Streiks

    • anyanywhere
      anyanywhere
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2009 Beiträge: 820
      Original von Fantomas741
      Original von sarc
      Original von bl4ze88
      edit: Tatsache ist einfach, dass der Streik lange vorher angekündigt wurde. Uninformierte hätten sich spätestens nach dem 1. Streik darüber auf dem Laufenden halten - und damit meine ich gerade Personen, die auf die Bahn angewiesen sind und sich schon einmal eine Alternative suchen müssen.
      Allerspätestens allerdings beim 2. Streik hätte man sich informieren MÜSSEN.
      Wer über die 4 Tage nicht zur Arbeit kommt und immernoch den Streikenden die Schuld dafür gibt, sollte sich gegebenenfalls mal Gedanken machen.

      Gruß
      Ein Bahnfahrender
      Hast du prinzipiell recht, diesmal wars tatsächlich deutlich früher angekündigt als bei den ersten Streiks. Aber mal ne konkrete Nachfrage: Was siehst du da als Alternativen? Nehmen wir jemanden, der ne Strecke fahren muss, die zu weit fürs Fahrrad ist, die Bahn dort komplett ausfällt und der keinen Führerschein hat. Siehst du 3h Fahrtzeit mit Bussen oder alternativ 50€+ Taxikosten (jeweils einfach) als realistische Alternative an?
      Dann Wohnt man offensichtlich an einer Nebenstrecke und sollte sich freuen das die Bahn überhaupt noch dahin fährt :)
      Bei mir gibt es z.B. keine Alternativen und ich bin zur Zeit auf die Bahn angewiesen. Am besten ist dann noch der "Verspätungsalarm" und der "Notfahrplan", welcher jetzt bei noch keinem Streik gepasst hat, sodass ich anstatt 30min Fahrzeit die letzten zwei Tage jeweils 2,5std einfach unterwegs war. Ist natürlich nicht so spassig, wenn man wichtige Termine in der Früh hat und dann um 05:30 aus dem Haus muss, nur weil die Bahn nichtmal ihren Notfahrplan gebacken bekommt. :|




    • DarkZonk
      DarkZonk
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2008 Beiträge: 19.964
      dieser thread amüsiert mich sehr....

      ich glaube jeder normaldenkende Mensch weiß, dass das Recht auf Streik eine wichtuge Errungenschaft von fortschrittlichen Gesellschaften ist. Von diesem Recht sollen die Arbeitnehmer natürlich auch Gebrauch machen dürfen.
      Was nur komisch ist: Fällt hier irgendjemandem irgendeine andere Berufsgruppe ein, die auch nur annähernd so oft streikt wie die Lokführer/die GdL? Ich bin jetzt seit etwas mehr als fünf Jahren in der Uni und bin dadurch auf die Bahn angewiesen.. in diesen 5,2 Jahren gab es DREI mal streik der GdL... die streiken also quasi alle 1.5 Jahre wegen irgendwas.

      Das was die GdL tut ist kein normaler, angemessener Arbeitskampf, sondern es grenzt an Machtmissbrauch. Die Lokführer können mit ihrem Streik eine ganz Gesellschaft lahm legen. Dieser Macht sind sie sich bewusst, daher können sie auch immer wieder streiken. Ich finde es toll wie hier im Thread immer nur gesagt wird, dass ja die Bahn ihre Mitarbeiter ausbeutet... andersrum ist es also völlig unmöglich? Es ist quasi komplett undenkbar, dass sich die GdL ihrer Macht bewusst ist und dies auch ausnutzt, um sich somit deutliche Vorteile zu beschaffen.

      Warum fällt der GdL plötzlich jetzt ein, 1.5 Jahre nach dem letzten Streik, dass man jetzt ja plötzlich für Zugbegleiter udn co verhandeln will? Hätte man ja nicht währen ddes letzten Streiks schon machen können? Ne, lieber alle 1.5 Jahre das Land lahmlegen, weil man es kann.

      Wenn ich dann dieses Video von Karoel sehe: Lokführer sind jetzt die tollstne Menschen. Sie fahren ihre Bahn bei Wind und Wetter... UND DAS NUR FÜR MICH. Ich bin so glücklich, dass diese Menschen, die eigtl viel besser als wir sind, sich erbarmen, dieses Fortbewegungsmittel für mich zu fahren - ich finde 100k netto/jahr wären da schon angemessen :facepalm: . Das ganze unterlegt man dann noch mit so einer behinderten Musik.

      Original von knuddelhundi


      ach ja und wieviel nullrunden sind dem vorrausgegangen?


      da der letzte Streik ja erst 1.5 Jahre zurückliegt, braucht man glaube ich nur so 1-2 Finger. :facepalm:


      Warum schließt Weselsky eigentlich den sehr vernünftigen Vorschlag aus, dass EVG und GdL gemeinsam verhandeln sollen? Das ist doch das einzige was Sinn macht. Wenn nun beide Gewerkschaften eigens verhandeln, führt es doch IMMER dazu, dass eine Gewerkschaft schlechtere Verträge hat. Wenn dann jeder so dermaßen assozial wie Weselsky ist, streiken einfach beide Gewerkschaften im Wechsel, weil ja immer eine Gewerkschaft schlechter dran ist - dann liegt der Verkehr auf der Schiene jetzt für immer lahm. Geile Sache - geiler Arbeitskampf :facepalm:

      Original von wusah

      Würde es Horden an geeigneten Menschen geben, die sich für 1600-2000€ netto den Arbeitszeiten, dem "Stress" und der Verantwortung eines Lokführers aussetzen würden, dann hätten wir jetzt keinen Streik.
      mir fallen genug menschen, die für gleich viel oder weniger geld eine deutlich anspruchsvollere arbeit machen... im Endeffekt ist e shalt wirklich nur ein paar knöpfe drücken. Es kann nicht jeder, das will ich gar nicht sagen, aber man muss nu auch nicht so tun, als man 10 Jahren studieren muss, um Lokführer zu werden.

      Original von WarTop

      Dann lasse ich Arbeit Arbeit sein.
      jo, so läuft die gesellschaft :facepalm:




    • extrapartner
      extrapartner
      Bronze
      Dabei seit: 26.09.2007 Beiträge: 6.402
      Von mir aus kann das Streikrecht so beibehalten werden. Allerdings sollten zukünftig aus der Streikkasse nicht nur die Zahlungen des Streikgeldes zu tätigen sondern auch sämtliche, Dritten direkt entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden zu begleichen sein. Dann wird der Streik wieder zu dem, was er sein soll - nämlich ultima ratio, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.
    • r0cket1108
      r0cket1108
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2010 Beiträge: 469
      Original von extrapartner
      Von mir aus kann das Streikrecht so beibehalten werden. Allerdings sollten zukünftig aus der Streikkasse nicht nur die Zahlungen des Streikgeldes zu tätigen sondern auch sämtliche, Dritten direkt entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden zu begleichen sein. Dann wird der Streik wieder zu dem, was er sein soll - nämlich ultima ratio, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.
      selten was dämlicheres gelesen..
    • dak113
      dak113
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2009 Beiträge: 4.924
      Über gewisse Anpassungen des Streikrechts kann man imo durchaus reden, denn so wie es aussieht kann die GDL (zeitweise) wirklich komplett ohne Konsequenzen ihre Macht ausspielen:

      Falls der dbb die üblichen 50 Euro pro Tag und Streikendem überweisen sollte, hätte die GDL ihre Kosten komplett abgedeckt. Sie könnte somit den Arbeitskampf ohne Rücksicht auf den eigenen finanziellen Spielraum fortsetzen


      http://www.tagesschau.de/wirtschaft/gdl-113.html

      Von fairem Arbeitskampf kann man da imo kaum noch sprechen.
    • KiliHH
      KiliHH
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2007 Beiträge: 4.294
      Ich höre hier nur mimimimi die böse GDL. Warum und wieso sie so umfangreich streiken, darüber denken nur wenige nach.

    • daberndl
      daberndl
      Black
      Dabei seit: 23.03.2008 Beiträge: 17.506
      Original von DarkZonk
      dieser thread amüsiert mich sehr....

      ich glaube jeder normaldenkende Mensch weiß, dass das Recht auf Streik eine wichtuge Errungenschaft von fortschrittlichen Gesellschaften ist. Von diesem Recht sollen die Arbeitnehmer natürlich auch Gebrauch machen dürfen.
      Was nur komisch ist: Fällt hier irgendjemandem irgendeine andere Berufsgruppe ein, die auch nur annähernd so oft streikt wie die Lokführer/die GdL? Ich bin jetzt seit etwas mehr als fünf Jahren in der Uni und bin dadurch auf die Bahn angewiesen.. in diesen 5,2 Jahren gab es DREI mal streik der GdL... die streiken also quasi alle 1.5 Jahre wegen irgendwas.

      Das was die GdL tut ist kein normaler, angemessener Arbeitskampf, sondern es grenzt an Machtmissbrauch. Die Lokführer können mit ihrem Streik eine ganz Gesellschaft lahm legen. Dieser Macht sind sie sich bewusst, daher können sie auch immer wieder streiken. Ich finde es toll wie hier im Thread immer nur gesagt wird, dass ja die Bahn ihre Mitarbeiter ausbeutet... andersrum ist es also völlig unmöglich? Es ist quasi komplett undenkbar, dass sich die GdL ihrer Macht bewusst ist und dies auch ausnutzt, um sich somit deutliche Vorteile zu beschaffen.

      Warum fällt der GdL plötzlich jetzt ein, 1.5 Jahre nach dem letzten Streik, dass man jetzt ja plötzlich für Zugbegleiter udn co verhandeln will? Hätte man ja nicht währen ddes letzten Streiks schon machen können? Ne, lieber alle 1.5 Jahre das Land lahmlegen, weil man es kann.

      Wenn ich dann dieses Video von Karoel sehe: Lokführer sind jetzt die tollstne Menschen. Sie fahren ihre Bahn bei Wind und Wetter... UND DAS NUR FÜR MICH. Ich bin so glücklich, dass diese Menschen, die eigtl viel besser als wir sind, sich erbarmen, dieses Fortbewegungsmittel für mich zu fahren - ich finde 100k netto/jahr wären da schon angemessen :facepalm: . Das ganze unterlegt man dann noch mit so einer behinderten Musik.

      Original von knuddelhundi


      ach ja und wieviel nullrunden sind dem vorrausgegangen?


      da der letzte Streik ja erst 1.5 Jahre zurückliegt, braucht man glaube ich nur so 1-2 Finger. :facepalm:


      Warum schließt Weselsky eigentlich den sehr vernünftigen Vorschlag aus, dass EVG und GdL gemeinsam verhandeln sollen? Das ist doch das einzige was Sinn macht. Wenn nun beide Gewerkschaften eigens verhandeln, führt es doch IMMER dazu, dass eine Gewerkschaft schlechtere Verträge hat. Wenn dann jeder so dermaßen assozial wie Weselsky ist, streiken einfach beide Gewerkschaften im Wechsel, weil ja immer eine Gewerkschaft schlechter dran ist - dann liegt der Verkehr auf der Schiene jetzt für immer lahm. Geile Sache - geiler Arbeitskampf :facepalm:

      Original von wusah

      Würde es Horden an geeigneten Menschen geben, die sich für 1600-2000€ netto den Arbeitszeiten, dem "Stress" und der Verantwortung eines Lokführers aussetzen würden, dann hätten wir jetzt keinen Streik.
      mir fallen genug menschen, die für gleich viel oder weniger geld eine deutlich anspruchsvollere arbeit machen... im Endeffekt ist e shalt wirklich nur ein paar knöpfe drücken. Es kann nicht jeder, das will ich gar nicht sagen, aber man muss nu auch nicht so tun, als man 10 Jahren studieren muss, um Lokführer zu werden.

      Original von WarTop

      Dann lasse ich Arbeit Arbeit sein.
      jo, so läuft die gesellschaft :facepalm:




      obv exmod is obv, die gdl kann erst jetzt für ihre anderen mitglieder verhandeln, weil es vorher einen "exklusiven" tarifvertrag mit der evg gab, der ist jetzt eben abgelaufen und jetzt versucht die gdl auch die interessen ihrer anderen mitglieder durchzusetzen.

      die evg ist im übrigen die nachfolgergewerkschaft der gewerkschaft, die bei der bahnprivatisierung damals alles abgenickt hat und deren vorsitzender dann anschließend in denr vorstand der bahn gewechselt ist. selbst du könntest also verstehen, warum sich bahnangestellte vielleicht lieber von der gdl vertreten lassen.

      es ist auch kein vernünftiger vorschlag, dass diese beiden gewerkschaften gemeinsam verhandeln sollen, weil die bahn darauf besteht, dass sie keine unterschiedlichen tarife aushandeln dürfen. was sie also bei den nächsten verhandlungen sagen wird ist "stell dich nich so an gdl, die evg schluckts doch auch, wie in den letzten 20 jahren schon".
    • larseda
      larseda
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 9.299
      Original von extrapartner
      Von mir aus kann das Streikrecht so beibehalten werden. Allerdings sollten zukünftig aus der Streikkasse nicht nur die Zahlungen des Streikgeldes zu tätigen sondern auch sämtliche, Dritten direkt entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden zu begleichen sein. Dann wird der Streik wieder zu dem, was er sein soll - nämlich ultima ratio, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.
      super idee
      wenn du das nächste Krank bist, dann sollte dir der Chef auch alle folgekosten in Rechnung stellung dürfen
      ist ja nicht seine schuld, dass du krank wirst und es wäre ungerecht, wenn ihm dafür schaden entsteht.
      also spar schon ma paar k für deinen nächsten krankentage ...
    • extrapartner
      extrapartner
      Bronze
      Dabei seit: 26.09.2007 Beiträge: 6.402
      Vorsätzliche Arbeitsniederlegung und Krankheit gehören also in einen Topf? Super Vergleich.
      Brauch ich auch keine Privathaftpflicht mehr. Wenn ich jemandem einen Schaden verursache, kann das schließlich auch der Steuerzahler übernehmen. Pech gehabt, Trottel. Who cares...
    • larseda
      larseda
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2006 Beiträge: 9.299
      Original von extrapartner
      Vorsätzliche Arbeitsniederlegung und Krankheit gehören also in einen Topf? Super Vergleich.
      Brauch ich auch keine Privathaftpflicht mehr. Wenn ich jemandem einen Schaden verursache, kann das schließlich auch der Steuerzahler übernehmen. Pech gehabt, Trottel. Who cares...
      ISt jetzt dein Arbeitgeber schuld, wenn du krank wirst ?
      Oder schickt der liebe Gott uns Krankheiten ?

      zieh dich halt immer warm an ... nimm vorbeugend schonma pillen ... dann wirst du auch nicht krank
      oder is jetzt dein arbeitgeber dafür da, dass er dir im winter nen schal rauslegt ?
    • DarkZonk
      DarkZonk
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2008 Beiträge: 19.964
      Original von daberndl
      Original von DarkZonk
      dieser thread amüsiert mich sehr....

      ich glaube jeder normaldenkende Mensch weiß, dass das Recht auf Streik eine wichtuge Errungenschaft von fortschrittlichen Gesellschaften ist. Von diesem Recht sollen die Arbeitnehmer natürlich auch Gebrauch machen dürfen.
      Was nur komisch ist: Fällt hier irgendjemandem irgendeine andere Berufsgruppe ein, die auch nur annähernd so oft streikt wie die Lokführer/die GdL? Ich bin jetzt seit etwas mehr als fünf Jahren in der Uni und bin dadurch auf die Bahn angewiesen.. in diesen 5,2 Jahren gab es DREI mal streik der GdL... die streiken also quasi alle 1.5 Jahre wegen irgendwas.

      Das was die GdL tut ist kein normaler, angemessener Arbeitskampf, sondern es grenzt an Machtmissbrauch. Die Lokführer können mit ihrem Streik eine ganz Gesellschaft lahm legen. Dieser Macht sind sie sich bewusst, daher können sie auch immer wieder streiken. Ich finde es toll wie hier im Thread immer nur gesagt wird, dass ja die Bahn ihre Mitarbeiter ausbeutet... andersrum ist es also völlig unmöglich? Es ist quasi komplett undenkbar, dass sich die GdL ihrer Macht bewusst ist und dies auch ausnutzt, um sich somit deutliche Vorteile zu beschaffen.

      Warum fällt der GdL plötzlich jetzt ein, 1.5 Jahre nach dem letzten Streik, dass man jetzt ja plötzlich für Zugbegleiter udn co verhandeln will? Hätte man ja nicht währen ddes letzten Streiks schon machen können? Ne, lieber alle 1.5 Jahre das Land lahmlegen, weil man es kann.

      Wenn ich dann dieses Video von Karoel sehe: Lokführer sind jetzt die tollstne Menschen. Sie fahren ihre Bahn bei Wind und Wetter... UND DAS NUR FÜR MICH. Ich bin so glücklich, dass diese Menschen, die eigtl viel besser als wir sind, sich erbarmen, dieses Fortbewegungsmittel für mich zu fahren - ich finde 100k netto/jahr wären da schon angemessen :facepalm: . Das ganze unterlegt man dann noch mit so einer behinderten Musik.

      Original von knuddelhundi


      ach ja und wieviel nullrunden sind dem vorrausgegangen?


      da der letzte Streik ja erst 1.5 Jahre zurückliegt, braucht man glaube ich nur so 1-2 Finger. :facepalm:


      Warum schließt Weselsky eigentlich den sehr vernünftigen Vorschlag aus, dass EVG und GdL gemeinsam verhandeln sollen? Das ist doch das einzige was Sinn macht. Wenn nun beide Gewerkschaften eigens verhandeln, führt es doch IMMER dazu, dass eine Gewerkschaft schlechtere Verträge hat. Wenn dann jeder so dermaßen assozial wie Weselsky ist, streiken einfach beide Gewerkschaften im Wechsel, weil ja immer eine Gewerkschaft schlechter dran ist - dann liegt der Verkehr auf der Schiene jetzt für immer lahm. Geile Sache - geiler Arbeitskampf :facepalm:

      Original von wusah

      Würde es Horden an geeigneten Menschen geben, die sich für 1600-2000€ netto den Arbeitszeiten, dem "Stress" und der Verantwortung eines Lokführers aussetzen würden, dann hätten wir jetzt keinen Streik.
      mir fallen genug menschen, die für gleich viel oder weniger geld eine deutlich anspruchsvollere arbeit machen... im Endeffekt ist e shalt wirklich nur ein paar knöpfe drücken. Es kann nicht jeder, das will ich gar nicht sagen, aber man muss nu auch nicht so tun, als man 10 Jahren studieren muss, um Lokführer zu werden.

      Original von WarTop

      Dann lasse ich Arbeit Arbeit sein.
      jo, so läuft die gesellschaft :facepalm:




      obv exmod is obv, die gdl kann erst jetzt für ihre anderen mitglieder verhandeln, weil es vorher einen "exklusiven" tarifvertrag mit der evg gab, der ist jetzt eben abgelaufen und jetzt versucht die gdl auch die interessen ihrer anderen mitglieder durchzusetzen.

      die evg ist im übrigen die nachfolgergewerkschaft der gewerkschaft, die bei der bahnprivatisierung damals alles abgenickt hat und deren vorsitzender dann anschließend in denr vorstand der bahn gewechselt ist. selbst du könntest also verstehen, warum sich bahnangestellte vielleicht lieber von der gdl vertreten lassen.

      es ist auch kein vernünftiger vorschlag, dass diese beiden gewerkschaften gemeinsam verhandeln sollen, weil die bahn darauf besteht, dass sie keine unterschiedlichen tarife aushandeln dürfen. was sie also bei den nächsten verhandlungen sagen wird ist "stell dich nich so an gdl, die evg schluckts doch auch, wie in den letzten 20 jahren schon".
      so obv, dass grade du hier antwortest :D .

      Die erste Frage ist doch ersmtal, warum sich Zugbegleiter und co einer Gewerkschaft anschließen, die gar kein Vertretungsrecht für sie besitzt. VOn mir aus kann die GdL die gerne aufnehmen... aber es ist dann doch etwas schizophren dann auch zu fordern, für diese die entscheidung zu treffen. Sonst können jetzt ja auch einfach mal alle Maurer der Cockpit beitreten.

      Es ist obv nicht so geil, wenn der Kopf einer Gewerkschaft von der Bahn quasi "gekauft" ist... aber die EVG sind halt genug Leute, die auch intern dann mal widerstand gegen sowas leisten könnten. sowas funktioniert in demokratien. Wenn aber die Mitglieder der EVG sowas schweigend hinnehmen und erst hinterher darüber wütend sind, muss man auch mit den konsequenzen leben.

      Und die tatsache, dass die bahn keine unterschiedlichen Verträge aushandeln will, ist absolut nachvollziehbar. Sonst kann es halt passieren, dass die beiden Gewerkschaften immer in Wechsel streiken, weil immer eine gewerkschaft den schlechteren tarif hat.
    • Khrano
      Khrano
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2009 Beiträge: 25.581
      Aber es ist auch das gute Recht der Arbeitnehmer die Gewerkschaft zu wechseln, wenn sie mit Verhandlungsergebnissen ihrer Gewerkschaft unzufrieden sind. Wenn also die EVG insgesamt keine gute Verhandlungsposition hatte und nicht ausreichend Willensstärke in Verhandlungen gezeigt hat, dann führt das natürlich zur Unzufriedenheit bei den Mitgliedern. Es ist dann deren gutes Recht, dass sie sich eine neue Gewerkschaft suchen, in diesem Falle die GDL, statt - wie du es sagst - demokratische etwas intern an der EVG zu ändern.

      Die GDL ist übrigens seit 2002 keine reine Gewerkschaft für Lokführer mehr, auch wenn es der Name anmuten lässt, es ist daher nicht unverständlich, dass auch andere Bahnbedienstete sich von der GDL vertreten lassen. Die Forderung ist daher alles andere als Schizophren. Cockpit könnte sich neben Piloten und Flugingenieuren auch für Flugbegleiter öffnen und diese genau so vertreten. Das hätte auch nichts mit Schizophrenie zu tun.

      Die breite Bevölkerung will ein individuelles Recht eingrenzen, weil man eben selbst davon betroffen ist und es daher nicht unterstützen will. Die öffentliche Meinung darf hier aber keinen Einfluss auf die fundamentalen Rechte der Arbeitnehmer haben, wenn es nicht mehr in den Kram passt. Das ist der Grund, warum das Streikrecht im Grundgesetz verankert ist, um vor solcher Emotionalisierung geschützt zu sein. Durch die negative Berichterstattung über die GDL und Weselsky haben die Medien einen erschreckenden Einfluss auf die öffentliche Meinung zu den Streiks genommen. Hätte es bereits zu Beginn eine neutrale Berichterstattung zum fundamentalen Problem von Streiks - wie es sie momentan gibt - gegeben, dann sähen die Meinungsumfragen momentan sicherlich anders aus.
    • daberndl
      daberndl
      Black
      Dabei seit: 23.03.2008 Beiträge: 17.506
      die antwort auf die frage ist relativ einfach, sie fühlen sich höchstwarscheinlich von ihrer aktuellen gewerkschaft schlecht vertreten. es ist rechtlich vollkommen korrekt, was da passiert, sonst wäre das schon längst unterbunden worden. wenn geltendes deutsches recht für dich also schizophren ist, dann ist das wohl so.

      und natürlich ist das aus sicht der bahn nachvollziehbar, dass sie wollen das die gdl so wenig leute wie möglich vertritt, weil die eben deutlich unbequemer ist. genauso ist es doch aber verständlich, wenn die gdl weder dazu verpflichtet werden will, die gleichen tarife wie die evg auszuhandeln noch sonst irgendwo mit denen zusammenarbeiten will, wenn man über deren vergangenheit bescheid weiß.

      nur weil ich die sichtweise der bahn verstehe, heißt das noch lange nicht, dass das was die gdl macht, falsch ist. ich stimme ja zu, dass es an sich nicht optimal ist, wenn sich 2 oder mehr gewerkschaften dann einen wettstreit liefern und die bahn keine ruhe mehr hat. aber es hat die bahn auch keiner dazu gezwungen gewerkschaftsführer zu bestechen, insofern ernten die jetzt auch nur was sie gesät haben.
    • hanratty
      hanratty
      Bronze
      Dabei seit: 18.02.2008 Beiträge: 1.905
      Wenn man per Gesetz keine Wahl hat außer das Geld rauszuhauen, kann die Bahn dann eigentlich zumindest mit der GDL einen 5-Jahresvertrag aushandeln der künftige Streiks verhindert?

      Ansonsten, ich würd ja insta 5 Nullrunden für 2015-2020 für Lokführer ankündigen ... wegen den Gewinneinbußen / Unterschieden im Gehaltsgefüge.

      Nee ernsthaft, wie behindert muss das sein im Vorstand der Bahn zu arbeiten. Selbst wenn ein Dorf in Hintertuxingen den Bahnhof abgestellt bekommt weil sich die Halts nicht lohnen gibts insta Beschwerden ...



      edit: Hm, noch besser wäre eine "Neuprüfung" des Fahrplans bei dem dann rauskommt dass 15% der Lockführer eingespart werden können. Und weils die Beamten nicht trifft werden halt 1000 GDL-Lokführer betriebsbedingt gekündigt.

      Oh man ich wär n guter Chef :tongue:
    • wusah
      wusah
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2006 Beiträge: 16.318
      WiIng Ersti zufällig?
    • Pokerfox68
      Pokerfox68
      Bronze
      Dabei seit: 25.08.2006 Beiträge: 2.569
      Original von larseda
      Original von extrapartner
      Von mir aus kann das Streikrecht so beibehalten werden. Allerdings sollten zukünftig aus der Streikkasse nicht nur die Zahlungen des Streikgeldes zu tätigen sondern auch sämtliche, Dritten direkt entstehenden volkswirtschaftlichen Schäden zu begleichen sein. Dann wird der Streik wieder zu dem, was er sein soll - nämlich ultima ratio, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.
      super idee
      wenn du das nächste Krank bist, dann sollte dir der Chef auch alle folgekosten in Rechnung stellung dürfen
      ist ja nicht seine schuld, dass du krank wirst und es wäre ungerecht, wenn ihm dafür schaden entsteht.
      also spar schon ma paar k für deinen nächsten krankentage ...
      Mit den Kranktagen hätt ich eine andere Lösung. Jeder AN erhält 5 Tage mehr Urlaub im Jahr, dafür werden ihm für jeden 2. Kranktag ein Tag Urlaub abgezogen. Maximal dürfen 10 tage Urlaub abgezogen werden. So werden die AN belohnt die das ganze Jahr nicht krank werden und für die Kranken einspringen müssen.
    • karoel
      karoel
      Bronze
      Dabei seit: 04.06.2006 Beiträge: 9.225
      Original von hanratty
      Wenn man per Gesetz keine Wahl hat außer das Geld rauszuhauen, kann die Bahn dann eigentlich zumindest mit der GDL einen 5-Jahresvertrag aushandeln der künftige Streiks verhindert?

      Ansonsten, ich würd ja insta 5 Nullrunden für 2015-2020 für Lokführer ankündigen ... wegen den Gewinneinbußen / Unterschieden im Gehaltsgefüge.

      Nee ernsthaft, wie behindert muss das sein im Vorstand der Bahn zu arbeiten. Selbst wenn ein Dorf in Hintertuxingen den Bahnhof abgestellt bekommt weil sich die Halts nicht lohnen gibts insta Beschwerden ...



      edit: Hm, noch besser wäre eine "Neuprüfung" des Fahrplans bei dem dann rauskommt dass 15% der Lockführer eingespart werden können. Und weils die Beamten nicht trifft werden halt 1000 GDL-Lokführer betriebsbedingt gekündigt.

      Oh man ich wär n guter Chef :tongue:
      Selbs wenn du 1000 Lokführer einparst, hättest du mal gerade eine ausgeglichene Personaldecke. Weißt du wieviele Züge taäglich ausfallen weil die Bahn zu wenig Personal hat :s_zZz:
    • daberndl
      daberndl
      Black
      Dabei seit: 23.03.2008 Beiträge: 17.506
      go karoel go!
    • Khrano
      Khrano
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2009 Beiträge: 25.581
      @hanratty: Inhalt von Tarifverträgen ist auch immer eine Laufzeit der Verträge. Das ist unter anderem auch der Grund, warum in bestimmten Branchen regelmäßig gestreikt wird. Die Verträge laufen aus und somit kommt es wieder zu neuen Tarifverhandlungen, ergo meistens auch zu neuen Streiks. Dass die Laufzeit begrenzt ist führt natürlich dazu, dass die Arbeitnehmer für eine bestimmte Zeit Lohnsicherheit haben. Der AG muss sich wiederum nicht für zu lange Zeit auf die Löhne festlegen und hat außerdem die Sicherheit, dass es in dem Zeitraum nicht zu weiteren Streiks kommt.

      Streiks sind somit in einigen Branchen ziemlich institutionalisiert und regelmäßig, weil alle Beteiligten sich auf die Tarifverhandlungen mit allen Facetten einstellen. Deshalb gehen AG auch mit Minimalangeboten in die Verhandlungen und die Gewerkschaften mit entsprechenden Maximalforderungen. Die Einigung liegt dann irgendwo in der Mitte. Gingen die AG mit einer realistischen Forderungen in die Tarifverhandlungen, dann würde das natürlich Futter für Gewerkschaften sein, die natürlich niemals direkt darauf eingehen würden, sondern ihre Maximalforderungen stehen ließen. Das Einigung würde dann zwischen real. Angebot und max. Forderung liegen, also weit über der Realität. Umgekehrtes gilt natürlich auch für realistische Forderung der Gewerkschaften und Minimalangeboten von AG.