Streiks

    • hanratty
      hanratty
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2008 Beiträge: 1.905
      Aloha,

      weil meiner Meinung nach die Streiks in Deutschland langsam Überhand nehmen mal n Thread dazu in der Hoffnung dass es noch keinen dazu gab. ;)

      Ich bezieh mich mal auf die Streiks von
      - LH-Piloten
      - Karstadt Servicekräften
      - MCD-ler und sonstige Nahrungsmittelfachverkäufter

      Ich frage mich wieso die ganzen Streiks akzeptiert und durchgeführt werden. Als Arbeitgeber wär ich total in Rage ... aber der Reihe nach die Situationen:

      1) Die Piloten
      Hier ist die Sachlage klar. Piloten sind absolute Experten in dem was sie tun, nicht ersetzbar und klar am Drücker. Demgegenüber gehts der Lufthansa nicht schlecht.

      Die Gewerkschaft der Piloten könnte die LH in den Ruin treiben, ergo hat die LH keine Chance und muss denen bis sie zufrieden sind entgegenkommen.

      2) Karstadt
      Karstadt ist imo das Gegenbeispiel zu LH. Hier sind alle glücklich dass ein Investor eingestiegen ist. Nachdem der aber obligatorische und völlig logische Einsparmaßnahmen angekündigt hat kommt sofort die Gewerkschaft und kündigt Streiks an.

      Das ist imo völlig realitätsfremdes Verhalten der Gewerkschaft und sollte verboten werden. Das kann man aber nicht verbieten oder? .. dazu später mehr

      3) MCD und Konsorten
      Hier habe ich heute im TV gesehen dass zwar Mindestlohn gezahlt werden wird, aber dafür Weihnachts- und Urlaubsgeld usw. gestrichen wird sodass man wieder auf dem alten Niveau bleibt ... klar hat die Gewerkschaft sofort Maßnahmen angekündigt.

      Erstmal finde ich dass Sonderleistungen gegengerechnet werden müssen, sodass scheinbar nie unter dem Mindestlohn gezahlt wurde bei MCD. Aber anyways, ich finde den Schritt schlicht logisch aus Sicht des Arbeitgebers von wegen "Schaut mal, hier steht zwar 7,50€, aber ich zahle doch genug. Wenn ich z.B. das Urlaubsgeld streiche und auf die Lohn direkt draufschlage, dann bin ich doch bei 8,65€!?"

      Wie auch immer, hier fehlt mir ähnlich wie in 2) völlig das Verständnis für evtl. Streiks.


      Naja wie auch immer, das nur zu den Beispielen. Eigentlich zielt das Thema eher auf die Frage: Was kann ich als Arbeitgeber tun?

      Google hat mir gerade erklärt dass nach jedem Streik bzw. Arbeitskampf eine "Maßregelungsklausel" unterschrieben wird die verhindert Streikenden zu kündigen. Ich frage mich, wieso ich eine solche unterschreiben sollte?
      Wieso sollte ich als Privatunternehmen überhaupt bis zum Ende des Streiks warten?

      Klar wenn ich keine Piloten aus dem Hut zaubern kann ist das klar. Aber ich kann doch als Karstadt-Investor der eh Arbeitsplätze einsparen muss auch mal insta 100 Arbeitgebern kündigen und so wirklich auch mal "kämpfen". Warum wird sowas nie gemacht?

      Wie kann es sein dass jede noch so kleine Gewerkschaft ganze Unternehmen lahmlegen kann ohne dass von irgendeiner Seite Gegenwehr kommt?

      Ich finde die Situation nimmt langsam groteske Formen an. Wenn ich halt bei Karstadt gut verdient habe weils gut lief, aber jetzt logischerweise der Gürtel enger geschnallte werden muss, dann ist das halt so.

      Ich als Arbeitnehmer würde dann für mich die Entscheidung treffen zu kündigen oder die harten Zeiten mitzugehen. Aber ich renne doch noch weinend zur Gewerkschaft!?


      Klingt überspitzt, aber mein Standpunkt sollte verstanden worden sein.

      DISCUSS
  • 118 Antworten
    • Gunius
      Gunius
      Bronze
      Dabei seit: 28.04.2009 Beiträge: 13.296
      Wenns dem Arbeitgeber gut geht, geht es den Angestellten gut. Kommt halt komplett auf die Bindung zur Firma an, wenn ich mich gut aufgenommen und in die Firma integriert und wertgeschätzt fühle, nehme ich auch kleinere Repressalien in Kauf. Wenn ich aber das Gefühl habe, ich werde ausgebeutet, würde ich mich auch alleine schon fürs Prinzip kaputtstreiken/kündigen/andere Jobs suchen.

      So einfach ists imo
    • Crustacean
      Crustacean
      Black
      Dabei seit: 27.04.2006 Beiträge: 2.214
      Ich finde Streiks die die Öffentlichkeit betreffen sollten nicht allein von der Gewerkschaft entschieden werden können, bzw es sollte eine Kontrollmöglichkeit geben ob diese Streiks angemessen sind. Bsp Bahn/Lufthansa. Konkretes Beispiel der Bahnstreik neulich, 3 Tage nach dem letzten Bahnstreik, 9h(?) nach einem Lufthansastreik an einem Samstag an dem in drei Bundesländern die Sommerferien enden. Wenn man dann noch die Lufthansapilotenverträge mit anderen Verträgen vergleicht sinkt meine Toleranz direkt noch weiter.
      Anscheinend sitzen die Piloten aber nicht am längerem Drücker - die Lufthansa erwägt atm Flugzeuge an eine Schweizer Firma zu leasen und die Flugzeuge dann von dieser Firma samt Crew (inkl. Piloten) zurückzuleasen. Find ich gut.

      Bei den Bahnstreiks habe ich momentan das Gefühl das es hauptsächlich der Streit zwischen den Gewerkschaften das Problem darstellt, daher ist meine Akzeptanz dort auch quasi nicht vorhanden.
      Vom McDonalds-Streik hab ich absolut keine Ahnung, aber wenn die meinen sie sollten streiken ist mir das ziemlich gleich, da es eben nicht die Öffentlichkeit betrifft.
      Beantwortet jetzt natürlich nicht wirklich deine Frage, aber jetzt hab ich das schon getippt. :)
    • WarTop
      WarTop
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 691
      "Wer seine Arbeit niederlegt, um Druck auf den Arbeitgeber auszuüben, handelt nach Auffassung des Bundesarbeitsgerichts nicht pflichtwidrig, wenn er sich an einem Streik beteiligt, der von einer Gewerkschaft organisiert wird."Wiki

      wird noch etwas eingeschränkt..
    • hanratty
      hanratty
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2008 Beiträge: 1.905
      Naja aber jede noch so kleine Gewerkschaft kann "rechtmäßige" Streiks ohne Konsequenzen durchführen. Die Voraussetzung scheinen ja ziemlich einfach zu realisieren sein ...

      Wie soll so ein Arbeitgeber sinnvolle Sparmaßnahmen durchführen!? Die Gewerkschaften scheinen viel zu viel Macht zu haben.

      Und was passiert eigentlich wenn ich am Ende vom Jahr betriebsbedingte Kündigungen ankündige weil im abgelaufenen Jahr gestreikt und deshalb der Gewinn eingebrochen ist. Krieg ich das durch? Vermutlich nicht .....

      Wer schützt also den mittelständischen Investor der sieht dass seine Gewinnerwartung nicht zu erfüllen ist? Mir scheint, dass man fast gezwungen ist den Zug langsam gegen die Wand zu fahren.
    • brassman
      brassman
      Bronze
      Dabei seit: 20.09.2005 Beiträge: 810
      hab nichts konstruktives Beizutragen aber da hier eh Small Talk ist: allein wegen deiner Ansicht zu dem MCD Streik, hoffe ich, dass dir mal ordentlich Lötkolben und so den Hintern rappen!
    • Hennes
      Hennes
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 15.867
      Original von hanratty
      Naja aber jede noch so kleine Gewerkschaft kann "rechtmäßige" Streiks ohne Konsequenzen durchführen. Die Voraussetzung scheinen ja ziemlich einfach zu realisieren sein ...

      Wie soll so ein Arbeitgeber sinnvolle Sparmaßnahmen durchführen!? Die Gewerkschaften scheinen viel zu viel Macht zu haben.

      Und was passiert eigentlich wenn ich am Ende vom Jahr betriebsbedingte Kündigungen ankündige weil im abgelaufenen Jahr gestreikt und deshalb der Gewinn eingebrochen ist. Krieg ich das durch? Vermutlich nicht .....

      Wer schützt also den mittelständischen Investor der sieht dass seine Gewinnerwartung nicht zu erfüllen ist? Mir scheint, dass man fast gezwungen ist den Zug langsam gegen die Wand zu fahren.
      Edit: ich lass es lieber :evil:
    • Justus
      Justus
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2005 Beiträge: 1.846
      Original von hanratty
      Wer schützt also den mittelständischen Investor der sieht dass seine Gewinnerwartung nicht zu erfüllen ist? Mir scheint, dass man fast gezwungen ist den Zug langsam gegen die Wand zu fahren.
      Hallo? Allein das Wort "Gewinnerwartung" beinhaltet doch schon, dass es nur eine Erwartung ist. Wenn du als mittelständischer Investor in eine Firma investierst und dann erwartest, dass sich die Mitarbeiter für Hungerlöhne totschuften damit du deinen Gewinn realisieren kannst und sich keiner wehrt, bist du in D falsch, dann solltest du dich mehr Richtung USA orientieren. Noch haben wir, wenn auch nicht mehr wie früher, in D die soziale Marktwirtschaft. Und die stellt nicht den Vorteil einzelner Kapitalisten in den Vordergrund, sondern das Volk als Gemeinschaft ("sozial").

      Wenn dir das nicht passt investier halt nicht in Deutschland?


      zu deinen Beispielen
      1) Ich fliege viel und möchte gern von gut ausgebildeten Piloten geflogen werden, die nicht übermüdet sind weil sie nebenbei noch nen 400 EUR-Job machen müssen um über die Runden zu kommen oder so alt sind, dass sie beim Einsteigen Hilfe von der Stewardess brauchen. Die Lufthansa ist kein Billiganbieter, und wenn ein Pilot z.B. 6h fliegt und 100 Passagiere befördert die durchschnittlich 500 EUR bezahlt haben wird sein Gehalt bei dann 1 Mio Umsatz/Monat wohl kaum den grossen Unterschied machen. (Zahlen nur aus der Luft gegriffen).

      2) Keine Ahnung wie es jetzt um Karstadt steht und was eingespart werden soll, aber wenn der Laden nur weiterlaufen kann wenn alle für H4-Gehalt da arbeiten weil der Investor xx% Rendite haben will macht eine Fortführung keinen Sinn...ging es dem nicht eh um die Immobilien in Innenstadtlage? War das nicht Karstadt, wo die outgesourced wurden und dann für horrende Mieten zurückgemietet wurden, so dass der gesamte Gewinn vom Handel in die Immo-GmbH und damit an den Investoren ging? Weiss ich jetzt nicht mehr so genau, aber gegen solche Sachen ist es logisch zu streiken.

      3) Was Burger King & Co ja machen wollen ist, alle Tarifverträge zu kündigen mit der Aussage "es gibt jetzt einen Mindestlohn, den zahlen wir weil wir müssen, alles andere ist gestrichen". Bei einem Mindestlohn von 8,50 sind das ca. 1350 brutto, je nach Steuerklasse sind das ja kaum 1000 EUR netto Gehalt im Monat.
      Ich weiss sowieso nicht wer für so wenig Geld Vollzeit arbeiten geht, ich würds nicht tun, und daher habe ich da vollstes Verständnis wenn die Mitarbeiter dagegen streiken dass ihr Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Nachtzuschläge usw. gestrichen werden nur weil das nicht im Gesetz zum Mindestlohn steht...
    • SEdoubleP
      SEdoubleP
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2006 Beiträge: 6.676
      Kann denn nicht mal jemand an die mittelständischen Investoren denken?
    • Fantomas741
      Fantomas741
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 7.656
      Also zum Pilotenstreik möchte ich mich jetzt mal enthalten... persönlich bin ich der Meinung das man nicht mit 55 in "Rente" gehen muss sondern dann vielleicht am Boden noch eine Bürotätigkeit ausüben könnte aber dafür bin ich nicht genug im Thema drin.

      Karstadt: Sehe ich auch wenig Zielführend, hier würde ich als AG auch sagen gut dann machen wir den Laden halt dicht... (Grundsätzlich zwingt ja auch niemand die Leute bei Karstadt zu Arbeiten) Das es dem Laden schelcht geht ist allgemein bekannt da hätte man sich auch schon längst mal nach was neuem umschauen können. Ich bin schon auf die Opelaner im Bochum gespannt wenn da 2017? die Lichter ausgehen und Plötzlich alle ganz überrascht sind das sie Plötzlich kein Job mehr haben.

      Bahn etc.: Unternehmen die genug Verdienen sollten auch die Mitarbeiter entsprechend Bezahlen, der Streik ist für mich ok und bringt eben nur was wenns auch weh tut...

      Grundsätzlich finde ich das sich Arbeitnehmer in Deutschland immer noch viel zu viel gefallen lassen müssen (wenn ich mir dann die Walraf Dokus über Amazon etc. ansehe). Ich will hier keine amerikanischen Zustände ala Friss oder Stirb...
    • bumblebeebee
      bumblebeebee
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2006 Beiträge: 2.026
      Natürlich ist es das Ziel der Arbeiter ihren Chef in den Ruin zu treiben, so dass sie alle arbeitslos werden. Dann heuern sie bei der nächsten Firma an und ziehn das gleiche ab. Das sind diese Heuschrecken, die unsere Wirtschaft zu Grunde richten.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von bumblebeebee
      Natürlich ist es das Ziel der Arbeiter ihren Chef in den Ruin zu treiben, so dass sie alle arbeitslos werden. Dann heuern sie bei der nächsten Firma an und ziehn das gleiche ab. Das sind diese Heuschrecken, die unsere Wirtschaft zu Grunde richten.
      musste schmunzeln
    • dschonn
      dschonn
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2008 Beiträge: 40
      @ Opener

      Schau dir mal die Websites der Gewerkschaften an.
      Die gehen (meistens) durchaus mit guten Argumenten für ihre Forderungen in einen
      Arbeitskampf und setzen sich nicht einfach füßestampfend mit einer Basta-Einstellung an den
      Verhandlungstisch.
      ala "Wenn ihr nicht ..., dann ...!"
    • daumi
      daumi
      Bronze
      Dabei seit: 23.10.2007 Beiträge: 4.603
      Original von hanratty
      weil meiner Meinung nach die Streiks in Deutschland langsam Überhand nehmen
      DISCUSS
      lol lange nicht so einen völlig Quatsch gelesen!!
      wo hast du denn bitte deine undifferenzierte und naive Sichtweise her?
      zum Streikverhalten der Deutschen
      http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/03/60367/

      Zur Lohnentwicklung der Deutschen


      und hier noch was über das Vermögen der allzu raffgierigen Arbeitnehmer
      http://www.focus.de/finanzen/banken/zinsen/schleichende-enteignung-wie-die-inflation-die-ersparnisse-wegknabbert_aid_1070466.html

      bitte lesen und verstehen und dann nochmal über den Sachverhalt nachdenken!
      Gruß Daumi
    • DiscoRpion
      DiscoRpion
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 8.972
      Original von Justus
      Original von hanratty
      Wer schützt also den mittelständischen Investor der sieht dass seine Gewinnerwartung nicht zu erfüllen ist? Mir scheint, dass man fast gezwungen ist den Zug langsam gegen die Wand zu fahren.
      Hallo? Allein das Wort "Gewinnerwartung" beinhaltet doch schon, dass es nur eine Erwartung ist. Wenn du als mittelständischer Investor in eine Firma investierst und dann erwartest, dass sich die Mitarbeiter für Hungerlöhne totschuften damit du deinen Gewinn realisieren kannst und sich keiner wehrt, bist du in D falsch, dann solltest du dich mehr Richtung USA orientieren. Noch haben wir, wenn auch nicht mehr wie früher, in D die soziale Marktwirtschaft. Und die stellt nicht den Vorteil einzelner Kapitalisten in den Vordergrund, sondern das Volk als Gemeinschaft ("sozial").

      Wenn dir das nicht passt investier halt nicht in Deutschland?


      zu deinen Beispielen
      1) Ich fliege viel und möchte gern von gut ausgebildeten Piloten geflogen werden, die nicht übermüdet sind weil sie nebenbei noch nen 400 EUR-Job machen müssen um über die Runden zu kommen oder so alt sind, dass sie beim Einsteigen Hilfe von der Stewardess brauchen. Die Lufthansa ist kein Billiganbieter, und wenn ein Pilot z.B. 6h fliegt und 100 Passagiere befördert die durchschnittlich 500 EUR bezahlt haben wird sein Gehalt bei dann 1 Mio Umsatz/Monat wohl kaum den grossen Unterschied machen. (Zahlen nur aus der Luft gegriffen).

      2) Keine Ahnung wie es jetzt um Karstadt steht und was eingespart werden soll, aber wenn der Laden nur weiterlaufen kann wenn alle für H4-Gehalt da arbeiten weil der Investor xx% Rendite haben will macht eine Fortführung keinen Sinn...ging es dem nicht eh um die Immobilien in Innenstadtlage? War das nicht Karstadt, wo die outgesourced wurden und dann für horrende Mieten zurückgemietet wurden, so dass der gesamte Gewinn vom Handel in die Immo-GmbH und damit an den Investoren ging? Weiss ich jetzt nicht mehr so genau, aber gegen solche Sachen ist es logisch zu streiken.

      3) Was Burger King & Co ja machen wollen ist, alle Tarifverträge zu kündigen mit der Aussage "es gibt jetzt einen Mindestlohn, den zahlen wir weil wir müssen, alles andere ist gestrichen". Bei einem Mindestlohn von 8,50 sind das ca. 1350 brutto, je nach Steuerklasse sind das ja kaum 1000 EUR netto Gehalt im Monat.
      Ich weiss sowieso nicht wer für so wenig Geld Vollzeit arbeiten geht, ich würds nicht tun, und daher habe ich da vollstes Verständnis wenn die Mitarbeiter dagegen streiken dass ihr Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Nachtzuschläge usw. gestrichen werden nur weil das nicht im Gesetz zum Mindestlohn steht...

      Quelle:
      Random-Google-Link
      Lufthansa-Piloten gehören zu den bestbezahlten Angestellten Deutschlands. Nach Unternehmensangaben steigen junge Flugoffiziere nach der zweijährigen, zum guten Teil selbstbezahlten Flugschule mit einem Grundgehalt von 55.500 Euro ein, das inklusive Zulagen für Schichtdienst und Flugstunden über das vereinbarte Maß hinaus ein Anfangsgehalt von rund 73.000 Euro ergeben kann.

      Nahezu jedes Jahr folgt nun nach dem sogenannten Senioritätsprinzip die nächste Gehaltsstufe. Nach derzeit 23 Schritten ist die oberste Kapitänsstufe mit einem Grundgehalt von 193.000 Euro erreicht, inklusive Zulagen können das dann mehr als 225.000 Euro brutto werden



      Stimmt, wenn die nicht unverzüglich mehr verdienen, werden sie bald mindestens einen, wenn nicht gar zwei, Nebenjob(s) ausführen müssen... :rolleyes:

      OnTopic:
      Ich halte nicht viel von Streiks.

      Bei den Piloten kann ich es tatsächlich noch nachvollziehen. Die haben viel für ihren Job getan und ich respektiere die Anstrengungen und Belastungen, welchen sie ausgesetzt sind. Piloten sollten regelmäßig ihr Gehalt angepasst bekommen.

      Bei Random-Mitarbeitern in Kaufhäusern etc. finde ich es aber unnötig, regelmäßig mehr Geld zu fordern. Tarifverträge sind etwas sehr gutes und sie gehören auch alle paar Jahre neu ausgehandelt. Darüber hinaus führen Streiks meiner Meinung nach nur zu Schaden. Wenn die Bürger unter den Streiks leiden (ich weiß dass es ein ach so schön hartes Mittel ist und auch dass Bürger unter Pilotenstreiks leiden), geht es für mich einfach zu weit.
      Der Schaden der den Bürgern bei Streiks beispielsweise im Personennahverkehr entsteht, interessiert die Streikenden gar nicht. Aber wenn sie selbst unter den Streiks anderer Gewerkschaften leiden müss(t)en, ist das Geschrei groß. Jeder schaut nur auf sich selbst. Das ist auch sein gutes Recht. Trotzdem sind Streiks sicher (meiner Meinung nach) kein gutes Argument für die soziale Ausprägung einer Gesellschaft.

      Viel Text - Viel Gerede... Cliffs:
      -Für mehr Geld streiken soll jeder, der es sich in seiner Position erlauben kann.
      -Streiks unter denen die Bürger leiden, sind scheiße.
      -Kapitalismus ist cool :P
    • DiscoRpion
      DiscoRpion
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 8.972
      Original von daumi
      Original von hanratty
      weil meiner Meinung nach die Streiks in Deutschland langsam Überhand nehmen
      DISCUSS
      lol lange nicht so einen völlig Quatsch gelesen!!
      wo hast du denn bitte deine undifferenzierte und naive Sichtweise her?
      zum Streikverhalten der Deutschen
      http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2014/03/60367/

      Zur Lohnentwicklung der Deutschen


      und hier noch was über das Vermögen der allzu raffgierigen Arbeitnehmer
      http://www.focus.de/finanzen/banken/zinsen/schleichende-enteignung-wie-die-inflation-die-ersparnisse-wegknabbert_aid_1070466.html

      bitte lesen und verstehen und dann nochmal über den Sachverhalt nachdenken!
      Gruß Daumi
      Manche Leute sollten vielleicht mal lernen, andere MEINUNGEN zu respektieren und sie nicht einfach als Quatsch zu bezeichnen. OP schreibt deutlich, dass es seine Meinung ist. Es ist löblich, dass du Zahlen lieferst um seinen Irrtum aufzuklären - deine Wortwahl ist jedoch überheblich und nicht zielführend...

      Und auch wenn die Streikzahlen rückläufig sind, so bleibt es OP nicht verwehrt über das Thema Streiks und deren Sinnhaftigkeit zu reden/diskutieren.
      Oder was soll die Aussage deines Beitrags sein? Deine Meinung hast du ja nicht formuliert...

      edit: Jetzt erst den über 1 Jahr alten Beitrag über Inflation/Zinssätze angeschaut.
      Das Argument, welches du damit OP bezüglich Streiks entgegenhalten willst, sehe ich aber spontan nicht.
      Die Aussage "Jeder soll streiken, weil er sonst weniger Zinsen für sein Gespartes bekommt, als die Inflation frisst" kannst du ja nicht ernsthaft tätigen wollen ;)

      edit2: Die Inflationsrate hat sich seit Erscheinen deines Artikels halt auch einfach verändert...



      Der direkt Zusammenhang zu den Streiks besteht meiner Meinung nach (!) trotzdem nicht.
    • Justus
      Justus
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2005 Beiträge: 1.846
      Original von DiscoRpion

      Quelle:
      Random-Google-Link
      Lufthansa-Piloten gehören zu den bestbezahlten Angestellten Deutschlands. Nach Unternehmensangaben steigen junge Flugoffiziere nach der zweijährigen, zum guten Teil selbstbezahlten Flugschule mit einem Grundgehalt von 55.500 Euro ein, das inklusive Zulagen für Schichtdienst und Flugstunden über das vereinbarte Maß hinaus ein Anfangsgehalt von rund 73.000 Euro ergeben kann.

      Nahezu jedes Jahr folgt nun nach dem sogenannten Senioritätsprinzip die nächste Gehaltsstufe. Nach derzeit 23 Schritten ist die oberste Kapitänsstufe mit einem Grundgehalt von 193.000 Euro erreicht, inklusive Zulagen können das dann mehr als 225.000 Euro brutto werden



      Stimmt, wenn die nicht unverzüglich mehr verdienen, werden sie bald mindestens einen, wenn nicht gar zwei, Nebenjob(s) ausführen müssen... :rolleyes:
      Wie du selbst gequotet hast, müssen die Piloten ihre 2-jährige Ausbildung zum guten Teil erstmal selbst finanzieren, d.h. wenn sie dann mit arbeiten anfangen müssen sie diese Schulden erstmal wieder abbezahlen (+ Zinsen). Das müssen die wenigsten anderen Berufsgruppen, von daher ist ein hohes Startgehalt sicherlich nicht verkehrt.
      Dazu arbeiten sie nicht 8-16 Uhr und haben dann Feierabend und können mit ihren Kindern spielen oder TV gucken, die meisten fliegen zu allen möglichen Zeiten und sind natürlich bei Langstreckenflügen dann auch mal 2-3 Tage weg.
      Auch sowas muss, abgesehen von der Verantwortung etc., bezahlt werden. Ob sie am Ende ihrer Dienstzeit dann auf die 200k zugehen müssen ist ne andere Frage, am Hungertuch nagen sie aktuell natürlich auch nicht, aber dennoch halte ich es nicht für realitätsfern dass sie ein hohes Gehalt haben müssen und dafür auch streiken sollten.

      Und Aussagen wie "sie gehören zu den bestbezahlten Angestellten" oder "Sanitäter im Not-Nachtdienst retten Leben, haben auch viel Verantwortung aber bekommen weniger" gehören nicht in die Kategorie "die Piloten kriegen zuviel" sondern in die Kategorie "einige andere Berufsgruppen kriegen zuwenig", nur da können die Piloten ja nichts für.
      Das ist zumindest meine Meinung.
    • DiscoRpion
      DiscoRpion
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2006 Beiträge: 8.972
      Original von Justus
      Original von DiscoRpion

      Quelle:
      Random-Google-Link
      Lufthansa-Piloten gehören zu den bestbezahlten Angestellten Deutschlands. Nach Unternehmensangaben steigen junge Flugoffiziere nach der zweijährigen, zum guten Teil selbstbezahlten Flugschule mit einem Grundgehalt von 55.500 Euro ein, das inklusive Zulagen für Schichtdienst und Flugstunden über das vereinbarte Maß hinaus ein Anfangsgehalt von rund 73.000 Euro ergeben kann.

      Nahezu jedes Jahr folgt nun nach dem sogenannten Senioritätsprinzip die nächste Gehaltsstufe. Nach derzeit 23 Schritten ist die oberste Kapitänsstufe mit einem Grundgehalt von 193.000 Euro erreicht, inklusive Zulagen können das dann mehr als 225.000 Euro brutto werden



      Stimmt, wenn die nicht unverzüglich mehr verdienen, werden sie bald mindestens einen, wenn nicht gar zwei, Nebenjob(s) ausführen müssen... :rolleyes:
      Wie du selbst gequotet hast, müssen die Piloten ihre 2-jährige Ausbildung zum guten Teil erstmal selbst finanzieren, d.h. wenn sie dann mit arbeiten anfangen müssen sie diese Schulden erstmal wieder abbezahlen (+ Zinsen). Das müssen die wenigsten anderen Berufsgruppen, von daher ist ein hohes Startgehalt sicherlich nicht verkehrt.
      Dazu arbeiten sie nicht 8-16 Uhr und haben dann Feierabend und können mit ihren Kindern spielen oder TV gucken, die meisten fliegen zu allen möglichen Zeiten und sind natürlich bei Langstreckenflügen dann auch mal 2-3 Tage weg.
      Auch sowas muss, abgesehen von der Verantwortung etc., bezahlt werden. Ob sie am Ende ihrer Dienstzeit dann auf die 200k zugehen müssen ist ne andere Frage, am Hungertuch nagen sie aktuell natürlich auch nicht, aber dennoch halte ich es nicht für realitätsfern dass sie ein hohes Gehalt haben müssen und dafür auch streiken sollten.

      Und Aussagen wie "sie gehören zu den bestbezahlten Angestellten" oder "Sanitäter im Not-Nachtdienst retten Leben, haben auch viel Verantwortung aber bekommen weniger" gehören nicht in die Kategorie "die Piloten kriegen zuviel" sondern in die Kategorie "einige andere Berufsgruppen kriegen zuwenig", nur da können die Piloten ja nichts für.
      Das ist zumindest meine Meinung.
      Da gebe ich dir absolut Recht.
      Und wenn du weitergelesen haben solltest, wirst du auch sehen, dass ich den Piloten ein sehr hohes Gehalt und auch Streiks zugestehe.
      Anderen nicht unbedingt.
      Hatte übrigens irgendwo, irgendwann mal eine Diskussion darüber, ob ein ausgebildeter Pilot an die Fluggesellschaft "gebunden" werden darf, oder nicht. Gibt nämlich auch einige Piloten deren Ausbildung von der Fluggesellschaft bezahlt wird und dann finde ich es auch richtig, wenn die Fluggesellschaft sagt "nun musst du aber auch 10 Jahre für uns arbeiten...".

      Also noch mal kurz: Richtig, Piloten sollten aus vielen Gründen ein sehr sehr gutes Gehalt bekommen. Und dafür dürfen sie auch streiken.
      Interessant wäre für mich(!) die Frage: Welche andere Berufsgruppe (Flugaufsicht bitte auch mal rauslassen) arbeiten unter ähnlichen Umständen und sollten ähnlich gut entlohnt werden?
    • ElHive
      ElHive
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2007 Beiträge: 7.691
      Beim LH-Streik gehts doch primär darum, dass die Piloten weiterhin mit 55 in Rente gehen können und sie bis zum Rentenbeginn Ausgleichszahlungen erhalten während die Lufthansa das nicht mehr bezahlen will. Kann beide Seiten verstehen.

      Beim DB-Streik geht es aber imo um etwas anderes, da will die GDL ihre Macht ausbauen indem sie das Zugpersonal mit der normalen Forderung nach 5% mehr Lohn bei gleichzeitig völlig realitsferner Forderung nach 2 Stunden weniger Wochenarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich von der EVG unter das eigene Dach locken will. Glaube, eine solche Forderung gab es das letzte Mal Ende der 80er Jahre.
    • Synovate
      Synovate
      Bronze
      Dabei seit: 09.12.2008 Beiträge: 980
      Angesichts der Reallohnentwicklung der letzten 20 Jahre in D, vor allem im Verhältnis zu der Entwicklung der Unternehmensgewinne, finde ich eher, dass in D viel zu wenig gestreikt wird.

      Das Thema würde mMn besser in den Forenbereich "Geschichte und Politik" passen.