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[NL] Der Weg zum Pokerpro.

    • Reiseleiter
      Reiseleiter
      Gold
      Dabei seit: 21.02.2008 Beiträge: 859
      Herzlich willkommen in meinem Blog. Schön dass du mitliest!

      Da dieser Blog sich nun schon seit über Drei Jahren entwickelt, habe ich mich dazu entschlossen ihn ein wenig zusammenzufassen und entscheidende Posts an diese Stelle zu kopieren und in Spoiler zu packen.

      Ausgangspost:

      Hallo zusammen,

      das neue Jahr hat begonnen und mit ihm auch mein neuer Versuch mit Poker Geld zu verdienen. Ich weiß, dass ich es schaffen kann mit Poker meinen Lebensunterhalt zu verdienen und genau das ist kurz- und mittelfristig mein Ziel. Die letzten Monate geben mir rein logisch gesehen wenig Hoffnung und viele würden an meiner Stelle aufgeben und sich aufs Studium konzentrieren und einen richtigen Job suchen. Doch ich habe es mir zum Ziel gesetzt Pokerprofi zu werden und ich werde es durchziehen, ganz egal wie viel Arbeit es bedeutet.

      Meine Geschichte

      Mit Poker begonnen habe ich im Jahr 2007. Ich habe mich direkt in das Spiel verliebt und als ich dann 2008 endlich 18 wurde habe ich mich hier angemeldet und angefangen an meiner Pokerkarriere zu arbeiten. Es ging holprig voran aber ich bin irgendwann auf NL100 angekommen. 2009 war ich dann mit dem Abi fertig und ich habe mich vermehrt aufs Pokern konzentriert. Ich reiste durch Australien und pokerte nebenher viel online, sowie live. Mein Ziel war klar, ich wollte Pokerprofi werden. Ende des Jahres kam aber der bis dahin größte Downswing meines Lebens und ich verlor fast meine gesamte Bankroll. Das war für mich als 19 Jährigen zu viel und ich begrub meine Pokerprofi-Ambitionen. Ich fing dann ende 2009 an zu Jobben um die Zeit bis zum Studiumsbeginn im Herbst 2010 zu überbrücken. In der Zeit zwischen 2009 und 2012 habe ich von Zeit zu Zeit gepokert, hatte aber keine sonderlich großen Ambitionen. 2013 habe ich dann fast gar kein Poker gespielt, bis zu meiem Comeback im Herbst.

      Mein Comeback

      Ich war gerade in den USA für ein Praktikum und das Casino in Detroit lächelte mich an. Also fing ich wieder an zu Pokern - diesmal Live. Gleich zu Beginn lief es sehr gut und so entfachte meine Leidenschaft wieder. Ich spielte dann von November 2013 bis Februar 2014 jede Woche ca. 20 Stunden Live Poker und beschäftigte mich wieder vermehrt mit Theorie. Es ging gut voran und so beschloss ich es nochmal mit der Pokerkarriere zu versuchen. Im März 2014 cashte ich dann ca. 2000$ (Die hälfte meine BR) ein und begann NL100 zu grinden. Bis zum Sommer lief es eher durchwachsen. Ich spielte über 100.000 Hände Break Even und verdonkte fast mein gesamtes Rakeback in Turnieren. Im nachhinein denke ich, dass ich in dieser Phase zu wenig an meinem Spiel gearbeitet habe. Im August kam dann ein guter Upswing der mich wieder träumen ließ. Ich hatte bis September so gut Gewinn gemacht, dass ich mich an einge Turniere der SCOOP wagte. Außerdem fing ich mit Zoom-Poker an. Das war der Anfang vom Ende meiner Bankroll. Ich schied nicht nur frühzeitig aus den Turnieren aus was mich ca. 500$ kostete, sondern verlor auch noch über 1000$ im Cashgame auf NL100 - Das alles an einem Wochenende. Ich war allerdings immernoch knapp im Plus und dachte es wird irgendwann schon wieder Berg auf gehen- Auf diesen Moment warte ich noch heute. In dieser Phase arbeitete ich allerdings sehr viel an meinem Spiel und es wurde gefühlt auch viel besser. Mit meiner Bankroll ging es trotzdem konstant nach unten. Ich stieg ab auf NL50. Dann auf NL25. Und als nur noch ein paar Krümel meiner Bankroll da waren ging es auf NL10 runter. Ich cashte letztendlich aus und beendete das Pokerjahr 2014 im Dezember frühzeitig, um Kraft für ein erfolgreiches Pokerjahr 2015 zu schöpfen. Hier der Graph mit meinen Winnings 2014:

      $$$


      BB


      Neues Jahr neues Glück

      Gestern habe ich nun bei Titanpoker eingezahlt und werde dort versuchen meinen Weg durch die Limits erfolgreich zu bestreiten. Hoffentlich geht es in eine andere Richtung als 2014. Um meine Entwicklung zu beschleunigen habe ich mir nun Nikonyo als coach zur Hilfe genommen. Mein Ziel ist es immer noch Hauptberuflich Poker zu spielen. Ob ich damit erfolgreich sein werde könnt ihr ab jetzt hier im thread verfolgen.

      Der Plan 2015

      Mein Plan ist nun folgender:

      Bankroll:

      1. Mit einem aggressiven BRM den Ersteinzahlungsbonus freispielen.
      - Startbankroll:1030 Dollar
      - Startlimits NL20 sowie vereinzelt NL50 (jeweils in den Währungen € und Pfund)
      - Wenn meine Bankroll unter 750$ sinkt spiele ich nurnoch NL20.
      - Bei einer BR<300 spiele ich nurnoch NL10
      - Ab einer BR von 2000$ probiere ich shots auf NL100

      2. Sobald der Bonus freigespielt ist, oder die 60 Tage um sind wechsle ich zu einem konservativen BRM, das in etwa so aussehen wird (niedrigstes Limit, das mein Ego zulässt ist NL10):
      Limit :s_drink: Aufstiegskriterium :s_mad: :f_mad: Abstiegskriterium
      NL 10 :s_drink: 1500$ (60 Stacks NL 25):s_mad: :f_cry:
      NL 25 :s_drink: 3000$ (60 Stacks NL 50):s_mad: :f_mad: 1000$ (100 Stacks NL 10)
      NL 50 :s_drink: 6000$ (60Stacks NL 100) :s_mad: :f_mad: 1500$ (60 Stacks NL25)
      NL100 :s_drink: 16000$ (80 Stacks NL200) :s_mad: :f_mad: 3000$ (60 Stacks NL50)
      NL200 :s_drink: 40000$ (100 Stacks NL400) :s_mad: :f_mad: 10000$ (100 Stacks NL100)

      Zeitaufwand:

      Wöchentlich 40 Stunden spielen + 10 Stunden theorie. Zum Ausgleich >=5 mal wöchentlich Sport treiben + Täglich mindestens 20 Minuten meditieren.


      Zu Beginn hatte ich ein paar Posts geschrieben, die ich nach wie vor lesenswert finde. Themen waren auf Seite 2 des Blogs Preparation, Patience, Gewohnheiten , Entscheidung/ Decision und Struggle. Heute, Anfang 2018 finde ich diese Posts immer noch lesenswert und ich überlege mir nun meinen Blog wieder in diese Richtung zu entwickeln.

      Danach gab es einige Posts, die manche Menschen als trolling bezeichnen würden und die Qualität meiner Posts hat gefühlt nachgelassen. Es gab einige Leute die dachten, ich würde den Weg zum Pokerprofi nicht bis zum Ende gehen.

      Einer meiner Lieblingsposts befindet sich auf Seite 5:
      Sacrifice Good For Great

      Original von Reiseleiter
      Sacrifice Good For Great

      Gerade habe ich mir wieder ein wenig Motivation und vor allem Inspiration geholt. Passenderweise erreichte mich kurz nach meiner letzten Session eine Nachricht von Youtube, dass ET The Hip Hop Preacher ein neues Video hochgeladen hat. Da ich noch keine Idee hatte über welches Thema ich diese Woche schreiben möchte, kam mir das sehr gelegen. ET ist ein Motivational Speaker, dem ich seit vielen Jahren folge und der es aus Obdachlosigkeit heraus geschafft hat sich zu einem der bedeutendsten Amerikanischen Motivivationssprecher zu entwickeln. Seine TGIM Video Serien, sowie seine Bücher kann ich sehr empfehlen!

      Hier der Link zu dem besagten Video:


      "You have to fight to reach your dream. You have to sacrifice and work hard for it."- Lionel Messi - Quelle: BrainyQuote.com

      "The important thing is this: to be able, at any moment, to sacrifice what we are for what we could become." - Maharishi Mahesh Yogi - Quelle: BrainyQuote.com

      Auch die Aufopferung von Gutem ist ein wichtiger Bestandteil von Erfolg. Wie Albert Einstein so schön sagte: "insanity is doing the same things over and over again, expecting different results" oder "Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert". Vor einigen Wochen habe ich ja schon über Gewohnheiten geschrieben. Gute Gewohnheiten sind der Schlüssel zum Erfolg. Aber, um in unseren Leben Platz für eben diese guten Gewohnheiten zu schaffen, müssen wir alte Gewohnheiten loslassen. Diese Alten Gewohnheiten sind nicht unbedingt schlecht. Oftmals müssen wir daher etwas gutes aufgeben, um unser Leben zu verbessern. Beispiele für gute Sachen, durch deren Aufgabe (oder Reduktion) man sich Raum für gute Gewohnheiten schaffen kann.

      -Rauchen (Rauchen ist richtig geil! Was aber noch viel geiler ist, ist das Nichtrauchen)
      -Übermäßiger Konsum tierischer Produkte (Das Buch "China Study: Die wissenschaftliche Begründung für eine vegane Ernährungsweise" fand ich dazu ganz geil)
      -Konsum von Getreideprodukten und allgemein industriell hergestellten Lebensmitteln ("Change Your Brain, Change Your Life: The Breakthrough Program for Conquering Anxiety, Depression, Obsessiveness, Anger, and Impulsiveness" ist ein weiteres gutes Buch über Ernährung)
      -übermäßiger Konsum von Massenmedien
      -Unkontrolliertes Surfen in sozialen Netzwerken
      -Übermäßiger Konsum von Alkohol
      -Übermäßiger Konsum von Koffein
      -Übermäßiger Konsum von Zucker
      -Morgens im Bett liegen bleiben und dösen, anstatt aufzustehen
      - uvm.

      All das sind Sachen, die ich persönlich ganz cool finde/ fand und die sicherlich ganz angenehm sind. Aber sie alle sind für ein erfolgreiches Leben, nach meiner Definition und aktueller Weltanschauung kontraproduktiv. Und obwohl ich das rein rational weiß, ist das Ablegen dieser Dinge nicht ganz einfach - eben weil diese Dinge bequem und angenehm sind. Kurzfristig sind diese Dinge super und ich finde es vollkommen nachvollziehbar wenn das eine oder andere der oben genannten Dinge fester Bestandteil deines Lebens sind. Mein Papa sagte vorhin am Mittagstisch "Fleisch ist ein Stück Lebensqualität". Ich kann ihm diese Aussage gut nachvollziehen, da ich über lange Jahre mehrmals täglich Fleisch gegessen habe. Ich kannte es nie anders und es ist halt super lecker. Filme wie "We feed the world" oder "food inc." stimmten mich schon vor vielen Jahren skeptisch und meine aktuellen Studien über Ernährung und Gesundheit sprechen auch nicht gerade für den Konsum von Fleisch.
      Aber ich schweife schon wieder ab. An vielen der oben genannten Punkte arbeite ich immer noch, weshalb ich sie auch immer wieder in meine Wochenziele einbaue und hier poste. Apropos: Seit über zwei Monaten bin ich nun Nichtraucher und habe in der Zeit schon 380€ gespart.

      Das Gute Aufgeben, um Großartiges zu erreichen - ein wichtiges Konzept!
      [...]


      Nachdem ich die folgenden Seiten nun nochmal überflogen habe halte ich es für Zeitverschwendung diese zu lesen. Auf Seite 13 Gibt es dann ein Update, dass einen wichtigen Schritt in meiner Pokerkarriere zeigt. Der Wechsel meiner Coaches von Nikonyo zu W34z3l. Von W34z3l konnte ich im Anschluss viel über die Datenbankanalyse meines eigenen Spiels lernen. Außerdem hatte ich zu diesem Zeitpunkt gerade mein Poker-Gewerbe frisch angemeldet, was ich nach wie vor für die richtige Entscheidung halte.

      Original von Reiseleiter
      Hi Lui,
      danke dass du fragst. :-)
      Ich habe ein wenig damit gezögert mit dem Bloggen wieder anzufangen, weil ich bis Ende Februar sehr beschäftigt war. Zunächst hatte ich letzten Sommer ja Vollzeit beim Daimler am Band gejobbt. Anschließend war ich im Urlaub und direkt danach ging das neue Semester los und ich war sehr beschäftigt mit dem Schreiben einer Hausarbeit und meiner Bachelorthesis. Nebenher habe ich natürlich weiterhin viel Poker studiert.

      Ich habe seither die Public Coachings von W34z3l und Double2 besucht und ein wenig später ein Coachingpaket bei W34z3l gebucht. Immer wieder hatte ich nebenher noch Coachings mit Nikonyo. Januar und Februar diesen Jahres habe ich dann nur noch sehr wenig Poker-Theorie gemacht, weil ich mit meiner Thesis viel zu tun hatte. Bis dahin lief Pokermäßig alles gut, wie man an meinem September bis Februar Graph sehen kann (Die erste Hälfte NL10 only, später kam dann NL25 und NL50 dazu). Ich dachte bis dahin eigentlich ich sei endlich winning Player :f_cool: :



      Aaaaber ein seit März (bzw. seit Ende Februar) andauernder Downswing lässt mich daran wieder dezent zweifeln:



      Trotz allem bin ich aber immernoch entschlossen, Pokerprofi zu werden. Folgerichtig habe ich zum 01.03.2016 ein Gewerbe angemeldet und bin seither offziell Berufsspieler. Weil ich gerade noch auf den Microstakes festhänge und noch nicht viel Geld mit Poker verdiene, bin ich zurück zu meinen Eltern gezogen und habe ein finanzielles Puffer, das mir noch für ein paar Monate zum überleben reichen wird. Da ich keine Miete zahle komme ich mit relativ wenig aus. Sollte es noch eine Weile nach unten gehen mit meinen Winnings, dann werde ich mir zeitweise einen Job suchen, solange bis ich wieder ein ausreichendes finanzielles Polster habe.

      Ich weiß wie absurd mein Plan für Außenstehende aussehen muss. Unabhängig von der niedrigen Erfolgswahrscheinlichkeit meines Traums, habe ich aber nicht vor ihn aufzugeben. Es ist das, was ich tun will und ich will nicht zuletzt mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann.

      Ich werde von nun an wieder anfangen regelmäßiger im Blog zu posten. Das Thema an dem ich momentan arbeite ist mein OOP Flop Play als PFR. Vor kurzem habe ich nämlich heraus entdeckt, wie schlecht ich diese Spots spiele. OOP cbette ich nur ca. 40% und check folde über 80% - kurzum ein riesen leak. Deswegen liegt mein Fokus gerade ausschließlich darauf, mich in diesen Spots zu verbessern. Mehr dazu in einigen Tagen. Bis dahin: Feuer frei, meine Freunde ;-).


      Aufgrund meiner Gewerbeanmeldung und des nach wie vor mangelnden Erfolges gab es dann viel Troll-Blabla auf den nächsten Seiten und ich würde auch hier nicht Empfehlen die ganzen Posts zu lesen. Auf Seite 16 ist dann eine Entwicklung bezüglich der Art und Weise zu beobachten, wie ich Postflop Situationen analysiere. Man kann erkennen, dass ich nach und nach mehr angefangen habe in Ranges zu denken:

      Original von Reiseleiter
      Gute Idee, FollowTheSmartMoney.

      Wie gesagt, das aktuell größte leak in meinem Game ist mmn. das OOP Flopplay als PFR. Zu dem Thema hatte ich letzte Woche ein Public Private Coaching bei Double2, in dem wir uns SB vs BB SRP-Spots und SB vs BTN 3bet-Spots angeschaut haben. Dabei konnten wir in erster Linie feststellen, dass ich in diesen Spots deutlich zu wenig Cbette und deutlich zu viele Hände am Flop bereits aufgebe. Unabhängig davon stellte sich auch in einem private Coaching mit W34z3l heraus, dass ich OOP als PFR deutlich zu wenig check/raise und meine checks im generellen zu schlecht verteidige (Wie gesagt >80% x/f nach skip cbet OOP).

      Nun möchte ich im Folgenden gerne einen Spot besprechen, den ich vor ein paar Tagen in Cardrunners EV begonnen habe zu modellieren:
      Bei dem Spot handelt es sich um eine OOP Flop Cbetting Situation mit Initiative. Wir sind am CO und spielen gegen einen CC vom BTN (Reg) und das board kommt :Td: :6d: :3c: . Ich denke auf diesem Board kann ich CO vs BTN sehr viel x/r, weshalb ich mir dieses Board ausgesucht habe.
      Als meine Floprange habe ich AA-22,AKs-A2s,KQs-K6s,QJs-Q7s,JTs-J7s,T9s-T7s,98s-97s,87s-86s,76s-75s,65s-64s,54s,AKo-ATo,KQo-KTo,QJo-QTo,JTo,T9o vorausgesetzt.
      Ich habe mir dann mittels NoteCaddy angeschaut wie viel durchschnittlich am BTN vs CO gecoldcallt wird und habe daraufhin eine 17% Range als Sinnvoll angenommen, die so aussehen könnte:
      TT-22,AJs-A9s,KQs-KTs,QJs-QTs,JTs-J9s,T9s,98s,AJo,KQo-KJo,QJo zu 100%
      und mit unterschiedlichen Gewichtungen
      70% der A8s-A2s,K9s,Q9s,ATo,
      50% der K8s,Q8s,J8s,T8s,97s,87s-86s,76s-75s,65s,54s,KTo,QTo und
      25% der K7s-K6s,Q7s,J7s,T7s,A9o,JTo.

      Visualisiert sieht diese 17%-Range wie folgt aus:



      Die Komplette BTN Range im CREV format: TT-22,AJs-A9s,KQs-KTs,QJs-QTs,JTs-J9s,T9s,98s,AJo,KQo-KJo,QJo,[70]A8s-A2s,K9s,Q9s,ATo[/70],[50]K8s,Q8s,J8s,T8s,97s,87s-86s,76s-75s,65s,54s,KTo,QTo[/50],[25]K7s-K6s,Q7s,J7s,T7s,A9o,JTo[/25]

      Dazu gleich die erste Frage: Habe ich die BTN Range für mein Modell zu kompliziert dargestellt? Da ich glaube CREV kann die Range ohne Probleme bearbeiten, habe ich dir Range so modelliert, wie ich sie für möglichst realistisch gehalten habe.

      Ich denke das Szenario ist interessant, um es hier mal zu besprechen.
      Ich kam zu dem Schluss, dass ich Top-Pairs, Overcards und Flushdraws profitabel cbetten kann, dass alle One-Pair Hände unter TP allerdings -ev cbets sind. Da es zu unübersichtlich wäre hier den ganzen Entscheidungsbaum zu besprechen, wollte ich hierzu mal eure Meinung haben. Denkt ihr das kann so stimmen?
      Darüber hinaus kam ich zu dem Schluss, dass ich gegen einen Gegner, der Aggressiv gegen skipped cbets bettet, sehr aggressiv checkraisen kann. Nach meiner Analyse kann ich im isolierten Spot gegen einen solchen Gegner sogar any2 checkraisen, weil villain mmn. sehr viel bet/folden wird. Und ich glaube außerdem, dass ein guter Regular gegen Spieler wie mich hier sehr oft gegen eine Skipped cbet betten wird, weil ich ja bislang 80% folde nachdem ich in solchen spots checke. Da ich außerdem bislang nicht viel gecheckraist habe und auch die Population mmn. nicht viel checkraist gehe ich außerdem davon aus, dass villain sehr oft folden wird, nachdem ich checkraise.
      Ich kam also zu dem Schluss, dass ich als Standardstrategie gegen Regs auf den Micros hier sehr viel betten sollte. Das bedeutet für mich, dass ich Overcards, TP, Overpairs und FDs standardmäßig cbette. Gegen einen Raise werde ich allerdings sehr viel folden und nur mit TPTK+ und FDs callen und den Rest folden, weil ich glaube, dass auf den Limits nicht sehr aggressiv am Flop geraist wird.
      Gleichzeitig kann ich wohl sehr viel x/r. Die Frage ist nur wie sehr ich das gegen gute Regs machen will, weil ich dadurch natürlich wieder super exploitbar werde. Als balanced strategie denke ich, dass ich sets, sowie 3-to-a-straight, 3-to-a-flush Hände checkraisen werde. Allerdings check-folde ich dann wieder 80% auf dem Board. Denkt ihr das ist auf dieser Board Textur okay? Oder was könnte ich anders spielen? Standardmäßig sehr aggressiv Checkraisen, weil uns nur wenige Gegner dafür bestrafen werden?

      ------
      Ich habe im Übrigen nochmal drüber nachgedacht, was xkinghighx bezüglich der beiden Graphen meinte:
      Sprich es hat sich sehr sicher irgendwas grundlegendes geändert. Auch wenn du jetzt das gegenteil behauptest.
      Ich könnte mir das starke Ausmaß meines Downswings unter anderem dadurch erklären, dass die Regulars nach einiger Zeit angefangen haben meine leaks vermehrt zu exploiten. Denkt ihr, dass das eine plausible Begründung wäre? Weitere Faktoren, in denen sich die beiden kürzlich geposteten Graphen unterscheiden sind: Winninggraph war hauptsächlich an NL10 und NL25 Zoom Tischen, während der loosing graph Viele NL50 Zoom Tische und NL25 Regular-Tables enthält. Außerdem war der Winninggraph hauptsächlich zu Zeiten zwischen 12 Uhr Mittag und 12 Uhr Nacht entstanden, während der Loosinggraph hauptsächlich Sessions zwischen 20:00 und 05:00 Uhr enthält. Deswegen werde ich im April meinen Tagesrhythmus wieder umstellen und vermehrt tagsüber spielen. Durch meinen Downswing bin ich eh wieder abgestiegen und spiele NL10 Zoom. Bereits im frühen Herbst ging ein Versuch an den (NL10) Regtables nämlich schief. Was die Tageszeiten angeht kann natürlich viel Varianz dabei sein, aber ich habe mir gerade im entsprechenden HM2-Report angeschaut, dass ich tatsächlich zwischen 12:00 und 20:00 mm besten abschneide, während ich von 00:00 bis 05:00 am meisten verloren habe.


      Handanalyse vom 01.05.2016:

      Original von Reiseleiter
      Ich arbeite Gerade "Applications of No-limit Hold'em" von Matthew Janda noch mal von vorne durch und habe schon mehrere Videos in die richtung geschaut. Ausführliche Handanalyse habe ich erst 3 oder 4 gemacht... Die ausführlichste Will ich mal hier posten, weil sie meinen Lernprozess auch ein wenig aufzeigt... Musste mitten in der Übung neu starten, weil ich merkte dass meine Anfangsannahmen falsch waren:

      Situation Preflop:
      • Wir openraisen am BTN und der BB callt uns.
      • Villain is unknown
      • Also verwende ich meine Standard-Openingrange:
      22+,A2s+,K2s+,Q2s+,J5s+,T6s+,96s+,85s+,74s+,64s+,53s+,43s,A2o+,K7o+,Q9o+,J9o+,T8o+,98o,87o (47% = 520 Combos (discounted))



      • Villain verteidigt passiv mit einer Range, die ich aus meinem Reg-Alias abgeleitet habe: 22-TT,A2s-ATs,K2s+,Q7s+,J7s+,T7s+,97s+,86s+,75s+,64s+,54s,43s,32s,A2o-AJo,K9o+,Q9o+,JTo (33%)


      • In der Praxis defenden die Regulars aber deutlich weniger (overall nur 24% CC)
      • Die loosen Fische defenden auf der anderen Seite deutlich mehr (52% CC)
      • Ich werde das nun mal für die ganze Population in NoteCaddy testen:
      Im Durchschnitt defenden Gegner eine 26% Range passiv im BB vs BTN
      Tatsächlich liegen sogar 65% aller werte unter der 26% Schwelle
      52% aller Spieler defenden sogar weniger als 20% Passiv
      Der Median liegt irgendwo zwischen 18 und 20%, weswegen ich von diesem Wert ausgehen sollte.



      In einer darauf folgenden Analyse habe ich geschaut wie viel die Durchschnitts- bzw. Mediangegner im BB gegen einen BTN steal folden. Der Durchschnitt liegt hierbei bei 62%, wobei der Median zwischen 67% und 70% liegt. Daraufhin habe ich mir meinen BTN steal success angeschaut. Er liegt bei 42,6 overall. Wenn ich zwischen 2 und 2,5 eröffne liegt der success bei 41,4%. Wenn ich auf 3bb eröffne dann liegt der btn steal success bei 51,7. Aber auch im Generellen liegt der BTN steal success auf NL10Zoom bei 46,5%, auf NL16 Zoom bei 40,2 und auf NL25 bei 42,3. Egal wie bin ich also ein gutes Stück von Autoprofit entfernt.
      Der Median von SB fold to BTN steal liegt zwischen 79 und 80. Gegen zwei unknowns in den Blinds kann man also davon ausgehen, dass der BTN steal in 0,8x0,69=55% der Fälle klappt.
      Unter der Annahme dass ich in der Hälfte Fälle den Flop sehe, wenn der Steal nicht klappt und darüber hinaus der Steal success auf 50% sinkt, wenn ich 2bb openraise, muss ich Postflop folgendes gewinnen, um break even zu sein: 0= -2x0,5x0,5 + 0,5x1,5 - x*0,25  x=1. Ich muss also 1bb mit meinen schlechtesten Händen gewinnen, wenn ich gecallt werde. Da der Pot in diesem falle zwischen 4bb und 4,5bb groß ist muss ich mit meinen schwächsten Händen noch mindestens 25% equity haben, um stealen zu können.

      • Die Stärke der Ranges ist preflop ungefähr gleich, wobei wir am BTN eine stärkere, weil uncapped range haben. Wir haben mehr Nuts in unserer Range.


      Der Flop kommt :Qs: :Ts: :8h:
      Dadurch verschieben sich die Equities zu unseren Gunsten


      Darüber hinaus haben wir den Positionsvorteil auf einem Sehr dynamischen Board, was sehr gut für uns ist.
      Verteilung der holdings auf dem Board:


      Hier wird auch nochmal unser Rangevorteil deutlich. Fast alle Hände in beiden Ranges haben relativ solide Equity.

      Vergleich der Ranges:
      BTN:


      BB:


      Aus unserer Sicht:
      Wir müssen sehr viel Betten, weil wir villain keine Freecards geben wollen. Ich hätte gedacht, dass wir wenig Foldequity haben, weil villain das board auch so gut hittet, aber ich denke gegen Agression muss villain viel folden, weswegen bei den gegebenen Ranges möglicherweise 100% gebettet werden kann.
      Nach meiner Analyse foldet villain über 50% seiner Range bereits gegen eine Flop-Bet (Gelber Teil)



      Wenn wir allerdings von in der Praxis tighteren Ranges ausgehen, dann sieht es mit der FE schlechter aus:



      Allerdings würde villain auch hiermit noch 46% gegen eine Cbet folden. Eine Bet ist also super profitabel.

      So sehen die Gewinnwahrscheinlichkeiten gegen villains Callcbet-Range aus:



      Man kann sehen dass die kleinen Qx Hände nur 50% gegen villains continuing range haben. Darüber hinaus behalten sie ihre Equity nur sehr schlecht. Deswegen sollten die wohl zurückgecheckt werden.
      Daraus resultierende klare Valuebets:
      TT+,88,AQs,KQs,Q8s+,J9s,T8s,AQo,KQo,Q9o+,J9o,T8o = 103 Combos
      Starke Draws:
      ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
      Gerade habe ich gemerkt, dass ich von einer deutlich zu weiten Defending Range ausgegangen bin (NoteCaddy analyse), weswegen ich nun im Folgenden von einer stärkeren Range ausgehen will… Also nochmal von Vorne:


      Mit tighteren Ranges:

      Situation Preflop:
      • Wir openraisen am BTN und der BB callt uns.
      • Villain is unknown
      • Also verwende ich meine Standard-Openingrange:
      22+,A2s+,K2s+,Q2s+,J5s+,T6s+,96s+,85s+,74s+,64s+,53s+,43s,A2o+,K7o+,Q9o+,J9o+,T8o+,98o,87o (47% = 520 Combos (discounted))



      Villain verteidigt passiv mit einer Range, die ich aus der NoteCaddy Analyse in Kombination mit dem Reg Alias und logischem Denken abgeleitet habe:
      44-JJ,A4s-AJs,K7s+,Q9s+,J9s+,T8s+,98s,87s,76s,ATo-AJo,A2o-A3o,KTo+,QTo+,JTo (19,91%)
      Preflop haben wir einen Rangenachteil, weil der BB so tight defendet.



      Der Flop kommt :Qs: :Ts: :8h:
      Dadurch verschieben sich die Equities zu Gunsten von Villain:





      Villains tighte defendingrange ist also auf diesem board klar im Vorteil. Allerdings kommt uns zu gute, dass wir postion haben auf einem dynamischen Board.

      Vergleich der Ranges:
      BTN:


      BB:


      Nach meinen Schätzungen haben wir mit einer Bet 34% FE (Blauer Teil)



      Der Equity Table gegen die Defending-Range sieht wie folgt aus:



      Meine Gesamtrange am flop beinhaltet am flop 537 Kombinationen discounted.
      Daraus lässt sich folgende Range als klare Valuebets festhalten: Q8s+ (29), J9 (16), Sets (9), T8 (9), JJ (6), KK+ (12), Q9o+ (30) = 111 Kombos (Rote Range im folgenden Schaubild)
      Dazu bette ich alles mit vernünftiger Equity: FDs, Backdoor-FDs to nuts, Straightdraws, 8x,Tx (Grüne Range) = 270
      Gerade habe ich gemerkt, dass ich exploitativ einfach alles Betten will, was irgendwie equity hat. Den schwächsten Teil meiner Range gebe ich einfach auf (Blaue Range). = 156 Folds

      Ich rechtfertige die überproportional vielen Bluffs damit, dass die meisten Hände in der grünen Range auch gegen die Callingrange noch gute Equity haben.



      ----------------------------------------------------------------
      Alleine das Posten dieser Handanalyse hat mich jetzt fast eine halbe Stunde gekostet, weswegen ich bis jetzt davor zurückgeschreckt bin solche Handanalysen zu posten. Ich konnte mir nämlich darüber hinaus kaum vorstellen, dass jemand an meinen Ausführungen interessiert ist und sich das ganze durchliest. Deswegen habe ich bisher sowas nicht gepostet, weil ich es als Zeitverschwendung angesehen habe.

      Mir ist allerdings durch das Posten wieder aufgefallen, dass ich sehr viel durch diese Analyse lernen konnte und ich sollte vermutlich mehr solche ausführlichen analysen machen. Meistens gucke ich mir Flop Situationen range gegen Range an und überlege mir was ich betten will und was ich checken will usw... So ausführlich habe ich es nur dieses eine mal gemacht und es hat mich mehr als 5 Stunden gekostet.


      Noch eine Handanalyse vom 04.05.2016 (Seite 22), die meinen Entwicklungsstand zu diesem Zeitpunkt ganz gut wiederspiegelt:

      Original von Reiseleiter
      Habe gerade eine weitere recht ausführliche Handanalyse gemacht, aus der ich einiges lernen konnte:

      Villain am BTN ist relativ unknown mit soliden Tendenzen (keine große Gap: 29/26 auf 42 Hände).

      Poker Stars, $0.10/$0.25 No Limit Hold'em Cash, 6 Players
      Poker Tools Powered By Holdem Manager - The Ultimate Poker Software Suite.

      Hero (SB): $39.29 (157.2 bb)
      BB: $55.82 (223.3 bb)
      UTG: $25.87 (103.5 bb)
      MP: $28.98 (115.9 bb)
      CO: $46.61 (186.4 bb)
      BTN: $29.18 (116.7 bb)

      Preflop: Hero is SB with :9c: :Tc:
      3 folds, BTN raises to $0.50, Hero raises to $1.75, BB folds, BTN calls $1.25

      Flop: ($3.75) :Js: :2c: :Qh: (2 players)
      Hero bets $1.79, BTN calls $1.79

      Turn: ($7.33) :7h: (2 players)
      Hero checks, BTN bets $4.50, Hero raises to $10, BTN calls $5.50

      River: ($27.33) :7c: (2 players)
      Hero bets $25.75 and is all-in, BTN calls $15.64 and is all-in

      Results:
      $58.61 pot ($2 rake)
      Final Board: :Js: :2c: :Qh: :7h: :7c:
      Hero showed :9c: :Tc: and lost (-$29.18 net)
      BTN showed :As: :Qc: and won $56.61 ($27.43 net)


      Preflop Gedanken:

      Da ich glaube, dass auf NL 25 im Generellen eher tight gegen 3bets defendet wird setze ich villain auf eine Range von 77-JJ,A2s-AJs,K9s+,Q9s+,J9s+,T9s,98s,87s,ATo-AQo,KJo+ (13,42%).
      Ich selbst überlege mir gerade, ob es gegen die Population gut sein kann hier relativ weit zu restealen, eben weil die fold to 3bet werte im Durchschnitt relativ hoch sind. Was meint ihr dazu? Ich dachte an eine 3bet only strategie gegen unknown mit dieser Range: 44+,A2s+,K7s+,Q9s+,J9s+,T8s+,97s+,87s,76s,65s,ATo+,KJo+ (19,46%)
      Die Analyse meines TAG-Alias hat ergeben, dass die solideren Gegner hier 64% am BTN vs 3bet folden und ich brauche bei den gewählten Sizings nur 66% FE für Autoprofit. Darüber hinaus spielt sich die Range auch OOP recht gut.

      Flop:

      Der Flop hittet erstmal villains Range sehr gut. Während wir Preflop mit unserer Range noch 51,5% Equity gegen Villains range haben, hat Villain am Flop mit seiner Range 52,5% gegen uns.

      Wollen wir hier ne x/r Range etablieren?
      Intuitiv würde ich hier ohne flop x/r range spielen. Wovon machen wir das abhängig, ob wir x/r wollen? Davon ob wir bis zum river mit nuts ohne x/r AI kommen? Davon ob villain oft gegen skipped cbets bettet?
      By the way gefällt mir mein Sizing nicht. Wenn wir 2/3 Betten kommen wir mit Bet-bet-bet bis zum river mit unseren Nut-Holdings all-in. Damit würde sich die Hand deutlich leichter Spielen und ich hätte das später erwähnte Turn Problem nicht.
      Wir haben hier Insgesamt 229 Hände am Flop.

      Starke betting Hände sind JJ (3), QQ (3), KK (6), AA (6), AQ (12), QJ (2) = 32 Kombos
      Draws mit vielen Outs: KTs (4), T9s (4) = 8 Kombos
      Draws zweiter Klasse: AT (16), AK (16) =32 Kombos
      Draws dritter Klasse: K9s (4), T8s (4), 98s (4) = 12 Kombos
      easy check/calls: AJ (12), KJ (12), QTs (3), Q9s (3), JTs (3), J9s (3) = 36 Kombos
      mögliche check/folds: 44-TT,A2s-A9s,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s =97 Kombos (Wenn wir hier checken schätze ich villain so ein, dass er sehr valuelastig bettet)
      Bei KQ bin ich mir unsicher ob ich cbetten will, oder ob ich damit meine checkingrange stärke (mit dem Plan meistens 2 mal zu check/callen). Auch bei den draws war ich mir unsicher in welche Range ich sie packen will. Wenn ich alle Starken valuehände + draws bette dann sieht meine Verteilung am Flop so aus:

      Value Cbet: JJ+,AQs,QJs,AQo = 32 Kombos (14% of total range)
      Bluff cbets, bzw. draws: AKs,ATs,K9s-KTs,T8s+,98s,AKo,ATo-AJo = 61 Kombos (27% of total range)
      Check/call: AJs,KJs+,Q9s-QTs,J9s+,KJo+ = 39 Kombos (17% of total range)
      check/fold: 44-TT,A2s-A9s,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s = 97 Kombos (42% of total range)

      Fazit der Flop Strategie, die mir intuitiv in den Kopf kommt: Ich bluff bette hier wohl etwas zu viel und sollte außerdem, wie weiter oben erwähnt definitiv ein größeres Sizing wählen. Das mache ich normalerweise auch meistens. Möglicherweise tendiere ich dazu mit meinen Draws zu klein zu betten, obwohl ich es eigentlich besser weiß. Außerdem zeigt sich eines meiner Leaks: Ich check/folde sehr viel nachdem ich die Cbet auslasse (hier 71%, was in etwa meinem Overall X/f wert nach skipped cbet entspricht). Da es nicht leicht ist hier gute Bluffs zu in der angenommenen BTN range zu finden glaube ich aber auch, dass villain auf NL25 mein leak noch nicht genug ausnützt (zum Glück). Die Annahme, dass villain hier am BTN nicht genug blufft führt allerdings wieder dazu, dass ich tatsächlich 44-TT check/folden muss. Ich kann diese Hände auch nicht profitabel betten, weil sie sich nicht zum Barreln eignen und villain nach meiner Einschätzung ca. 70% seiner Range am Flop Callt (Any pair und gute Draws).
      Eine mögliche Anpassung wäre es, die "Draws zweiter klasse" zu check/callen und dafür Axs mit BDFD zu bluffen. Und gerade habe ich gesehen, dass ich weiter oben A2 als bluffbet vergessen habe. Nach umsetzung dieser Gedanken sähen meine (deutlich hübscheren) Flop Ranges wie folgt aus:

      Value Cbet: JJ+,AQs,QJs,AQo = 32 Kombos (14% of total range)
      Bluffbet: A2s,K9s-KTs,T8s+,98s,As9s,Ac9c,Ah8h,As8s,Ac8c,Ah7h,As7s,Ac7c,Ah6h,As6s,Ac6c,Ah5h,As5s,Ac5c,Ah4h,As4s,Ac4c,Ah3h,As3s,Ac3c,Ah9h = 44 Kombos (19% of total Range)
      Check/call: AKs,ATs-AJs,KJs+,Q9s-QTs,J9s+,AKo,ATo-AJo,KJo+ = 80 Kombos (35% of total range)
      Check/fold: 44-TT,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s,Ad8d,Ad7d,Ad6d,Ad5d,Ad4d,Ad3d,Ad9d = 73 Kombos (32% of total range)

      Wow... diese Ranges gefallen mir tatsächlich deutlich besser :-). Damit hätte ich beide vorhin Angesprochenen Probleme behoben: Die zu hohe Bluff frequenz, sowie die zu hohe check/fold frequenz. Würde dafür ein einziges Betsizing in höhe von 2/3 - 3/4 Pot wählen. Was meint ihr dazu?

      Turn:

      Ingame wird mir hier das vorhin angesprochene Problem bewusst: Mit meinem Flopsizing bekomme ich mit meinen Value-Händen nicht mehr ohne overbet mittels Bet-Bet-Bet das Ganze Geld bis zum River rein. Deswegen habe ich ingame improvisiert^^ :f_drink: . Ich dachte "hehe... wenn ich hier check/raise komme ich mit meinen Value Händen bis zum river All-In und mit meinen Bluffs habe ich wohl genug FE, um den Move +ev zu machen". Also checkraise ich. Das Problem hierbei ist: Die FE am Turn wird kaum reichen, um die Bluffs +ev zu machen, falls villain nur TP+ und starke draws bettet. Ein weiteres Problem besteht darin, dass villain am turn 3betten kann und ich dann mit meinen Draws dumm aus der Wäsche gucke. Also gefällt mir mein Spiel am turn gar nicht. Am einfachsten wäre dieser Fehler durch vernünftiges Flop-Play zu beheben gewesen. Dann würde ich erst gar nicht auf so blöde Ideen kommen, sondern einfach geradeaus meine Ranges spielen:
      Turnplay unter der Annahme der zuletzt genannten, mmn. soliden Flop strategie:
      Starke value bets: JJ+,AQs,QJs,AQo = Unverändert 32 Kombos
      Semi-Bluff bets: K9s-KTs,T8s+,98s,Ah8h,Ah7h,Ah6h,Ah5h,Ah4h,Ah3h,Ah2h,Ah9h = 27 Kombos
      check-Folds: Ac9c,As8s,Ac8c,As7s,Ac7c,As6s,Ac6c,As5s,Ac5c,As4s,Ac4c,As3s,Ac3c,Ad2d,As2s,Ac2c,As9s = 16 Kombos

      Hier wird mir ein Problem in der Flopstrategie bewusst: Wir haben am turn keine check-calling Hände mehr in der Range. Vermutlich sollte ich also KQ doch noch in die Flop Betting range packen. ... Ja ich glaube das ist die Lösung. Werde am Ende des Posts dann nochmal die überarbeitete Flop strategie Aufschreiben, aber will jetzt nicht so viel hin und her springen.

      "Gedachte" check-calls turn: KQs,KQo = 12 Kombos

      river
      As played muss ich die Hand am river wohl so spielen, wie ich sie gespielt habe. Damit balance ich meine Valuerange und ich denke ich werde durchschnittlich genug FE haben, um die bet +ev zu machen. Dabei kommt es natürlich stark auf villains turn bet/call range an. Ausgehend von folgender range ist mein River-bluff +ev: KQs,KTs,QJs,T9s,AQo,KQo,AhTh,JhTh,Jh9h,AhJh = 35 Kombos
      klare Foldingrange: KTs,T9s,AhTh,JhTh,Jh9h,AhJh =12 Kombos (--> 34% "sichere" FE)
      Bei KQ bin ich mir unsicher, ob villain sie in der Range hat. Wenn ja dann wird er die oft genug folden, dass der River Bluff +ev wird.

      Aber auch am River gilt: In den Spot dürfte ich mit solidem Flop play eigentlich garnicht kommen. ...
      Riverplay unter der annahme von solidem Flop play und eben genannter Turn-betting frequenz:

      Pot am turn= 15bb+ 2*11bb = 37bb
      Pot am river= 37bb + 2*26bb = 89bb
      Effektive Rest-Stacksize am river= 72bb

      mögliche Value bets am river: JJ-QQ,QJs = 8 Kombos
      mögliche Bluffs am river: K9s-KTs,T8s+,98s,Ah8h,Ah7h,Ah6h,Ah5h,Ah4h,Ah3h,Ah2h,Ah9h = 27 Kombos
      mögliche Check/calls am river: KK+,AQs,AQo = 24 Kombos

      Weil wir so wenige Valuebets am river haben kommt mir die Idee einer check-only strategie in den kopf. Außerdem bemerke ich gerade, dass ich intuitiv den River wohl mit einer zu hohen Frequenz bluffen würde. Was haltet ihr von check-only am river?

      Finale Flopstrategie:
      Nach der bisherigen Analyse der Hand würde ich also eine Flopstrategie gut finden, die wie folgt aussieht:

      Value Cbet: JJ+,AQs,KQs,QJs,AQo,KQo= 44 Kombos (19% of total range)
      Bluffbet: A2s,K9s-KTs,T8s+,98s,As9s,Ac9c,Ah8h,As8s,Ac8c,Ah7h,As7s,Ac7c,Ah6h,As6s,Ac6c,Ah5h,As5s,Ac5c,Ah4h,As4s,Ac4c,Ah3h,As3s,Ac3c,Ah9h = 44 Kombos (19% of total Range)
      Check/call: AKs,ATs-AJs,KJs,Q9s-QTs,J9s+,AKo,ATo-AJo,KJo = 68 Kombos (30% of total range)
      Check/fold: 44-TT,K7s-K8s,97s,87s,76s,65s,Ad8d,Ad7d,Ad6d,Ad5d,Ad4d,Ad3d,Ad9d = 73 Kombos (32% of total range)

      Puh das hat lange gedauert, aber auch Spaß gemacht. Mit den Flop ranges bin ich jetzt recht zufrieden und denke die sind relativ balanced.


      Auf Seite 23 schreibe ich darüber, dass meine BB-Winrate super schlecht ist, was sie auch Anfang 2018 noch ist. Der user xkinghighx gibt mir daraufhin folgenden Tip, den ich heute für so wertvoll erachte, dass ich ihn hier nochmal Zitieren möchte:

      Original von xkinghighx
      einfach viel weniger folden und dann postflop rumwurschteln oop. damit kann man sie schon in den -30er bereich drücken auf nl10 und nl25. auf nl50 wird das deutlich härter.


      Ab Seite 21 finde ich die Diskussion durchaus lesenswert und ich finde der Blog hat an dieser Stelle wieder mehr Qualität gewonnen, auch weil die Trolls deutlich weniger geworden sind, sowie einige qualifizierte Beitragsschreiber hinzugekommen sind. Wir diskutieren viel über Poker-theorie und GTO (Seite 21), über mein Leak im BB und über die korrekte Art und Weise den BB zu defenden (Seite 22-24). Auf Seite 24 erwähne ich, dass ich in den Urlaub fliege und es gibt User, die das als angehender Pokerprofi nicht für angebracht halten. Auf Seite 24-25 schreibe ich dann über meine Reise in Barcelona und über Livepoker-Erfahrungen inklusive Erfahrungen an der Pokermaschine. Auf Seite 26 diskutieren wir über die "richtige" Herangehensweise an professionelles Poker, inklusive Theorie:P raxis-Verhältnis und totaler Zeitaufwand.
      Ab Seite 26 driftet der Blog wieder etwas von Poker ab. Es geht auf den folgenden Seiten in erster Linie um Mental Game und um Philosophie. Ab Seite 30 diskutieren wir dann wieder Pokerhände.
      Ab Seite 35 ist der Blog dann wieder eher was für Troll-Liebhaber.

      Update vom 05.08.2016:


      Ich grinde immernoch mit mäßigem Erfolg die Micros und arbeite hart an mir und meinem Spiel. Seit Ende Februar '16 bin ich mit meinem International Management Studium fertig (Bachelor). Seit 1. März bin ich offiziell Berufsspieler und habe ein entsprechendes Gewerbe angemeldet. Ich bin dann direkt mit Verlusten im März und April in meine Selbstständigkeit gestartet und bis Ende Mai war absehbar, dass ich zusätzliches Geld brauchen werde, um meinen Traum zu leben. Ich verfüge einfach noch nicht über genug Skill. Deswegen arbeite ich seit Mitte Juli bei Daimler am Band und baue so meine Bankroll wieder auf. Ich lebe relativ bescheiden und bin wieder bei meinen Eltern eingezogen. Ich werde jetzt so lange wie es möglich ist weiter am Band arbeiten und nebenher 20-30 Stunden pro Woche an meiner Pokerkarriere arbeiten. Nach meiner Tätigkeit bei Daimler wird es dann Vollzeit mit Poker weiter gehen. Wenn es dann weiterhin nicht gut genug läuft, um davon leben zu können werde ich wieder Jobben. Das ganze wiederhole ich, bis ich erfolgreich bin. Eventuell werde ich zwischendurch auch noch meinen Master in International Management machen, aber ob und wann steht noch in den Sternen.


      Update vom 02.12.2016:
      Original von Reiseleiter
      Geht bald weiter... Kurz mal nen allgemeines Update: Ich kriege immernoch auf den Sack und ich arbeite immernoch viel an meinem Spiel:f_ugly: . Und ich habe immernoch nicht aufgegeben :f_drink: .
      Ich arbeite jetzt noch zwei Wochen bei Daimler und habe dann wieder ne Bankroll, bzw. ne Liveroll. Januar und Februar wird dann wieder Fulltime gepokert. Ab März mache ich wohl meinen Master in International Management. Eventuell fange ich auch an Mathematik zu studieren - also noch einen zweiten Bachelor. Eventuell mache ich zuerst meinen Master und dann studiere ich anschließend Mathe. Oder ich fange nen BWLer Job an. Oder ich mache meinen Master und grinde anschließend ein paar Jahre als Berufspokerspieler, insofern es gut genug läuft. Oder ich mache irgend was anderes. Mir gefällt die Vielfalt an Möglichkeiten, die ich gerade habe sehr gut.
      So oder so wird Poker weiterhin eine große Rolle in meinem Leben spielen.
      Habe mir vorgenommen ab dem Ende meines jetzigen Jobs wieder vermehrt zu bloggen und Hände zu posten.
      Mal kurz nen Überblick über meine letzten Monate. Daraus kann man auch gut meinen momentanen Fokus rauslesen:

      [...]

      'I have not failed. I’ve just found 10,000 ways that won’t work'
      — Thomas Edison


      Ab Seite 40 wird es dann wieder etwas philosophisch und etwas lesenswerter. Ab Seite 42 ist es für meinen Geschmack dann wieder etwas zu Trolllastig mit ein paar vereinzelt guten Beiträgen.
      Ab Seite 45 reden wir über die Studiengänge Psychologie und BWL und über Karrierewahl im generellen.
      Ab Seite 48 bewegt der Blog sich wieder in die Poker-Richtung.

      Update vom 20.02.2018:

      Original von Reiseleiter
      Hi Leute,

      da mich jetzt gerade die Lust gepackt hat zu schreiben lege ich direkt los und komme direkt zur Sache. Poker macht mir nach wie vor mega viel Spaß und deswegen bin und bleibe ich Vollzeit-Pokerspieler. Nachwievor wohne ich bei meinen Eltern um Kosten zu sparen. Mittlerweile studiere ich allerdings nichtmehr nebenher sondern Pokern ist meine einzige Tätigkeit.
      Zuletzt lief es sogar einigermaßen okay. Aber mit meiner Winrate bin ich recht unzufrieden. Ich denke die liegt momentan irgendwo zwischen 1bb/100 und 3bb/100 auf NL50z aber genau kann ich das natürlich nicht sagen.

      Nachdem ich meinen letzten Graphen gepostet habe ging es ziemlich zeitnah in einen mega Downswing. Hier nochmal der Graph, den ich letzten April gepostet habe:

      Original von Reiseleiter
      [...]



      Die Letzten 100k Hände waren hauptsächlich NL50 mit einem mini-shot auf NL100. Davor sind 120k Hände NL25 und davor 50k Hände NL10. Und ganz am Anfang standen 5k Hände NL5.
      Im Anschluss könnt ihr meinen Graphen seit Anfang 2017 sehen und dann wisst ihr was ich mit mega Downsing meine:



      Kurz bevor mein Downswing begann hatte ich allerdings nen Flug nach Vegas für September gebucht, weil ich nen super Preis erwischt hatte. Dementsprechend frustriert war ich dann zwischenzeitlich. Weil mir Pokerstars nach dem Downswing gelinde auf den Sack gegangen ist bin ich anfang Juli zu Redkings gewechselt und wollte mir dort ne Bankroll für Vegas ergrinden. Mein Ziel war es, dass ich mindestens 5k$ für meinen Vegas Trip hatte und nach dem Downswing fehlten mir ungefähr 3k$. Nach ein paar anfangsschwierigkeiten habe ich mein Ziel dann erreicht und mitte August dann die Hotels für Vegas gebucht und Ende August mein ganzes Geld von Redkings ausgezahlt. Ganz gemäß Murphys Gesetz hab ich allerdings in Vegas kein Geld mit Poker verdient sondern 1k$ verloren und aufgrund der hohen Reisekosten war ich im Anschluss fast broke. Aber hey, das war jetzt mein zweiter Trip nach Las Vegas von dem ich fast Broke zurückgekommen bin. Und weil Daniel Negreanu das zu Beginn seiner Karriere auch so ähnlich gemacht hat hab ich das mal als gutes Omen genommen. Seither habe ich online wieder ein wenig Geld zurückgewonnen und anfang des Jahres bei Daimler etwas Geld am Band hinzuverdient.

      Die Heutige Situation sieht nun so aus, dass ich eine Bankroll von knapp 4k$ habe und hoffe von nunan ausschließlich mit Poker meinen Lebensunterhalt bestreiten zu können und mit steigender Hourly Winrate meinen Lifestyle auszubauen, fürs Alter vorzusorgen, passives Einkommen aufzubauen etc. Ich arbeite weiterhin fleißig an meinem Spiel und runde das ganze mit Meditation, Sport und gesunder Ernährung ab.

      Was das Theorie Studium angeht befasse ich mich seit Anfang/Mitte letzten Jahres viel mit GTO und habe da im letzten Jahr viel Arbeit reingesteckt. Ich befasse mich zwar immernoch viel damit, allerdings liegt mein Hauptaugenmerk seit Anfang diesen Jahres wieder auf exploitivem Spiel. Vor zwei Wochen wurde ich wieder auf eine Schwachstelle in meinem Spiel aufmerksam, die mir viel meiner Winrate auffrisst: Ich spiele offenbar im BB ganz schrecklich und werde mich nun ausschließlich darauf konzentrieren meine BB-Winrate auf ca. -30bb/100 hoch zu bekommen. Ich weiß von anderen Regulars, dass die eine Winrate im BB zwischen -30bb/100 und -37bb/100 erreichen und deswegen ist das jetzt mein Ziel. Meine Winrate im BB beträgt gerade -46bb/100. Seit Anfang 2017 sieht meine Winrate by position wie folgt aus:



      Nun denke ich mir, dass ich meine bb/100 winrate im idealfall um 2,5bb/100 eröhen kann nur indem ich mein BB-Spiel verbessere. Genau deswegen liegt darauf gemäß der Engpasstheorie mein Fokus und ich bin relativ optimistisch was die Erfolgschancen angeht.
  • 972 Antworten
    • klaus8003
      klaus8003
      Bronze
      Dabei seit: 28.08.2006 Beiträge: 2.670
      Ambitioniertes Ziel :f_cool:
      Wünsch dir viel Glück und werd öfters mal reinschaun :f_thumbsup:
    • Reiseleiter
      Reiseleiter
      Gold
      Dabei seit: 21.02.2008 Beiträge: 859
      Update #1: Nach den ersten 10.000 Händen zeigt sich ein kleiner Verlust, der allerdings durch den Einzahlungsbonus ausgeglichen wird.



      Insgesamt bin ich noch sehr optimistisch. Deswegen fahre ich gerade ein noch aggressiveres BRM, als ursprünglich geplant (gleicht wohl dem Blitz-BRM). Ich spiele mit meiner Bankroll von ca. 1000$ Limits, die umgerechnet NL60, NL75, NL120 und NL150 entsprechen (Bei Titan Poker gibt es keine Dollar-Tische, sondern nur Pfund und Euro). Ziel davon ist es schneller in den Limits aufzusteigen und größere Teile des Bonus zu clearen.

      Was meine unterziele angeht:
      *Täglich Meditieren läuft
      *Konnte mich heute wieder zum Sport aufraffen
      *Seit 5 Tagen bin ich Nichtraucher (habe ich noch gar nicht erwähnt) - Ich glaube das ist auch stark förderlich für meine Pokerkarriere
      *Theoriestunden 5 von geplanten 10 [5/10]
      *Gesamte Sessionlänge 24 von geplanten 40 Stunden [24/40]

      Bisher liege ich damit noch gut im Plan, was bedeutet ich kann am Samstag mit gutem Gewissen feiern gehen. :s_drink:

      Hier noch die Handhistory zu dem bislang größten Pot in diesem Jahr. :s_thumbsup:

      SB: $138.50 (138.5 bb)
      Hero (BB): $188.55 (188.6 bb)
      UTG: $97.50 (97.5 bb)
      MP: $86.70 (86.7 bb)
      CO: $156.55 (156.6 bb)
      BTN: $258.61 (258.6 bb)

      Preflop: Hero is BB with J:heart: Q:club:
      4 folds, SB raises to $3, Hero calls $2

      Flop: ($6) T:club: 9:heart: 2:heart: (2 players)
      SB bets $5, Hero calls $5

      Turn: ($16) 5:diamond: (2 players)
      SB bets $14, Hero raises to $40.60, SB calls $26.60

      River: ($97.20) 8:spade: (2 players)
      SB checks, Hero bets $97.20, SB calls $89.90 and is all-in

      Results: $277.00 pot ($3.00 rake)
      Final Board: T:club: 9:heart: 2:heart: 5:diamond: 8:spade:
      SB showed K:spade: T:spade: and lost (-$138.50 net)
      Hero mucked J:heart: Q:club: and won $274 ($135.50 net)
    • manic0712
      manic0712
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2007 Beiträge: 6.370
      ist blitz BRM nicht nur für leute die ein limit sicher schlagen? das sehe ich bei dir in den 400k händen nicht gegeben. ich würde dir eins eher tightes BRM empfehlen, aus 2 gründen: du willst pro werden, da ist tightes BRM imo pflicht und 2: hast du oben geschrieben wann du auf welches limit aufsteigen willst.
      jetzt postest du nen 10k BE graph und spielst NL100?:thinking:

      du solltest dringend an deiner disziplin arbeiten.
      Rakeback in turnieren verdonken, viel zu hohe buy ins spielen, und gewagt irgendwelche zu hohen cashgame partien zu spielen gehört da sicherlich nicht dazu. schon gar nicht wenn du es für mehr siehst als nur ein Hobby.
      den richtigen coach hast du aber schonmal.:truestory:

      ich wünsche dir viel erfolg, auch wenn ich da noch viel arbeit auf dich zukommen sehe. auch abseits der tische
    • Reiseleiter
      Reiseleiter
      Gold
      Dabei seit: 21.02.2008 Beiträge: 859
      In deinem Post steckt wohl viel Wahrheit, manic. Danke!
      Glaube auch, dass mein Mentalgame meine größte Schwäche ist. Bin mir allerdings auch sicher, dass zumindest mein A-game reicht, um NL100 zu schlagen und mein B-game reicht um es zumindest BE zu spielen. Deswegen gehe ich jetzt das Risiko ein und mische NL100 zu meinen Tischen, betreibe dort aber strenge Table selection und spiele nur an den besten Tischen. Mein Hauptlimit ist NL50 und falls ich unter die besagten 750$ BR rutsche werde ich Hauptsächlich NL20 und vereinzelt NL50 Spielen. Wie gesagt: Sobald der Bonus gecleared ist werde ich auf ein tightes BRM übergehen.
      Ich werde jetzt nochmal über meine Strategie nachdenken und eventuell NL100 direkt streichen. Ich halte euch auf dem Laufenden!
    • sladder
      sladder
      Bronze
      Dabei seit: 12.04.2006 Beiträge: 7.320
      Du bist im Jahr 2014 über 400k Hands deutlich im Minus und sagst das dein A-Game ausreicht um Nl 100 zu schlagen?

      Sorry aber das sehe ich anders. An deiner Stelle würd ich erstmal auf Nl20 anfangen und ordentlich Theorie machen.
      Zeigt der Graph dann über vernünftige Sample nach oben, kannste upmoven.

      Was du machst wird imo nie funktionieren.
    • staredown51
      staredown51
      Bronze
      Dabei seit: 02.01.2015 Beiträge: 39
      Original von sladder
      Du bist im Jahr 2014 über 400k Hands deutlich im Minus und sagst das dein A-Game ausreicht um Nl 100 zu schlagen?

      Sorry aber das sehe ich anders. An deiner Stelle würd ich erstmal auf Nl20 anfangen und ordentlich Theorie machen.
      Zeigt der Graph dann über vernünftige Sample nach oben, kannste upmoven.

      Was du machst wird imo nie funktionieren.
      #

      Um meine Entwicklung zu beschleunigen habe ich mir nun Nikonyo als coach zur Hilfe genommen.
      Was sagt dein Coach eigentlich zu deinem BRM?
    • habeichja
      habeichja
      Global
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.711
      Schlägt den Nikonyo noch NL100?
    • ine23
      ine23
      Silber
      Dabei seit: 11.10.2009 Beiträge: 2.594
      wie ich mich einfach so krass in op wiedererkenne. bei mir ists live auf nl100 und nl200 und hab direkt geglaubt nl100 mach ich auch online. mittlerweile glaube ich einfach das ich einen 2 jahres upswing live hatte. war sicher nicht der schlechteste spieler an den tischen, aber manchmal ein theorie video schauen und bisschen blogs & hbf lesen reicht halt nicht für pokerpro.

      soll kein diss sein, aber so kommst du mir auch vor.
    • Reiseleiter
      Reiseleiter
      Gold
      Dabei seit: 21.02.2008 Beiträge: 859
      @Staredown51: Habe noch nicht mit Nikonyo geredet, da er diese Woche krank war.

      @Ine23: Dann bin ich ja schon mal nicht der Einzige dem es so geht :) . Ich weiss, dass es schwierig ist sich selbst einzuschätzen und habe auch gemerkt, dass ich teilweise ein wenig zu Selbstüberschätzung neige :D . Nichts desto trotz bin ich bereit viel Zeit in das Spiel zu investieren und habe genau das auch schon seit einigen Monaten gemacht. Ich bin auch bereit weiterhin so Gas zu geben und habe nicht vor aufzugeben.

      Das schöne an meiner Situation ist in meinen Augen, dass ich nicht von Anfang meiner Karriere an erfolgreich war und trotzdem weiter mache. Ich will auf lange Sicht damit als Vorbild dienen können, nicht nur für Pokerspieler. Und die Persönliche Entwicklung ist einer der Faktoren den ich so sehr an dem Spiel liebe. Man lernt ja nicht nur Pokertheorie, sondern auch ganz viel fürs Leben. Und ich glaube viele der Qualitäten und Charakterzüge die man braucht um Pokerprofi zu werden braucht man auch, um in anderen Bereichen Exzellenz zu erreichen. Da kann man jetzt als Beispiel die eben genannte Disziplin nennen. Disziplin im speziellen war nie auf meinem Radar was persönliche Charakterzüge angeht. Ich habe mir noch nie wirklich Gedanken über diese Eigenschaft gemacht. Bis gerade eben. Das heisst sie ist jetzt schonmal aus dem Bereich der "Unbewussten Inkompetenz" in den Bereich der "Bewussten Inkompetenz" gerutscht, was schon ein Fortschritt ist.
      Weitere Charakterzüge bei denen ich in der Entwicklung schon etwas weiter fortgeschritten bin sind zum beispiel Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und Arbeitsmoral.

      Ich kann alle Leute verstehen, die glauben ich werde es nicht schaffen. Ich würde als Außenstehender das selbe glauben. Ich bin für Konstruktive Kritik sehr dankbar!
      Und @habeichja: Es spielt für mich keine Rolle ob Nikonyo noch NL100 schlägt. Ich glaube von seiner Erfahrung stark profitieren zu können.

      Habe meinen Plan übrigens dahingehend abgeändert, dass ich momentan hauptsächlich NL50 spiele und bei Tischknappheit NL20Speed Tische einstreue und ich betreibe gute Tableselektion. Klar ist das immernoch ein sehr aggressives BRM, aber ich bin bereit das Risiko einzugehen, zumal ich immernoch absteigen kann. Es könnte schief gehen, aber es könnte auch klappen. Manchmal im Leben muss man eben solche Risiken eingehen um seine Träume zu verwirklichen und seine Ziele zu erreichen. Ich sehe es nichtmal als sonderlich großes Risiko an. Ich bin ziemlich optimistisch, dass ich im worst Case immernoch ein Dach über dem Kopf und Essen auf dem Tisch hätte ;-). Deswegen ist der worst Case nicht sonderlich beängstigend für mich.

      "It ain't about how hard you can hit, but about how hard you can get hit and keep moving forward, how much you can take and keep moving forward."

      Habe vorhin auch ein wenig über Disziplin nachgedacht und möchte das an dieser Stelle gerne mit euch teilen:
      Meine Eigene Definition war:
      -Herausfinden was zu tun ist und das dann auch tun
      -Nicht leichtfertig vom Plan abweichen
      -Sich nicht von Gefühlen verleiten lassen

      Die Duden Definition ist folgende: "Disziplin ist das Beherrschen des eigenen Willens, der eigenen Gefühle und Neigungen, um etwas zu erreichen."

      Habe dann überlegt wie sich meine Selbstdisziplin verbessern lässt:
      -Meditation, da sie mir hilft im hier und jetzt zu leben
      -Selbst und Zeitmanagement Strategien, wie Zeitpläne, Kalendernutzung, nutzung einer To-Do-Liste und die Priorisierung von Tätigkeiten.

      Einen ersten Schritt zur Verbesserung habe ich dann im Anschluss getan, indem ich eine To-Do-Liste erstellt habe.

      "Es ist nicht genug zu wissen - man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen - man muss auch tun." - Johann Wolfgang von Goethe
    • manic0712
      manic0712
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      Dabei seit: 12.04.2007 Beiträge: 6.370
      Original von habeichja
      Schlägt den Nikonyo noch NL100?
      hab ihn, wie ja nun wahrscheinlich viele wissen, auch als coach seit geraumer zeit, und kann ihn uneingeschränkt weiter empfehlen. er bringt einen eben selbst zum nachdenken über ranges, lines und hinterfragt dein spiel. so das man selbst merkt wo was schief läuft. und hab noch keinen spot gehabt, wo er überfragt war. Nur weil vielleich einer Momentan selber wenig spielt, heißt das ja nicht das er den aktuellen content nicht beherrscht.
    • dingdongdonk
      dingdongdonk
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      Dabei seit: 17.11.2014 Beiträge: 1.613
      Bin mir unsicher, ob ich dein Durchhaltevermögen bewundern oder deinen Starrsinn belächeln soll. =)

      Beim Betrachten des bb-Graphen, der meiner Meinung nach viel schlimmer ist als der $-Graph, würden mir viele Dinge einfallen. Die Idee, dass ich Pro werden sollte, wäre nicht darunter.

      Würde mir an deiner Stelle die hand histories aus 2014 ganz genau ansehen und analysieren, was du falsch machst. Vielleicht an der Anzahl der Tische drehen, besser tables selecten, Zoom quitten etc. Dein Sample ist ja nun wirklich rieisig, da sollte man einiges finden können.

      Und IRL würde ich mich an deiner Stelle ernsthaft fragen, wie du auf diese fixe Idee vom Poker Pro kommst. Das ist selbst für die kein besonders tolles Leben, für die das auf den small stakes halbwegs funktioniert, aber bei dir ist ja nicht einmal das der Fall. Du solltest dich ganz klar auf deine Jobperspektive im normalen Leben konzentrieren.
    • TPunk
      TPunk
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      Dabei seit: 14.09.2014 Beiträge: 152
      x
    • Megaheiner
      Megaheiner
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      Dabei seit: 21.11.2007 Beiträge: 1.709
      Hey,

      haben dir ja auch schon einige gute Tipps gegeben. Ich schließ mich dem einfach mal an.

      Kurz zu mir: Ich hatte Mitte 2012- Mitte 2013 mein wohl bestes Pokerjahr und war gefühlt irgendwo zwischen Phil Ivey und was halt so noch darüber liegt ;-) In 2014 hab ich Pokern ruhen lassen und mein Studium fertig gemacht. An Abstieg hab ich aber nicht gedacht, sondern einfach weiter meine Stammlimits nebenbei weiter gespielt (200,100), Theorie ist ja eh völlig überbewertet. Naja, lange Geschichte kurzes Fazit. Nach ca. 20K Minus hab ich dann auch gemerkt, dass man nicht einfach so weiter pokern kann ohne auch Theorie zu machen und hab mir dann am Ende des Studiums gesagt: Jetzt fang ich nochmal komplett von vorne an.

      Und genau das ist was ich dir auch empfehle. Du sagst du denkst du schlägst NL100. Das ist Bullshit. Nur weil du die NL200 Livegames schlägst (die vom Nivaeu maximal NL20 online entsprechen), schlägst du noch lange nicht die heutigen NL100 Games online, schon gar nicht nach so einer Pause, bzw. (noch schlimmer) nach so einer langen Zeit die du so erfolg- und motivationslos vor dich hin gegrindet hast.

      Starte lieber wieder weiter unten, bei dem Limit das dich minimal wieder motiviert. Und dann arbeite dich wieder rein. Das Spiel hat sich verändert, die Gegner haben sich verändert und vor allem hat sich auch dein Spiel verändert, auch wenn du das nicht merkst oder wahrhaben willst. Und da es anscheinend eh noch nie so weit war, dass du früher schon so hoch spielen konntest, wieso sollte es denn jetzt so sein? Wenn du auch nur annähernd so gut bist wie du denkst, wirst du eh schnell aufsteigen. Wenn nicht, ersparst du dir die Frustration die du mit ein bisschen mehr Zeit hättest verhindern können.

      Ich versteh dich sehr gut, wenn du sagst, dass du nicht wieder von ganz unten anfangen willst, weil du da keine Motivation für findest. Aber dann geh doch an nen Limit wie NL25 und mach da die ersten Schritte. Bring dich wieder in Form, komm wieder in den Rhytmus rein den du brauchst, wenn du Pro werden willst. Und dann mit der Zeit machst du den Aufstieg. Dabei gehts gar nicht mal wirklich ums BRM (was als Pro aber wirklich wie bereits erwähnt deutlich konservativer sein sollte, du willst ja dein Leben davon bezahlen), sondern mehr um die Routine. Wenn du Pro bist ist Pokern halt dein Arbeitsalltag. Und glaub mir, dein Leben wird kein schönes sein wenn du dich wegen 8 Stacks BI aufregen musst. Und genau das wirst du machen wenn du mit solch einem Harakiri BRM auf NL100 durchstarten willst, in dem Gedanken, dass du davon leben willst...

      In dem Sinne: GL und man sieht sich an den Tischen...
    • elWacki
      elWacki
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      Dabei seit: 14.09.2009 Beiträge: 704
      Original von Reiseleiter
      Update #1: Nach den ersten 10.000 Händen zeigt sich ein kleiner Verlust, der allerdings durch den Einzahlungsbonus ausgeglichen wird.



      Insgesamt bin ich noch sehr optimistisch. Deswegen fahre ich gerade ein noch aggressiveres BRM, als ursprünglich geplant (gleicht wohl dem Blitz-BRM). Ich spiele mit meiner Bankroll von ca. 1000$ Limits, die umgerechnet NL60, NL75, NL120 und NL150 entsprechen (Bei Titan Poker gibt es keine Dollar-Tische, sondern nur Pfund und Euro). Ziel davon ist es schneller in den Limits aufzusteigen und größere Teile des Bonus zu clearen.

      Was meine unterziele angeht:
      *Täglich Meditieren läuft
      *Konnte mich heute wieder zum Sport aufraffen
      *Seit 5 Tagen bin ich Nichtraucher (habe ich noch gar nicht erwähnt) - Ich glaube das ist auch stark förderlich für meine Pokerkarriere
      *Theoriestunden 5 von geplanten 10 [5/10]
      *Gesamte Sessionlänge 24 von geplanten 40 Stunden [24/40]

      Bisher liege ich damit noch gut im Plan, was bedeutet ich kann am Samstag mit gutem Gewissen feiern gehen. :s_drink:

      Hier noch die Handhistory zu dem bislang größten Pot in diesem Jahr. :s_thumbsup:

      SB: $138.50 (138.5 bb)
      Hero (BB): $188.55 (188.6 bb)
      UTG: $97.50 (97.5 bb)
      MP: $86.70 (86.7 bb)
      CO: $156.55 (156.6 bb)
      BTN: $258.61 (258.6 bb)

      Preflop: Hero is BB with J:heart: Q:club:
      4 folds, SB raises to $3, Hero calls $2

      Flop: ($6) T:club: 9:heart: 2:heart: (2 players)
      SB bets $5, Hero calls $5

      Turn: ($16) 5:diamond: (2 players)
      SB bets $14, Hero raises to $40.60, SB calls $26.60

      River: ($97.20) 8:spade: (2 players)
      SB checks, Hero bets $97.20, SB calls $89.90 and is all-in

      Results: $277.00 pot ($3.00 rake)
      Final Board: T:club: 9:heart: 2:heart: 5:diamond: 8:spade:
      SB showed K:spade: T:spade: and lost (-$138.50 net)
      Hero mucked J:heart: Q:club: and won $274 ($135.50 net)


      Würde turn nur callen, er wird auf der Flopstruktur und dann auf diesem Turn nur ne starke Range weiterbetten, du bist auch ip und hast nen flush blocker, würde aufn check dann any flush bluffen+du hast du noch selber outs und oc. Wie gesagt denke nicht das du da auf die 2barrel am turn sehr viel fe mit nem raise hast, blähst den Pot nur unnnötig auf. Ich mein der callt dich da mit KT runter was dein play nochmal mehr -ev macht(das raise am Turn obv), River call zeigt ja eben das er light runter callt.
    • Reiseleiter
      Reiseleiter
      Gold
      Dabei seit: 21.02.2008 Beiträge: 859
      @dingdongdonk: 1. Es geht halt nicht immer darum das zu tun, was man bereits gut kann. Mmn. geht es darum das zu tun, von dem man glaubt, dass es richtig ist und für das man brennt. Michael Jordan ist aus seinem High-School Basketballteam geflogen weil er "zu schlecht war". Er hatte damals, genau wie ich die zwei möglichkeiten:
      a) Aufgeben, was der einfache Weg ist. Ich bin mir sicher dass viele Leute in seinem Social Circle ihn nicht gerade ermutigt haben weiterhin so viel Zeit in Basketball zu stecken.
      b) Weiter machen, an sich glauben und härter arbeiten als der Rest.
      2.
      Würde mir an deiner Stelle die hand histories aus 2014 ganz genau ansehen und analysieren, was du falsch machst. Vielleicht an der Anzahl der Tische drehen, besser tables selecten, Zoom quitten etc. Dein Sample ist ja nun wirklich rieisig, da sollte man einiges finden können.
      Da hast du vollkommen recht: Extrem viele Dinge kann man da finden. Aber genau deswegen dauert es eine Weile, bis alle leaks behoben und auf einem Level der unbewussten Kompetenz gemeistert wurden. Vieles konnte ich zumindest zu einem Level der Bewussten Inkompetenz verbessern, was bedeutet ich kann auf ein besseres Spiel zugreifen wenn ich in meinem A-Game bin. Sobald ich aus meinem A-Game fliege, mache ich aber noch vereinzelt große Fehler, die mich um meine Winrate bringen und schon immer gebracht haben. Dazu reicht schon beispielsweise Müdigkeit oder eine kurze Ablenkung aus. Im letzen halben Jahr, als es bergab ging habe ich in einer WG gewohnt und konnte nur im Gemeinschaftsraum Pokern. Ablenkungen gab es da nicht zu selten. Aber der große Vorteil daran, in seinem B-, C- oder Z-Game zu spielen ist, dass man Spieltechnische Leaks leichter erkennen kann, weil sie öfter und deutlicher auftreten.

      @TPunk: Danke! Es war Balsam für mich deinen Text zu Lesen! Danke, dass du noch aufgeblieben bist und den langen Text geschrieben hast. Ich weiß das zu schätzen! Es ist immer schwierig Dinge zu sehen, die noch nicht existieren. Deswegen ist es auch schwierig und sogar unlogisch für die meisten Menschen daran zu glauben, dass ich Erfolg haben werde. Und ich würde sogar behaupten dass es mit den Gegebenen Informationen (Spiritualität ausgeschlossen, weil sie von den meisten Menschen nicht in angemessenem Maße erkannt werden kann) ein Fehler wäre auf meinen Erfolg zu setzen. Ich schätze die Odds stehen von außen betrachtet bei 95:5. Danke, dass du trotzdem an mich glaubst!

      @Megaheiner:
      Wenn du auch nur annähernd so gut bist wie du denkst, wirst du eh schnell aufsteigen.
      Das ist ein sehr cooler Satz, den ich definitiv in meine "Inject Logic" Liste aufnehmen werde. Eine sehr gute Motivation, um weiter unten anzufangen!
      Die Inject Logic Liste habe ich aus "The Mental Game of Poker". Es ist eine Dokument in dem ich meine Mental Game Leaks logisch Betrachte und eine einfache Lösung dafür in kurzen Sätzen aufschreibe. Ich schaue mir dieses Dokument als Teil meiner Warm-up Prozedur vor dem Spielen an, um Tilt besser vermeiden zu können und länger in meinem A-Game zu bleiben.
      Du hast vollkommen Recht, wenn du sagst, dass man als Pro ein gutes BRM braucht. Wie gesagt, das super Aggressive BRM dient jetzt erstmal dazu den Ersteinzahlerbonus freizuspielen. Wie gesagt, ich gehe von der Annahme aus, NL100 schlagen zu können und spiele im moment NL50. Das läuft schon ;-).

      Was viele von euch übersehen ist, dass die Schwierigkeit eines Pokertisches nicht durch die Zahlen hinter dem NL definiert wird, sondern durch die Spieler die am Tisch sitzen. Meiner Erfahrung zu folge gibt es online auf NL20 Tische die deutlich tougher sind als ein gut ausgesuchter NL100 Tisch. Table Selection ist hier der Schlüssel! Ich behaupte nicht, dass ich einen Tisch voller NL100 Regulars schlagen kann - noch nicht! Versteht mich da nicht falsch ;-).

      @elWacki:
      Mein Plan in der Hand war, falls villain called, den Flush zu representieren, wenn er am river ankommt. So wie Villain hier gespielt hat glaube ich, dass ich eine recht gute FE gehabt hätte, wenn er angekommen wäre. Außerdem ging ich eben genau davon aus, dass villain mir nicht glaubt wenn ich meine Straight treffe. Ich glaube hier viele Outs zu haben, weil Villain nach einem B/C am Turn selten sehr stark ist. Outs zum Bluffen sind jedes Herz und jedes A (12 Karten). Outs für die Nuts habe ich 6 (wenn man die Gegnerhand nicht kennt). Und das schöne ist, dass wenn ich treffe, villain mich oft auf einen Bluff mit Busted FD setzen wird. Außerdem habe ich overcards, die manchmal noch gut sind, wenn ich treffe. Und die FE am turn liegt sicher nicht bei 0%! Ich bevorzuge den Raise gegenüber einem Call weil ich glaube, er muss hier einiges folden und wenn er nicht foldet, steht er am River vor einer ekligen Entscheidung wenn ich shove.
    • Reiseleiter
      Reiseleiter
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      Damit ist Woche 1 Beendet.
      Habe etwas mehr als 40 Stunden gespielt.
      Die Theoriezeit waren auch ca. 10 Stunden.
      Außerdem habe ich täglich meditiert und keine einzige Zigarette geraucht.
      Ich bin im großen und ganzen zufrieden.
    • elWacki
      elWacki
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      Ma davon abgesehen das River obv nen fold für ihn ist, blähe ich persöhnlich einfach ungern Pötte auf wenn es net nötig ist, ich mein was machste den wenn er shovt bzw reraist, musste folden und megaviel Equity(zum Teil nutequity folden)und verpasst nen +ev river spot ip und das Ace is so geil zum bluffen net AT callen dich alle Kombos bzw mit nfds AKhh,AQhh,AJhh drückt son Typ auch einfach mal auf call. So eine Boardstruktur wird einfach nicht light genug ge2barrelt und ich habe nicht gesagt deine FE ist 0%, sondern eben nicht megahoch.
    • Reiseleiter
      Reiseleiter
      Gold
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      Jap. Deine Argumente sind durchaus begründet. Je öfter ich drüber nachdenke desto besser finde ich auch einen Call. :s_thumbsup:
    • Reiseleiter
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      Gold
      Dabei seit: 21.02.2008 Beiträge: 859
      Hat jemand Interesse an einer Lerngruppe? Alle Limits sind willkommen. ;)