Equity Realisierung

    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      Ich arbeite gerade etwas ausführlicher an meinen 6max Preflopranges und da komm ich nicht um die Frage rum, wieviel Equity wir in bestimmten Situationen realisieren.

      Immer unter der Prämisse das wir uns an einem Tisch befinden an welchem alle Spieler skilltechnisch genauso gut sind wie wir und wir auch keine Leaks gefunden haben die wir ausnutzen können. Das wir in Position oft sehr gute Equity Realisierung haben, dieser Vorteil mit sinkender Stacksize aber immer kleiner wird, sollte klar sein.

      Aber wie hoch ist wohl die Equity Realisierung in zum Beispiel im BB gegen einen Button Steal wenn wir passiv defenden? Wieviel der Equity realisieren wir wenn wir im selben Spot 3 betten und der Button called?
  • 9 Antworten
    • FaLLout86
      FaLLout86
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      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi eslchris,

      Genau so wie du es beschreibst ist es. Der Spieler mit dem besten equity Realisierung ist der Button.

      Im Beispiel bu vs bb hat der bu wohl einen Faktor von 1,2 weil Position und Initiative und der bb hat wenn er sehr schlecht spielt postflop Einen Faktor von 0,5 und wenn er sehr gut ist von 0,75. Ja tighter die defending Range desto besser ist der Realisierungs Faktor. Da der schwächste Teil für calling Range postflop einfacher zu spielen ist.

      Wenn du Fragen zu bestimmen Ranges hast kannst du sie gerne hier Posten mit der Rechnung und den Realisierungs Faktor dann schauen wir mal ob diese noch optimiert werden müssen.

      Gruß falli
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      Okay auf dein Angebot hier genaue Szenarien zu posten werde ich die Tage sicher gerne zurück kommen.

      Eine Frage zum Allgemeinen Verständnis jedoch: Wenn du sagst der Button kann, wenn er gut spielt gegen den BB im Steal/call Szenario bis zu 120% Equity Realisierung erreichen, würde das nicht automatisch bedeuten das der BB dann 80% hat?
    • FaLLout86
      FaLLout86
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      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hi eslchris,

      nein ich denke das siehst du falsch. Es geht ja über alle Positionen und 100% Equity Realisierung haben wir z.B. dann wenn wir Preflop callen und dann direkt die Karten umgedreht werden und Flop, Turn und River gedealt wird.

      Da im BB wir OOP und haben keine Initiative und deshalb wird der Realisierungs Faktor fast nie bei 80% liegen.

      Die 120% zeigen eben wie unglaublich stark der BUtton ist. (Auch der Grund wieso man dort immer die höchste Winrate hat trotz großer Range)
      Mit initiative und position kann man eben gegen Capped Ranges spielen, Dünn Valuebetten und gut bluffen aber eben auch potcrontrollen.

      Klar mit den Ranges einfach hier posten oder ein neues Thema aufmachen :)
      Gruß FaLLi
    • IronPumper
      IronPumper
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      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Original von FaLLout86
      Hi eslchris,

      Genau so wie du es beschreibst ist es. Der Spieler mit dem besten equity Realisierung ist der Button.

      Im Beispiel bu vs bb hat der bu wohl einen Faktor von 1,2 weil Position und Initiative und der bb hat wenn er sehr schlecht spielt postflop Einen Faktor von 0,5 und wenn er sehr gut ist von 0,75.

      Er hat ja gemeint, unter der Prämisse, dass bei skillwise gleicht stark sind + keine Reads - da kommts eher auf die Handtypen drauf und und man realsisert dann imo zw. 55-75% (50% ist sehr pessimistisch und stimmt wohl nur für Hände wie 73o).
      Je höher die Playability, desto mehr wird man unter deinen genannten Prämissen realisieren - zb. wird JTs näher an 75% Realisierung awin und eine Hand wie K5o eher imo mehr Richtung 55-60% gehen.



      Ja tighter die defending Range desto besser ist der Realisierungs Faktor. Da der schwächste Teil für calling Range postflop einfacher zu spielen ist.

      Wie meinst du das genau? Hast du dich hier evtl. irgendwo verschrieben?


      Gruß falli
      Gruß,
      IronPumper
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      Er meint das glaub so, das wenn wir preflop quasi zuviel gegen steals folden und nur wenig defenden, wir eine höhere Equity Realisierung haben, da wir eben mehr Hände wie JTs, T9s, 77 etc in der Range haben, denen du ebenfalls höhere EQ Realisierung einräumst und keine hands wie K5o.
    • FaLLout86
      FaLLout86
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      Dabei seit: 22.02.2005 Beiträge: 6.450
      Hey Ironpumper,

      die Realisierungfaktoren würde ich eben nutzen um zu berechnen welche Range ich callen kann preflop.
      Da kann man ja schlecht sagen der einen Teil hat einen hohen R und der andere Teil einen niedrigen R :D

      Dementsprechend waren es nur die Werte mit der ich die Equity für die Calling Range bestimme.


      Und genau dein letzter Satz ist auch das was ich gemeint habe. Tightere Range haben einen besseren Realisierungs Faktor einfach weil die schwächsten Hände besser spielen als die schwächsten Hände in einer loosen Range. Also genau so wie eslchris es schreibt habe ich es gemeint :)
      Gruß FaLLi
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
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      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Original von eslchr1s
      Er meint das glaub so, das wenn wir preflop quasi zuviel gegen steals folden und nur wenig defenden, wir eine höhere Equity Realisierung haben, da wir eben mehr Hände wie JTs, T9s, 77 etc in der Range haben, denen du ebenfalls höhere EQ Realisierung einräumst und keine hands wie K5o.
      Ja, das habe ich mir schon gedacht - entweder war ich beim Lesen off, oder was war suboptimal formuliert...^^
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
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      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Original von FaLLout86
      Hey Ironpumper,

      die Realisierungfaktoren würde ich eben nutzen um zu berechnen welche Range ich callen kann preflop.
      Da kann man ja schlecht sagen der einen Teil hat einen hohen R und der andere Teil einen niedrigen R :D

      Doch, natürlich geht es und muss auch imo so gemacht werden.Für eine Hand wie 65s muss der approximative RF anders sein, als für Q2o.

      Dementsprechend waren es nur die Werte mit der ich die Equity für die Calling Range bestimme.


      Und genau dein letzter Satz ist auch das was ich gemeint habe. Tightere Range haben einen besseren Realisierungs Faktor einfach weil die schwächsten Hände besser spielen als die schwächsten Hände in einer loosen Range. Also genau so wie eslchris es schreibt habe ich es gemeint :)
      Gruß FaLLi
    • Tackleberry
      Tackleberry
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      Dabei seit: 05.05.2006 Beiträge: 1.668
      Original von eslchr1s
      Eine Frage zum Allgemeinen Verständnis jedoch: Wenn du sagst der Button kann, wenn er gut spielt gegen den BB im Steal/call Szenario bis zu 120% Equity Realisierung erreichen, würde das nicht automatisch bedeuten das der BB dann 80% hat?
      Ich denke, die o.a. Frage bezog sich nicht auf den absoluten Wert der EQR für BB, sondern auf die Frage, ob man die beiden einfach gegeneinander aufrechnen kann, ob also 120% BTN automatisch 80% für BB bedeuten, und 130% => 70%, 110% => 90% etc.

      Das ist aber nicht der Fall! Man kann das nicht direkt umrechnen. Nehmen wir einen einfachen Fall:

      EQ BTN = 60%, EQR = 120%
      EQ BB = 40%, EQR = ??

      => Die "true Equity" des Buttons ergibt sich durch Multiplikation seiner EQ mit dem EQR, also 60% * 120% = 72%. Damit ergibt sich automatisch (in diesem Fall tatsächlich durch Subtraktion) eine "true Equity" für den BB von 28%. Die 28% stellen, bezogen auf die 40% kalk. Equity einen Anteil von 70% dar, die EQR für BB ist also 70%, nicht 80% - wie man zunächst angenommen hätte.

      Bei identischen Equities (50/50), kann man tatsächlich subtrahieren (also 200% - EQR), sobald es Verschiebungen gibt, kippt diese Berechnung.