Rake Problem und Verständnis / Tighter spielen für Winrate?

    • Simon699
      Simon699
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2007 Beiträge: 839
      Hi,

      meine Rake Abgabe über die letzten 40k Hände auf NL10 (6max, Cash NL, IPoker) sieht so aus:

      • 25k Hände, 365 Euro Rake = 14,6 Euro pro 1000 Hände, 14 BB / 100 bei Euro
      • 18k Hände 290 Pfund= 16 Pfund Euro pro 1000 Hände, 16 BB / 100 bei Pfund


      Sind ca. 15 BB / 100 welche ich an Rake zahle.
      Dazu kommen ich auf ca. 1,2 BB/100 Winnings. Also gewinne ich 16BB / 100.
      Prinzipiell ist mir das wegen gutem RB Deal egal, ob der Rake höher ist. Jedoch möchte ich nicht mit einer "echten" Winrate von nur 1,2 BB/100 aufsteigen.

      Jedoch kommen mir da einige Verständnis Fragen (ja Sample ist zu klein, eher theoretischer Natur)

      Hier einige Frage:
      • Macht es Sinn tigher zu werden, um Rake zu reduzieren und damit die Winrate nach Rakeabzug zu erhöhen?
      • Angenommen der Rake ist auf NL20 nur noch 10BB/100. Wenn ich dann mit der selben Winrate spielen würde (16 BB /100) könnte ich ja theoretisch 5BB mehr verlieren, um immer noch die selber Winrate nach Rake zu haben (sprich 1BB /100). Wenn ich nur 3 BB/100 schlechter spielen würde, hätte ich schon eine Top Winrate einen Level höher
      • Ich habe mal gelesen: "Wenn du mehr Rake zahlst, als die Winnings hast, machst du was falsch" --> irgendwie kann ich mir das unter den Angaben oben nicht vorstellen, dass die Leute mehr als 15BB/100 Winnings haben auf NL10



      Freue mich über Antworten :)
  • 6 Antworten
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.694
      Der Rake auf iPoker NL10 ist schon ordentlich, was mit ein Grund dafür ist, dass NL10 so selten läuft.
      Ich glaube, ich habe mal irgendwo eine Analyse gesehen, wo der Rake auf NL10 mit 18bb/100 und auf NL20 mit 12bb/100 angegeben wurde. Das sind 8bb Unterschied!

      Letztlich darfst du dich aber auch nicht mit der Aussage "echte Winrate von 1,2bb" vertun:

      Sagen wir mal, Seite A hat 8bb/100 Rake und dort hast du eine Winrate von 4bb/100, RB gibts zur Vereinfachung gar nicht.
      Die andere Seite hat jetzt 16bb/100 Rake, dort bist du Loosingplayer mit -4bb/100, bekommst aber 50% RB. Am Ende hast du auch dort 4bb/100.

      Es kommt einfach aufs gleiche raus, solange sich Rake und Rakeback ausgleichen.

      Wenn du also irgendwas wie eine "echte" Winrate geben sollte, dann ist das in meinen Augen die ohne Rake. Ob wir dann -8bb Rake oder -16bb Rake + 5bb Rakeback rechnen, kommt ja wieder aufs gleiche ;)
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      Solange du deine Limits eindeutig schlägst, würd ich mir um den Rake keine Gedanken machen. Vor allem auf den kleineren Limits gehts ja ohnehin nicht ums Geldverdienen sondern ums Verbessern des eigenen Spiels. Wenn du dein Ziellimit mal erreicht hast und dort Winner bist, solltest du dir Gedanken über die Höhe des Rakes, des Rakebacks, der Stärke des Spielerpools etc. machen. Fürs Erste ist das aber nicht so wichtig. Normalerweise steigt man ja recht schnell auf, wenn man sich sicher fühlt und entgeht so recht schnell dem umverschämt hohen Rake. Eine Ausnahme ist HU Cash. Dort kann der Rake leicht den Unterschied zwischen Winner und Looser ausmachen, wenn man kleine Limits spielt. Da würde ich deshalb erst ab NL100 oder NL200 einsteigen und davor HU SnGs spielen.
    • Simon699
      Simon699
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2007 Beiträge: 839
      Original von Renne01
      Solange du deine Limits eindeutig schlägst, würd ich mir um den Rake keine Gedanken machen.
      Wenn wir Rake Außen vor lassen, aber welcher Winrate schlägt man denn ein Limit eindeutig?

      Wie gesagt ich laufe ja mit 16 BB / 100, jedoch sind die Winnings / Winrate am Ende minimal wegen Rakeabzug.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Rake hat auf den Micros schon einen Effekt, man sieht ja wie hoch der ist. Wenn man nun bedenkt, dass man als Microspieler in aller Regel nicht der Überskiller ist und somit nicht so viele Pötte +EV spielt, sollte ein Microspieler ziemlich tight spielen. Das ist ohnehin sinnvoll, den Fischen ist es egal und der Standard-Microreg exploitet sich auch gern mal selbst, finds nicht schlimm deshalb rumzunitten. Also mit tightem Spiel gerät man weniger in raked Pötte, mindert die Varianz und exploitet das Feld. Man kann sich ja nebenbei trotzdem Gedanken machen, wie man besser wird, innerhalb seiner Range, postflop.
    • Simon699
      Simon699
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2007 Beiträge: 839
      Danke für die Antworten. Trotzdem würde ich das gerne noch mal als zentrale Frage pushen:

      Wenn wir Rake Außen vor lassen, aber welcher Winrate schlägt man denn ein Limit eindeutig? Vielleicht auch mit unterschiedlicher Limit Auflistung.
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.694
      Original von Simon699
      Wenn wir Rake Außen vor lassen, aber welcher Winrate schlägt man denn ein Limit eindeutig? Vielleicht auch mit unterschiedlicher Limit Auflistung.
      Kann man imo auch nicht so beantworten...
      Der eine 16tablet und schlägt das Limit mit 2bb/100, der andere 2tabled und macht 8bb.
      Der klickt Buttons auf NL2 und es reicht für 6bb, der andere spielt NL100 und muss dort "in the zone" sein, um seine 2bb zu erreichen.

      Sprich:
      Je höher das Limit, desto geringer (obv) die Winrate.
      Je mehr Tables, desto geringer die Winrate.

      Okay, ob 1 oder 2 Tables macht jetzt vielleicht nicht so den Unterschied, auf NL2 und NL5 erreicht man wohl auch ähnliches Winrates, aber so pauschal sollten die beiden Aussagen schon irgendwo stimmen.

      Und letztlich ist insgesamt noch seeehr viel Varianz drin, sodass man die Winrate vll. nach 100k Händen mal grob einordnen kann.