[FR] No-Limit Anfängerkurs Version 2.1

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      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118


      Liebe PokerStrategen,

      willkommen zum Feedback - und Arbeitsthema für das No Limit Anfängerkurs [Einsteiger] Coaching von Paxis.

      FAQ zum BSS Anfängerkurs 2.0 - Oft gestellte Fragen + Antworten


      Coaching Informationen:

      Name: No Limit Anfängerkurs [Einsteiger]
      Coach: Paxis
      Zeit: jeden Mittwoch 19oo Uhr - 2o3o Uhr
      Status: Basic
      Zielgruppe: Alle Pokerstrategen, die NoLimit lernen wollen

      Was kannst du in diesem Coaching lernen?
      Paxis, KTU und SvenBe haben zusammen auf Gibraltar das Konzept für einen ausführlichen Einsteigerkurs in die nachhaltigste aller Cash Game Strategien entwickelt, der Big Stack Strategy.
      Du lernst hier Schritt für Schritt wie du mit einfachsten Mitteln auf den kleinen Limits im No Limit Texas Hold'em profitabel spielst und eine solide Basis für die höheren Limits aufbaust.
      Vor allem spätere Lektionen dieses Kurses sind auch für Spieler interessant die nicht zum ersten mal Pokern und ihr Grundwissen noch mal festigen wollen.
      Dieses Thema ist voll mit Beispielen von Einsteigern die durch diesen Kurs erfolgreich die ersten Limits geschlagen haben:
      Link zu einem Beispiel


      Das kommende Coaching ist:
      Es geht nun mit dem SH BSS Einsteigerkurs weiter.


      Alle weiteren aktuellen Termine, Formate & Themen und Aufzeichnungen der Lektionen
      Lektion 1: 16.07.2014 Der Einstieg in die Big Stack Strategy Teil 1 - Preflop
      Link zum Artikel
      Lektion 1 + 2 als gekürztes Handout im PDF-Format
      Aufzeichnung der Lektion
      Spiele lernt man, indem man sie spielt. Unsere Beginner-Strategie hilft dir bei deinen ersten Gehversuchen an den Pokertischen und macht diese sogar auf den kleinsten Limits bereits profitabel. Vorausgesetzt du hast sie genau verstanden und genau dafür solltest du dieses Coaching besuchen!
      Im ersten Teil bekommt ihr von Paxis den Einstieg in das Preflopspiel gezeigt.

      Lektion 2: 23.07.2014 Der Einstieg in die Big Stack Strategy Teil 2 - Postflop
      Link zum Artikel
      Lektion 1 + 2 als gekürztes Handout im PDF-Format
      Aufzeichnung der Lektion
      Spiele lernt man, indem man sie spielt. Unsere Beginner-Strategie hilft dir bei deinen ersten Gehversuchen an den Pokertischen und macht diese sogar auf den kleinsten Limits bereits profitabel. Vorausgesetzt du hast sie genau verstanden und genau dafür solltest du dieses Coaching besuchen!
      Im ersten Teil bekommt ihr von Paxis den Einstieg in das Preflopspiel gezeigt.
      Im zweiten Teil bekommt ihr von Paxis den Einstieg in das Postflopspiel gezeigt.

      Lektion 3: 30.07.2014 Die Beginner Strategie in der Praxis mit Paxis.
      Aufzeichnung der Lektion
      Grau ist alle Theorie! Schau Paxis beim Spielen der Beginner-Strategie zu und löcher ihn mit deinen Fragen!

      Lektion 4: 06.08.2014 Pokerenglisch für Anfänger
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Bedeutung sämtlicher englischer Pokerbegriffe!
      "Villain hat mich gecheckraist. Ich hab ihn polarisiert aber air-heavy mit seiner otb Range gesehen und bin deshalb gebroked". Wenn du diesen Satz verstehst, dann kannst du diese Lektion auslassen.

      Lektion 5: 13.08.2014 Erfolg durch Community Aktivität und Handbewertungen!
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion

      Artikel die ihr lesen solltet:
      Grundlagen Odds & Outs

      Grundlagen Implied Odds

      In unserer Community sind aktive User im Schnitt deutlich erfolgreicher als nicht aktive User. Paxis zeigt euch wie ihr PokerStrategy.com nutzen könnt. Wo finden sich für euch geeignete Videos, Artikel, Handbewertungen? Wo diskutiert unsere Community über ihre Armbanduhren? Wo wird sich auch hin und wieder ein Witz erzählt?
      Wie stelle ich meine Hände ins Forum zur Diskussion und lerne aus meinen Fehlern?
      Paxis zeigt euch wie ihr PokerStrategy.com effektiv nutzt und dass Poker lernen auch Spaß macht!

      Lektion 6: 20.08.2014 Anpassungen der Einsteigerstrategie - Preflop.
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Wir haben zwar unsere Charts vor dem Flop, dennoch gibt es noch ein paar Sachen die der fortgeschrittene Einsteiger optimieren kann Preflop.
      Paxis hilft dir deine Strategie zu verfeinern und zeigt dir welche Anpassungen du vornehmen kannst um deinen Erwartungswert Preflop zu erhöhen. Freu dich auf Paxis bewährten Faustregeln!

      Lektion 7: 27.08.2014 Anpassungen der Einsteigerstrategie - Postflop.
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Nach dem wir wissen wie wir uns Preflop an gewisse Situationen anpassen können, wird es Zeit das wir auch Postflop versuchen unser Spiel zu optimieren.
      Paxis zeigt euch wie ihr weg von Standardbetgrößen zu optimierten Betgrößen kommt und vieles mehr!

      Lektion 8: 03.09.2014 Live-Session mit angepasster Strategie
      Aufzeichnung der Lektion
      Sieh dir an, wie Paxis mit seinen Faustformeln seine Gegner in der Praxis ausspielt. Die wichtigsten Faustformeln findest du im Thread!

      Lektion 9: 10.09.2014 Highstakes Hände mit Paxis
      Link zur Aufzeichnung der Lektion
      Was unterscheidet die Besten der Besten (noch) von dir? Paxis gibt Einblicke in die Gedankengänge der Profis und bespricht 3 Highstakes Hände mit euch.

      Lektion 10: 17.09.2014 Five minutes to learn a lifetime to master.
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Heute erzählt dir Paxis, welche Entwicklungen ein Pokerspieler durchläuft. Er zeigt dir dabei, was dich in unseren neuen Lektionen erwartet.

      Lektion 11: 01.10.2014 Anpassung unser Spiel an Fast-Poker inklusive Livespiel.
      Aufzeichnung der Lektion
      Hier erfährst du, was es mit den schnellen Pokervarianten so aufsich hat. Welche Vorteile / Nachteile diese haben. Am Wichtigsten ist aber natürlich, dass du hier lernst, wie du dein Spiel am Besten an diese Varianten anpasst.

      Lektion 12: 08.10.2014 Einstieg ins Handreading.
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Hier stellt Paxis dir die wichtigsten Grundlagen beim Handreading vor. Du lernst, was es mit Durchschnittsranges aufsich hat, was sich hinter dem geheimnisvollen Trichterprinzip verbirgt und wir man systematisch versucht aus den Händen seiner Gegner zu lernen.

      Lektion 13: 15.10.2014 Live Session: Handreading in der Praxis
      Aufzeichnung zur Lektion
      Deine Gegner stellen dir freundlicher Weise in jeder Session wertvolle Informationen über ihr Spiel zur Verfügung. Schau dir heute an wie unser Coach Paxis das Spiel seiner Gegner analysiert und Rückschlüsse auf ihre Ranges trifft!

      Lektion 14: 22.10.2014 Einblicke in das Spiel mit statistischen Werten
      Link zum Kurs: Einstieg in statistische Werte
      Aufzeichnung der Lektion
      Da der Einstieg in statistische Werte so umfangreich ist das man einen eigenen Kurs dafür benötigt, gibt es in dieser Lektion nur die Zusammenfassung und das reinschnuppern in den Schwesterkurs mit Paxis.

      Lektion 15: 29.10.2014 Tag der Abrechnung: Das große Abschlussquiz
      Link zur Lektion
      Aufzeichnung der Lektion
      Meiste das große Abschlussquiz und wenn du bestehst: Dann bist du kein Anfänger mehr. Viel Glück!

      Geheime 16 Lektion
      Aufzeichnung der Lektion


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      Alte Lektionen inklusive Links zu Aufnahmen der Coachings

      Lektion 1: 05.02.2014 Deine erste Pokerstrategie in 60min!
      Link zum Artikel
      Lektion 1 als gekürztes Handout im PDF-Format
      Aufzeichnung der Lektion
      Spiele lernt man, indem man sie spielt. Unsere Beginner-Strategie hilft dir bei deinen ersten Gehversuchen an den Pokertischen und macht diese sogar auf den kleinsten Limits bereits profitabel. Vorausgesetzt du hast sie genau verstanden und genau dafür solltest du dieses Coaching besuchen!

      Lektion 2: 12.02.2014 Die Beginner Strategie in der Praxis mit Paxis.
      Zusammenfassung des Coachings + Gewinngraph
      Aufzeichnung der Lektion
      Grau ist alle Theorie! Schau Paxis beim Spielen der Beginner-Strategie zu und löcher ihn mit deinen Fragen!

      Lektion 3: 19.02.2014 Erfolg durch Community Aktivität!
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion

      Artikel die ihr lesen solltet:
      Grundlagen Odds & Outs

      Grundlagen Implied Odds

      In unserer Community sind aktive User im Schnitt deutlich erfolgreicher als nicht aktive User. Paxis zeigt euch wie ihr PokerStrategy.com nutzen könnt. Wo finden sich für euch geeignete Videos, Artikel, Handbewertungen? Wo diskutiert unsere Community über ihre Armbanduhren? Wo wird sich auch hin und wieder ein Witz erzählt?
      Paxis zeigt euch wie ihr PokerStrategy.com effektiv nutzt und dass Poker lernen auch Spaß macht!

      Lektion 4: 26.02.2014 So stellst du deine Pokerhände zur Diskussion!
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Am Pokertisch wirst du immer wieder schwierige Entscheidungen zu treffen haben. Zeige unseren Pokerexperten wie du deine Hand gespielt hast und was deine Gedanken dabei waren. In diesem Coaching lernst du wie du deine Pokerhand zur Diskussion stellst und was es dabei zu beachten gibt.

      Lektion 5: 05.03.2014 Pokerenglisch für Anfänger
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Bedeutung sämtlicher englischer Pokerbegriffe!
      "Villain hat mich gecheckraist. Ich hab ihn polarisiert aber air-heavy mit seiner otb Range gesehen und bin deshalb gebroked". Wenn du diesen Satz verstehst, dann kannst du diese Lektion auslassen.

      Lektion 6: 12.03.2014 Anpassungen der Einsteigerstrategie - Preflop.
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Wir haben zwar unsere Charts vor dem Flop, dennoch gibt es noch ein paar Sachen die der fortgeschrittene Einsteiger optimieren kann Preflop.
      Paxis hilft dir deine Strategie zu verfeinern und zeigt dir welche Anpassungen du vornehmen kannst um deinen Erwartungswert Preflop zu erhöhen. Freu dich auf Paxis bewährten Faustregeln!

      Lektion 7: 12.03.2014 Anpassungen der Einsteigerstrategie - Postflop.
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung der Lektion
      Nach dem wir wissen wie wir uns Preflop an gewisse Situationen anpassen können, wird es Zeit das wir auch Postflop versuchen unser Spiel zu optimieren.
      Paxis zeigt euch wie ihr weg von Standardbetgrößen zu optimierten Betgrößen kommt und vieles mehr!

      Lektion 8: 26.03.2014 Live-Session mit angepasster Strategie
      Aufzeichnung der Lektion
      Sieh dir an, wie Paxis mit seinen Faustformeln seine Gegner in der Praxis ausspielt. Die wichtigsten Faustformeln findest du im Thread!

      Lektion 9: 02.04.2014 Highstakes Hände mit Paxis
      Link zur Aufzeichnung der Lektion
      Was unterscheidet die Besten der Besten (noch) von dir? Paxis gibt Einblicke in die Gedankengänge der Profis und bespricht 3 Highstakes Hände mit euch.

      Lektion 10: 09.04.2014 Live-Session auf Fast-Poker mit angepasster Strategie.
      Aufzeichnung der Lektion
      Hier erfährst du, was es mit den schnellen Pokervarianten so aufsich hat. Welche Vorteile / Nachteile diese haben. Am Wichtigsten ist aber natürlich, dass du hier lernst, wie du dein Spiel am Besten an diese Varianten anpasst.

      Lektion 11: 16.04.2014 Five minutes to learn a lifetime to master.
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      Aufzeichnung der Lektion
      Heute erzählt dir Paxis, welche Entwicklungen ein Pokerspieler durchläuft. Er zeigt dir dabei, was dich in unseren neuen Lektionen erwartet.

      Lektion 12: 23.04.2014 Einstieg ins Handreading.
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      Aufzeichnung der Lektion
      Hier stellt Paxis dir die wichtigsten Grundlagen beim Handreading vor. Du lernst, was es mit Durchschnittsranges aufsich hat, was sich hinter dem geheimnisvollen Trichterprinzip verbirgt und wir man systematisch versucht aus den Händen seiner Gegner zu lernen.

      Lektion 13: 30.04.2014 Live Session: Handreading in der Praxis
      Aufzeichnung zur Lektion
      Deine Gegner stellen dir freundlicher Weise in jeder Session wertvolle Informationen über ihr Spiel zur Verfügung. Schau dir heute an wie unser Coach Paxis das Spiel seiner Gegner analysiert und Rückschlüsse auf ihre Ranges trifft!

      Lektion 14: 07.05.2014 Einführung in Stats
      Link zum Artikel
      Aufzeichnung zur Lektion
      Poker macht sich deutlich besser im Lebenslauf, wenn man es mit: "Entwicklung adaptiver Strategien mit Hilfe von Datamining" verkauft. Da du vermutlich nicht hochstapeln möchtest, ist es darum höchste Zeit dir Paxis' Einführung in Tracking Software und die wichtigsten Statistiken anzuhören.

      Lektion 15: 14.05.2014 Live Spiel mit HUD
      Aufzeichnung der Lektion
      Schau dir an, wie Paxis seine Tracking Software am Tisch benutzt und welche wertvollen Informationen er dadurch über seine Gegner erhält.

      Lektion 16: 21.05.2014 Tag der Abrechnung: Das große Abschlussquiz
      Link zur Lektion
      Aufzeichnung der Lektion
      Meiste das große Abschlussquiz und wenn du bestehst: Dann bist du kein Anfänger mehr. Viel Glück!


      Ps.:
      Link zum Thema des ersten Durchlaufes
      Thread zum ersten Durchlauf des Einsteigerkurses

      10bb Winrate eines Einsteigers:
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      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 1: 16.07.2014 Der Einstieg in die Big Stack Strategy Teil 1 - Preflop

      Du kennst bereits:
      Die Regel von Texas Holdem.

      Du lernst hier:
      • Wieso die Position am Tisch eine Rolle spielt.
      • Welche Hände du vor dem Flop spielst
      • Wie die Handcharts zu verwenden sind
      • Mit wieviel Pokergeld du an welcher Variante teilnehmen kannst.

      Welche Hände kannst du vor dem Flop spielen?
      Ein guter Pokerspieler beantwortet zuerst die Frage "Warum?". Die Antwort darauf ist einfach: Um Geld zu gewinnen. Doch wie geht das genau? Du musst hierbei zwei Fälle unterscheiden. Bist du in einer Blind-Steal Situation oder willst du mit dem besten Blatt um einen großen Pot kämpfen?

      An einem "Full Ring" Pokertisch spielen 7 bis 10 Spieler.


      Sind weniger als 10 Spieler am Tisch fallen die frühesten Positionen weg. An einem Tisch mit 6 Spielern gibt es also die Positionen von MP2 bis BB.

      Den Blinds kommt beim Pokern eine besondere Bedeutung zu. Gäbe es sie nicht, würdest du einfach auf ein paar Asse warten und damit direkt All-in gehen. Niemand könnte deine Strategie schlagen. Poker ist also ein Spiel um die Blinds. In den Positionen: UTG bis MP2 kannst du die Blinds nicht direkt angreifen. Hier spielst du nur gute ausgewählte Hände und hoffste damit zu treffen und einen schönen Pot zu gewinnen. Am Button und im Small Blind kannst du hingegen direkt die Blinds angreifen und solltest auch genau das tun!

      Die folgenden Tabellen zeigen dir für alle Positionen mit welchen Händen es sich lohnt in die Hand einzusteigen.

      Eine No-Limit Holdem Hand besteht aus zwei verschiedenen Karten. Dabei werden die folgenden Abkürzungen benutzt:

      A = Ass, K = King, Q = Queen (Dame), J = Jack (Bube), T = Ten (10)
      "s" steht für "suited" und bedeutet, dass beide Karten die gleiche Farben haben.
      "o" steht für "off suited" und bedeutet umgekerht, dass beide Karten unterschiedliche Farben haben.

      ATs steht also für:
      A :heart: T :heart: , A :club: T :club: , A :spade: T :spade: , A :diamond: T :diamond:

      während KJo für:
      K :spade: J :heart: , K :spade: J :diamond: , K :spade: J :club: , K :heart: J :diamond: ,
      K :heart: J :club: , K :heart: J :spade: , K :diamond: J :spade: , K :diamond: J :heart: ,
      K :diamond: J :club: , K :club: J :spade: , K :club: J :heart: , K :club: J :diamond:
      steht.

      UTG, UTG+2, UTG+3, MP1, MP2:

      Aus UTG bis MP2 wird jede farblich markierte Hand, wenn alle vor uns gefoldet haben, für 4bb geraist.

      MP3, CO:

      Aus MP3 bis CO wird jede farblich markierte Hand, wenn alle vor uns gefoldet haben, für 3bb geraist.

      BTN, SB:

      Aus dem BTN wird jede farblich markierte Hand, wenn alle vor uns gefoldet haben, für 2bb geraist.
      Aus dem SB wird jede farblich markierte Hand, wenn alle vor uns gefoldet haben, für 3bb geraist.

      BB:


      Und das bedeuten die Farben:

      Anmerkung zu Limpern: Hälst du eine Hand die du nach Limpern raisen darfst, dann raist du diese für 4bb + 1bb für jeden Spieler der vor dir gelimpt hat, egal in welcher Position du sitzt.

      Grüne Hände sind die schwächsten Hände in deinem Spiel. Du benutzt sie vor allem mit dem Gedanken die Blinds zu stehlen. Du spielst sie wenn vor dir noch Niemand in die Hand eingestiegen ist.

      Du spielst diese Hände nicht mehr, ...
      ... falls es vor dir eine Erhöhung gab
      ... falls vor dir ein Spieler mit einem Limp in die Hand eingestiegen ist
      ... falls es nach dir eine weitere Erhöhrung gab


      Blaue Hände sind bereits besser als die Hände, die deine Gegner im Schnitt Preflop callen. Dementsprechend spielst du sie,
      ... falls vor dir noch Niemand in die Hand eingestiegen ist.
      ... falls vor dir Spieler mit einem Limp in die Hand eingestiegen sind.


      Du spielst diese Hände nicht mehr,
      ... falls es vor dir bereits eine Erhöhung gab - außer im BB da spielst du Gelb/Blau markierte Hände wie "Gelbe Hände" weiter.
      ... falls es nach dir eine weitere Erhöhung gab.


      Rote Hände sind deine stärksten Hände und du spielst diese,
      ... falls vor dir noch Niemand in die Hand eingestiegen
      ... falls vor dir Spieler mit einem Limp in die Hand eingestiegen sind.
      ... falls es vor dir bereits eine Erhöhung gab und du
      ... falls es vor dir bereits eine Erhöhung aus MP3 oder später gab, dann 3bettest (reraist) du auf das 3,5fache und das einfache für jeden weiteren Caller mit allen roten Händen und gehst gegen jeden weiteren Raise All In. Kommt ein Raise aus MP2 oder früher, dann callen wir mit QQ/AK nur und reraisen nur mit AA/KK wie schon beschrieben. Wurde mehr als einmal vor uns geraist, dann spielen wir nur mit AA/KK weiter und folden jede andere Hand.
      ... falls es nach unserem Raise weitere Erhöhungen gibt mit einer weiteren Erhöhung auf das 3fache, auf alles weitere gehst du direkt All-in!

      Gelbe Hände kommen nur im Big Blind vor. Diese Hände sind stark genug um sie gegen Steals zu callen. Du spielst diese Hände, ...
      ... falls es vor dir eine Erhöhung gab aus CO bis SB bis maximal 4bb
      Du kannst diese Hände nicht mehr spielen,
      ... falls es vor dir mehr als eine Erhöhung gab oder die Erhöhung aus UTG-MP3 kommt.

      Call20 Regel: Paare haben eine ganz besondere Eigenschaft. Du kannst sehr versteckt einen Drilling mit Ihnen am Flop treffen. Darum kannst du Paare Limpen sobald vor dir schon mindestens 1 Spieler ebenfalls gelimpt hat. Gegen eine Erhöhung callst du, falls du UND dein Gegner noch mindestens das 20fache des zu Callenden Betrages besitzen.
      Diese Regel tritt nur in Kraft, wenn wir das Paar laut der Farben in den Chart NICHT weiterspielen dürften, sonst spielen wir das Paar einfach wie im Chart beschrieben!

      Minraise-Regel: Wirst du Preflop geminreraist, kannst du grundsätzlich alle Hände, die du geraist hast callen. Dein Gegner gibt dir einen guten Preis um den Flop zu sehen und du muss später die Hand nur sehr selten gewinnen um profitabel zu spielen.
      Wurde vor die auf 2bb geminraist, dann siehst du diesen Spieler wie einen Limper an!
      Raist du gegen einen Minraise dann musst du auf das 4fache raisen + 2bb für jeden Caller des Minraise.

      Blind-Post-Regel: Ist ein neuer Spieler am Tisch nicht bereit zu warten bis er mit dem BB an der Reihe ist, dann kann er schon vorher einen Blind setzen um mitzuspielen, das nennt man "Blind posten".
      Wie behandeln wir so einen Spieler?
      Bei der Handstärkeauswahl ignorieren wir diesen einen Spieler und tun so als ob er gefoldet hätte. Sobald wir eine Hand raisen, müssen wir aber das Extrageld von ihm beachten und entsprechend 4bb + 1bb je Limper spielen.


      Was ist Bankrollmanagement?
      Sieh das Geld, mit dem du dich an einen Tisch setzt, immer als Investition an, so als würdest du Aktien kaufen. Du kaufst sie doch nur, wenn sie einen guten Gewinn versprechen und sich das Verlustrisiko überschauen lässt.

      Das erreichst du im Poker, indem du ein Bankrollmanagement anwendest.
      Es sagt dir, in welche Limits du investieren, also wie hoch du spielen solltest, um ein gutes Gleichgewicht zu finden zwischen deinem Wunsch ...

      • ... bei Gewinnen möglichst weit voranzukommen und viel Geld zu holen.
      • ... bei Verlusten nicht zu weit zurückzufallen und zu große Anteile deines Pokergeldes zu verlieren.

      Du willst viel gewinnen, wenn du gewinnst, aber von Verlusten nicht schwer getroffen werden. Das erreichst du, wenn du dich an das 25-Buy-in-Bankrollmanagement hältst. Es sagt dir, wie groß dein Pokerkonto (Bankroll) sein muss, um aufzusteigen, und wann du die Reißleine ziehen und absteigen musst.

      Das Bankrollmanagement für die BSS-Einsteigerstrategie sieht wie folgt aus:

      • Du kaufst dich immer mit vollem Stack (100 Big Blinds) an einem Tisch ein. 100 Big Blinds sind ein Buy-in.
      • Du kaufst immer direkt auf 100Big Blinds nach, so bald du Geld am Tisch verloren hast und unter die 100 Big Blinds gerutscht bist.
      • Hast du 25 Buy-ins des nächsthöheren Limits, kannst du dahin aufsteigen.
      >zB kannst du mit 125$ auf NL 5 spielen (NL 5 = 2c/5c Blinds)
      • Hast du nur noch 25 Buy-ins des nächstkleineren Limits, musst du dahin zurückgehen.
      >zB musst du, wenn du nur noch eine 50$ Bankroll hast wieder auf NL 2 spielen (NL 2 = 1c/2c Blinds)
    • Paxis
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      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 2: 23.07.2014 Der Einstieg in die Big Stack Strategy Teil 2 - Postflop

      Du lernst hier:
      • Deine Handstärke am Flop
      • Wie spielst du die verschiedenen Hände?
      • Verschiedene Sonderregeln bzw. Faustregeln!



      Schritt 1: Bestimme die Kategorie deiner Hand am Flop

      Am Flop gilt es herauszufinden, in welche Kategorie deine Hand fällt. Grundsätzlich gibt es die folgenden Kategorien:

      Madehands: Hierunter versteht man Hände, die sich am Flop zu einem Top Pair verbessert haben oder Overpairs.
      Zum Beispiel: Du hältst A :diamond: J :spade: und der Flop bringt J :diamond: 9 :heart: 3 :club:

      Sonderregel - Reraised bzw. 3b Pot: Befinden wir uns mit einer roten Hand im 3b Pot, behandeln wir jedes Top Pair und jedes Overpair wie ein Monster!

      Monster: Du hast ein Monster auf der Hand, wenn deine Hand besser als eine Madehand ist. Hierunter fallen also alle 2Pairs, Drillinge, Straights, Flushs, usw.

      starke Draws: Unter diese Hände fallen Flushdraws, d.h. du hast zwei gleichfarbige Karten auf der Hand und auf dem Board liegen zwei weitere.
      zum Beispiel: Du hast A :heart: Q :heart: und auf dem Board liegt 2 :club: 3 :heart: K :heart:
      Der zweite starke Draw ist der sogenannte Open-Ended-Straightdraw. Hier hast du bereits eine verbundene kleine Straße mit vier Karten und es fehlen dir nur noch eine Weitere:
      zum Beispiel: Du hast J :club: 9 :club: und das Board bringt 4 :spade: 8 :heart: T :diamond: hier geben dir jede Dame und jede 7 eine Straße.

      Alle anderen Hände fallen in die Kategorie "wertlose Hände".

      Schritt 2: Bestimme, wie du deine Hände spielst.

      Schritt 2.1: Du hast vor dem Flop erhöht!

      Madehands bettest du sowohl am Flop, als auch am Turn, als auch am River mit einer Betsize von 2/3 des aktuellen Pots. Gibt es allerdings nach deiner Bet eine Erhöhung, musst du dich von deiner Madehand trennen und folden.

      Monster sind stärker als Madehands und du bist mit diesen bereit alles zu riskieren. Du bettest sie wie Madehands am Flop, Turn und River mit einer Betsize von 2/3. Gibt es nach dir jedoch eine weitere Erhöhung, dann erhöhst du auf das 3,5fache und auf jede weitere Erhöhung gehst du All-In.

      Starke Draws bettest du ebenfalls an Flop und Turn mit einer Betsize von 2/3. Gibt es vom Gegner einen Raise, callst du maximal einen Minraise auf das Doppelte, ansonsten foldest du. Am River musst du dich jedoch von deinem starken Draw verabschieden, falls du nicht getroffen hast. Du checkst und foldest, wenn dein Gegner bettet.

      Wertlose Hände bluffst du am Flop gegen maximal einen Gegner für 2/3 Potsize. Gegen eine Erhöhung foldest du und sollte der Gegner den Flop gecallt haben, spielst du ab dem Turn check und dann fold.

      Sonderregel - Der Gegner bettet zuerst (Donk): Gegen maximal 2bb Bets des Gegners machst du das gleiche was du getan hättest wenn er nicht gebettet hätte, musst aber darauf achten das dein Raise mindestens das 4fache der Donk entspricht sollte 2/3 des Pottes kleiner als das 4fache sein. Spielt der Gegner höher als 2bb an, spielst du nur noch Monster durch einen Raise auf das 3,5fache weiter und alles schlechtere foldest du.

      Sonderregel - Niemand hat vor dem Flop erhöht: Wir spielen trotzdem die Handkategorien als ob wir vor dem Flop erhöht hätten.

      Schritt 2.2: Du hast vor dem Flop nur gecallt!

      Madehands checkst und callst du am
      ... Flop gegen eine maximale Bet von 3/4 Potsize, sollte der Gegner den Flop checken, bettest du den Flop, Turn und River für 2/3 Potsize.
      ... Turn gegen eine maximale Bet von 2/3 Potsize, sollte der Gegner den Turn checken, bettest du den Turn und River für 2/3 Potsize.
      ... River gegen eine maximale Bet von 1/2 Potsize, sollte der Gegner den River checken, bettest du den River für 2/3 Potsize.

      Monster bettest du direkt selbst am Flop, Turn und River für 2/3 Potsize. Gibt es nach dir jedoch eine weitere Erhöhung, dann erhöhst du auf das 3,5fache und auf jede weitere Erhöhung gehst du All-In.

      Starke Draws checkst du am Flop und Turn und callst sie gegen maximal 1/2 Potsize. Am River gibst du die Hand auf wenn der Draw nicht angekommen ist und spielst Check und dann Fold.

      Wertlose Hände spielst du ab Flop check und foldest sie gegen eine Bet.

      Sonderregel - Der Gegner checkt am Flop vs 1: Wenn der Gegner den Flop checkt obwohl er vor dem Flop erhöht hatte und am Flop nur uns als Gegner hat, betten wir mit jeder Hand die wir haben 2/3 Potsize und spielen dann ganz normal unsere Handkategorie weiter.

      Was ist Bankrollmanagement?
      Sieh das Geld, mit dem du dich an einen Tisch setzt, immer als Investition an, so als würdest du Aktien kaufen. Du kaufst sie doch nur, wenn sie einen guten Gewinn versprechen und sich das Verlustrisiko überschauen lässt.

      Das erreichst du im Poker, indem du ein Bankrollmanagement anwendest.
      Es sagt dir, in welche Limits du investieren, also wie hoch du spielen solltest, um ein gutes Gleichgewicht zu finden zwischen deinem Wunsch ...

      • ... bei Gewinnen möglichst weit voranzukommen und viel Geld zu holen.
      • ... bei Verlusten nicht zu weit zurückzufallen und zu große Anteile deines Pokergeldes zu verlieren.

      Du willst viel gewinnen, wenn du gewinnst, aber von Verlusten nicht schwer getroffen werden. Das erreichst du, wenn du dich an das 25-Buy-in-Bankrollmanagement hältst. Es sagt dir, wie groß dein Pokerkonto (Bankroll) sein muss, um aufzusteigen, und wann du die Reißleine ziehen und absteigen musst.
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 4: 06.08.2014 Pokerenglisch für Anfänger
      In dieser Lektion werden dir die englischen Begriffe, die man oft im Pokerspiel hört oder verwendet, näher gebracht.

      Du erfährst in dieser Lektion:
      • Wieso gibt es so viele englische Begriffe im Poker?
      • Was sind die am häufigsten verwendeten englischen Begriffe im Poker und was bedeuten sie?
      • Wieso macht es keinen Sinn jeden Begriff ins deutsche zu Übersetzen?
      • Wo finde ich außerhalb des Coachings Hilfe zu diesem Thema?

      Deshalb gibt es so viele englische Begriffe im Poker:
      Da das Spiel Poker aus den USA kommt und man dort nun mal amerikanisches Englisch spricht, sind auch viele Begriffe in diesem Sport aus dem englischen übernommen und man wird sie immer wieder hören. Egal ob beim schauen eines Turnieres im Fernsehen, bei einem Livecoaching auf PokerStrategy.com oder beim Small Talk mit anderen, vielleicht schon erfahrerenen, Pokerspielern.

      Die am häufigsten verwendeten englischen Begriffe im Poker und was sie bedeuten:
      Positionen:

      • Small Blind (SB) - kleiner Zwangseinsatz = halber Big Blind des Limits
      • Big Blind (BB) - großer Zwangseinsatz = ganzer Big Blind des Limits
      - SB und BB werden als "Blindpositions" (Blindpositionen) zusammengefasst
      • Under the Gun (UTG1, UTG2, UTG3) - Dies sind an einem 10max Tisch die ersten 3 Positionen am Tisch
      - werden als Early Positions (zeitige Positionen) zusammengefasst
      • Middle Position (MP1, MP2, MP3) - Dies sind die 3 mittleren Positionen am 10max Tisch
      - werden als Middle Positions (mittlere Positionen) zusammengefasst
      • Cut Off (CO) - vorletzte Position vor den Blinds
      • Button (BU) - letzte Position vor den Blinds
      - CO und BU werden als Late Positions (späte Positionen) zusammengefasst

      Spieleraktionen:
      • Limp - man setzt einen Big Blind vor dem Flop (eine Art des mitgehens)
      • Check - man gibt die Initative an den nächsten Spieler weiter (Schieben)
      • Bet - man setzt als erstes in der Runde einen Geldbetrag (Setzen)
      • Raise - man erhöht gegen eine Bet (Erhöhen)
      • 3Bet/Reraise - man erhöt ein weiteres mal gegen einen Raise (Zweiterhöhung)
      • 4Bet/Rereraise - man erhöt ein weiteres mal gegen eine 3bet/Reraise (Driterhöhung)
      • Call - man bezahlt einen schon gesetzten Betrag (Mitgehen)
      • Fold - man schmeißt die Hand gegen einen Betrag weg (Weglegen)
      • Donk - dem PreFlopInitiator wird die Möglichkeit genommen als erstes anzuspielen
      • Push (All In, Shove) - man stellt sein komplettes Geld in die Mitte
      • Broken/gebroked - bereit sein das komplette Geld in die Mitte zu schieben
      • Checkbehind - so bald ein Spieler als letzter in der Setzrunde checked (schieben) und nicht anspielt
      • Bluff - man setzt oder erhöht mit einer Hand die schlecht ist
      • Isolationraise - man erhöht nach dem schon ein Spieler vor dem Flop gelimpt hat
      • Squeeze - man 3bettet nach dem es eine Erhöhung gab und einen Call dieser Erhöhung
      • Floaten - man callt Beispielsweise den Flop mit nichts in der Hoffnung das der Gegner den Turn immer checkt und wir ihn dann bluffen können
      • Flatten - ein anderer Begriff für Call, kann auch bedeuten das man eine starke Hand nur callt statt sie zu raisen

      Streets/Straßen:
      • PreFlop - die Spielrunde vor den 3 Gemeinschaftskarten
      • Flop - die 3 Gemeinschaftkarten wurden aufgedeckt
      • Turn - die erste Gemeinschaftskarte nach dem Flop kommt
      • River - die zweite Gemeinschaftskarte nach dem Flop kommt
      • Showdown - nach dem River werden die Karten der verbleibenden Spieler aufgedeckt
      • Board - so nennt man die momentan zu sehenden Gemeinschaftskarten
      • Unraised Pot - wenn niemand vor dem Flop erhöht hat
      • Raised Pot - wenn vor dem Flop erhöht wurde
      • 3-Handed/3-Way - gibt die Spieleranzahl in der Hand an
      • Heads Up - nur 2 Spieler sind noch in der Hand
      • IP/OOP - Abkürzungen für: "In Position" und "Out of Position", man hat entweder die Position auf den Gegner und ist nach ihm dran, oder eben umgedreht


      Handstärken/Handbezeichnungen:
      • Air - Luft, man halt also nichts brauchbares auf der Hand
      • Unimproved - wenn man mit der Starthand nichts getroffen hat
      • A High - man hält nur ein A ohne ein Paar oder etwas noch besseres zu haben
      • Overcards - Karten die höher sind als die Karten auf dem Board, aber nichts getroffen haben
      • Pair - Paar
      • Bottompair - das schlechstmöglichste Paar auf dem Board
      • Middlepair - das mittlere Paar auf dem Board
      • Top Pair - das bestmöglichste Paar auf dem Board
      • Overpair - ein Pocket Pair auf der Hand haben das besser ist als alle Karten die auf dem Board liegen (zB mit AA)
      • Pocket Pair - ein Paar das man direkt auf als Starthand hat (zB 99)
      • 2Pair - 2 Paare
      • Trips - Drilling
      • Set - Drilling mit einem direktem Paar als Hand (zB 99 als Starthand und einer weiteren 9 auf dem Flop)
      • Flush - 5 Karten in der gleichen Farbe
      • Straight - Straße
      • Quads - Vierling
      • Suited Connector - zwei angrenzende Karten in der selben Farbe (6:heart: 7:heart:)
      • Open Ended Straight Draw (OESD) - es gibt zwei verschiedene Karten die uns die Straße geben
      • Gut Shot - uns gibt eine Karte die Straße (Bauschschuss)
      • Flush Draw - wir haben die Möglichkeit, bei der richtigen Farbe, auf der nächsten Street einen Flush zu treffen
      • Range - eine Kombination aus verschiedenen Händen die man sich beim Gegner vorstellen kann (zB mein Gegner hat wahrscheinlich 6:heart: 7:heart: , 7:heart: 8:heart: und 8:heart: 9:heart: in der Range)
      • Equity - gibt an wie hoch die Gewinnwahrscheinlichkeit der eigenen Hand gegen die des Gegners ist
      Ausführliche Erläuterung
      • FoldEquity - gibt an wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist das der Gegner seine Hand wegschmeißt
      Ausführliche Erläuterung
      • Balanced/Unbalanced - wenn man "balanced" spielt, dann spielt man so das man starke wie schwache Hände versucht gleich zu spielen, damit der Gegner nicht rausfinden kann ob wir eine starke oder schwache Hand haben. Unbalanced ist das Gegenteil.
      • Polarisiert - wenn der Gegner polarisiert spielt, geht man davon aus das er sehr starke, aber auch sehr schwache Hände haben kann, oder man geht davon aus das er nur in eine Richung polarisiert, also nur schwache oder nur starke Hände hat.

      Gegnerbezeichnungen:
      • Villain - bedeutet eigentlich so viel wie Schurke, ist aber einfach nur die • • Standardbezeichnung für einen Gegner im Poker
      • Fish/Donk/Monkey - so bezeichnet man oft den schlechten Spieler
      • Unknown - ein Spieler auf den man noch keine weiteren Infos hat
      • Maniac - ein extrem aggresiver Spieler, setzt und erhöht oft
      • Callingstation/Station: ein Spieler der sich gern die nächste Karte anschaut und nur selten seine Karten wegschmeißt
      • Rock/Nit - ein sehr zurückhaltender Spieler der wenige Karten spielt und versucht nur mit starken Händen Geld zu investieren und teilweise zu zurückhaltend spielt


      Es gibt natürlich noch weitere englische Begriffe die man hören und lesen wird wie zB Odds, Outs, Pot Odds, Implied Pot Odds. Diese zu erklären würde jetzt allerdings den Rahmen sprengen, dazu verweise ich auf folgende Artikel:
      Mathematik des Pokerns - Odds und Outs
      Mathematik des Pokerns - Implied Pot Odds


      Deshalb macht es keinen Sinn jeden Begriff ins deutsche zu übersetzen:
      Viele Begriffe klingen einfach merkwürdig, wenn man sie 1 zu 1 ins deutsche übersetzt deswegen empfehle ich jedem Einsteiger sich mit diesen englischen Begriffen vertraut zu machen.
      Im Normalfall kommt das ganz von allein, wenn man genügend Coachings besucht, Artikel gelesen, oder Videos geschaut hat. In fortgeschrittenen Artikeln werden meist nur noch die englischen Begriffe verwendet.
      Versucht also nicht "Überpaar" oder "Bauchschussstraße" zu sagen sondern nehmt die englischen Begriffe Overpair und Gutshot.


      Hier findest du auch Hilfe außerhalb der Coachings:
      PokerStrategy.com hat einen Glossar wo man die meisten Begriffserklärungen findet. Ihr findet diesen Glossar auf jeder Seite von PokerStrategy.com ganz unten:

      Direkter Link zum Glossar
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 5: 13.08.2014 Erfolg durch Handbewertungen und Community Aktivität!
      In dieser Lektion erfahrt ihr warum es wichtig ist eure Pokerhände zur Diskussion ins PokerStrategy.com Forum zu stellen und wie ihr das am besten macht.
      Außerdem führt euch Paxis ein wenig durch die große und großartige Community von PokerStrategy.com.

      Du lernst hier:
      • Warum sollte ich meine Pokerhand bewerten lassen?
      • Wie bekomme ich meine Pokerhand ins Forum?
      • Was gibt es beim Bewerten oder Bewerten lassen zu beachten?
      • Wo und wie erweitere ich mein Pokerwissen auf PokerStrategy.com?
      • Was gibt es Abseits von Poker auf PokerStrategy.com?

      Wieso du deine Pokerhände bewerten lassen solltest:
      Der ambitionierte Einsteiger sollte jedes mal nach dem er Onlinepoker gespielt hat ein so genanntes Sessionreview machen.
      Das bedeutet das man sich noch mal knifflige Situationen anschaue, Hände bei denen man sich nicht sicher ist ob man sie korrekt gespielt hat. Der Einsteiger wird im Normalfall nicht immer direkt sehen wo seine Fehler liegen, deswegen muss man ausgewählte Pokerhände von profissionellen Handbewerten und anderen Usern der Community bewerten lassen.
      Fast nichts wird effektiver sein als gemachte Fehler am praktischen Beispiel gezeigt zu bekommen.


      Wie bekomme ich meine Pokerhand ins Forum:
      Als erstes brauchen wir ein Programm das unser gespielten Hände in irgendeiner Form speichert.

      Der Pokerstrategy.com SideKick:
      Zu empfehlen ist für den Einsteiger der kostenlose PokerStrategy.com SideKick, dieser ist unter Pokertools oben in der Leiste zu finden


      Direkter Link zu den Pokertools

      Die ungeduldigen klicken nun direkt auf den Downloadbutton, die geduldigeren schauen sich die weiteren Infos des PokerStrategy.com SideKicks an.

      Direkter Link zur PokerStrategy.com SideKick-Infoseite

      Die weiteren Infos sind deshalb interessant, weil wir dort erfahren wie wir den PokerStrategy.com SideKick installieren und einstellen und wie wir dann an unsere Hände kommen die wir ja ins Forum stellen wollen.

      Der PokerStrategy.com Sidekick kann verschiedene Dinge, besonders interessant ist für uns aber folgender Punkt:
      Handverläufe speichern und konvertieren: Speichere deine gespielten Hände und wandle sie auf einfache Weise in den entsprechenden Code für unser Forum um.


      Eine Hand aus dem SideKick auswählen:
      Nach dem wir nun durch die Infoseite wissen wie wir den PokerStrategy.com SideKick installieren und einrichten können, müssen wir nur noch spielen währen der SideKick im Hintergrund läuft.
      Nach dem wir fertig mit spielen sind, gehen wir in den Sidekick und schauen uns die Hände an.
      Eventuell sortieren wir nach den höchsten Verlusten und schauen ob wir in diesen, für uns teuren Händen, Fehler gemacht haben.
      Wenn man sich nicht sicher ist ob man eine Hand richtig gesielt hat, reicht das natürlich auch um sie ins Forum zu stellen, man wird den Fehler selbst nicht immer sehen.


      Was sollte ich beim bewerten lassen meiner Hände beachten:

      Die Hand ins richtige Forum stellen:
      In der letzten lektion haben wir ja schon gelernt wie wir uns auf PokerStrategy.com und im Forum zurechtfinden.
      Wir gehen also wieder in die No Limit Full Ring Bewertung bis NL 10:

      Direkter Link zu den Bewertungen

      Aussagekräftige Thementitel für die Hand wählen:
      Je besser und aussagekräftiger der Titel zu eurer Hand ist, desto mehr User werden sich das Thema anschauen und sich an der Diskussion zu eurer Hand beteiligen, was natürlich der Sinn der Handbewertungen ist.

      Beispiel für eine ungünstig gewählte Überschrift für euer Handbewertungsthema:

      Man kann aus der Überschrift überhaupt nicht ablesen um welche Hand oder Situation es in dem Thema geht.

      Beispiel für eine gut gewählte Überschrift für euer Handbewertungsthema:

      In diesem Beispiel sieht man direkt um welches Limit, Hand und Situation es sich bei diesem Thema handelt.
      Der User weiß schon vorher was ihn ungefähr erwartet, wenn er in das Thema schaut.

      Keine Ergebnisse in die Handbewertung schreiben:
      Auch wenn manche User vielleicht neugierig sind, Ergebnisse gehören nicht in ein Handbewertungsthema hinein!
      Weder in klarsicht, noch als Spoiler oder ähnliches. Die Ergebnisse können dazu führen das man ergebnisorientiert bewertet was natürlich nicht der Sinn ist.


      Welche Informationen sollte ich zur Hand mit in das Thema schreiben:
      Wichtig ist es eure Gedanken die ihr am Tisch hattet den Bewertern mitzuteilen, nur dann können sie auf individuelle Fehler eingehen und euch helfen diese in Zukunft nicht mehr zu machen.
      • Welche Hände habt ihr beim Gegner vermutet?
      • Hattet ihr etwas beim Gegner beobachtet und euch deswegen angepasst?
      • Wart ihr mit der Situation überfordert und wusstet nicht was ihr machen solltet?
      • Würdet ihr die Hände im nachhinein anders spielen?


      Abschließend eine Beispielhand:

      Thementitel:
      [FR | NL 5 | AA] nach Bet Flop/Turn vs 2 noch mal schlechten River betten?


      Known Players:
      UTG2: €5,34 - 107 bb
      UTG3: €2,00 - 40 bb
      MP1: €5,37 - 107 bb
      MP2: €4,63 - 93 bb
      MP3: €5,00 - 100 bb
      CO: €12,26 - 245 bb
      BU: €6,67 - 133 bb
      SB: €5,00 - 100 bb
      BB: €10,91 - 218 bb

      0.02/0.05 No Limit Hold'em (9 Handed)
      Hand recorder for this hand: PokerStrategy.com SideKick 2.0.10210.1

      Preflop: Hero is UTG2 with A:spade: , A:diamond:
      SB posts small blind (€0,02), BB posts big blind (€0,05), Hero raises for €0,20, UTG3 calls, 3 folds, CO calls, 3 folds

      Flop: (€0,67 - 13.40 bb) K:club: , 7:diamond: , 3:club: (3 Players)
      Hero bets €0,49, UTG3 calls, CO calls

      Turn: (€2,14 - 42.80 bb) Q:spade: (3 Players)
      Hero bets €1,31, UTG3 calls, CO calls

      River: (€6,07 - 121.40 bb) J:spade: (3 Players)
      Hero checks, CO bets €1, Hero calls

      Preflop:
      Da ich der erste am Tisch bin und aus UTG3 Raise, erhöhe ich auf 4bb.

      Flop:
      Ich halte eine Madehand die ich am Flop auch gegen 2 Spieler für 2/3 betten darf. Ich geh davon aus das mich hier viele TPs und schlechteres callt.

      Turn:
      Am Turn hat sich nicht so viel verändert, da ich außer KQ immer noch die TPs schlage und KJ/KT/K9 oft genug bei den Gegnern vorkommen sollte.

      River:
      Da ich immer noch zwei Gegner am River habe ist der Pot mittlerweile sehr groß und ich bin mir nicht sicher ob es hier noch richtig ist mit der Madehand weiter für 2/3 Potsize anzuspielen da ich dann All In gehen müsste und ich ja kein Monster habe.
      Außerdem schlägt mich jetzt auch noch ein 2Pair mit KJ/JQ und 2 Straight sind angekommen.
      Gegen die komische kleine Bet des Gegners habe ich dann gecallt, was wäre die richtige Spielweise gewesen?



      Erfolgreich durch Communityaktivität
      Videos:

      Videos sind eine gute Möglichkeit um Content, also Pokerwissen mündlich und Visuell mitgeteilt zu bekommen.
      Ihr findet die Videosektion ganz oben in der Auswahlleiste .

      Direkter Link zur Videosektion


      Über das Textfeld in der Suchmaske könnte ihr direkt nach einem Begriff bzw. Video suchen.
      Zum Beispiel wollt ihr alle Videos des Coaches Paxis in der Übersicht sehen können, also gebt ihr einfach "Paxis" im Suchfeld ein.

      Man kann die Suchmaske auch verwenden um sich zB nur Bronze Videos anzeigen zu lassen, oder man möchte nur Videos von einem bestimmten Limit sehen.
      Die Suchmaske ist sehr intuitiv und bietet viele Möglichkeiten die Videos zu Filtern.

      Relevante Videos für den Einsteiger:
      No-Limit Einsteigerkurs mit Paxis - Lektion 1
      No-Limit Einsteigerkurs mit Paxis - Lektion 2
      PKR Einführung mit Paxis
      TitanPoker Einführung mit Paxis




      Strategieartikel:
      Da wir uns in einem interaktivem Einsteigerkurs für die BSS befinden den IHR mit gestalten könnt, findet ihr den wichtigsten Artikel momentan noch im Forum:
      Link zum Big Stack Strategy Einsteigerartikel


      PokerStrategy.com hat natürlich viele 100 Artikel mehr im Angebot, diese findet ihr in der Strategiesektion ebenfalls über die Leiste ganz oben.

      Direkter Link zur Strategiesektion


      Eine Übersichtsseite zeigt zu welchen Themen PokerStrategy.com alles Artikel besitzt und wie breit gefächert das ganze aufgestellt ist.
      Uns interessiert in erster Linie der Poker-Basics Bereich.

      Direkter Link zum Poker-Basics Bereich


      Die beiden wichtigsten Artikel die der Einsteiger lesen und umsetzen sollte sind:
      Grundlagen - Odds und Outs
      Grundlagen: Implied Odds


      Natürlich trifft man beim lesen jedes der Basicartikel eine gute Wahl als Einsteiger!
      Sobald man Bronze, Silber, Gold, Diamond ist, kann man sich auch weitere Artikel unter dem Punkt No-Limit anschauen.

      Ein Abstecher in die Psychologiesektion sorgt dafür das man seinen Kopf auch richtig auf Poker einstellen kann und zum Beispiel Artikel findet wie:
      Die Einstellung eines Pokerspielers
      Wie schützt du dein Geld vor Tilt


      Handbewertungen und Strategiediskussionen im Forum:
      Eines der wichtigsten Hilfsmittel des Pokerspielers ist die Möglichkeit gespielte Hände von professionellen Handbwertern und anderen Spielern aus der Community bewerten zu lassen. Natürlich kann man sich auch selbst an der Diskussion von gespielten Händen anderer Pokerspieler beteiligen.

      Um zum Handbewertungsbereich zu gelangen, gehen wir zu erst ins Forum.

      Direkter Link ins Forum


      Dann geht ihr einfach in den Bereich Strategie und Handdiskussion.

      Direkter Link zur Strategie und Handdiskussion


      Schon habt ihr die Übersicht für die verschiedenen Varianten die ihr bewerten lassen könnt. Wählt also eure Kategorie und stöbert etwas in den Themen.
      Nächste Woche in Lektion 4 geht es dann speziell darum wie wir eine Hand ins Forum stellen können. Wer dennoch jetzt schon seine Hände bewerten lassen möchte und nicht weiß wie das geht, der schaut sich folgenden Artikel an:
      Learn to win: Analysiere und diskutiere deine Hände


      Wer nicht nur seine Hände besprechen möchte, sondern allgemeine strategische Diskussionen führen will, der ist im Bereich "Startegie und Handdiskussionen" natürlich ebenfalls richtig.
      Schaut durch die verschiedenen Themen, macht selbst eines auf und beteiligt euch an den Diskussionen. Das wird dazu führen das ihr noch schneller besser werdet!




      Freizeit - Entspannung - Andere Themen:
      PokerStrategy.com hat weltweit über 6 Millionen registrierte Mitglieder und ein großer Teil davon kommt aus Deutschland und ist dementsprechend auch im deutschen Forum Aktiv.
      Was gibt es dort also noch zu sehen außer den Handbewertungen?

      Wir haben zum Beispiel den allgemeinen PokerStrategy.com Bereich wo der Einsteiger gut aufgehoben ist und unter anderem seine Fragen stellen kann, sich der Community vorstellt oder Feedback und Ideen anbringt.

      Direkter Link zum allgemeinen PokerStrategy.com Bereich


      Das Themenforum "Small Talk" bietet euch, wie der Name schon sagt, eine große Auswahl an verschiedenen Diskussionsthemen.

      Direkter Link zum Small Talk Bereich


      Wer sich für die Fotografie interessiert, findet dort auch ein passendes Thema:
      Eure besten Fotos - Der Fotografie-Thread


      Zu guter letzt kommen wir zu den "erweiterten Themenforum, da findet man als Unterforum wirklich für jeden Geschmack eine Kategorie.

      Direkter Link zu den erweiterten Themenforen


      Einfach den Bereich auswählen der einen interessiert und die Gedanken etwas schweifen lassen während man über die verschiedenen Themen schaut.

      Vorsicht!
      Vergesst nicht das ihr eure Zeit auch damit verbringen wollt euch mit der Pokerstrategie zu beschäftigen, sonst verliert man sich vielleicht den ganzen Tag in den Unterforen ;)
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      (Dieser Artikel bezieht sich auf den Einsteigerartikel aus Lektion 1:
      Link zum Einsteigerartikel)

      Lektion 6: 20.08.2014 Anpassungen der Einsteigerstrategie - Preflop.
      In dieser Lektion wird gezeigt wie der Einsteiger sein Pokerspiel aufwerten kann und zu einer fortgeschrittenen Einsteigerstrategie kommt.

      Du erfährst in dieser Lektion:
      • Mathematik des Pokerns - Wie wende ich Odds, Outs und Implied Potodds an?
      • Was man bei der fortgeschrittenen Einsteigerstrategie beachten muss.
      • Wie du dein Prefflopspiel optimieren kannst.
      - UTG - MP2
      - MP3/CO
      - BU/SB
      - BB
      - Call auf "Top Pair Value"


      Mathematik des Pokerns - Odds/Outs/Implied Potodds
      Da es zu diesem Thema schon zwei sehr gute Artikel gibt, sollte sich der Einsteiger diese auch durchlesen und damit arbeiten bis er sie verstanden hat.
      Die Mathematik des Pokerns lässt uns Postflop Draws optimaler spielen, egal ob wir mit einem Gut Shot nur 4 Outs haben oder mit einem Flushdraw 9 Outs.
      Artikel Odds und Outs
      Artikel Implied Odds

      Das musst du bei der fortgeschrittenen Einsteigerstrategie beachten:
      Je fortgeschrittener die Strategie wird desto schwieriger ist es alles in Ranges, Schablonen und standardisierten Spielweisen vorzugeben.
      Jeder Spieler muss anfangen selbst abzuwägen wann er wie spielen will und muss anfangen selbst dafür Verantwortung zu übernehmen ob seine Spielweise auf lange Sicht das meiste Geld bringt.

      Dieser Artikel gibt euch also keine weiteren Schablonen und Ranges vor, sondern versucht euch zu zeigen wie ihr selbst anfangen könnt mitzudenken und euer Spiel zu optimieren.


      So kannst du Preflop dein Spiel optimieren:

      Allgemeine Hinweise:
      Beobachte deinen Tisch, achte auf die Spieler die nach dir kommen, schreibe dir Notizen zu Dingen die du beobachten konntest.

      Beispiele für mögliche Beoabchtungen

      Es wird oft nach unserem Raise ge3bettet:
      Merkst du zB das nach dir oft ge3bettet wird, also erhöht wird obwohl es schon einen Raise gab, dann überlege dir mit welchen Händen du noch weiterspielen kannst.
      Macht es Sinn mit den kleinen Paaren zu raisen wenn man sie nach einer 3bet sowieso Folden muss?

      Es gibt viele Caller gegen einen Raise:
      Wenn du, obwohl du 4bb als erster am Tisch raist, ständig 3-4 Caller am Flop hast, dann ist es eine Überlegung wert unsere starken Hände höher zu raisen und eventuell auf 5bb statt 4bb zu gehen.
      Wenn viele Spieler am Tisch nur callen, dann sind das meist auch viele Freizeitspieler die ohne Strategie spielen und gegen die wir dann entsprechend mit der besseren Hand spielen, auch wenn wir etwas höher raisen.


      UTG, UTG+2, UTG+3, MP1, MP2:


      Eine Range von UTG bis MP2 kann natürlich nicht für alle Positionen optimal sein, deswegen ist es gerade hier wichtig zu beginnen zwischen zB UTG oder MP2 zu unterscheiden.
      Es macht natürlich auch einen Unterschied ob ich in MP2 sitze und noch niemand vor mir geraist oder gelimpt hat, oder ob ich in MP2 sitze und es schon 4 Limper gibt.

      Was kann ich ändern?:
      Wie schon angesprochen sollte man vor allem aus MP2 schon etwas mehr Hände spielen.
      Je nach dem wie wohl man sich am Tisch fühlt, kann man ohne Probleme ATo/ATs/KJs spielen.
      Haben alle vor uns gefoldet (wir sind First In), sollte es in den meisten Fällen auch kein Problem sein ebenfalls so Hände wie KJo/KTs/QJs und jedes Pocket Pair zu spielen.

      Mp3, CO:


      Wir haben hier zwar nur 2 Positionen, aber gerade wenn wir im CO als erstes an der Reihe sind, dann befinden wir uns in einer klassischen Stealposition, was aus MP3 nicht der Fall ist.
      Es macht also Sinn , vor allem wenn der BU nach einem kein zu aktiver Spieler ist, das man versucht im CO mehr zu stealen und zu Raisen als in MP3.

      Was kann ich ändern?:
      Man sollte im CO anfangen den Chart logisch zu erweitern und dadurch vor allem mehr zu stealen.
      Gegen Limper vor mir will ich 67s nicht unbedingt aus dem CO raisen, aber wenn alle vor uns gefoldet haben, dann ist 67s fast immer stark genug um gestealt zu werden.
      Ähnlich verhält sich mit A9o. Wenn ich ATo sogar nach Limpern raisen darf, dann ist es nur logisch das ich aus dem CO A9o steale, also raise wenn alle vor mir gefoldet haben.

      BU, SB:


      In diesen Positionen kommt es sehr stark darauf an wie ihr die Gegner nach euch einschätzt.
      Habt ihr keine besondere Info auf die Gegner, dann solltet ihr im Normalfall einfach nach dem Chart spielen.
      Merkt ihr aber das der SB/BB hinter euch, wenn ihr im BU sitzt, oder der BB hinter euch, wenn ihr im SB sitzt, besonders aktiv sind, dann kann es auch Sinn machen etwas tighter zu stealen, also weniger Hände zu spielen.
      Ich möchte nicht mit T7o im SB stealen, wenn ich weiß das der BB sowieso immer callt.

      Was kann ich ändern?:
      Aufmerksam sein!
      Folden nach euch die Gegner wie verrückt, dann einfach weiter stealen!
      Stoßt ihr aber vermehrt auf Gegenwehr dann foldet Q7o lieber als es zu stealen.
      Merkt ihr das der BB euch schon zum 5mal in Folge restealt, also gegen euren steal 3bettet, dann ist sicher auch KQ stark genug um es zu callen und das Top Pair im 3bet-Pot dann wie ein Monster zu spielen.
      Wichtig ist nur das ihr euch nicht anpasst wenn ihr euch unsicher seid.
      Auch hier kann die Handbewertung im Nachhinein helfen um zu überprüfen ob ihr korrekt gespielt und euch angepasst habt.

      BB:


      Wichtig ist hier nicht anzufangen merkwürdige Resteals anzusetzen, also die Steals der Gegner mit jeder möglichen Hand zu 3betten.
      Resteals als Bluff machen im Normalfall erst Sinn, wenn man mit statistischen Werten spielt wie man sie von Programmen wie dem Holdem Manager oder PockerTracker bekommt. Solche Programme sollte der Einsteiger aber noch nicht verwenden, also spielen wir erst mal ohne statistische Werte und ohne Bluffresteals.

      Was kann ich ändern?:
      Ihr solltet euch immer wohl fühlen am Tisch.
      Wenn euch nicht wohl dabei ist KTo gegen 2 Limper auf UTG zu raisen, dann ist das absolut nachvollziebar, also raist nicht und checkt im BB.
      Wenn ihr KTo gern gegen einen BU Limper raist, dann liegt das daran das man gegen diesen viel einfacher spielen kann und dann solltet ihr ganz normal raisen.
      Gegen notorische Stealer, die also immer am CO/BU stealen und die Blinds attackieren, kann man auch darüber nachdenken ob man vielleicht Hände wie KQ/AJ/ATs auch einfach callt und spielt wie ein AQ.

      Anmerkung zu MP3/CO/BU:
      Aus den letzten 3 Positionen die wir in Position spielen können macht es Sinn mit so genannten "Top Pair Value calls" und"Multiway Suited Connector Calls" zu beginnen.

      Multiway Suited Connector Calls:
      Was heißt das?

      Multiway bedeutet das wir mehr als einen Gegner haben und als klassische Suited Connector zählt man 45s - QJs (Bsp.: 7:heart: 8:heart:) .
      Haben wir also in den genannten Positionen einen der Suited Connector, können wir ohne Probleme auf unsere Postflopmonster callen sobald es vor uns einen Raise gab der nicht größer als 4bb ist UND mindestens ein weitererer Spieler diesen Raise ebenfalls gecallt hat.
      Dadurch haben wir dann am Flop mindestens 2 Gegner und eine größere Wahrscheinlichkeit ausbezahlt zu werden sobald wir unser Monster treffen.

      Mit welchen Händen kann ich das tun?
      Allen Suited Connectors von 45s - QJs.

      Was muss ich beachten?
      • Nicht aus UTG - MP2 so zu spielen!
      • Nur die genannten Suited Connector verwenden!
      • Nur bei einem 4bb oder kleinerem Raise zu callen.
      • Nur zu callen wenn mindestens ein weiterer Spieler den Raise gecallt hat.

      Wie spiele ich diese Hände Postflop weiter?
      Postflop können wir die Hände ohne Probleme so weiterspielen wie es im Einsteigerartikel unter dem Punkt "Schritt 2.2: Du hast vor dem Flop nur gecallt!" beschrieben ist.

      Sonderregel suited A high Hände:
      Mit suited A high Händen wie z.B. A 2 dürfen wir im Prinzip das gleiche machen wie mit den suited Connectors ABER dürfen erst ab MP3 callen sobald wir 1 Raiser und 2 (!) Caller vor uns haben, da die Spielbarkeit dieser Hände etwas schlechter.


      Top Pair Value Calls:
      Was heißt das?
      Halten wir Beispielsweise eine starke Hand wie AQ, dann folden wir diese nach einem Raise vor uns aus den genannten Positionen. Wir werden aber fast immer die beste Hand haben gegen den Raiser.
      Fangen wir nun an mit Händen wie AQ zu callen statt zu folden, dann haben wir den Vorteil das der Gegner einen günstigen Flop für uns (A:diamond: T:club: 2:spade:) fast immer Contibetten wird, auch als Bluff.
      Er blufft also oft in die unsere bessere Hand und umgedreht, auf ungünstigen Flops (3:heart: 6:heart: T :club:) wird er häufig Check/Fold spielen, was auch wieder uns zu gute kommt.

      Mit welchen Händen kann ich das tun?
      Je mehr Hände der Gegner raist desto mehr Hände können wir auch auf TP-value callen.
      Es sollte sich aber im Normalfalls auf Hände beschränken wie AQ/AJ/KQ, schlechtere Hände haben nicht mehr den Stärkevorteil gegenüber der gegnerischen Range.

      Was muss ich beachten?
      Gegner die aus UTG raisen, haben viel weniger Hände in ihrer Range und spielen tighter, also zurückhaltender als Spieler die aus MP geraist haben.
      Für den Einsteiger ist es daher empfehlenswert nur gegen MP1 oder spätere Raiser mit den oben genannten Händen auf TP-Value zu callen.

      Wie spiele ich diese Hände Postflop weiter?
      Postflop können wir die Hände ohne Probleme so weiterspielen wie es im Einsteigerartikel unter dem Punkt "Schritt 2.2: Du hast vor dem Flop nur gecallt!" beschrieben ist.
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      (Dieser Artikel bezieht sich auf den Einsteigerartikel aus Lektion 2:
      Link zum Einsteigerartikel)

      Lektion 7: 27.08.2014 Anpassungen der Einsteigerstrategie - Postflop.
      In dieser Lektion wird gezeigt wie der Einsteiger sein Pokerspiel aufwerten kann und zu einer fortgeschrittenen Einsteigerstrategie kommt, spezielle beim Postflopspiel.

      Du erfährst in dieser Lektion:
      • Was man bei der fortgeschrittenen Einsteigerstrategie beachten muss.
      • Wie du dein Postflopspiel optimieren kannst.
      - Was gibt es bei den Handstärkekategorien zu beachten?
      - Wie optimiere ich mein Postflopspiel, wenn ich vor dem Flop erhöht habe?
      -> Tip zu den Betsizes
      - Fortgeschrittene Anpassung gegen Donkbets.
      - Wie optimiere ich mein Postflopspiel, wenn ich vor dem Flop nur gecallt habe?
      • Tip zum Bankrollmanagement.


      Das musst du bei der fortgeschrittenen Einsteigerstrategie beachten:
      Je fortgeschrittener die Strategie wird desto schwieriger ist es alles in Ranges, Schablonen und standardisierten Spielweisen vorzugeben.
      Jeder Spieler muss anfangen selbst abzuwägen wann er wie spielen will und muss anfangen selbst dafür Verantwortung zu übernehmen ob seine Spielweise auf lange Sicht das meiste Geld bringt.

      Dieser Artikel gibt euch also keine weiteren Schablonen und Ranges vor, sondern versucht euch zu zeigen wie ihr selbst anfangen könnt mitzudenken und euer Spiel zu optimieren.


      So optimierst du dein Postflopspiel:
      Alle Optimierungsvorschläge hängen von der jeweiligen Situation in der wir uns gerade befinden ab.
      Wenn ihr euch nicht sicher seid ob eine Abweichnung von der Einsteigerstrategie aus Lektion 2 sinnvoll ist, dann weicht nicht ab sondern spielt wie gehabt. Im nachhinein könnt ihr die Hand wo ihr euch unsicher wart im Handbewertungsforum bewerten lassen.

      Folgendes kann man bei den Handstärken beachten:
      In jeder der vier Kategorien (Made Hands, Monster, starke Draws, wertlose Hände) gibt es natürlich Abstufungen.
      Ein Top Pair mit einer T ist natürlich nicht so stark wie ein Overpair mit AA, oder eine wertlose Hand die nicht mal die Möglichkeit hat durch Overcards doch noch ein Top Pair zu treffen ist auch wertloser als ein AK mit zB 2 Overcards.
      Solche Feinheiten führen dazu das es Sinn machen kann in bestimmten Situationen anders zu spielen.


      So optimierst du dein Spiel, wenn du vor dem Flop erhöht hast:
      Durch die gerade eben schon angesprochenen Feinheiten die man bei den verschiedenen Handstärken hat, ist es nicht Möglich in einem Artikel jede Situation abzudecken, deswegen ein Beispiel zum möglichen abweichen in jeder Kategorie.

      Madehands:
      Gerade gegen einen Spieler kann es Sinn machen mit einer Madehand von der direkten Contibet am Flop abzuweichen, und zu checken das kann Sinn machen:
      • Wenn keine Draws liegen die der Gegner haben kann gegen die man auf jeden Fall betten sollte.
      • Wenn sich wirklich nur 1 Gegner am Flop befindet.
      • Wenn der Gegner wenig bis keine schlechteren Top Pairs halten kann.
      • Wenn der Gegner wenig bis keine Midpairs halten kann, bzw. callen wird.

      Gutes Beispiel:


      Schlechtes Beispiel:


      Haben wir uns in einer guten Situation für einen Check entschieden, sollte man auf den kommenden Streets (Turn/River) Bets bis maximal 2/3 Potsize vom Gegner callen, oder selbst betten.

      Monster:
      Bei Monstern gilt es darauf zu achten was für Monster noch unterwegs sind und wie wahrscheinlich diese der Gegner haben kann.
      Es kann Sinn machen ein starke Hand gegen große Gegenwehr zu folden wenn offensichtliche bessere Monster möglich sind.

      Nach dem wir den Flop und Turn gebetet haben geht der Gegner plötzlich All In.
      Beispiel für einen Fold:


      Beispiel für einen Call:



      Starke Draws:
      Bei Draws ist wichtig zu wissen, selbst wenn wir einen starken Draw haben wie einen OESD oder einen Flushdraw, macht es nur Sinn diese zu betten, wenn wir auch davon ausgehen das der oder die Gegner in der Lage sind noch Hände zu folden.
      Gehen wir davon aus das der oder die Gegner sowieso immer callen, ist es besser unseren Draw passiv nach Odds & Outs zu spielen.
      Haben wir also mehr als 2 Gegner am Flop, können wir davon ausgehen das es meistens keinen Sinn macht unseren Draw, abgesehen vom Monsterdraw mit 15 Outs, zu Semibluffen.
      Haben wir am Turn mehr als 1 Gegner, können wir davon ausgehen das es meistens keinen Sinn macht mit unseren Draws, abgesehen vom Monsterdraw mit 15 Outs, zu Semibluffen.

      Wertlose Hände:
      Bleiben im Regelfall auch wertlos und sollten nicht anders als bisher gespielt werden.


      Tip zu den Betsizes:
      Da die Gegner auf den kleinen Limits nicht darauf achten werden mit welcher Handstärke ihr wie groß bettet, ist es empfehlenswert auf NL 2 - NL 5 die Betsize an die Handstärke anzupassen und somit in jeder Situation optimal zu betten.

      3 Satz für Betsizes:
      Bluffcontibet = 1/2 Potsize (der Gegner muss dadurch nur 33% seiner Hände folden)
      Made Hand = 2/3 Potsize (in vielen Fällen die optimale Größe um den Gegner mit genügend schlechteren Händen zum callen zu bekommen)
      Monster = 3/4 Potsize (da wir sowieso bereit sind All In zu kommen, sorgen wir so dafür das der Pot schnell groß wird)

      Abgesehen von der Bluffcontibet die IMMER auf den kleinen Limits halbe Potsize betragen sollte, sind die Betsizes für die Made Hand und die Monster eine Orientierung, es kann Gründe geben kleiner oder größer zu betten.

      Haben wir eine Made Hand und es liegen sehr viele Draws auf dem Board die uns callen könnten, macht es auch mal Sinn größer und zB 3/4 Potsize zu betten:


      Oder halten wir ein Monster auf einem Board mit wenig Möglichkeiten eine schlechtere Hand zu callen, dann kann es auch Sinn machen nur 1/2 Potsize zu betten:


      Fazit:
      Man sollte also versuchen die eigene Spielweise gegen die vielen Freizeitspieler auf den kleinen Limits, sobald man eine Made Hand oder ein Monster hat, an das Board anzupassen.
      Bei der Blufbet macht es keinen Sinn sich am Board anzupassen, da der Gegner seine zB seine Draws meistens genauso oft gegen 1/2 Potsize callt wie gegen 2/3 oder 3/4 Potsize.


      Anpassung gegen Donkbets:
      Die Sonderregel "Sonderregel - Der Gegner bettet zuerst (Donk)" hat weiterhin Bestand, aber sie bietet natürlich recht wenig Spielraum.
      Donkt der Gegner 2/3 Potsize und wir halten eine gute Made Hand, würden wir nach dieser Regel folden.
      Man muss anfangen abzuwägen wie stark die Donkrange des Gegners ist und ob man sich selbst noch mit seiner Made Hand vorn sieht.
      Sieht man sich noch vorn, sollte man, vor allem da wir ja IP sitzen, auch nicht direkt Folden und eher Callen.
      Wichtig ist es hierbei auf die Betsize der Donk zu achten.
      Gegen eine Potsize oder höhrere Donkbet sollte man fast immer die Made Hand folden und nur noch Monster weiterspielen. Gegen 2/3 Potsize oder kleiner sollte man seine Made Hand fast immer mindestens 1mal callen.
      Am Turn/River trifft man dann die gleiche Einschätzung wie zuvor, geht man davon aus noch die beste Hand zu haben callt man weiter, oder bettet sobald der Gegner zu uns checkt, ansonsten Folden bzw. checken wir.


      So optimierst du dein Postflopspiel, wenn du vor dem Flop nur gecallt hast:
      Auch hier ist es wichtig anzufangen darüber nachzudenken was für Hände, also was für eine Range, der Gegner halten kann und wie wir mit unserer Hand dagegen stehen, dann kommen viele Entscheidungen von allein.

      Made Hands:
      Bei den Made Hands im gecallten Pot kann man in den meisten Fällen ohne Probleme weiter die Vorgaben verwenden, da sie einfach so gut wie immer die richtige Spielweise sein werden.
      Abweichen kann man zum Beispiel mit der Made Hand bei mehreren Gegnern wenn es sich um einen Flop handelt mit vielen Draws und wir OOP nicht wollen das alle Checken sobald wir ebenfalls gecheckt haben.
      Gegen mehr als einen Gegner am Flop wäre es also gut in folgendem Beispiel selbst die Initative zu klauen und direkt für 2/3 Potsize zu betten:


      Monster:
      Spielen wir auch weiter vor allem dann aggresiv und betten direkt, wenn wir entweder mehrere Gegner haben, oder es generell viele mögliche Draws auf dem Flop geht.
      Haben wir nur einen Gegner oder ist der Flop besonders trocken, dann bietet es sich an auch mal nur zu Check/Callen, um dem Gegner die Möglichkeit zu geben den Turn noch m als zu bluffen:


      Starke Draws:
      Unsere guten Draws spielen wir einfach nach Odds, Outs und Implied Potodds.

      Wertlose Hände:
      Nach wie vor können wir mit wertlosen Händen nichts anfangen und Check/Folden diese.


      Tip zum Bankrollmanagement (BRM):
      Ab NL 10 ist es empfehlenswert mit mindestens 30 Stacks für das aktuelle Limit zu spielen und abzusteigen sobald man nur noch 30 Stacks für das nächstkleinere Limit hat.
      Generell ist es aber wichtig das man sich selbst wohl fühlt mit dem eigenen BRM. Wer also lieber mit 40 Stacks BRM spielen möchte, oder vielleicht mit 50+, der sollte dies einfach tun und wird dadurch ruhiger am Tisch bleiben, auch wenn er mal einen Stack unglücklich verliert.
    • Paxis
      Paxis
      Coach
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      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 9: 10.09.2014 Highstakes Hände mit Paxis

      [Der Artikel ist ab dem Coaching vom 10.09.2014 verfügbar.]
    • Paxis
      Paxis
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      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 10: 17.09.2014 Five minutes to learn a lifetime to master.
      In dieser Lektion wird dem Einsteiger gezeigt wie der Weg eines profesionellen Pokerspielers aussieht.

      Diese Lektion ist in 4 Phasen + Bonusteil aufgeteilt:
      • Phase 1 - Spiele Poker mit Strategie (NL 2 - NL 5)
      • Phase 2 - Grundkonzepte und Denken in Ranges (NL 10)
      • Phase 3 - Handreading und Exploits
      • Phase 4 - Spielen mit adaptivem Gameplan
      • Bonus - Paxis spricht über seinen Werdegang beim Onlinepoker


      Phase 1 - Spiele Poker mit Strategie auf den kleinen Limits

      Link zur Übersicht

      Was ist das besondere an dieser Phase?
      Über diese Phase muss der Einsteiger der am Kurs teilnimmt gar nicht mehr so viel erfahren, da er schon mittendrin steckt, oder sie schon hinter sich hat.
      Das besondere ist der "Aha-Effekt", wenn ich wenige Hände spiele und mich an ein paar Vorgaben halte, kann ich wirklich profitabel Onlinepoker spielen.

      Als erstes bekommt der Einsteiger statische Ranges, Schablonen für das Pre - und das Postflopspiel.
      Einfache Vorgaben sorgen dafür das man weniger Fehlerquellen hat und das ist gleichzusetzen mit höheren Erfolgswahrscheinlichkeiten.

      Ein Fahranfänger beginnt die erste praktische Fahrstune auch nicht in einem Formel 1 Wagen, sondern im Otto Normalwagen um den Einstieg so leicht wie möglich zu machen.


      Was unterscheidet sie von der vorangegangenen Phase?
      Die vorangegangene Phase war in dem Fall das Spiel als Hobbyspieler.
      Ein Hobbyspieler ist ein Onlinepokerspieler der ohne Strategie spielt und dadurch mehr Fehler machen wird als der Einsteiger in Phase 1.
      Deswegen werden wir auf den kleinen Limits von diesen Hobbyspielern Geld gewinnen.

      Wieso ist diese Phase wichtig?
      Ohne Phase 1 hat man keinen soliden Einsteig in einen Sport in dem man nicht automatisch besser wird, nur weil man ihn die ganze Zeit betreibt.

      Ein Hobbyfußballer der jedes Wochenende mit Freunden Fußball spielen geht, ohne speziell zu trainieren, wird trotzdem besser sein als ein Spieler der nur 2mal im Jahr auf den Fußballplatz geht.
      Ein Pokerspieler der jede Woche Poker spielt, ohne sich mit Strategie zu beschäftigen, wird nicht viel dazu lernen und ähnlich gut spielen wie jemand der deutlich seltener spielt und ebenfalls keine Strategie kennt.


      Die Tatsache das man nicht durch spielen allein automatisch besser wird beim Pokern, zeigt wie komplex dieses Spiel ist und warum es für die Einsteiger mit Strategieansatz möglich ist Geld zu gewinnen.

      Weiterführende Links zur Phase 1:
      Die erste Lektion des Einsteigerkurses ist für die erste Phase genau das richtige:
      1. Lektion des Einsteigerkurs in Texform
      1. Lektion des Einsteigerkurs in Videoform

      Phase 2 - Grundkonzepte und Denken in Ranges

      Link zur Übersicht

      Was ist das besondere an dieser Phase?
      Auch diese Phase hat der Einsteiger im Kurs schon in Angriff genommen!
      Themen wie Odds & Outs, Implied Odds, Position, Playbility usw. sind dem fortgeschrittenem Einsteiger aus dem Kurs nicht fremd.

      Das besondere an dieser Phase ist, das der Pokerspieler gezeigt bekommt und lernt das man im Poker anfangen muss selbst zu denken.
      Je weiter man kommt desto komplexer wird das Spiel, Schablonen und standardisierte Spielweisen müssen überdacht werden und jede Situation neu betrachtet werden.

      Was unterscheidet sie von der vorangegangenen Phase?
      In der vorangegangenen Phase hat man nur auf die eigene Hand und generell fast nur auf sich selbst am Tisch geachtet.
      in der 2. Phase beginnen wir darüber nachzudenken was der Gegner für Hände halten könnte. Versuchen darüber nachzudenken warum er was macht und wie WIR das am besten ausnutzen und ihn ausspielen können.

      Wieso ist diese Phase wichtig?
      Wenn man nicht anfängt darüber nachzudenken warum der Gegner etwas macht und mit welchen Händen er dies macht, dann wird die Entwicklung des Pokerspielers stagnieren.
      Ab NL 10 wird es immer mehr Spieler am Tisch geben die versuchen werden in Ranges zu denken und die versuchen werden uns auszuspielen, wir müssen also ihnen also einen Schritt vorraus sein.

      Weiterführende Links zur Phase 2:
      Zu diesem Thema gibt es sehr viele weiterführende Links und ich empfehle selbst einmal in der Strategiesektion von PokerStrategy.com nachzuschauen.
      Strategiesektion von PokerStrategy.com

      Dennoch hier eine kleine Übersicht der meiner Meinung nach wichtigsten Artikel.
      Odds/Outs/Implied Odds - Die Grundlage für das mathematische Pokerspiel:
      Artikel zu Odds & Outs
      Artikel zu Implied Odds

      Nach dem man sich mit den Odds & Outs vertraut gemacht hat, muss man sich mit der Equity und ihren Themen beschäftigen:
      Artikel zur Einführung in Ranges
      Artikel zu Kombos & Card Removal
      Artikel zur Equityeinführung


      Phase 3 - Handreading und Exploits

      Link zur Übersicht

      Was ist das besondere an dieser Phase?
      Der Hauptfaktor für erfolgreiches Pokerspiel ist das Analysieren und Ausnutzen der Schwächen im Spiel deiner Gegner. Die Analyse der Spielweise deiner Gegner nennt man Handreading. Die daraus gewonnen Erkenntnisse im Spiel gegen deine Gegner zu verwenden, bezeichnet man als Exploits.

      Das besondere an dieser Phase ist also das wir nun immer gezielter versuchen werden nicht nur von den Hobbyspielern das Geld zu gewinnen, sondern auch von den anderen guten Spielern am Tisch.
      Schließlich macht jeder Spieler Fehler und es liegt an uns diese zu erkennen und auszunutzen!

      Was unterscheidet sie von der vorangegangenen Phase?
      Mittlerweile sollte sich der Spieler in Phase 3 mit den statistischen Werten beschäftigt haben, d.h. das er noch mehr spezifische Informationen auf den gegner hat die er gegen ihn verwenden kann.
      Wir überlegen uns nicht mehr nur was der Gegner in einer speziellen Situation für Hände haben könnte, sondern versuchen den Gegner auch insgesamt zu kategorisieren.
      Was für ein Spielertyp ist der Gegner?
      Wie spielt der Gegner gegen die anderen verschiedenen Gegnertypen?
      Wie wird der Gegner spezielle gegen mich spielen?

      Ein weiteres entscheidendes Thema in dieser Phase sind die Notizen die wir auf den Gegner haben.
      Man sollte natürlich von Anfang an, auch schon auf NL 2, die Notizfunktion der Pokerplattformen nutzen und sich Dinge notieren die man beim Gegner gesehen hat, aber speziell jetzt sind wir eben auch in der Lage diese Informationen entsprechend zu verwenden.

      Wieso ist diese Phase wichtig?
      Bestimmte Dinge die Gegner tun kann man sehr einfach ausnutzen und dadurch Autoprofit erzeugen.
      Autoprofit ist ein Exploit, mit dem du ausnutzen kannst, dass dein Gegner zu häufig foldet.
      Bsp.:
      Dein Gegner foldet gegen eine 3Bet zu 80%.
      Wenn du auf das 3fache 3bettest, brauchst du nur 66% Fold Equity damit das für dich profitabel ist, wenn er Gegner also sogar 80% foldet, kannst du mir jeder Hand gegen ihn Bluff3betten und wirst dadurch immer Gewinn machen.

      Weiterführende Links zur Phase 3:
      Auch hier wieder ein paar ausgewählte Links.

      Zum Thema Handreading sind vor allem folgende Artikel zu empfehlen:
      Artikel zu den 5 Spielertypen
      Artikel zur Durchschnittsrange
      Vier Tipps zum erfolgreichen Handreading

      Nach dem man sich mit dem Hamdreading beschäftigt hat, muss man sich um die Exploits kümmern:
      Artikel zu den Autoprofits
      Artikel zum Dünnen Valuebetten



      Phase 4 - Spielen mit adaptivem Gameplan

      Link zur Übersicht

      Was ist das besondere an dieser Phase?
      Der nächste Schritt in der Entwicklung als Pokerspieler besteht darin, dass du deine komplette Range in einer gegebenen Situation planst.

      Das besondere an dieser Phase ist also das man alle anderen Phasen versucht kombiniert zu betrachten.
      So das man eben schon vor dem Flop weiß man ungefähr gegen welchen Gegnertyp macht.

      Was unterscheidet sie von der vorangegangenen Phase?
      In den anderen Phasen hat man ich meist auf ganz bestimmte Dinge im eigenen Spiel oder dem des Gegners konzentriert.
      In Phase 4 versucht man immer mehr fließende Übergänge in den eigenen Gedankengängen zu schaffen.
      Das Leveldenken beginnt, d.h. so viel wie "Ich denke das mein Gegner folgendes denkt, deswegen werde ich nun wie folgt handeln.".

      Wieso ist diese Phase wichtig?
      Das Planen des eigenen Spieles hilft dir, weitere Frequenz basierte Leaks im Spiel deiner Gegner erkennen zu können und deine Ranges bereits so zu gestalten, dass du dich mit der richtigen Range in der richtigen Situation befindest.

      Es geht also gegen die immer besseren Spieler nicht mehr nur darum das wir versuchen ihre Fehler auszunutzen, sondern das wir auch immer mehr versuchen selbst gar keine Fehler mehr im Spiel und Spielplan zu haben die der Gegner ausnutzen könnte.

      Weiterführende Links zur Phase 4:
      PokerStrategy.com hat auch zur vierten Phase viele Artikel im Angebot die ihr euch am besten alle durchlest und durcharbeitet, wenn ihr in Phase 4 angekommen seid.

      Der wichtigste Artikel bleibt unter der Überschrift "Gameplan", aber auch der Gameplanartikel:
      Artikel zum Gameplan


      Paxis spricht über seinen Werdegang beim Onlinepoker


      Da Paxis immer wieder gefragt wird wie sein Werdegang beim Onlinepoker war, wird wer am Ende noch ein paar Sätze dazu sagen.
      Womit hat er angefangen?
      Wie ging es weiter?
      Wann kamen die ersten Erfolge?
      usw.

      Stellt ihm am besten Live im Coaching weitere Fragen.
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      -
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 12 - Einstieg ins Handreading
      Hier stellt Paxis dir die wichtigsten Grundlagen beim Handreading vor.

      Du lernst in dieser Lektion:
      • Was ist eine Range?
      • Was hat es mit Durchschnittsranges auf sich und was bringen sie mir?
      • Was ist das Trichterprinzip?
      • Bonus: Handreading direkt am Beispiel

      Einführung in Ranges

      Was ist eine Range?
      Du könntest in jeder Situation die perfekte Entscheidung treffen, wenn du die Hand deines Gegners kennen würdest.
      Da dies, ohne Betrug, nicht möglich sein wird, versucht man den Gegner durch eigene Erfahrung und Beobachtung auf eine Menge möglicher Hände zu setzen die er halten könnte, das nennt man dann Range.

      Das Konzept der Range ist ein essentielles Werkzeug, um erfolgreich zu pokern.

      Wie setze ich den Gegner auf eine Range?
      Wie schon erwähnt durch Erfahrungen die man über Beaobachtungen gesammelt hat.

      Bsp.:
      Dein Gegner limpt aus MP1 und callt deinen Raise aus dem BU.
      Wenn wir nun davon ausgehen das die Hand bis zum Showdown geht und er dir A :heart: 5 :heart: zeigt, dann solltest du dir das über die Notizfunktion der Plattform auf der du spielst notieren und schon weißt du beim nächsten mal wenn er wieder Limp/Call spielt, das er wohl sehr gern kleine suited A high Hände callt.
      Sollte am Flop also ein A erscheinen und du hast keines getroffen, steigt die Wahrscheinlichkeit das er das Top Pair hält.

      Logisches Ausschlussverfahren und Handbewertungen!
      Beim setzen des Gegners auf eine Range, hilft es auch Hönde über logisches Ausschlussverfahren zu eliminieren.

      Bsp.:
      Wenn 5 6 K am Flop liegt und dein Gegner gegen deine Bet Check/Call spielt, dann sinkt die Wahrscheinlichkeit das dein Gegner ein Set hält, da er ein Set bei so vielen Draws wohl eher aktiv spielen würde und raist.

      Abgesehen davon helfen die Handbewertungen enorm dabei das eigene Rangedenken zu verbessern.
      Dafür gibt man einfach beim bewerten lassen der Hand die angenommene Range mit an, so das diese ebenfalls mit bewertet wird.
      Wie es in dieser Handbewertung der Fall ist:
      AA als Overpair, 3rd barrel?

      Weiterführende Artikel
      Weiteres über Ranges könnt ihr in folgenden Artikeln nachlesen:
      Artikel zu Einführung von Ranges
      Artikel zu Kombos und Card Removal


      Die Durchschnittsrange
      Eine Durchschnittsrange ist eine Range, die ein bestimmter Spielertyp preflop in den meisten Fällen spielt.

      Was heißt das für den Einsteiger?
      Da der Einsteiger in den meisten Fällen noch ohne Stats spielt, ist es für ihn nicht so einfach seine Gegner in verschiedene Spielertypen zu kategorisieren.
      Aber auch ein Einsteiger kann sich zu vermeindlichen Regs, also Spielern die das eigene Limit regelmäßig und mit Strategie spielen, entsprechende Informationen einholen die einem sagen was für eine Range im Durchschnitt gespielt wird.

      Wie komm ich als Einsteiger an eine, für meine Limits, relevante Durchschnittsrange?
      Der einfachste Weg ist es die Ranges aus Lektion 1 zu verwenden:
      Artikel zu Lektion 1 inklusive Ranges

      Worauf muss ich achten wenn ich mit diesen Ranges bei Gegnern arbeiten möchte?
      Man sollte sie nur bei Regs anwenden.
      Wenn der Gegner ein Hobbyspieler ist, wird er meistens deutlich looser und nicht so strukturiert spielen, wodurch das Handreading generell schwieriger wird gegen solche Spieler.

      Natürlich muss man auch bedenken das die Gegner nicht zu 100% unsere Range spielen werden, gerade am BU und im SB werden die Gegner wohl etwas weniger stealen als wir selbst, da wir in den Positionen 50% unserer Hände spielen und die meisten nicht so loose sein werden.
      Vor allem wenn die Gegner mehr als 2bb stealen, sollten sie auch weniger Hände raisen.

      Was bringt es mir mit Standardranges zu arbeiten?
      Handreading wird dadurch deutlich erleichtert und der Einsteiger bekommt einen Hinweis darauf wo er ansetzen kann.

      Bsp.:
      Durch die angenommene Standardrange raist unser Gegner aus MP3, nach dem alle vor ihm gefoldet haben, folgende Range:


      Sitzen wir nun im BU und haben vor dem Flop nach "Call 20 Regel" mit T T gecallt, dann können wir auf folgendem Flop 2 5 8 viel besser einschätzen ob wir gegen eine ContiBet des Gegners mit unserem Overpair vorn liegen oder nicht.

      Weiterführende Artikel
      Wie man eine Durchschnittsrange selbst erstellt erfahrt ihr in folgendem Artikel:
      Artikel zur Durchschnittsrange


      Das Trichterprinzip
      Das Trichterprinzip beschreibt den Effekt, dass auf jeder Street Hände aus einer Range "herausfallen", die Range also wie ein Trichter bis zum River hin immer enger bzw. kleiner wird. Dies kannst du für dein Handreading nutzen und so die Range deines Gegners von Street zu Street immer genauer bestimmen.

      Was heißt das für den Einsteiger?
      Die Durchschnittsrange deines Gegners dient als Basis für die Analyse seiner Range postflop. Die Flop-Range deines Gegners ist Teil seiner Preflop-Range. Seine Turn-Range ist ein Teil seiner Flop-Range und seine River-Range ein Teil seiner Turn-Range.

      Gehst du also davon aus das dein Gegner dich am Flop und Turn mit Draws callt bzw. gecallt hat, dann kann er am River nicht plötzlich wieder Sets in der Range haben.

      Was bringt es mir das Trichterprinzip anzuwenden?
      Jeder Spieler der mit Ranges arbeitet und versucht den Gegner auf Hände zu setzen MUSS mit dem Trichterprinzip arbeiten.
      Entfernen wir nicht Hände die der Gegner nicht mehr halten kann, dann verfälscht dies unsere Analyse.

      Weiterführende Artikel
      Sehr ausführlich und mit entsprechenden Beispielen wird das Trichterprinzip in folgendem Artikel erklärt:
      Artikel zum Trichterprinzip


      Bonus: Handreading direkt am Beispiel
      Um die vorgestellten Aspekte zu verdeutlichen ein paar Beispiele die live im Coaching analysiert werden:

      Hand 1

      Hand converted with online PokerStrategy.com hand converter:

      $0.02/$0.05 No-Limit Hold'em (9 handed)

      Known players:
      SB:
      $5.28
      BB:
      $2.42
      UTG1:
      $5.00
      UTG2:
      $4.17
      MP1:
      $9.58
      MP2:
      $5.00
      MP3:
      $9.68
      CO (Hero):
      $5.08
      BU:
      $4.54


      Preflop: Hero is CO with ???.
      5 folds, Hero raises to $0.15, BU calls $0.15, 2 folds, BB folds.

      Flop: ($0.37) K, 8, K (2 players)
      Hero bets $0.20, BU calls $0.20.

      Turn: ($0.77) 4 (2 players)
      Hero bets $0.50, BU calls $0.50.

      River: ($1.77) A (2 players)
      Hero bets $1.10, BU raises to $2.60, Hero calls $1.50.

      Final Pot: $6.97.



      Hand 2
      PokerStars - $0.05 NL FAST - Holdem - 9 players
      Hand converted by PokerTracker 4

      BTN: 100 BB (VPIP: 14.29, PFR: 9.82, 3Bet Preflop: 3.92, Hands: 462)
      SB: 184.4 BB (VPIP: 25.00, PFR: 5.36, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 58)
      BB: 100 BB (VPIP: 6.00, PFR: 4.00, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 50)
      UTG: 112.8 BB (VPIP: 4.96, PFR: 3.83, 3Bet Preflop: 2.15, Hands: 269)
      Hero (UTG+1): 100 BB
      UTG+2: 101.4 BB (VPIP: 16.76, PFR: 13.35, 3Bet Preflop: 3.79, Hands: 362)
      MP: 300.6 BB (VPIP: 20.68, PFR: 5.22, 3Bet Preflop: 0.97, Hands: 563)
      MP+1: 100 BB (VPIP: 7.32, PFR: 2.44, 3Bet Preflop: 0.00, Hands: 41)
      CO: 98.4 BB (VPIP: 23.33, PFR: 10.00, 3Bet Preflop: 13.33, Hands: 30)

      SB posts SB 0.4 BB, BB posts BB 1 BB

      Pre Flop: (pot: 1.4 BB) Hero has ???

      fold, Hero raises to 3 BB, fold, fold, fold, fold, fold, fold, BB calls 2 BB

      Flop: (6.4 BB, 2 players) 9:spade: 6:club: Q:diamond:
      BB bets 5 BB, Hero raises to 12 BB, BB calls 7 BB

      Turn: (30.4 BB, 2 players) A:diamond:
      BB checks, Hero checks

      River: (30.4 BB, 2 players) 8:diamond:
      BB bets 17 BB, Hero ?
    • Paxis
      Paxis
      Coach
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      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 14: 15.10.2014 Einblicke in das Spiel mit statistischen Werten

      [Der Artikel ist ab dem Coaching vom 15.10.2014 verfügbar.]
    • Paxis
      Paxis
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      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Lektion 15: 22.10.2014 Tag der Abrechnung: Das große Abschlussquiz
      Nehmt am Abschlussquiz teil und findet so heraus ob ihr den Kurs verstanden habt und die gelernten Dinge auch umsetzen könnt.


      Was erwartet dich in dieser Lektion?
      • Es gibt 4 Kategorien mit jeweils 3 Fragen.


      Kategorie 1 - Einsteigerstrategie aus Lektion 1
      Der Einstieg in die Big Stack Strategy ist nicht der einfachste, deswegen ist es um so wichtiger das man die Grundlagen verstanden hat, hier die Fragen zu dazu:

      Frage 1:




      Hero sitzt in UTG1, hält 5 5 und ist somit als erstes an der Reihe, was ist die korrekte Spielweise?

      a) Ein Raise auf 3bb.
      b) Ein Raise auf 4bb.
      c) Ein Fold.
      d) Ein Limp für 1bb.


      Frage 2:

      Welche Aussage über blaue Hände stimmt?

      a) Blaue Hände werden, sobald Limper vor uns sind, gefoldet.
      b) Blaue Hände werden gegen Limper geraist.
      c) Blaue Hände werden, sobald Limper vor uns sind, ebenfalls gelimpt.

      Frage 3:




      Hero sitzt in UTG2, hält 4 4 und UTG1 vor ihm hat schon für 1bb gelimpt, was ist die korrekte Spielweise?

      a) Ein Raise auf 3bb.
      b) Ein Raise auf 4bb.
      c) Ein Fold.
      d) Ein Limp für 1bb.



      Kategorie 2 - Pokerenglisch für Einsteiger
      Da Pokerenglisch in Artikeln oder Coachings für Fortgeschrittene vorrausgesetzt wird, gibt es nun die Fragen zum Pokerenglisch.

      Frage 1:

      Für was stehen im Poker die Abkürzungen "SB" und "BB"?

      a) "Small Bet" und "Big Bet" - diese geben Auskunft über die Setzgröße eines Spielers.
      b) "Small Blind" und "Big Blind" - dies sind die beiden Zwangseinsätze die man am Tisch bezahlen muss um Mitspielen zu können.
      c)"Super Blind" und "Baby Bluff" - schafft man es Geld über einen kleinen Bluff (Baby Bluff) zu gewinnen, dann gewinnt man so genannte "Super Blinds"



      Frage 2:

      Was bezeichnet man im Poker als "Isolationraise"?

      a) Das Raisen Preflop gegen einen Limper.
      b) Das Raisen Postflop gegen eine 1bb Bet.
      c) Das Stealen im SB gegen den BB.



      Frage 3:

      Was ist eine sogenannte "Street" im Poker?

      a) Das steht für die Handstärke "Straße" (zB: J T K Q A)
      b) Das ist ein Begriff aus dem Casino und bezeichnet einen Spieler der Preflop, am Flop, Turn und River Geld investiert.
      c) Die verschiedenen Setzrunden "Preflop, Flop, Turn" und "River" werden als "Streets" bezeichnet.



      Kategorie 3 - Anpassung an der Einsteigerstrategie Preflop und Postflop
      Die Weiterentwicklung des Einstigers steht in diesem Kurs an erster Stelle, deswegen gibt es auch zu diesem Part entsprechende Fragen.

      Frage 1:

      Wie sollte man sich am Tisch, vor dem Flop, mit Händen wie AA/KK/QQ/AK anpassen, wenn man merkt das viele Hobbyspieler am Tisch sitzen und man ständig, obwohl man Preflop geraist hat, gegen 4-5 Spieler am Flop spielt?

      a) Wir sollten etwas kleiner Raisen und Bspw. statt 4bb + 1bb je Limper nur noch 3bb + 1bb je Limper Raisen.
      b) Wir sollten etwas größer Raisen und Bspw. statt 4bb + 1bb je Limper direkt 5bb + 1bb je Limper Raisen.
      c) Wir sollten erst mal Limpen und gegen einen Raise nach uns auf das 3fache 3betten.


      Frage 2:

      Wie groß sollte die Continuation Bet der 3 Handkategorien "Bluffhand, Made Hand, Monster" nach dem "3 Satz für Betsizes" sein?

      a) Alle 3 Handkategorien werden gleich groß für 2/3 Potsize angespielt-
      b) Bluffhände = 3/4 Potsize, Made Hand = 2/3 Potsize, Monster = 1/2 Potsize
      c) Bluffhände = 1/2 Potsize, Made Hand = 2/3 Potsize, Monster = 3/4 Potsize


      Frage 3:

      Was ist ein sogenannter "Top Pair Value Call"?

      a) Hände die Postflop gute Top Pairs treffen können wie "A Q" werden Preflop in später Position gegen einen einzelnen Raise vor uns gecallt.
      b) Hände die am Flop zwei Overcards haben und am Turn oder River ein gutes Top Pair treffen können, werden gegen eine Bet gecallt.
      c) Hände die am Flop ein gutes Top Pair getroffen haben und gegen eine Bet callen.



      Kategorie 4 - Mathematik des Pokerns
      Jeder Pokerspieler der mit Strategie spielen möchte, muss sich auch mit der Mathematik des Pokerns auseinander setzen, dazu nun die Fragen.

      Frage 1:

      Was sind "Odds" und "Outs"?

      a) "Odds" steht für die Wahrscheinlichkeit ein "Out" zu treffen und ein "Out" ist jede Karte die unserem Draw das fertige Monster gibt.
      b) "Odds" ist die Wahrscheinlichkeit schlechte Spieler am Tisch zu haben und "Outs" ist sind schlechte Spieler.
      c) "Odds" ist die Menge des Geldes die ein Spieler am Tisch hat und "Outs" das insgesamte Geld aller Spieler an einem Tisch.


      Frage 2:

      Was sind "Implied Pot Odds"?

      a) "Implied Pot Odds" geben die durchschnittliche Potgröße an einem Tisch an, auf eine bestimmmte Anzahl von Händen (meist auf 100 Hände).
      b) "Implied Pot Odds" ist die durchschnittliche Winrate eines Spielers auf 100 Hände.
      c) "Implied Pot Odds" ist der Betrag den ein Spieler noch gewinnt sobald sein Draw auf einer späteren Street ankommt.


      Frage 3:

      Was ist die "Fold Equity"?

      a) Die Betsize eines funktionierenden Bluffs.
      b) Die prozentual benötigte Menge an Händen aus der gegnerischen Handrange die gefoldet werden muss damit ein Bluff profitabel ist.
      c) Die Wahrscheinlichkeit da die gegnerische Bet eine Bluffbet ist.
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Nicht vergessen heute Abend 193o Uhr geht es wieder los!
      Schaltet ein um die überarbeitete Version der Lektionen mitzubekommen.
    • so447
      so447
      Bronze
      Dabei seit: 08.09.2012 Beiträge: 116
      Dabei! :D
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Freut mich zu hören = )
    • Shandout
      Shandout
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2010 Beiträge: 2.909
      Hab das Coaching leider verpasst, bin aber gespannt auf die Zusammenfassung. Aus interesse: Ich spiele seit dem Wiedereinstieg NL2 Zoom FR und komme im Schnitt auf einen VPIP von 16/13. Ist das schon deutlich zu tight? Gerade bei den Steals habe ich die ganzen 3-gaps wie J7o derzeit nicht in der Range.
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Du kannst dir dann ja die Aufzeichnung anschauen, die sollte morgen, spätestens übermorgen, zur Verfügung stehen = )

      Als erstes würde ich dir von ZOOM abraten, die normalen Tische sind für den Einsteiger deutlich besser geeignet!
      Abgesehen davon zielt der Einsteigerkurs auch auf die normalen Tische ab und nicht auf ZOOM Tische, dort wird einfach etwas anders gespielt.

      Wie spielen im Einsteigerkurs auch ohne statistische Werte, hab jetzt gar nicht die Werte im Kopf aber 16/13 sind für einen Einsteiger definitiv nicht zu tight.
    • Sailor80
      Sailor80
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2013 Beiträge: 1.386
      Selbstverständlich wieder dabei ;)
    • Paxis
      Paxis
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 37.118
      Sehr schön = )