Diese Seite verwendet Cookies, um die Navigation auf unserer Website zu verbessern. Durch Weiternutzung unserer Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Details dazu und Einstellungsmöglichkeiten findest du in unseren Cookie-Richtlinien und unserer Datenschutzerklärung.Schließen

Angst vor dem Tod / dem was "danach" ist

    • GrossKhan
      GrossKhan
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2007 Beiträge: 11.763
      Original von p00s88
      hmnaja warum angst vor etwas haben, das man nicht beeinflussen kann? ka ey...
      Beeinflussen kann man im Leben ja eh quasi nichts ;) , man kann den Dingen nur Tendenzen geben, bspw wenn man Angst hat vor nem Flugzeugabsturz eher mit Lufthansa oder Singapur Airlines fliegen und nicht in Afrika mit einer Schrott Airline

      Oder bei der Angst im Aufzug stecken zu bleiben immer Treppen gehen oder zumindest wenn der Aufzug uralt ist.

      Denke nur weil man es nicht beeinflussen kann, heißt das noch nicht, dass man deswegen keine Angst davor haben darf oder es einem egal sein muss
    • lifeiscrazy
      lifeiscrazy
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 269
      Original von richum
      Original von lefned


      Ich mag seine Sichtweise. =)
      Ohne Musik wäre das Video halt nicht mal halb so beeindruckend. Mich stört schon, dass er am Anfang davon spricht, dass die Menschen die sich das anhören in einem Prozess des aufwachens wären, als wäre es eine Art Erleuchtung.
      Ich komme aus einer sehr Esoterisch angehauchten Familie und hab mich viel mit Religionen, Glauben usw. beschäftigt. Vor ein Paar Jahren hätte ich dieses Video auch noch toll gefunden. Heute ist das für mich absolut unbeeindruckend. Bin ich deswegen aufgewacht oder "eingeschlafen"? Nein, ich habe einfach meine Sichtweise geändert.
      Was er dann von sich gibt ist halt seine Idee, wie heute im Prinzip jeder Gläubige Mensch irgendwie seine eigene Idee von einer Existenz und dem Leben nach dem Tod hat. All das ist nichts greifbares und schöne Ideen die sich nicht beweisen lassen.
      stimm dir da vollkomen zu, wie ich auch schon weiter oben erwähnte ist es wirklich nichts weiter als eine idee. die musik ist zwar wunderschön, aber blenden lassen sollte man sich nicht davon. ich bin auch immer sehr skeptisch bei menschen die anscheinend keine fragen mehr an ihre existenz stellen und kein zweifel zu herrschen scheint.

      entweder haben diese menschen ein komplett anderes bewusstsein als ich oder sind sehr von ihren ideen überzeugt. ich meine, ich gratuliere jedem menschen der ohne zweifel ist zu einem recht sorgenfreien leben :)
    • lefned
      lefned
      Bronze
      Dabei seit: 24.10.2012 Beiträge: 196
      Mondkeks: Danke auch für die Links!
    • Sesmar
      Sesmar
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 12.02.2006 Beiträge: 6.330
      Ich teile die Ansicht vieler hier. Vor dem Tod habe ich nicht wirklich Angst, eher schon vor dem Sterben.

      Ich bin nicht wirklich religiös genug um an einen Himmel zu glauben, geschweige denn an eine Hölle. Und wenn es den Himmel geben sollte, dann macht es mir Hoffnung, dass Gott den Sündern verzeiht.

      Wenn nach dem Tod alles vorbei ist, dann ist es eben so. Sollte es eine Existenz in welcher Form auch immer geben, dann glaube ich, dass sie sehr angenehm ist. Alle Sorgen, Ängste, Nöte und negativen Emotionen spielen keine Rolle mehr.

      Was ich mir nicht vorstellen kann, ist die Wiedergeburt, egal in welcher Form.

      Interessant, dass hier noch niemand auf Nahtoderfahrungen eingegangen ist. Was man von denen halten kann ist ja immer etwas schwierig zu sagen, aber soweit ich das bisher mitbekommen habe, ähneln sich viele der Erfahrungen doch. Der Zustand wird oft als sehr angenehm beschrieben. Da ich gerade keine konkrete Quelle habe, will ich hier nicht mehr ins Detail gehen. Das würde meinem Gedanken an den Zustand nach dem Tod entgegenkommen.

      Auf jeden Fall finde ich, dass man sich von dieser Frage im Leben nicht allzusehr beeinflussen lassen sollte, schon gar nicht negativ.
    • GrossKhan
      GrossKhan
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2007 Beiträge: 11.763
      Original von Sesmar

      Interessant, dass hier noch niemand auf Nahtoderfahrungen eingegangen ist. Was man von denen halten kann ist ja immer etwas schwierig zu sagen, aber soweit ich das bisher mitbekommen habe, ähneln sich viele der Erfahrungen doch. Der Zustand wird oft als sehr angenehm beschrieben. Da ich gerade keine konkrete Quelle habe, will ich hier nicht mehr ins Detail gehen. Das würde meinem Gedanken an den Zustand nach dem Tod entgegenkommen.
      Wegen Nahtod hab ich schon oft im Fernsehen gehört, wie nüchtern Ärzte das medizinisch erklären können. Selbst sowas wie das die Patienten sehen, was mit ihnen passiert, reimt sich das Gehirn bildlich im "Wahn" zusammen, gerade auch anhand der Umgebungsgeräusche wo die Ärzte untereinander kommunizieren, was nun ihr nächster Schritt in der OP ist.
    • richum
      richum
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 2.192
      Original von lifeiscrazy
      stimm dir da vollkomen zu, wie ich auch schon weiter oben erwähnte ist es wirklich nichts weiter als eine idee. die musik ist zwar wunderschön, aber blenden lassen sollte man sich nicht davon. ich bin auch immer sehr skeptisch bei menschen die anscheinend keine fragen mehr an ihre existenz stellen und kein zweifel zu herrschen scheint.

      entweder haben diese menschen ein komplett anderes bewusstsein als ich oder sind sehr von ihren ideen überzeugt. ich meine, ich gratuliere jedem menschen der ohne zweifel ist zu einem recht sorgenfreien leben :)
      Ich zweifele nicht an meiner Meinung, da ich sie für die einzig haltbare halte, da für alles andere die Grundlage fehlt. Dennoch würde ich sofort sagen, dass ich mich geirrt habe, wenn man denn etwas belegbares hätte. Religion war schon immer stark epochal und kulturell geprägt. Das schließt nichts aus, es macht es aber unwahrscheinlich und die Beweislast liegt eben bei dem der die Behauptung aufstellt.

      Für mich ist es einfach so. Warum sollte an dem woran Menschen heute glauben mehr dran sein als zB an der mesoamerikanischen Religion der Maya? Die sich in ihren Zeremonien Nadeln durch ihren Penis trieben, Herzen der Feinde herausschnitten und Kinder opferten wenn es hart auf hart kam. Wir wissen heute nicht mehr als damals und doch würde das sicher fast jeder abtun weil es nicht in die heutige Zeit passt.

      Und in der Tat hat mich der Abstand vom Glauben und Esoterik sorgenfreier gemacht. ;) Weil mir viel bewusster geworden ist, dass ich selbst für mein Leben verantwortlich bin und nicht Schicksal oder Bestimmung.

      Ich will hier allerdings auch nicht den Thread derailen, ist ja schon etwas weg vom ursprünglichen Thema.
    • lifeiscrazy
      lifeiscrazy
      Bronze
      Dabei seit: 27.07.2007 Beiträge: 269
      Original von Mondkeks





      hab mir jetzt mal die debatte angehört und ich bin erstaunt wie viele von ihrer unentschlossenen meinung am ende der diskussion abgewichen sind.

      der größere teil tendierte dann zu der ansicht, dass der tod endgültig ist.

      die besseren argumente hatten sie für mich auch, aber bei der frage um das bewusstsein kamen sie zurecht ins straucheln, weil das einfach noch das größte mysterium ist: unser bewusstsein. aber sie haben unterstrichen, dass ihr wissen nicht allmächtig ist und sie nur von den jetztigen erkenntnissen ausgehen können.

      ich bin weiterhin fragend und fände es vermessen, mich einer seite anzuschließen...
    • kingofbling251
      kingofbling251
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2011 Beiträge: 309
      Original von GrossKhan
      Original von Sesmar

      Interessant, dass hier noch niemand auf Nahtoderfahrungen eingegangen ist. Was man von denen halten kann ist ja immer etwas schwierig zu sagen, aber soweit ich das bisher mitbekommen habe, ähneln sich viele der Erfahrungen doch. Der Zustand wird oft als sehr angenehm beschrieben. Da ich gerade keine konkrete Quelle habe, will ich hier nicht mehr ins Detail gehen. Das würde meinem Gedanken an den Zustand nach dem Tod entgegenkommen.
      Wegen Nahtod hab ich schon oft im Fernsehen gehört, wie nüchtern Ärzte das medizinisch erklären können. Selbst sowas wie das die Patienten sehen, was mit ihnen passiert, reimt sich das Gehirn bildlich im "Wahn" zusammen, gerade auch anhand der Umgebungsgeräusche wo die Ärzte untereinander kommunizieren, was nun ihr nächster Schritt in der OP ist.

      Ärzte sind nicht allwissend, gehst du zu 2 Orthopäden bekkommst du 3 Diagnosen. Gerade das Bewusstsein oder das Gehirn sind beide noch sehr unerforscht, da würde ich mich jetzt nicht auf den Arzt verlassen.
    • Sunnyvale29
      Sunnyvale29
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2011 Beiträge: 9.564
      die frage ist doch eher: vermisst du all das erlebte, auf dem weg deines lebens, dass der tod für dich einen verlust darstellen könnte?
    • nervermore
      nervermore
      Black
      Dabei seit: 13.01.2007 Beiträge: 9.471
      Die Moeglichkeit, dass nach dem Tod 'was ist' (fuer dich) setzt voraus, dass Bewusstsein unabhaengig von der materiellen Basis (physikalische Zustaende im Gehirns) moeglich ist. Letztendlich fuehrt die Frage also zum guten alten Leib-Seele-Problem bzw. der Physicalism-Dualism-Debatte. Heutzutage sind sowohl die Mehrheit der Wissenschaftler als auch der Philosophen der Ueberzeugung, dass Dualismus keine ernstzunehmende Option ist. Wenn Bewusstseinszustaende (oder allgemeiner ein 'mental life') also nur auf physikalischen Zustaenden 'supervenieren' bedeutet das Ende der biologischen Aktivitaet des Gehirns auch das Ende der Moeglichkeit von Bewusstseinserfahrung.
      Nahtoderfahrungen widersprechen dem auch nicht im geringsten. Es ist viel mehr ziemlich plausibel, dass die Buwusstseinszustaende die ein kurz vor dem Kollaps stehendes physikalisches System hervorruft recht aussergewoehnlich sind.
      Dass viele Menschen dualistische Intuitionen haben ist auch nicht ueberraschend. Tatsaechlich scheint ein intuitiver Dualismus angeboren zu sein und eine evolutionaere Funktion zu haben. Die Komplexitaet unserer sozialen Umwelt macht es notwendig, dass wir andere Menschen nicht nur als physikalische Objekte sondern als 'minds' wahrnehmen. Siehe zb Studien von Paul Bloom und Jesse Bering.
    • Acryl
      Acryl
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 2.515
      ich denke unsere existenz, die dauer unseres lebens, ist angesichts der zeit die das universum existiert hat, nicht mehr wie ein sandkorn in der wüste. selbst wenn ich oder du oder wir nur zufällig in diesen körpern geboren wurden (was dann wohl die existenz eines höheren willen/gott ausschließen würde), wird sich dieser zufall wohl angesichts der schieren unendlichkeit der zeit (des universums) früher oder später immer wieder wiederholen.

      ich weiß nicht was nach dem tod kommt aber ich denke nicht dass es das ende ist. ich bin aber ziemlich sicher dass "ich" als solches, ohne erinnerung an dieses "ich", früher oder später wieder existieren werde, ich finde das hat wenig mit glauben, mehr mit wahrscheinlichkeit zutun.
    • ForTheLove
      ForTheLove
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2007 Beiträge: 8.063
      Ich finde der Tod und die damit verbundene Nichtexistenz kann einem auch Trost spenden und gibt einem viel Macht.
      Ist tatsächlich eine der wenigen Dinge im Leben über die man Kontrolle ausüben kann. Dennoch kann einem natürlich auch der Tod widerfahren, ohne das man Kontrolle darüber hätte (widerfahren ist dafür ein gutes Wort finde ich, sehr passiv) und davor habe ich auch Angst. Ich finde davor kann man auch Angst haben. Natürlich hat man die Angst nicht mehr, wenn man tot ist, aber man kann trotzdem Angst haben alles was man hat zu verlieren, weil dazu eben auch die sehr positiven Dinge im Leben gehören.
      Dennoch ist es schön zu wissen, dass irgendwann nichts mehr ist, auch kein Leid.
      Das Leben ist wie ein Spiel, gewisse Dinge sind gegeben als Spielregeln und auf vieles hat man keinen Einfluss, aber wenn es ein scheiß Spiel ist, kann man es auch einfach ausschalten.
    • nervermore
      nervermore
      Black
      Dabei seit: 13.01.2007 Beiträge: 9.471
      Original von Acryl
      ich denke unsere existenz, die dauer unseres lebens, ist angesichts der zeit die das universum existiert hat, nicht mehr wie ein sandkorn in der wüste. selbst wenn ich oder du oder wir nur zufällig in diesen körpern geboren wurden (was dann wohl die existenz eines höheren willen/gott ausschließen würde), wird sich dieser zufall wohl angesichts der schieren unendlichkeit der zeit (des universums) früher oder später immer wieder wiederholen.

      ich weiß nicht was nach dem tod kommt aber ich denke nicht dass es das ende ist. ich bin aber ziemlich sicher dass "ich" als solches, ohne erinnerung an dieses "ich", früher oder später wieder existieren werde, ich finde das hat wenig mit glauben, mehr mit wahrscheinlichkeit zutun.
      Wo genau soll dieses "ich" existiert haben bevor es "in diesen Körper geboren wurde"?
      Woraus besteht das "ich als solches"? Wie ist es mit deinem Körper "verbunden", wie nimmt es kausalen Einfluss auf physikalische Zustände?
      Haben Menschenaffen ein "ich"? Würmer, Bakterien, biochemische Zyklen?
      An welchem magischen Moment in der Evolutionsgeschichte sind zum ersten mal "Ichs" in Organismen geboren worden?
    • Sunnyvale29
      Sunnyvale29
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2011 Beiträge: 9.564
      wie kanalisiert sich bewusstsein ?(
    • w3cRaY
      w3cRaY
      Bronze
      Dabei seit: 12.06.2007 Beiträge: 5.283
      Original von Mondkeks
      Davon abgesehen, vielleicht leben wir ja nicht unendlich lang aber unendlich oft? Vielleicht gibt es auch unendliche viele Kopien von dir im Universum? Und das ganze ohne Gott oder supernatural things. ;)

      Wenn der Mensch nur durch seine atomare Struktur definiert ist, ist er komplett durch Information beschreibbar. Wenn das Universum / Multiversum unendlich ist, entweder in der Zeit oder im Raum, oder beides, dann wirst du wieder realisiert. Und zwar unendlich oft. Und alle deine möglichen Lebensverläufe werden ebenfalls realisiert. Jetzt könnte man diskutieren, ob das dann "Du" bist, oder nur eine "Kopie" von dir. Gute Frage... ;)

      http://www.closertotruth.com/episodes/what-would-infinite-cosmos-mean

      Ich empfehle dir mal die Website closertotruth.com , dort werden fast alle fundamentalen Fragen mit hochwertigen Interviewpartnern diskutiert. ;)

      Stichpunkte zum googlen:

      -> Eternal Cosmic Inflation
      -> Many-Worlds-Interpretation of Quantum Mechanics
      -> cyclic Universe
      -> Eternal universe
      -> Multiverse
      Schreibst sogar teilweise das Richtige aber ziehst die falschen Schklüsse daraus. Nur weil man N Dimensionen oder NxN Dimensionen definieren kann und das Ganze dann mit Fantasie Paralleluniversum nennt heißt das nicht dass sich ein Tisch im Paralleluniversum anders darstellt oder anders verhält. Nur weil wir eine Observable beim Messen auf unsere Messdimensionen abbilden ändert das nichts an den möglichen Ausgängen in der Gesamtwellenfunktion. Und die sagen nicht vorher, dass die Wkt. zeitlich verschiebbar ist, die Wellenfunktion rauscht nicht beliebig um t. Du bist immer Du, auch in 10 Dimensionen. Und alles, was das mögliche andere Bewusstsein in anderen Dimensionen angeht ist hinlänglich egal, weil du offensichtlich nicht in anderen Dimensionen bewusst denken und erfahren kannst.
      Auch die Aussage, dass ein Mensch im Prinzip ja auch nur aus Atomen besteht und damit einer vollständig beschreibbaren Information genügt ist nicht richtig. Erst durch die Wechselwirkung kann man eine Änderung des Systems (wir nenne es mal Leben) definieren. Und diese Informationen sind teilweise chaotisch, also nur abschätz-, aber nicht beschreibbar.
    • Acryl
      Acryl
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 2.515
      Original von nervermore
      Original von Acryl
      ich denke unsere existenz, die dauer unseres lebens, ist angesichts der zeit die das universum existiert hat, nicht mehr wie ein sandkorn in der wüste. selbst wenn ich oder du oder wir nur zufällig in diesen körpern geboren wurden (was dann wohl die existenz eines höheren willen/gott ausschließen würde), wird sich dieser zufall wohl angesichts der schieren unendlichkeit der zeit (des universums) früher oder später immer wieder wiederholen.

      ich weiß nicht was nach dem tod kommt aber ich denke nicht dass es das ende ist. ich bin aber ziemlich sicher dass "ich" als solches, ohne erinnerung an dieses "ich", früher oder später wieder existieren werde, ich finde das hat wenig mit glauben, mehr mit wahrscheinlichkeit zutun.
      Wo genau soll dieses "ich" existiert haben bevor es "in diesen Körper geboren wurde"? Wie ist es mit deinem Körper "verbunden", wie nimmt es kausalen Einfluss auf physikalische Zustände?
      Haben Menschenaffen ein "ich"? Würmer, Bakterien, biochemische Zyklen?
      An welchem magischen Moment in der Evolutionsgeschichte sind zum ersten mal "Ichs" in Organismen geboren worden?
      keine ahnung, die antworten darauf sind auch völlig irrelevant für meine these. die these geht vom worst-case aus, nämlich das nach dem tod nichts ist, dass meine existenz keinem höheren willen unterliegt.

      dann wäre meine existenz purer zufall und der müsste sich angesichts der unendlichkeit der zeit früher oder später wiederholen.


      persönlich glaube ich aber an einen höheren willen oder gott und an eine seele/leben nach dem tod.
    • nervermore
      nervermore
      Black
      Dabei seit: 13.01.2007 Beiträge: 9.471
      Original von Acryl

      keine ahnung, die antworten darauf sind auch völlig irrelevant für meine these. die these geht vom worst-case aus, nämlich das nach dem tod nichts ist, dass meine existenz keinem höheren willen unterliegt.

      dann wäre meine existenz purer zufall und der müsste sich angesichts der unendlichkeit der zeit früher oder später wiederholen.


      persönlich glaube ich aber an einen höheren willen oder gott und an eine seele/leben nach dem tod.
      Die Plausibilität einer These hängt von der Plausibilität seiner Prämissen ab und deine These beruht auf der Prämisse, dass ein nicht körperlich gebundendes "ich" existiert. Die Plausibilität dieser Prämisse hängt wiederum davon ab ob es plausible Antworten auf die o.g. Fragen gibt.

      Der "worst case" ist nicht, dass dein "ich" zufällig von Existenz zu Existenz springt, sondern, dass ein immaterielles "ich" garnicht existiert.
    • Acryl
      Acryl
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 2.515
      Original von nervermore
      deine These beruht auf der Prämisse, dass ein nicht körperlich gebundendes "ich" existiert. Die Plausibilität dieser Prämisse hängt wiederum davon ab ob es plausible Antworten auf die o.g. Fragen gibt.

      Der "worst case" ist nicht, dass dein "ich" zufällig von Existenz zu Existenz springt, sondern, dass ein immaterielles "ich" garnicht existiert.

      eben nicht, die these geht davon aus dass mein bewusstsein, was auch immer es ist, zufällig existiert und setzt daher kein immaterielles ich voraus.


      e: kein gott, kein immaterielles ich wäre IMO gleichbedeutend mit purer zufall.
    • nervermore
      nervermore
      Black
      Dabei seit: 13.01.2007 Beiträge: 9.471
      ok und was genau verbindet dann solch ein gegenwärtig existierendes Ich mit seinen zufälligen vergangenen und zukünftigen "Inkarnationen"? Was ist der Unterschied zwischen einem anderen oder neuen Ich und einem reinkarnierten Ich?
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.519
      Die Folge von Quarks&Co passt ganz gut zum Thema



      Ich bin Christ und habe es bei dem Thema natürlich sehr einfach, aber ich habe mich natürlich auchschon gefragt wie ich mit dem Tod umgehen würde wenn ich nicht den Glauben an ein "Leben" nach dem Tod hätte.

      Die Aspekte die ich da für mich gefunden habe ...


      - Ich mag in dem Zusammenhang dieses denken "Auch wenn man verbrannt wird und nur die Asche übrig bleibt bin das quasi "ich" und das bleibt ein "ewiger bestandteil der erde, des universums, sich als einen (zurecht) unwichtigen teil im großen und ganzen sehen

      - "Ich" als das Produkt meiner Umwelt, mein Charakter, meine Individualität, meine Emotionen und Seele, entstanden quasi von 0 und ist garnicht so individuell wie ich denke, ich existiere in dieser Form dutzendfach auf der Welt, aufgrund der millarden von menschen finde ich "mich" halt nicht.
      Wie das den Tod akzeptabel macht ? Mein "Wert" als Mensch wo ich Angst habe das er mit dem Tod verloren geht existiert genau so in diesem Augenblick, irgendwo auf der Welt sitzt jetzt auch jemand am Laptop mit ziemlich exakt den gleichen Vorstellungen was in dieser Welt noch passieren sollte etc.