Preflop limpen wirklich so fishy?

    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      In einem anderen Thread habe ich folgendes gepostet:

      Original von eroticjesus
      Sorry, will das hier nicht derailen oder so, aber mir kamen grad ein paar interessante Gedanken^^

      @Tackle:

      guter Post. ABER imo geht es nicht zwingend nur um die Blinds, es geht darum blinds zu gewinnen, nicht insta zu stealen. Würde es keine Blinds geben, wäre unsere Strategie obv einfach, aber sie sind nunmal da, ansonsten wäre das ganze Spiel halt sinnlos. Aber wenn wir aus UTG raisen, fließen so viele Faktoren ein, dass wir gar nicht wissen, ob wir stealen, oder nicht. Außer AA sind im Grunde alle Hände Stealhände UTG. Poker ist imo eher ein Spiel der odds. Nehmen wir an, ich habe 97s UTG, Steal ist sinnlos, weil zu viele Faktoren, die Playability ist aber gut, aber mit einem Raise müsste man ja Postflop zu viel bluffen und wir haben Preflop halt nicht viel Stealequity in der Position, man hat aber immer noch sehr gute odds im Limp, warum nicht limp? Warum nicht Limps aus allen Posis, außer dem BU? Am BU kann man halt die meisten Faktoren reduzieren, es kommt nur noch auf zwei Spieler an, die entscheident sind, ob wir Stealequity haben oder nicht, wir haben also nicht mehr so viel zu berücksichtigen.

      Das Mantra vieler GTO-Denker geht ja in die Richtung, dass man seinen VPIP aufgrund der Odds in vielen Spots so weit wie es geht erweitern sollte um so Nahe wie Möglich ans Optimum zu kommen (Limp aus dem SB als Beispiel). Wer sagt eigentlich, dass Openraise aus UTG-CO GTO ist? Gegen einen GTO-Bot könnten wir nicht profitabel mehr als 40% den SB openraisen, weshalb wir limpen sollten, limp only, keine Ahnung, was da Optimum ist, aber ich denke das wird sich so auf eine Limpingrange von 60-70% am SB einpendeln, ausgehend davon, dass der Bot "optimal" isolieren wird, also unexploitable eine lineare Top-Range von ca. 25%. Hier wird also der VPIP signifikant erhöht und man generiert wieder EV (würde man nämlich 60% folden, verschwendet man EV, weil man immer foldet.

      Nehmen wir nun eine "optimale" UTG-Range, lass es 14% sein, ich weiß es nicht, was optimal ist in dem Fall. Ist nur ein Beispiel. Wenn jetzt alle Hände darunter -EV im Raise sein sollten, aber 10% darunter (top of fold hände) einen höheren EV im Limp als in einem Fold haben, warum auch nicht da eine limprange? In MP dann weitere Range limpen (btw. ich denke man sollte auch hier limp only Ranges anwenden) und auch im CO, außer am BU, dort können wir viel zu viele Hände profitabel raisen, dass eine limp-only Range nutzlos wird.

      Wir würden ja unseren VPIP maximal erhöhen immer aufgrund der odds, die ja so wichtig sind und dabei doch eher maxEV spielen (mit unserer gesamten Range) als wenn wir Openraisen und Equity wasten mit zu vielen Folds...

      kA, vielleicht liege ich auch total falsch und es ist nur ein Gedankenspiel, denn es ist schwer umzusetzen, wegen Rake halt. Wäre der Rake nicht so hoch, hätte ich das schon lange mal auf kleinen Stakes auf großer Sample ausprobiert, ohne Rückfragen zu stellen, weil ich glaube richtig zu liegen...

      Naja, würde mich freuen, wenn du (Tackleberry) mal deine Gedanken zu schreiben könntest, bis dahin: :pcuser:

      Mich würden dazu mal jegliche Meinungen interessieren. Ich hab noch ein paar mehr Argumente, aber die will ich erst im Laufe einer Diskussion anbringen.
  • 48 Antworten
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.465
      Auch nach Millionen von Händen halt so das Thema was am meisten Unklarheit und Unsicherheit bringt. Für mich in der Realität ist es heute so das ich Limps aus UTG und MP gut finde sobald 2 "schlechte Spieler" ( Limps als fehlendes Spielverständniss, VPIP zu hoch, zu looser Payout, zu wenig valuebetten ) hinter mir kommen, ich aber meine Toprange natürlich ( Dann vielleicht sogar exploitive, aber ausgeglichen dadurch das es den schlechten Spielern unklar ist ) trotzdem eröffnen möchte.

      Den wenn wir 3handed zum Flop kommen verliert die Preflophandstärke enorm an Wert. Interessant ist der Faktor das Limp/Call wenn wir davon ausgehen die Action mit dem Call abzuschließen und das ein potentiellen Overcaller vor dem Raiser dabei bleibt immer funktioniert, raise/call3bet auch mit dem ziel oft 3handed zu landen aber eben die preflophandstärke vielmehr an wichtigkeit hat und dann aus SPR ( Stack Pot Ratio ) nicht funktioniert auf 2Pair am Flop oder eben aufn Turn und River zu Drawen weil Implieds fehlen.

      Pocketpairs bis hin zu denen wo das Pair auch ohne Set Value(realisierung) hat, also etwa 77-88, sind nach meinen rechnungen/überlegungen deutlich besser als Suited Connecter oder die AXs-Wheels, wir sind in dem Fall wo hinter uns ein "Fish" ist halt immer 3-4 handed zum Flop, haben 1/4 bezahlt, treffen in 1/8,5 das set und generiern da natürlich einen +ev spot, mit nem fish können wir entspannt limp/callen, generieren mehr action mit den schlechten spielern, müssen preflop kein invest/fold machen UND was fast wichtiger ist wenn wir openraisen und mit einem pocketpair ein set oder mit einem Suited Connecter in Folge einen FD-Flush oder Pair-2Pair entwickeln müsse man sich mal die datenbanken anschauen, aber gefühlt sind das garnicht die spots wo man so extrem viel value erzeugt, weil bet bet bet in relation zu den vielen aufgaben die man einfach hat nicht unbedingt der spielzug ist der so wahnsinnig viel EV generiert

      Nach der Game-Idee die auf den Highstakes nach meinem Raileindruck vorhersscht würde das in diesen Games ohne klaren Fish nicht funktionieren, weil eben Limp/Call 2handed ohne Toprange viel zusehr durch Checkbehinds und Overbets nicht zu verteidigen ist.
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.465
      doppelpost, neues forum läuft ^^
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.465
      Lol Triplepost
    • EAsUncleSam
      EAsUncleSam
      Bronze
      Dabei seit: 03.12.2007 Beiträge: 593
      Ich möchte nur folgenden Gedanken einbringen:

      Grundsätzlich herscht die Meinung vor ein Openlimp wird nur von schwachen Spielern gemacht oder von Fischen mit AA. Wenn man jetzt selbst eine Openlimpinrange etabliert kann man diesen Gedanken der Vilians natürlich exploiten, da ich denke man sicher öfter von Regs isoliert werden wird und das wahrscheinlich mit einer weiteren Range.
      Die Frage die sich dann stellt ist wie weiterspielen: Callingrange, 3bet-Range, Folding-Range
      Ich denke das wir hier sehr weit 3-beten sollten da wir meist OOP sind anderseits denke ich das wir viel callen sollte da die Raisingrange von V weiter ist.
      Diese zwei wiedersprechenden Gedanken in eine Range zu packen übersteigt noch mein Wissen, aber ich denke es gibt hier genug gute Spieler / Coaches die damit kein Problem haben.

      Ich vermute daher, dass eine Openlimpingrange nur dann SInn macht, wenn man sich sicher ist OOP Postflop immer noch deutlicher besser als der Durschnittsreg zu performen

      Daraus folgt. Nix für mich :f_cry:

      Trotzdem bin ich gespannt, was hier noch kommt :profit:
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.713
      Ohne jetzte der große Theoretiker zu sein, bin ich doch schon eher kritisch, was Limps angeht. Es kann gut sein, dass in einem spieltheoretischen Optimum Limps enthalten sind und ich fände es interessant zu sehen, wie ein richtig starker Spieler sich mit dieser Strategie schlagen würde, d.h. wie er seine Range strukturieren würde, wann er was limpen würde, usw - in dem Fall ja dann sogar default und nicht als Exploit.

      Auf den Microstakes, wo Spieler viel zu oft ihre Blinds folden, viel zu weak postflop sind, usw., macht es imo halt keinen Sinn, als Default zu limpen - außer, wir haben wirklich schwache Spieler hinter uns, die nicht isoraisen, wo wir dann selbst Hände wie 95s limpen und Flops gucken können.

      Btw spiele ich live in einer Runde, wo das Spielniveau wirklich unterirdisch ist. Da wollen alle Flops gucken, man hat weder pre-, noch postflop irgendwas an FE, isoraisen tut da keiner und wenn, dann geht das limp, limp, limp, limp, raise auf 3bb, call, call, call, call :D
      Da openlimpe ich halt schonmal die eine oder andere Hand. Beispielsweise sowas wie Suited Connectors aus Early Position. Da jeder Pot mindestens 4way ist, lassen sich diese Hand halt ganz gut spielen, aber gleichzeitig macht es irgendwie wenig Sinn, zu openraisen, denn ich habe keine Fold Equity, bekomme niemals die Blinds preflop und da das Spielniveau wirklich schwach ist, brauche ich auch keine Ranges zu mixen oder balancen.

      Gegen wirklich schwache Spieler kann ich mir Openlimps quasi als Exploit schon ganz gut vorstellen. Als Default/GTO-Annäherung fänd ich das sehr interessant, bin da aber doch sehr skeptisch...
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.465
      Das was du UncleSam einbringst funktioniert natürlich nur wenn wir dann in unserer Limpingrange auch Teile einer Valuerange ( Theoretisch Hände die wir dann auch gegen die 4bet 5betten können ) haben. Mit einem schlechten Spieler am Tisch müsste man da abwegen ob die Verteidigung gegen Regs oder der Value des Openraises wichtiger ist.

      Ich glaube nicht das wir eine limp/3bet range brauchen aber wenn dann nur eine extrem polarisierte ( Bottomend der SuitedGapper und hohe Pocketpairs ) AK AQ sollte vermutlich immer in einer Openraisingrange enthalten sein weil die Hand natürlich viel angreifbarer ist, wobei man die dann überhaupt in der range haben muss, ka. ob das thema in richtung gto-limp oder exploitive-limp gehen soll, in ersteren muss auchmal irgendwas aus QQ+ enthalten sein, im zweiten sollte es auf garkeinen fall drinne sein.

      ------

      Im Beispiel von onese7en z.B. wäre das son exploitive Rangesplit aus UTG-MP irgendwas von AT+ KQ+ 88+ zu Openraisen | und halt 22-77 und sowas um 43s+ 53s+ 74s+ und vielleicht offsuited highcardgedöns und offsuited-connecter wenn man auch dann bei nem isoraise 4handed am flop landet
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Okay, ich sehe, ihr geht zu gern vom Szenario aus, dass die Tables juicy sind, in einer abartig soften Live (und auch online Partie, dann eher FR) würde ich auch openlimpen, mit Händen, die potential haben, aber sich schlecht multiway im Raised-Pot spielen lassen, aber da würde ich auch dazu tendieren 5-10bb zu openraisen mit sehr starken Händen, interessiert eh keinem.

      Ich gehe hier aber von gängingen Online-Games aus und mich interessiert auch eher die spieltheoretische Seite und der maximale EV mit meiner gesamten Range.

      @folden auf Micros zu viel die Blinds: Am BU würde ich nie eine limpingrange spielen, außer es gibt triftige Gründe.

      Aggressives Postflop-Play ist ja aufgrund der Tatsache entstanden, dass die vorherrschenden Spielweisen der Gegner loose passiv und weaktight waren. Beides hat ein TAG-Stil optimal exploitet, wer was anderes gemacht hat, hat Geld verbrannt, ist offentsichtlich. Heutzutage trifft man online fast nur auf tight aggressive und loose aggressive Spielweisen. Egal ob da nun ein Crusher oder schlechter Reg hinter sitzt, beide Spielweisen performen "okay" gegen openraises, also die gleiche Spielweise.

      Als ich mit limpen im SB angefangen habe, habe ich mitbekommen, dass die Gegner schon aufgrund ihrer Range im limped-Pot schlecht performen. Wenn sie isolieren und das zu weit machen, exploiten sie sich selbst, isolieren sie zu tight, bekomme ich die Möglichkeit meine Equity zu oft zu realisieren, ich hab mit dem Limp also eine Waffe, weil es schwerer ist dagegen zu adapten, als es aussieht.

      Nehmen wir folgendes Szenario: Standard-Tisch, Mischung aus LAGs und TAGs, eher TAGs, ich UTG, BU TAG, BB Fisch. Der Fisch ist postflop überaggro, ich will also mit vielen Händen keinen großen Pot. Wir müssen weiterhin davon ausgehen, dass alle Regs am Tisch fähige Preflop-Spieler sind, die eine weitere OR-Range aus UTG aufgrund des Fisches exploiten.

      Wir raisen mit 16% (etwas mehr als sonst geht schon klar, wenn Fisch in den Blinds)

      55+,A2s+,K9s+,QTs+,JTs,T9s,98s,ATo+,KJo+

      Das Folgeszenario ist jedem bekannt, der TAG hat callingrange am BU, 3bet Range, der Fisch macht was er will etc.

      TAG called: eigentlich nur wirklich gut für AA, oder wenn wir gut hitten.

      TAG 3bettet: bei einer guten defend-Strategie sind wir gut aufgestellt, kein Problem.

      Overall: der TAG kann seine Posi hier sehr gut spielen, wir haben immer ein schlechtes Szenario, wenn er aktiv wird. Außer wir haben nutz, was den kleinsten Teil unserer Range ausmacht.

      Wir Limpen, ca. 24% 22+,A2s+,K7s+,Q8s+,J8s+,T8s+,97s+,87s,76s,65s,ATo+,KTo+,QJo,JTo (nur grobes Beispiel)

      Wir haben also die Möglichkeit mit um die 100 combos mehr zu spielen und der Fisch ist oop.

      alle folden zum TAG am BU:

      Ein TAG kommt hier gar nicht richtig auf die Idee behind zu limpen (eine sehr gute Strategie gegen uns, denn er bekommt sehr gute odds, was ganz ganz schlecht für unsere Top-Range ist).

      TAG wird also eine relativ tighte Range isolieren, called der Fisch, haben wir immer gute odds zu callen und einen sehr netten Pot mit Valuehänden aufzubauen, foldet der Fisch, haben wir nur Probleme mit unserer Callingrange, denn die wird mittelstark und capped sein, aber der Reg wirds schwer haben gegen limp/RR zu performen, weil er es nicht kennt vom Thinking-Player.

      Deseiteren wird der TAG halt auch oft folden und wir haben 100 Combos mehr gegen den Fisch, die wir aber gegen den Table nicht raisen können.

      Nachteile sind obv für uns, Vorteile liegen halt darin, dass wir für die Preflop-Odds mehr Hände durch einen Limp spielen können, die wir sonst folden müssten und so einfach Equity verschwenden. Ich weiß hier nicht ob sich das aufwiegt, wie gesagt, es ist nur gut für den Großteil unserer Raising-Range, wenn alle folden und so wie sich die Games entwickelt haben, ist das nicht mehr so oft der Fall.

      Beispiel LAG:

      Gute LAGs werden oft behind limpen, sehr schlecht für uns. Aber sie werden auch viel zu aggressiv isolieren, gut für uns, denn unsere gesamte defend-Range wird womöglich stärker sein, als seine und bluff limp-reraises werden öfter funktionieren.

      Auch der LAG wird hier Probleme haben, wirklich gut gegen unsere Stragie zu performen.

      Der Hauptnachteil ist halt, dass wir oftmals oop ohne Initiative spielen, wenn wir isoliert werden. Das ist wirklich schwer, vor allem, weil wir mit einer mittelstarken Range gegen eine lineare Range oop antreten, das ist so ähnlich wie BU gegen SB, nur ohne posi, also echt wirklich der ugliest spot in dieser Strategie. Wir müssen dort halt postplop oft genug die Initiative erlangen, denn hier liegt imo die Hauptschwäche.

      Wie gesagt, ich denke die Angelegenheit ist komplizierter als eine Openraise-Strategie. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, entweder ich irre mich komplett und die Stärke des limps wird nicht überkompensiert (im SB vs BB Game wird sie es auf jeden Fall), oder mit guten Ranges wiegen die Vorteile der Equityrealisierung mit mehr Händen so stark, dass ich einen höheren EV mit einer Limp-Strategie generieren kann, als mit einer Raise-Strategie. Spieltheoretisch, wegen Equity und odds halt, exploitive, weil die Regs dagegen nicht wirklich gut performen können, weil wir ja nicht wirklich loose passiv sind. Dritte Möglichkeit, der Rake schlägt auf den kleineren Stakes zu stark ins Gewicht und die Strategie ist nur in der Theorie oder auf Highstakes +EV.

      Ich meine mich zu erinnern, dass ich bei HSP mal einen Pro limpen sehen habe, mit starken Holdings und ich glaube auf den Highstakes treibt sich auch ein sicko rum, der aus EP -CO und SB nur limped...

      Naja, paar Meinungen von Theoretikern wären schon nice, aber danke für euer Feedback schonmal :)
    • Mascherano95
      Mascherano95
      Bronze
      Dabei seit: 09.10.2010 Beiträge: 123
      Original von eroticjesus

      Außer AA sind im Grunde alle Hände Stealhände UTG.
      naja eigentlich ist auch AA-Raise ein Steal da sie ja auch Steal-Equity besitzt. :D
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.465
      afaik hab ich das bei hsp nur gesehen wenn elezra ip saß ( der halt viel zu weite ranges raised und auf 3bets halt fishy schrott callt bzw. generell der spot war ) und in pots mit 2nd und 3rd straddle mit kleinen effektiven stacksizes wo der plan definitiv ist halt limp/commit>15% zu spielen.

      Für komplette Ranges kann ich nicht soviel dazu sagen und bin mal gespannt ob was kommt :) Würde die Frage dran hängen ob man da Preflop nicht einen Rangesplit spielen kann ( Limp und Openraise ; Minraise und 3x Openraise ) so wie es das z.b. bei riverbets gibt.
    • Xessi
      Xessi
      Black
      Dabei seit: 26.03.2009 Beiträge: 1.433
      Ist ein guter Ansatz, gibt verschiedene Regs die das auch online so spielen ( e.g. Eczentric_bg) , macht nur in den meisten Games heute weniger Sinn als mit OR zu spielen, weil die Leute n vielen Lineups preflop gegen Openraises immer noch nicht optimal spielen.
    • mnl1337
      mnl1337
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 13.01.2008 Beiträge: 15.832
      und gegen limps wird noch weniger optimal gespielt. warum? weil keiner damit erfahrung hat. nicht umsonst crusht eccentric mit 10bb/100 auf mid- bis highstakes
    • pantokrator7
      pantokrator7
      Bronze
      Dabei seit: 22.07.2008 Beiträge: 861
      Aber dass die meisten Spieler gegen OR nicht optimal spielen heißt doch noch lange nicht, dass wir nicht durch eine Limpingstrategie mehr Value generieren können. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

      Ich finde den Ansatz von daher gut, dass wir mit wesentlich mehr händen ins Postflopplay kommen, wo wir öfter die Möglichkeit haben Value aus unserer Edge im Postflopgame zu ziehen.

      Edit: Danke mnl das beantwortet meine frage und bestätigt meine annahme :)
    • januslux88
      januslux88
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2008 Beiträge: 255
      Wow - sauspannend. Vielen Dank für den Input. ;) :f_thumbsup:
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Thx, für die Comments, glaub vor zwei Jahren wären nur Flames gekommen und ich wäre für dumm verkauft worden :f_biggrin:

      Schreit wohl nach einer Challenge^^

      @Postflop-Play: Hier sehe ich die größte Hürde. Bei einer normalen Strategie, egal ob loose oder tight, hauptsache Strategie, kommt man weniger in Spots, in denen man gegen sauweite oder random bottom 75% Ranges spielt, ich denke man sollte postflop mit einer Limpstrategie schon sehr stark sein, weil die SPR in limped pots auch ziemlich hoch ist und die relativen Handstärken sich ziemlich verändern, also sollte man diese Pots ähnlich angehen wie beim deepstack-play, aber soweit bin ich noch nicht in meinem Gedankenspiel^^
    • Pokamon
      Pokamon
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 297
      Original von eroticjesus
      Ein TAG kommt hier gar nicht richtig auf die Idee behind zu limpen (eine sehr gute Strategie gegen uns, denn er bekommt sehr gute odds, was ganz ganz schlecht für unsere Top-Range ist).
      hab das vor längerer zeit mal ausprobiert. meine erfahrung ist gegenteilig: sobald bekannt ist, dass ein reg eine gebalancete range limpt, wird sehr viel hinterhergelimpt und kaum noch isoliert. das ergebnis war für mich schwer einzuschätzen:
      mit kleinen PPs ist ein m-way pot nicht ideal, mit AA eine katastrophe und mit SC auch nicht so cool. nur für Axs ist so ein ausgang vorteilhaft.

      that said: die anfangsphase war recht erfolgreich. LRRses bekommen sehr viel credit.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Thx Pokamon, wie gesagt, genau da sehe ich die Schwächen dieser Strategie, aber bei besagtem Highstakes-Reg scheint es ja auf große Sample gut zu funktionieren^^
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Achja, aber nochmal zu den limp behinds, wir können allerdings postflop viel bluffen, imo wird top of Range von Villain ja immer isoliert, also kann man ziemlich viele Hände discounten, overpairs haben ja auch ziemlich nice Equity gegen limp-behind-Ranges, einziges Problem ist die Random-Range im BB und dass wir oft 4way wegen dem SB spielen -.-

      Aber egal, hab überlegt das demnächst mal auszuprobieren :s_cool:
    • Pokamon
      Pokamon
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 297
      in welchen games? FR oder auch 6max?

      und vor allem in welchen positionen? ich habe damals nur eine gemixte RFI / Limp-strategie in EP verfolgt.

      vll sollte die limping-range auch fluid sein. wenn wir in der dynamik angelangt sind, wo nur noch hinterhergelimpt wird, könnten wir die toprange größtenteils rauslassen.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Ich meinte 6max, sollte FR auch sinnvoll sein, nur tighter aus frühen Posis.

      Ansonsten meine ich damit, dass ich den EV meiner gesamten Range maximieren will und ob das ggf. mit limp-only geht. Imo wird jeder halbwegs denkende Spieler halbwegs solide gegen gesplittete Ranges spielen, weshalb das für mich nicht in Frage kommen würde.

      Aus dem einem anderen Thread:

      "Mir ging es prinzipiell darum, dass man durch limp-only seine gesamte Range erweitern kann und Hände die -EV im Call sind adden kann, weil sie im Limp möglicherweise +EV sind, egal wie tough oder soft das Game ist. Es können möglicherweise so viele Hände geaddet werden, dass der Limp mit Top-Range aufgrund des Gesamt-EVs durch die ganzen anderen +EV-Hände kompensiert wird. Weiterhin gibt es Hände in gängigen UTG-Ranges, die 0EV performen, diese performen im limped Pot MÖGLICHERWEISE +EV. "