kaum eq, dh unsere low eq doublefloats sind nicht so nice. wenn villain flopraise callt, hat er idr ne starke range und wir haben gute implieds. ohne hit können wir cb turn spielen und realisieren unsere gesamt eq. falls wir den turn barreln, haben wir nen easy b/f spot.

      mit bd draws haben wir statt 4 bis zu 15 outs, um nen eq-doublefloat zu haben oder turn mit solider eq zu r/c zu spielen.

      da wir hier gs+bd haben, geht beides^^
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Gut danke, Männer. Sind ja doch ein paar gute Ratschläge dabei gewesen :) Ich resümiere noch mal kurz:

      1) Preflop folden die meisten (obwohl der BB ein Walfisch ist und sowohl UTG looser raisen wird, als auch durch den häufigen Overcall des BB mehr Implieds und mehr Potential zum valuebetten besteht. Gegen Widerstand vom BB können wir uns sehr leicht geschlagen geben.)
      Alternativ wird die 3bet genannt. Das gefällt mir eig am besten. Die Line hier wurde vor allem gewählt wegen des speziellen BB. Mit KQ in der 3bet Range könnte das Ganze so aussehen: {AA,KK, KQo, 54s-T9s (50%)} Die Range wäre dann sehr deutlich polarisiert mit einem "Highcard-Semibluff" durch KQo. 12 Kombos Value (AA,KK), 12 Kombos Semi-Bluff mit Highcardvalue (KQo) und 12 Kombos mit Kombodrawpotential (2,7% 3bet vs UTG).
      Gegen einen relativ tighten Villain können wir wohl von ca. 12% (160 Kombos) OR aus UTG ausgehen.



      Standardmäßig wird er wohl so ca. 61% folden. {55-99, KQo, AJo, 98s-KQs, QTs, KJs, A9s-AJs}
      Mit den Blockereffekten von KQ wird dieser Anteil noch ein wenig wachsen. Er hat dann noch 135 Kombos und foldet davon voraussichtlich 87 Kombos, was also fast 65% ausmacht. Meine angenommene Continuing Range liegt also bei {TT+, AQ+}
      Damit performen wir mit KQ nicht allzu gut (28,5% Allin-Equity) haben jedoch die Initiative und werden seine unpaired Hands sehr häufig am Flop mit einer Cbet zum Folden bringen. Mit den Blockern trifft Villain den Flop mit AQ+ zu ca. 25%. Mit einer ½ PS Cbet und der FE vor dem Flop und der Equity gegen TT und JJ sollten wir eine deutlich positiv zu spielende 3bet haben, trotz der Verluste gegen QQ+ (und TT-JJ) und der Reverse Implieds.

      Gegen seine OR haben wir IP ohne Initiative ca. 42%. Sagen wir mal grob Initiative und Position sind ca. gleich viel Wert, dann können wir relativ strikt nach Odds callen (Reverse Implied hat er fast genauso viel wie wir). Mit Rake- und Rakebackberücksichtigung kommen wir hier auf mindestens einen Breakeven-Call. Wenn wir uns also eine minimale Edge geben, kann man das sogar ohne den BB-Whale callen, mit erst recht.

      Die restliche Detailanalyse zum floaten packe ich in den nächsten Post, nachdem ich allgemein die Meinungen dazu gehört habe. :)
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Interessiert das keinen mehr?
    • MrFister
      MrFister
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 4.667
      Ich bin etwas irritiert... wenn eine Detail Analyse von OP so wenig Resonanz erzeugt, werd ich das Thema wohl lieber sein lassen.
    • oppoker91
      oppoker91
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 1.098
      Hast du gut zusammengefasst im letzten Post.
      Jedoch berücksichtigst du gar keine 4betbluffs von Villain. Was siehst du ihn for Value und als Bluff 4betten?

      Deine Equity ist ja nur interessant gegen die Range gegen die du auch einen Flop siehst.

      Deine Gedanken zu Postflop fände ich interessant :)
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.533
      Du beziehst dich gern auf Equity. Das ist grundsätzlich schon mal gut. Allerdings darfst du die Playability deiner Equity nicht außer Acht lassen. Wenn du zb. mit 22 gegen AK spielst, hast du etwas über 50% Equity. Mit der Hand wirst du aber trotzdem kaum einen Showdown sehen können, wenn Villain bettet. Die Playability beschreibst also, wie oft du deine Equity zum Showdown bringen kannst. Das ist was Wichtiges.

      Deine 3Bet Range vs UTG ist von der Value-Bluff-Verteilung schon ganz gut. Villain wird als Reg sicher irgendwas im Bereich von 60-70% seiner Range defenden. Was mir an deiner Range nicht gefällt, ist deine Bluffauswahl. Du solltest dir vor jeder 3Bet immer überlegen, was du von Villain willst. Du kannst zB. auf einen direkten Fold abzielen. In dem Fall solltest du schon Bluffs mit Blockereffekten bevorzugen, also eben sowas wie KQo oder AJ. Eine Hand wie 98s blockt keine der Hände, die Villain weiterspielt. Wenn du hingegen KQ 3bettest, kann Villain seltener AK,AQ,KK,QQ halten und wird öfter auf der schwächeren Seite seiner Range sein und öfter folden. Seid ihr zB. deep und du willst postflop einen schönen Pott aufbauen und gewinnen, solltest du eher spekulative Hände bevorzugen, die sich aber auch gut weiterspielen lassen. Wenn Villain generell viele 3Bets callt, solltest du vermehrt Semivaluehände 3betten, die Villains Callingrange dominieren. Dann könntest du zB. AQ 3betten. Gegen eine 4Bet wär AQ dann trotzdem ein Fold. Du solltest also schon auch ein bisschen auf den Gegnertyp achten. Besonders im Blindbattle bietet sich beispielsweise eine recht starke Bluffrange an, die eben keine zu schwachen Hände beinhalten sollte, weil Villain 3Bets in position eben häufiger callt. Darüber hinaus solltest du in dem Fall auch die Semivaluehände 3betten, um Villains Callingrange zu dominieren. Also immer dran denken, was du vom Gegner erwartest.

      Was du bei denen bisherigen Gedanken scheinbar noch nicht erwartest, sind 4Bets. Was tust du, wenn dein Gegner 4bettet? UTG wird tendenziell ehrlich 4betten, also solltest du ihm meist Credit geben und nicht 5Bet bluffen. Wenn er jedoch häufiger mal 4bettet, solltest du auch über eine 5Bet Bluffrange nachdenken. Bei 100bb solltest du allin gehen. Im Fall eines Calls wirst du auf alle Fälle deine Equity realisieren. Du brauchst hier also ausschließlich auf die Equity achten. Kleine suited Aces, A5s-A2s und kleine Pockets haben gegen Brokeranges die beste Equity. Also solltest du diese Hände zum Bluffen verwenden, wenn du glaubst bluffen zu können/müssen. Sollte Villain nun auch mal 4Bet bluffen, musst du auch mal 5Bet bluffen. Callen kommt aufgrund der kleinen Reststacks nicht in Frage. Neben AA und KK solltest du also ggf. auch ein paar Kombos bluffen. Du wirst gegen UTG aber selten 5Bet bluffen müssen, weil UTG normalerweise kaum zurückbluffen wird. Das ändert sich erst ab den Midstakes. Wenn du tatsächlich 5Bet bluffen willst, reichen idR. eine Hand voll Kombos, also um die 5 Kombos.

      Wenn Villain deine 3Bet callt, kannst du bei guten Boards cbetten. Wenn du hittest, hittest du meist Toppair mit mittlerem oder schwachem Kicker. Dann solltest du nicht zu viel rumballern, sondern eher versuchen billig zum Showdown zu kommen. Wenn du zB. A5s ge3bettet hast und ein Ass triffst, solltest du runterchecken. Wenn Villain dich beat hat, wird er 2-3 Streets betten. Wenn er dich nicht beat hat, wird er häufig froh sein runterchecken zu können. Einige Gegner betten hier und da mal eine Street, die du callen kannst. Wenn du aber mit mehr Aggression konfrontiert wirst, kannst du oft Credit geben und folden.

      Je später die Position des Openraisers ist, desto looser wird die Geschichte insgesamt. Gegen MP wird sich noch nicht viel ändern. Ab dem CO kannst du aber schon deutlich loosere Ranges annehmen. Dann kannst du anfangen deine Valuerange zu erweitern und in gleichem Maße auch deine Bluffrange. Auch musst du immer öfter mit Calls rechnen. Blockereffekte oder Semivaluehände werden also zunehmend wichtiger. Es gibt aber auch immer Leute, die nur 4betten oder folden. Gegen solche Leute macht es keinen Sinn Semivaluehände zu 3betten, nur um sie gegen die 4Bet dann zu folden. Sowas sieht man immer wieder, besonders mit den Troublehänden JJ und TT. QQ gehört auch noch ein wenig zu der Kategorie.


      Und das Thema solltest du nicht sein lassen. Je detaillierter du dich mit Ranges in den vielen verschiedenen Szenarien auseinandersetzt (hier eben Float- und 3Betszenarien), desto schneller wirst du besser werden. Ist also schon ne gute Idee das zu machen. Wenn mal keiner antwortet, ists eben so. Dagegen kannst du nichts machen. Normalerweise findet sich aber immer jemand, der etwas Konstruktives beizutragen hat. Da solltest du also keine Scheu haben, auch wenn Antworten mal etwas auf sich warten lassen. :)
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