BR rebuilding

    • Klabautermann
      Klabautermann
      Global
      Dabei seit: 16.02.2013 Beiträge: 1.760
      Ahoi, ich muss leider meine BR neu aufbauen da es bei den Heads Up Sngs bei mir nicht so toll lief.

      Mein BRM Management sieht im moment so aus:
      Bankroll im moment: $68
      Ab $70 shote ich NL5 und wenn ich 1 Stack verliere gehe ich wieder auf NL2.

      Das Absteigen ist für mich kein Problem nur frage ich mich ob es nicht eventuell schlauer ist erst am $100 auf NL5 aufzusteigen.

      Das Problem ist halt wenn ich 1-2 Suckouts bekomme dann muss ich sofort wieder absteigen auf NL2.

      Was meint ihr wie kann ich meine BR wieder schneller aufbauen wenn ich weiter die Limits shote oder wenn ich mir ein kleines Polster zusammen Grinde.
  • 8 Antworten
    • Renne01
      Renne01
      Coach
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      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      Persönlich halte ich viel davon zu shotten, wobei ich das Ganze uU. deutlich aggressiver angehen würde. Welche Umstände meine ich: 1. skilltechnisch alles easy; 2. gutes Nervenkostüm; 3. Geld auf Beruf zum Nachladen zur Verfügung

      Wenn die drei Punkte zutreffen, würd ich also mit sehr aggressivem BRM spielen und spät bis nicht absteigen. Ne 100-1k Dollar BR lässt sich relativ schnell reloaden und wenn das Pech grad Pause hat, gehts schnell auf die attraktiveren Limits. Die Grenze, ab der ich schrittweise zu einem konservativen BRM wechseln würde, liegt im Bereich eines bis zwei Monatsgehälter. Ab dem Bereich würde ich dann kontinuierlich mehr Stacks einkalkulieren, abhängig von der eigenen Edge und dem Limit. Wenn ich mein Ziellimit erreicht hätte (zB. NL400) und nicht mehr weiter aufsteigen wollte, würde das BRM von alleine immer konservativer werden, mal mehr mal weniger, je nach dem wie oft ich auscashen wollte.

      Wenn Punkt 3 nicht zutrifft oder wenn ich nicht nachladen wollte , würd ich das BRM von KTU empfehlen: redlinejunkies


      Wenn du aber mehr Erfahrung bei den HU SnGs hast, warum dann auf FR oder SH Cashgames wechseln? Warum liefs schlecht? Hast du getiltet, zu hoch gespielt oder Sonstiges getrieben? Wenn der Grund das Mindset war, dürfte es dir bei den Cashgames nicht anders ergehen, weshalb ich ggf. erstmal daran arbeiten würde und nicht shotten würde. Prinzipiell würd ich dir ja dazu raten, weiter die HU SnGs zu spielen, wenn du schon ein paar Skills entwickelt hast, weil die Dinger imo viel softer als CGs sind. Besonders die 4 Mann Turbos bis 7$ sind sehr soft und mit überschaubarer Varianz spielbar, sodass es flott voran geht.
    • Klabautermann
      Klabautermann
      Global
      Dabei seit: 16.02.2013 Beiträge: 1.760
      Original von Renne01
      Wenn du aber mehr Erfahrung bei den HU SnGs hast, warum dann auf FR oder SH Cashgames wechseln? Warum liefs schlecht? Hast du getiltet, zu hoch gespielt oder Sonstiges getrieben?
      Ich hatte mit nur $176 die $3,50 HU Turbo Sngs auf Stars gespielt und naja ich bin ordentlich unter EV gelaufen dazu kam dann auch noch etwas tilt. :megusta:
    • ritschy22
      ritschy22
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2006 Beiträge: 544
      Ich spiel derzeit 5$ CG auf Stars und es ist schon ziemlich fischig.

      Wenn du deine TPTK oder Overpairs nicht immer voll bis zum AI durchprügelst, sondern auch mal nen checkbehind findest mit nem bluffcatchercall am R, dann ist es schon sehr schwierig in einer session mehr als 2 Stacks zu verlieren.


      Aber die Tableselection die "Paxis" anspricht, wo du einfach nur schaust welchen stack spielt der gegner und wieviele Tische, gibt dir schnell einen überblick ob 2 oder mehr bzw weniger fische am tisch sitzen. (Dann einfach schauen, welche hände die wie spielen 1-2 Reads sammeln - auf die Hand warten mit der du sie beatest - und dann einfach das geld immer schön reinschieben (aber nicht insta) und dann passts schon.


      Mach ruhig 1-2 shoots auf NL5$ suche dir die Tische aus, an denen deine edge sehr hoch sein müsste und habe die geduld um die chips einzusammeln, sollte eigendlich passen.


      Zum BRM - gibt es viele Meinungen, aber letztenendes musst du dich in deiner Komfortzone befinden, weil sonst dein A-Game drunter leiden könnte *sehr wahrscheinlich*

      Ich würde sagen je konservativer, desto sicherer (sprich kein so großes Nervenkostüm+risikoavers)

      agressives BRM [großes Nervenkostüm+risikofreudig (aber dafür mit Job im RL)]

      --->Aber egal für welches BRM du dich entscheidest, wenn du durch das gewählte BRm von deinem A-Game abweichst(warum auch immer), dann isset das falsche.


      #Abweichen vom A-Game Gründe: Tilt, Bad Beats, gefühlt zu kleine Gewinne


      PS: Ich bau auch gerade die BR auf, aber meine ist 10x so groß wie deine und ich hänge auch bei NL5$, aber ich hatte auch x Jahre pokerpause und muss erstmal wieder in den flow kommen (pokerflow 2014).


      #SNG´s = Ich finde CG zum BR Building am Anfang auch sinnvoller, weil es einfach weniger swingt und man nach begangenen Fehlern besser aus der Hand kommt.

      bei HU SnG´s ist glaube ich der relative rake ziemlich hoch, weil du deine edge gegen nur einen gegner ausspielen musst. -->sprich du bist besser oder nicht + die karten fallen günstig oder nicht.

      Je mehr Spieler den Rake zahlen desto höher ist die Wahrscheinlichkeit , dass es viele schlechtere Spieler (als dich) gibt, die in Turniersituationen vor dir ausscheiden und du quasi einen Teil ihres Buy-Ins gewinnst.
      Werden es jedoch sehr viele Spieler, desto hoher wird der Einfluss der Statistik (Varianz) und auch von kleinen Fehlern an Bubble oder ITM (Tilt, ICM-leaks).


      -->ergo spiele ich auch CG zum BR building, weil einfach jede Hand die chance hat 100% der chips die in der Mitte liegen zu 100% zu gewinnen (abzgl. Rake selbstverständlich)

      In einem Turnier bringt dir der Chiplead zwar spielerische Optionen und gute Aussichten, aber einmal zu passiv nach einer 3-bet gefoldet einmal nen suckout oder bad beat bekommen und einmal getiltet und schwupps ist man draußen, obwohl man einen orbit vorher noch chipleader war.


      Greetz ritschy
    • Renne01
      Renne01
      Coach
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      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      TPTK und Overpairs würd ich nicht oft bluffcatchen sondern lieber selber betten. Wenn du deine Valuehände zu oft checkst, verlierst du Value, weil deine Gegner nicht so oft und groß betten, wie du das gerne hättest. Im Zweifel ist b/f > x/c. Es gibt aber wirklich viele Spieler, die gern checken, damit sie keinen Raise kassieren können und eben hier und da mal bluffcatchen können. Diese Spielweise ist aber oft die falsche. Ich glaube das liegt daran, dass das Thema Potcontrol einfach sehr oft missverstanden wird. Wenn ich jemanden frage, wie er Potcontrol auf deutsch erklären würde, hör ich fast immer "Pott kleinhalten". Darum gehts bei dem Konzept aber nicht. Dass du sagst, dass man nicht immer broke gehen sollte mit solchen Händen ist ein guter Tipp. Besonders gegen sehr passive Gegner ist FoldvsAction oft ne gute Entscheidung. Es gibt aber auch Gegner die schlechtere Hände raisen. Gegen die Sorte kann man TPgK+ easy broken. Da muss man einfach am Tisch ein bisschen beobachten.

      Das Thema Varianz spielt beim Shotten immer ne wichtige Rolle. Da hast du auf jeden Fall recht. Allerdings geh ich davon aus, dass jemand der bereit ist zu shotten, mit Varianz umgehen kann. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man nicht shotten.
    • Tackleberry
      Tackleberry
      Coach
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      Dabei seit: 05.05.2006 Beiträge: 1.668
      Original von Renne01
      Die Grenze, ab der ich schrittweise zu einem konservativen BRM wechseln würde, liegt im Bereich eines bis zwei Monatsgehälter.
      Serious? Wirklich "Monatsgehälter"? Oder das, was du nach Abzug aller Lebenshaltungskosten "übrig" hast?
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      Original von Tackleberry
      Original von Renne01
      Die Grenze, ab der ich schrittweise zu einem konservativen BRM wechseln würde, liegt im Bereich eines bis zwei Monatsgehälter.
      Serious? Wirklich "Monatsgehälter"? Oder das, was du nach Abzug aller Lebenshaltungskosten "übrig" hast?
      Jo, meinte nach Abzug der Fixkosten, also das was man tatsächlich maximal innerhalb 2 Monaten nachzuladen im Stande ist, sry. Ich weiß nicht genau, wie das in DE aussieht. Unterm Strich würd ich schätzen, dass man mit nem durchschnittlichen Einkommen in 2 Monaten um die 1k Euro bis vll. max. 1.5k Euro nachladen kann. Also würd ich ab dem Bereich konservativer werden. So ungefähr würd ich das handhaben, wenn Edge und Mindset passen. Die ~1k Euro sollte man imo recht schnell nachladen können, wenn man keine Kredite odg. am Laufen hat.

      Unter aggressivem BRM verstehe ich eines, das in die Richtung des Speed BRMs von KTU geht, mit dem Unterschied, dass ich noch später absteigen würde oder auch garnicht, je nach Mindset und Table/s. Wenn ich nen besonders guten Tisch hätte, würd ich das Risiko eingehen und ggf. auch broken. Nach dem Modell von KTU kann man kaum broke gehen. Allerdings ist das mit dem "Brokesein" auch ein Stück weit Ansichtssache. Wenn ich 100$ eincashe, mich auf 900$ hochgrinde und dann innerhalb von 2-3 Sessions wieder runterrassle auf 200, 100 oder weniger, ist das für mich nicht anders, als wär ich wirklich broke gegangen. Ich halte also nicht viel von der sog. Verteidigungslinie, vorausgesetzt ich kann reloaden.
    • Tackleberry
      Tackleberry
      Coach
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      Dabei seit: 05.05.2006 Beiträge: 1.668
      OK, dann sind wir uns einig. :)
    • Mauslord
      Mauslord
      Bronze
      Dabei seit: 06.09.2011 Beiträge: 437
      Original von Renne01
      Wenn ich jemanden frage, wie er Potcontrol auf deutsch erklären würde, hör ich fast immer "Pott kleinhalten". Darum gehts bei dem Konzept aber nicht.
      kannst du das bitte noch einmal genauer ausführen