Forget vs Pos bastel Ranges vs Openraise???

    • Simschi
      Simschi
      Bronze
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 865
      Ich bastel und studiere an meinem Gameplan aber seit 2 Monaten kriege ich nur auf die Socken, es will einfach nichts funktionieren.

      Ich hab Ranges aus Büchern von Coaches etc ausprobiert aber irgendwie scheinen diese eben nur zu funktionieren, wenn eben gerade der perfekte Gegner an die Seite gesetzt wird.
      Oft sitz ich am Tisch steh vor einer Entscheidung kuck mir die Ranges an, zieh die Augenbrauhe hoch und denke wirklich das jetzt Callen?
      Wobei sich mir dabei der Magen 5 mal umdreht.

      Jetzt hab ich mich gefragt ob ich die Sache nicht falsch angehe.
      Ich denke mittlerweile das dieser vs Pos Gedanke zwar Richtig ist aber doch suboptimal.

      Schließlich raised UTg wenn ich im Bu sitze zb mal 8, mal 13 mal über 20 % und ich gehe her und Calle vs UTG vom Bu laut Range, was absoluter Bullsh ist, meinem bescheidenem Pokerwisse nach zumindest.
      Jetzt habe ich mich gefragt ob ich nicht lieber hergehen soll und meine Ranges in Call/3bet vs 5-10% OR 11-15% OR In bzw OOp usw einteilen soll regardless von wo der Raise kam.
      Allerdings stellen sich mir bei diesem Ansatz, sollte er ein guter sein(fragender Blick.....) wieder Fragen.
      Vom Bu wärs ja relativ einfach, allerdings was mach ich mit MP und CO, wieviele Hände zieh ich ab wenn hinter mir noch Spieler Postflop Position auf mich haben?
      Noch dazu kommen die Betsizes.
      Ich lese gerade Matthew Jandas Applications of Holdem und laut diesem Buch flatten wir BB vs Bu Open 28,2%. Ich hab zwar wiedermal keinen Mathematischen Ansatz(wo find ich diese eigentlich mit Silber Status? :) ), sondern nur meinen Fishy Erfahrungsschatz, aber gegen 2 BB OR lass ich es mir ja gerade noch einreden, allerdings spätestens ab 3 BB Bu Open kommt schon wieder dieses mulmige du machst einen Fehler Bauchgefühl.
      Und natürlich wenn Bu nur 30 % OR ist die Flatting Range meiner Meinung nach ebenfalls viel zu weit und ich denke diese Range basiert eher auf 45-50 oder sogar 60% OR

      Und noch eine Frage zum SB, wie sieht den so eine 3bet only Range aus insgesamt sollte ich ja ca 30%defenden, allerdings scheinen mir 12-14% 3bet vom SB doch etwas viel wenn ich die restlichen 16-18% vom BB defende..

      Kann mir mal einer ein bisschen Licht ins Dunkel bringen seit Pokerschool 2.0 dem ganzen Range geschiebe und dem Versuch mein durchaus bis NL 50 recht erfolgreiches Spiel zu adaptieren seh ich, so kommts mir zumindest vor den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und ich fang schon an auf NL 5 zu straucheln.
  • 2 Antworten
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi Simschi,

      also tendenziell würde ich ebenfalls empehlen mir einen Gameplan zu basteln der auf Position vs. Position aufgebaut ist.

      Also was callen wir vs. UTG in MP, CO, BU, BB was wird gegen welche Position 3-bettet etc.
      Je nach Rangeweite (looser / tigher) muss man das Chart ingame natürlich immer anpassen.

      Und im BB vs. 40% 3BB open z.B. solltest du wirklich ca. 35% deiner Hände defenden. Das ganze wird mithilfe des Realisierungs Faktors berechnet.

      Also mal ein kleines Beispiel für defend:
      R = 1 wenn es keine bets postflop gibt
      OOP ohne initative ist R ca. 0,5-0,75 je nach Rangegröße, Skill etc.

      Um flatting Range zu bestimmen nimmst du nun die Pot odds
      22,2% (1/4,5) also du musst 1bb zahlen für 4,5bb

      22,2 (Pot Odds) / 0,7 (realisierungs faktor) = Flatting Range

      Gruß FaLLi
    • KTU
      KTU
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 6.231
      Das Konzept hinter einem Gameplan ist:

      - Wer weiß, was er warum tut, kann auch bewusst sein Spiel anpassen.
      - Wer nicht weiß, was er tut, muss jedes Mal das Rad neu erfinden.

      Wenn du eine gute Idee hast, was du warum du in deinem Default-Game callst / 3-bettest, foldest usw., dann fällt es dir einfach zu adapten.
      Callst du normalerweise eine 15% Range, aber jetzt sind deine Gegner deutlich aggressiver, dann weißt du, dass du marginalen Showdownvalue schlechter durchbekommst, dafür aber mehr Payoff auf richtige Hits erhältst. Du verringerst also deine Call-Range.

      Wenn du jetzt keine Idee ist, ob A4s CO vs MP eine gute 3-Bet, ein Call oder ein Fold ist, dann musst du jedes Mal die Situation komplett neu evaluieren ohne einen Anhaltspunkt zu haben. Dabei können auch Leaks in deinem Game entstehen, die dir selber nicht erkenntlich sind, weil du in deiner konkreten Hand aber nicht in deinen Frequenzen denkst. Wenn du denkst dass A4s eine gute 3-Bet ist, ist es dann zwei Orbits später auch J7o?

      Würd aber frühestens ab NL100 darüber nachzudenken die eigene Range zu spielen. Auf NL5 auf jeden Fall klassisches exploitive Vakuum Poker. Je einfacher und klarer die Muster im Spiel der Gegner zu erkennen sind, umso höher ist der EV diese direkt im Vakuum zu exploiten.