BB/100? Samplesize? < Bankrollmanagement!!!!!

    • IckeDJK
      IckeDJK
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2006 Beiträge: 1.851
      Tach Leute,

      es kommen immer und immer wieder Threads hier im Forum auf, in denen gefragt wird, ob man bei einer Winrate von x/100 auf y Hände Winning- oder Loosing-Player ist; und es kommt immer die Standartantwort, "Deine Samplesize ist zu gering"!

      Wofür stellt man eigentlich immer wieder diese Fragen?

      Ich seh das ganze so:

      Wenn ich z.B. 500BB für ein Limit habe, dann kann ich es locker spielen, und auch Downswings in Kauf nehmen.

      Mache ich Gewinn und erreiche die 500BB für das nächst höhere limit, dann steige ich auf.

      Mache ich Verlust, dann steige ich wieder ab zum vorherige limit.

      Dabei ist es mir vollkommen egal, ob ich nun Winning- oder Loosing-Player bin. Mir ist es auch vollkommen egal, ob ich nun 50k, 25k oder "nur" 10k Hände auf dem limit gespielt habe.

      Hab ich die BB fürs höhere Limit zusammen: dann UP!

      Die hier immer wieder "geforderte" Samplesize von 500k Hände PRO LIMIT erreicht man sowieso nicht.

      Mein Ziel ist es die Limit-Leiter hochzuklettern; wenn ich das gut schaffe, gibt mir das genug Bestätigung.

      Die Leute, die hier immer wieder posten und schreiben, "ich hab nur 1,x/100, bin ich jetzt kein Winning-Player?", die sollten sich lieber mehr aufs Spiel konzentrieren, als auf diese blöde Winrate.

      "Ich kann nicht aufsteigen, ich hab noch keine 2BB/100 auf dem jetzigen Limit!"... Pff... Ich hab jetzt ca. 80k Hände SH (seit 0.5/1$ SH) insgesamt zusammen und bin kurz vor 3/6$. Dabei ist mir doch sch*** egal welchen BB/100 Wert ich habe und welche Samplesize ich vorweisen kann.

      Wichtig ist, was die Bankroll nachher aufweist!

      Das A und O ist das Bankrollmanagement!!!
      Nicht der BB/100 Wert oder die Samplesize!

      So, das ist meine Meinung zu dem Thema...

      Wer siehts genauso?

      Gruß
      Icke
  • 15 Antworten
    • seth69
      seth69
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2005 Beiträge: 97
      sehe das auch so.

      habe ich die br für das höhere limit spiele ich auch darauf, ob ich jetzt 5k oder 30k hände benötige ist mir total egal.
    • Binarystar
      Binarystar
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 932
      Original von IckeDJK

      Wer siehts genauso?
      Ich größtenteils schon.

      Abhängig vom eigenen Ziel kann aber ein Blick auf die BB/100 doch hilfreich sein, denke ich.

      Ich will z.B. regelmäßig Geld auscashen. Da habe ich ein deutliches Interesse an weniger starken Swings. Die (unausweichlichen) Downswings werden größer, je geringer mein Skillvorsprung zur Konkurrenz wird. Deshalb habe ich ein eher defensives BRM und lasse mir mehr Zeit mit dem Limitaufstieg.

      Bei schnellem Limitaufstieg greift irgendwann das Peter-Prinzip. Man steigt so lange auf, bis man überfordert ist (und der Upswing einen nicht mehr stützt), und stürzt dann wieder ab und fängt sich irgendwo. Am Anfang ist das für die meisten wohl ok. Wenn man aber mal intensive Downswing-Erfahrung gesammelt hat und sich über die eigenen Ziele klarer wird, kann es Sinn machen, auch das Verhältnis von eigenem Skill zur Konkurrenz im Auge zu behalten, das sich in BB/100 ausdrückt (große Samplesize vorausgesetzt).

      Der größte Vorteil davon ist wohl, dass man mehr Sicherheit hat, dass man nicht aufgrund von Upswing, sondern aufgrund von Skill aufsteigt. Das verringert die Downswings und schont die Nerven.
    • SteveWarris
      SteveWarris
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2007 Beiträge: 5.789
      Kommt drauf an was für ein Typ man ist. Kann man Rückschläge verkraften und geht wenig auf tilt spricht nichts gegen einen Aufstieg wenn die BR dafür stimmt. Dann kann man auch etwas riskofreudiger sein im BRM. Will man lieber etwas mehr Sicherheit sollte man sich schon etwas nach einem konservativen BRM und einer stabilen winrate orientieren.


      Ich denke PS.de empfiehlt halt eher die sichere Variante, was grundsätzlich nicht falsch ist. Gerade für die Anfänger.
    • Kilinho
      Kilinho
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2007 Beiträge: 774
      BRM ist das wichtigste zum Limitaufstieg - allerdings steht auch immer das man das Limit "nachhaltig" geschlagen haben sollte - da hilft die BB/100 Hands Statistik natürlich

      ich steig auf wenn ich genug BR hab und schaue mir die BB/100 Statistik an um mein Ego zu befriedigen :rolleyes:

      jeder wie er mag wahrscheinlich
    • puckl
      puckl
      Bronze
      Dabei seit: 04.11.2005 Beiträge: 427
      also ich mach es so und seh es so wie der topicersteller.
    • armi94
      armi94
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2006 Beiträge: 786
      #2, wenns nicht klappt halt absteigen
    • Tunneleffekt
      Tunneleffekt
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2007 Beiträge: 909
      Ich finde es ist wichtiger das man das Geld für einen Limitaufstieg hat. Wie lange man dafür spielt ist egal. ich versuche ja sowieso immer besser zu werden. Das Denken in BB/100 ist dann wichtig wenn man regelmässig auscashen will oder sogar davon leben will. Solange man aber sich im Limitaufstieg befindet ist es egal, solange man das Geld hat.
    • circe
      circe
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2005 Beiträge: 1.495
      Original von seth69
      sehe das auch so.

      habe ich die br für das höhere limit spiele ich auch darauf, ob ich jetzt 5k oder 30k hände benötige ist mir total egal.
      Und was machst Du, wenn Du dem höheren Limit spielerisch nicht gewachsen sein solltest?

      Eine große BR alleine ist meines Erachtens nicht ausreichend, denn wenn einem die Gegner spielerisch überlegen sind, werden sie mir früher oder später meine BR kaputt machen.

      Deswegen achte ich nicht nur auf ausreichend Finanzmittel, sondern zusätzlich auch noch auf die Winrate.

      Ich habe derzeit die BR für SSS NL 100 (100 buy-ins). Auf SSS NL10 bin ich aber nach 36K Händen lediglich break even player, bzw. 5,5 buy-ins im Minus.

      Unter diesen Umständen möchte ich nicht um höhere stakes spielen, obwohl ich natürlich ganz klar die erforderliche BR dazu hätte.

      Ich will erst einmal unter Beweis stellen, daß ich den meisten NL10 Spielern überlegen bin, dann sehe ich weiter.

      Liebe Grüße

      Christian
    • Binarystar
      Binarystar
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 932
      Original von circe
      Ich habe derzeit die BR für SSS NL 100 (100 buy-ins). Auf SSS NL10 bin ich aber nach 36K Händen lediglich break even player, bzw. 5,5 buy-ins im Minus.
      Ich denke, ein SEHR wichtiger Punkt ist, was man unter seiner Bankroll versteht.

      Meiner Meinung nach sollte man die Gewinne durch Boni nicht mit dazu zählen, so dass die (für den Limitaufstieg als Maßstab herangezogene) Bankroll nur aus tatsächlich erspielten Gewinnen besteht. Nur dann hat die BR auch eine gewisse Aussagefähigkeit über den eigenen Skill.

      Dann kann es z.B. nicht passieren, dass man auf NL10 breakeven spielt und die "BR" für NL100 hat.
    • Tunneleffekt
      Tunneleffekt
      Bronze
      Dabei seit: 25.06.2007 Beiträge: 909
      Und auch wenns Boni sind. Wenn die BR eicht steige ich auf, wenn ich verluste mache steige ich wieder ab.
    • Kyroka
      Kyroka
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 938
      Je nach Limit kann man locker mal 2BB/100 Bonus kassieren. Wenn man dann inklusive Bonus nur 0,5BB/100 hat, wird man eine Etage tiefer oft mehr Gewinn machen. Macht ja nun auch keinen Spass, wenn man auf einem Limit abgemetzelt wird.
    • Menace78
      Menace78
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2005 Beiträge: 675
      Prinzipiell richtig, wenn man das pure Aufsteigen in den Limits betrachtet. Egal wie hoch die BB/100 ist, solange sie positiv ist kommt man irgendwann aufs nächste Limit.

      ABER:

      Viel wichtiger ist doch der Aufwand/Nutzen vergleich.
      Wenn ich 3BB winning Player auf 1/2 war, dann will ich kein 1BB winning Player auf 2/4 sein, weil ich damit effektiv weniger Geld mache als zuvor.

      Man spielt eben immer das Limit auf dem man das meiste Geld verdient und nicht krampfhaft das, für welches die BR gerade mal so langt und man sich dort einen abkrebst.

      Alles andere ist -EV imho.
    • SwissDave
      SwissDave
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 637
      Nur auf den Skill kommt es an!!!

      Und der lässt sich natürlich am besten mit hoher Samplesize abschätzen, aber je nachdem kann man auch nur durch gutes beobachten/analysieren bei kleiner Samplesize abschätzen ob man die Gegner schlägt.

      Ich habe bis jetzt jedenfalls noch kein Limit wirklich nachhaltig geschlagen und spiele trotzdem 0.5/1 FL SH und fühl mich wohl dort.
      Bei den meisten gespielten Limits hab Ich <10k Hands und bei FL FR 0.25$/0.50$ breakeven über 12k Hands, wobei Ich meine wahre winrate dort auf ca. 1-1.5 BB/100 schätze (viele suckouts gehabt...)
    • Menace78
      Menace78
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2005 Beiträge: 675
      Original von SwissDave
      wobei Ich meine wahre winrate dort auf ca. 1-1.5 BB/100 schätze (viele suckouts gehabt...)
      Diese Rechnung geht nicht wirklich auf. In eine Winrate sind Suckouts eingerechnet und sie passieren auch auf alle Limits. Wie willst du erkennen ob du überdurchschnittlich viele oder wenige Suckouts bekommen hast?

      Auf den Microlimits auf denen es einem zugegebener Maßen so vorkommt als wird man jede zweite Hand gesuckoutet, wird man dafür bei gewonnen Händen umso besser ausbezahlt, was sich mehr als ausgleicht gegenüber höheren Limits.
    • sp1nnaker
      sp1nnaker
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 345
      Original von Menace78
      Diese Rechnung geht nicht wirklich auf. In eine Winrate sind Suckouts eingerechnet und sie passieren auch auf alle Limits. Wie willst du erkennen ob du überdurchschnittlich viele oder wenige Suckouts bekommen hast?
      z.B. PokerEV

      Wenn du dir sicher bist WinningPlayer zu sein und ne groß genuge BR hast ist, ist der Aufstieg wohl richtig. Die Frage ist halt ob du das nach nur 12k abschätzen kannst.