NL25 6max | Probleme mit der Redline

    • fabulous312
      fabulous312
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 236
      Hallo liebe Pokerstrategen,



      Vor allem die Redline macht mir zu schaffen, habe mir hierzu die Videoserie von Eroticjesus angeguckt, und glaube zumindest preflop alles ganz gut umzusetzen.
      Denke der Fehler liegt eher Postflop.

      Hierzu mal ein paar Stats:



      Falls noch stats erwünscht sind bitte einfach schreiben.

      Kann man daraus schon ein Leak erkennen ?

      Habt ihr sonst irgendwelche Ratschläge, Artikel, Videos zu dem Thema ?

      Für Antworten bin ich dankbar.
  • 11 Antworten
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi Faulous,

      du hast ja einen recht loosen generellen Spielstil. Dafür finde ich es auch recht ungewöhnlich dass deine Redline so stark fällt.

      Die Stats sehen soweit alle solide aus bzw. passen zum Spielstil. Was vll. noch interessant wären c/c flop und turn Werte als PFR. Bzw. C/f Flop und C/f Turn.


      Gruß FaLLi
    • fabulous312
      fabulous312
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 236
      Hi Fallout86,
      danke für die schnelle Antwort !

      hoffe du meintest die
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi faulous, nein leider nicht ;)

      Ich meine die Werte wenn du der Agressor warst. Also wie oft check-foldest und check-callst du wenn du der Raiser warst.

      Findest du die Werte irgendwo?
      Gruß FaLLi
    • fabulous312
      fabulous312
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 236
      nee sorry,
      PT4 scheint generell keine stats mit "check" zu haben, auch kann ich weder im Filter noch sonst wo einstellen, dass meine stats nur als Preflopaggressor anzeigt werden sollen.

      :(

      was sagst du denn zu meinem BB ?
      -0,44 bb/h ist doch schon sehr leakverdächtig oder ?
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Am Cutoff könntest du etwas mehr spielen, da hast du ja im SB und im BB eine größere Range (wobei BB durchaus in Ordnung ist).

      Was die Redline angeht: Da spielen postflop sehr viele Faktoren mit rein.

      1) Du callst zu viel runter und gibst dann auf
      2) Du foldest zu viel am Flop mit passablen Händen (realisierst deine Equity zu selten)
      3) Spielst grundsätzlich eher passiv (wenig aggressives Drawplay, du greifst zu selten Deadmoney ab)
      4) Du valuebettest nicht dünn genug


      Allgemein sehe ich da aber kein großes (offensichtliches) Problem. Varianz gehört auch dazu, nach 17k Händen war die Redline beinahe im Plus, nach 50k hands fällt sie so rapide ab.

      Aus meiner Sicht erstmal kein Grund zur Sorge. ;)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von FaLLout86
      Hi Faulous,

      du hast ja einen recht loosen generellen Spielstil. Dafür finde ich es auch recht ungewöhnlich dass deine Redline so stark fällt.
      Man muss diesen Stil natürlich auch beherrschen..

      Bloß weil man loose spielt heißt es ja nicht dass die Redline nach oben geht.

      Man hat ja viel häufiger knappe Spots wo man dann doch aufgeben muss. Und viel Credit bekommt man bei weiten Ranges natürlich auch nicht.

      Ich denke man sollte hier einfach mal postflop ansetzen und schauen ob da ein paar Leaks zu finden sind. Handbewertungen eignen sich natürlich am besten.

      @OP:

      Vielleicht zukünftig postflop mal auf solche Spots achten und markieren, kannst du dann bewerten lassen oder auch zusammengefasst hier reinstellen.

      Ich rede von so typischen Spots wie "Cbet oder nicht, 2nd Barrel oder nicht, Calldown oder?" etc.
    • bernie0303
      bernie0303
      Bronze
      Dabei seit: 30.09.2008 Beiträge: 3.416
      habs im kopf kurz überschlagen, das sollten 5bb/100 non-Showdowns sein.
      finde ich persönlich überhaupt nicht schlimm, ich finde es sogar gut :f_confused:
    • killedbamby
      killedbamby
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2008 Beiträge: 701
      *sry, hab mich verlesen*
    • fabulous312
      fabulous312
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 236
      Danke für die Antworten !

      Original von MiiWiin
      Am Cutoff könntest du etwas mehr spielen, da hast du ja im SB und im BB eine größere Range (wobei BB durchaus in Ordnung ist).

      Was die Redline angeht: Da spielen postflop sehr viele Faktoren mit rein.

      1) Du callst zu viel runter und gibst dann auf
      2) Du foldest zu viel am Flop mit passablen Händen (realisierst deine Equity zu selten)
      3) Spielst grundsätzlich eher passiv (wenig aggressives Drawplay, du greifst zu selten Deadmoney ab)
      4) Du valuebettest nicht dünn genug
      :s_thumbsup:
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      Filtere am besten mal nach den häufigsten Spots, die die Redline anknabbern können:

      Steal/Resteal und dann? -> Hier wird oft loose gestealt aber nicht richtig weitergespielt, wenn Villain 3bettet oder einfach callt. Vor allem in den Spots, in denen man gecallt wird, kann man den Pott häufig trotzdem noch mitnehmen, weil die Ranges weit und schwach sind. Dafür brauchts aber gutes Handreading und cojones. Wenn die Leute 3betten, sind sie oft deutlich zu blufflastig. Hier bieten sich loose Calls und 4Bets an. Für loose 5Bets fehlt den meisten Spielern der Mut. Im 3Bet Pott muss man allerdings wieder besonders aufs Handreading und die gegn. Tendenzen achten. 3Bet Potts sind generell immer ein heißer Tipp, wenns um negative Redlines geht.

      Weake PFAs -> Lines wie cbet - x/c - x/? oder x/c - x/c - x/? kommen zu Hauf vor. Ein häufiger Fehler ist es, als Caller nur halbherzig zu bluffen. Viele betten zweimal ~ 2/3 Pott oder auch mal nur einmal, checken den River behind und verlieren gegen Midpairs und schwache Toppairs. Damit haben sie sinnlos zwei Bets verschleudert. Wenn Villain als PFA am Flop x/c spielt, heißt das, dass er in der überwältigenden Mehrheit der Fälle foldet, wenn der Caller (mit Outs) durchballert, was auch gilt, wenn er erst am Turn x/callt. In diesen Spots spielen oft beide Parteien weak. Aus Sicht des PFAs liegt der Fehler darin, dass er seine Check/Calls unzureichend mit guten und starken Händen auffüllt. Als Preflopcaller gilt es nicht stur Standardbetsizes zu verwenden. Mal reicht eine Bet von 1/3 Pott, mal braucht es eine Overbet oder zwei Potsizebets. Wie hoch und wie oft man betten sollte, hängt von Villains Range ab und wie loose er runtercallt. Achte in solchen Spots darauf, ob seine Range capped oder polarisiert ist. Und wenn du gute Chancen sieht den Pott mitzunehmen, bleib am Gas und mach dein Magazin auch mal leer. Versetz dich in die Lage des PFAs. Du eröffnest mit QJ, cbettest am Flop Jxx. Am Turn entscheidest du dich für die Line x/c, weil blablabla. Villain pottet, du callst und checkst am River erneut, in der Hoffnung günstig zum Showdown zu kommen. Villain pottet. Selbst Prinzip gilt, wenn du bereits am Flop x/callst. So oder so, wenn Villain deine weake Range erkennt und aggressiv spielt, siehst du kaum nen Showdown. An der Stelle möchte ich aber betonen, dass du nicht jeden Check mit voller Aggression attackieren solltest. Achte immer darauf, dass du auch einige Outs hast, damit du einerseits nicht zu oft ballerst und andererseits Villain auch mal aussucken kannst. Dir muss auch klar sein, dass du erwischt werden wirst. Passiert das 2-3x ballerst die für die nächsten paar k Hände nur for Value.

      Loose Calls mit schwachen Draws oder Pocketpairs -> Villain raist aus MP, Hero callt zB. mit 66 im SB. Flop bringt K72 und Hero x/callt, nur um am Turn zu folden. Auf sehr trockenen Boards kommt es natürlich vor, dass man kaum was hittet und mal mit weakeren Pairs callen muss. Das sollte aber die Ausnahme sein. Meistens ist man mit nem einfachen Fold gut beraten und spart sich eine Bet. Für schwache Draws oder andere Treffer gilt das ebenso. Die Wahrscheinlichkeiten für Overcards und weitere Bets sind einfach oft zu groß, um mit derart schwachen Händen zu callen. Equity hin oder her. Man muss diese erst mal zum Showdown bringen. Was sich als Alternative nicht anbietet sind Bluffraises mit Pockets, weil man im Falle eines Calls fast immer tot ist. Schwache Draws, wie Backdoors mit Overcards oder Gutshots, bieten sich gut zum Bluffen an. Und diese solltest du auch häufig nutzen, wenn das Board nicht zu trocken ist.

      Valuebets auslassen -> Das Leak kann im Grunde in jedem Spot auftreten. Da wüsste ich nicht, wie du danach filtern könntest. Vll. klappts, wenn du nach gewonnen Händen suchst, in denen du Midpairs, weake Toppairs, 2nd Pairs hattest. Darunter fallen auch misslungene Slowplays.

      Polarisierte und capped Ranges nicht erkennen -> Es kommt immer wieder vor, dass eine Raisingrange stark polarisiert ist. Das ist besonders der Fall, wenn du gegen Regs spielst, die auf trockenen Flops raisen. Manchmal hat man sogar noch irgendein Pair getroffen. Und dennoch überlegen sich an der Stelle viele Spieler zu folden. Andere callen und folden am Turn, was noch schlimmer ist. Wenn Villain ne mehr oder weniger weite Range hat und davon nur eine Hand voll Kombos stark getroffen hat, sollte man nach Gründen suchen nicht weiterzuspielen (zB. vs Nit). Man sollte also häufig zurückschießen oder loose bluffcatchen. Zeigt Villain am Ende tatsächlich ein Set oder Ähnliches, musst dir sofort klar sein, dass du gegen seine einfache Callingrange Autobets hast, weil diese Range capped ist, also keine Sets udg. enthält. Hier könntest du nach x/r Händen auf trockenen Flops suchen.


      In diesen Spots kann man viel Deadmoney abgreifen oder eben selbst zu Deadmoney werden. Auf NL25 dürfte es kaum Gegenwehr geben. Wenn du solche Spots erkennst und ausnutzt und generell mehr vorausdenkst, Stichwort Handplanung, müsste deine Redline durch die Decke gehen. Wenn du Zweifel hast, poste die jew. Hand ins HBF. Wenn du sonst noch Fragen hat, nur her damit. :)

      Viel Erfolg!
    • fabulous312
      fabulous312
      Bronze
      Dabei seit: 12.11.2009 Beiträge: 236
      Vielen Dank für deine ausführliche Antwort Renne01.
      Erkenne mich in vielen Spots wieder und stimme bei allen Punkten zu.

      Am meisten habe ich mich bei folgenden Punkten wiedererkannt, und weiß, dass ich daran arbeiten muss:

      3Bet Potts sind generell immer ein heißer Tipp, wenns um negative Redlines geht.

      Ist bei mir definitiv noch ein Thema, sowohl zu loose calls bzw (zu tighte 4bets), als auch zu loose Flop calls

      Steal/Resteal und dann? -> Hier wird oft loose gestealt aber nicht richtig weitergespielt, wenn Villain 3bettet oder einfach callt.

      Hier denke ich oft, der BB hat Fold bb >69% also autoprofit, von daher kommt oft von mir da garkeine Aggression mehr, was sicherlich nicht immer optimal ist.

      Ein häufiger Fehler ist es, als Caller nur halbherzig zu bluffen.


      Versetz dich in die Lage des PFAs. Du eröffnest mit QJ, cbettest am Flop Jxx. Am Turn entscheidest du dich für die Line x/c, weil blablabla. Villain pottet, du callst und checkst am River erneut, in der Hoffnung günstig zum Showdown zu kommen. Villain pottet. Selbst Prinzip gilt, wenn du bereits am Flop x/callst. So oder so, wenn Villain deine weake Range erkennt und aggressiv spielt, siehst du kaum nen Showdown. An der Stelle möchte ich aber betonen, dass du nicht jeden Check mit voller Aggression attackieren solltest. Achte immer darauf, dass du auch einige Outs hast, damit du einerseits nicht zu oft ballerst und andererseits Villain auch mal aussucken kannst. Dir muss auch klar sein, dass du erwischt werden wirst. Passiert das 2-3x ballerst die für die nächsten paar k Hände nur for Value.

      :s_grin:

      Loose Calls mit schwachen Draws oder Pocketpairs -> Villain raist aus MP, Hero callt zB. mit 66 im SB. Flop bringt K72 und Hero x/callt, nur um am Turn zu folden. Auf sehr trockenen Boards kommt es natürlich vor, dass man kaum was hittet und mal mit weakeren Pairs callen muss. Das sollte aber die Ausnahme sein. Meistens ist man mit nem einfachen Fold gut beraten und spart sich eine Bet.

      grade hier erkenne ich mich wieder, calle zu oft den Flop mit marginalen Händen (zB midpairs) um dann am Turn auf eine weitere Barrel zu folden

      - Thema Flop Raise:
      Zeigt Villain am Ende tatsächlich ein Set oder Ähnliches, musst dir sofort klar sein, dass du gegen seine einfache Callingrange Autobets hast, weil diese Range capped ist, also keine Sets udg. enthält. Hier könntest du nach x/r Händen auf trockenen Flops suchen.

      Top !