cbet 2/3 oder 3/4 Pot ?

    • vatoloco4711
      vatoloco4711
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2011 Beiträge: 283
      Servus

      Meine Cbet ist Standard 2/3 Potsize . Bei schlechter Position gegen mehrere Gegnern halt mehr und bei guter Position trockenem Board weniger.

      In den Artikeln und Videos hier wird manchmal als " Standard" 2/3 bzw. 3/4 Potsize gewählt.

      Was ist denn nun besser bzw. empfelenswert ?

      wenn ich 2/3 pot setze gebe ich Villain 28,45 % Potodds

      wenn ich 3/4 pot setze gebe ich Villain 30,00 % Potodds

      Macht einen Unterschied von 1 Out für Villain

      Danke
  • 4 Antworten
    • vone
      vone
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 09.09.2006 Beiträge: 855
      Hmm eigentlich sagst du doch im ersten satz schon die lsg :D

      Vllt noch als Zusatz wenn du stats hast und siehst, dass villian viel am turn foldet und den flop loose callt dann flop größer betten.

      Wenn ich 3 barreln will dann mach ichs auch eher groß, wegen FE etc..

      Denke es macht jetzt nicht so den Unterschied ?(
    • FaLLout86
      FaLLout86
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi Vone,

      denke mal die Standard C-Bet Size liegt aktuell wohl eher bei 50-60%.

      Ich würde mich immer danach richten wie drawlastig das Board ist.
      Also wenn es wirklich sehr trocken ist dann eher 50% und wenn es super drawlastig ist dann wohl Pot. Dazwischen sind die einzelnen Abstufungen. (je nachdem wie viele Tische man spielt kann man natürlich auch einfach 3/4 betten wenn man einige Draws sieht ;) )

      Das ist denke ich die beste Herangehensweise.
      Nach Bluff und Value zu unterteilen macht natürlich keinen Sinn das würde ich immer genau so handhaben wollen.

      Gruß FaLLi
    • Scooop
      Scooop
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 22.773
      Original von vone
      Wenn ich 3 barreln will dann mach ichs auch eher groß, wegen FE etc..

      Denke es macht jetzt nicht so den Unterschied ?(
      der letzte Satz widerspricht halt dem Satz davor komplett.

      Es macht halt schon nen sehr großen Unterschied für spätere streets wieviel man setzt.

      Einfache Rechnung: SB vs BB 2bb openraise.

      a) 1/2 Pot
      Floppot = 4bb
      Turnpot = 8bb
      Riverpot = 16bb, setzt du hier erneut 1/2 Pot so setzt du insgesamt 16bb in der Hand

      b) 3/4 Pot
      Floppot = 4bb
      Turnpot = 10bb
      Riverpot= 25bb, setzt du hier erneut 3/4 Pot so setzt du insgesamt 31,25bb in der Hand

      Also bei Option b setzt du wenn du komplett durchbarrelst fast das Doppelte, "nur" weil du statt 1/2 mit 3/4 Pot operierst.

      Sollte man sich immer vor Augen halten, was exponentielle Betstrukturen konkret bedeuten.

      _________________


      @ OP meine Rechnung ist zugleich auch ein ganz guter Hinweis darauf wie man es handhaben sollte.
      Überlege am Flop wie du den Turn und ggf. auch den River spielen willst und dann ob du in dieser Hand eher viel oder eher wenig Geld in den Pot bekommen willst und handle entsprechend.
      Wobei man natürlich auch zB am Flop Potsize setzen kann, am Turn 1/4 Pot und am River shoven - geht alles, nix ist verboten, aber Sinn macht es halt die Hand zu planen und entsprechend zu spielen.

      Bei 3bet Pötten und effektiv 100bb stacks ist es aufgrund der stack to pot ratio so, dass du mit 1/2 Pot Flop cbet und entsprechender Turnbet am River easy all in kommst, oder aber alternativ am Flop Potsize setzen solltest, um schon am Turn (wieder ca. Potsize) all in zu gehen.
      Hier macht ne 2/3 bis 3/4 cbet am Flop so gut wie nie Sinn, weil du dann kein gutes Verhältnis mehr hast von Potgröße zu Stackgröße.

      In 4bet Pötten ist es sogar noch extremer, hier kann man gerade auf A high boards auch oft sowas wie 1/8 Pot setzen am Flop, es langt dennoch locker um zum all in zu kommen bis zum River, weil schon so viel Geld im Pot ist.

      Edit: Noch ein Erfahrungswert - mathematisch macht es am Flop nicht so einen großen Unterschied ob du 1/2 Pot, 2/3 Pot, 3/4 Pot oder Potsize setzt, er ist in der Tat viel kleiner als gefühlt (was die optimale Gegenstrategie angeht, denn die ist erstaunlich ähnlich).
      Aber das Gefühl ist hier imho sehr wichtig, denn die Gegner auf kleinen stakes nehmen kleine bets selten wirklich ernst, bets die in Richtung Potsize gehen aber sehr, sehr viel ernster. (Also kleinen bets wird tendenziell zu wenig Respekt gegeben (kaum FE), großen bets tendenziell zu viel (sehr viel FE)).
      Das sollte man wissen und dann entsprechend spielen.

      Wobei das nur Faustregeln sind - probiere es konkret aus und passe dann dein Spiel deinen Erfahrungswerten an, wobei ich jedem raten würde auch extrem kleine bets (also sowas wie 1/10 Pot) und große Overbets in das Testprogramm aufzunehmen, denn man lernt sehr viel, wenn man versteht wie derjenige Gegner solche bets interpretiert und dann darauf reagiert.
      Kann man das gut, kann man die Leute mit dem betsizing massiv manipulieren, was die große Kunst dann ist, aber das braucht viel Erfahrung und den Mut es auszuprobieren. ;)
    • vatoloco4711
      vatoloco4711
      Bronze
      Dabei seit: 27.12.2011 Beiträge: 283
      Erstmal vielen Dank für die kompetenten Antworten.

      So weit wie ihr denkt hab ich mir noch nie nen kopf gemacht.

      Werde mich mal Stück für Stück damit auseinandersetzen.

      Danke und Gruß