OR-Size bei erweiterter OR-Range vs. Fisch

    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.694
      Hi,

      wir hatten gerade in einer Skype Gruppe eine Diskussion zum Thema Sizing, wenn wir unsere OR-Range erweitern, weil hinter uns ein Fisch sitzt.

      Folgendes Szenario:

      UTG openraist, Regs hinter uns sind eher tight (keine crazy 3better) im SB sitzt ein Fisch.

      Hier wollen wir natürlich deutlich weiter openraisen, als normal, um in Spots gegen den Fisch zu kommen. Hat eroticjesus in seinem ersten Redline-Video ja geil erklärt.

      Obv ist auch, dass wir hier Hände wie AA größer sizen können und wollen, um Value gegen den Fisch zu generieren. Je nach Fisch also gerne auch mal 5 oder 6bb.

      Nun die Frage: Sized ihr Hände wie K9s dann auch größer?

      Wenn der Fisch 60/4 spielt und 60% auf Cbets foldet, ist es imo recht obv, dass wir da eben mit allen Händen größer openraisen wollen, da wir einfach geilen Autoprofit am Flop haben.

      Wie ist es gegen unknown Fisch? Sitzt da im SB mit "Tablet"-Symbol und 86bb-Stack. Alles größer raisen? Nur Monster größer sizen?

      Meine Meinung dazu ist halt, dass die meisten Fische pre zuviel callen und dann postflop sehr viel aufgeben müssen. Daher würde ich in der Situation pre dann auch K9s auf 6bb openraisen, weil ich denke, dass unsere Cbet am Flop grundsätzlich oft Autoprofit hat und wir daher nicht auf Sample auf den Fold to Cbet Stat warten müssen.
      Ein weiteres kleines Argument wäre halt, dass wir etwas mehr deceptive gegen Regs werden, die halt u.U. mitbekommen würden, wenn 6bb da immer Aces sind. Ist aber eher so ein Nebeneffekt, wichtiger ist die Frage, was mehr Value gegen den Fisch hat :)
  • 3 Antworten
    • mnl1337
      mnl1337
      Coach
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      Dabei seit: 13.01.2008 Beiträge: 15.462
      Es sind auch noch andere Spieler am Tisch. Weiter openen reicht als adaption. Auf kurz oder lang spielst du sonst zu exploitbar für die Gegner (mit ner großen Range OOP viel Geld investieren). Kurzfristig mag das funktionieren.
    • Martschl
      Martschl
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2009 Beiträge: 4.038
      Moin Simon,

      hab meinen Ansatz von gestern nochmal überdacht und würde kleine Open Sizings doch für schlecht befinden. Man wird halt zu readable, weil man keine value Range hat. Einzige was man machen könnte wäre kleine PPs und die ganzen Equitycrap Hände die man gegen den Fisch spielen will UTG kleiner zu raisen (wenn CO und BU wie in dem Beispiel von gestern halt nur QQ+, AK 3betten). Dann hat man nochmal nen profitablen Setcall, weil die 3b kleiner ist, wir eventuell 3 handed spielen und die Range vom 3better sehr stark ist.

      Aber so maneuvrieren wir uns halt immer in nen Spot der nur leicht +EV ist, wenn überhaupt.

      Denke Anpassung der Range + normale Sizings und größere Open Sizings mit Monstern gehen klar.
      Wir betten ja nicht nur AA größer. Klar haben wir da ne recht definierte Range, aber jemand der 2/3% 3bettet hat's eh nicht verstanden, glaube vor solchen Leuten muss man nicht zu viel Angst haben.
    • Renne01
      Renne01
      Coach
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      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      Ich würd auf den kleineren Limits generell größer openraisen, etwa 4bb +xbb pro Limper. Das x ist variabel, weil ich die Size gegen Limper nicht pauschal wählen möchte, sondern so, dass er ungern callt aber auch ungern foldet, eben so, dass ich seine Schmerzgrenze treffe. Die variiert von Fisch zu Fisch ein wenig. Das Ganze geht dann Postflop weiter. Viele Spieler callen zu viele schwache Hände, brechen iwf. aber hinten raus oft ein und werden weak. Die Defaultbetsize würd ich daher auf 3/4 anheben und auf Boards, die Villains Range gut treffen auch for value potten oder mal overbetten, besonders gegen Stations.