Wirklich alles rechtens?

    • WhoNeedsChips
      WhoNeedsChips
      Einsteiger
      Dabei seit: 11.03.2014 Beiträge: 1
      Wiederholt liest man, Pokerräume würden manipulieren, anders seien die merkwürdigen Hände nicht logisch erklärbar. Pokerraum-Betreiber halten dagegen, man hätte als Betreiber ja keinerlei Vorteile hierdurch, da das Geld ja im Spielerkreis verbleibe und man an jeder gespielten Hand "verdiene", also kein Interesse seitens der Pokerräume bestehen könne.
      Nun ja, zumindest die Argumentation der Pokerraum-Betreiber stimmt in dieser Form sicherlich nicht. Ob dies zu irgendwelchen "Maßnahmen" führt kann indes nicht behauptet werden, wenngleich natürlich einige "Verdachtsmomente" zumindest zu denken geben könnten.
      Argument 1: Pokerraum-Betreiber verdienen an jeder Hand (richtig) und haben keinerlei Interesse daran, Ergebnisse zu beeinflussen.
      Das stimmt in dieser Form sicherlich nicht. 80% der Einnahmen stammen von Erst- und Gelegenheitsspielern. Diese Spieler im Spielbetrieb zu halten muss das Bestreben jedes Pokerraumes sein, denn nur von wenigen Stamm- und Profi- (also geübten)Spielern allein kann kein Pokerraum existieren. Gelegenheits- und Erstspieler allerdings wollen und sollen zumindest Anfangs auch Erfolgserlebnisse verzeichnen, sonst wird der Abwanderungsgedanke zu groß. Also wäre es logisch, diese Spieler durch gelegentliche kleinere Gewinnserien "bei Laune" zu halten (und was in der Regel nach späteren Verlusten ein "Nachschiessen" von Einzahlungen zur Folge haben dürfte). Durchschnittliche Spieler zahlen etwa 2-3 Mal Beträge zwischen 20 und 50 € ein; Verlieren sie diese Einzahlungen ohne zumindest gelegentlich Erfolge zu sehen, wird der Pokerraum gewechselt. Der Betreiber weiß das. Ein bestrittenes Interesse an einer strategisch klugen gelegentlichen Umverteilung des Glücks, um möglichst viele Spieler zufrieden zu stellen, ist also sicherlich vorhanden.

      Argument 2. Wiederholt wird eingewendet, dies sei technisch nicht möglich. Unsinn! Kein Spieler weiß, wieviele Decks pro Spiel ausgewählt werden und keiner weiß, welche Holecards andere Spieler auf der Hand haben. Mit der heutigen Technik wäre eine gezielte Selektion verbleibender Karten zu Gunsten oder zu Lasten einzelner am Tisch verbleibender Spieler überhaupt kein Problem. Programme, die bereits gespielte Karten aussondern und verbleibende Karten mit den vorhandenen Möglichkeiten vergleichen, gibt es zuhauf; dies dauert nur Sekundenbruchteile, wie jeder Informatiker weiss. Man könnte also durchaus die Restkarten so gestalten, dass ein Spieler "bevorzugt" würde. Passen hierzu würde, dass die meisten Spiele erst auf dem River entschieden werden, wenn doch noch der Drilling, Flush oder das zweite Pärchen gezogen wird.
      Tatsächlich werden weit mehr Hände auf dem River gewonnen als die Statistik erwarten lassen würde.

      Argument 3. Zufallsmechanismen regeln die Kartenverteilung. Richtig! Aber man sollte nicht vergessen dass es unmöglich ist, den reinen Zufall in einen Algorythmus zu verpacken. Erzeugt werden lediglich "Quasi-Zufälle", die auf mathematischen Formeln beruhen. Selektion wäre technisch machbar, weil niemand diesen Algorythmus im Einzelfall nachvollziehen kann. Wie viele Spieler haben schon ein "hängen des Systems" vor dem River bemerkt - um dann mit dem Drilling noch gegen den Flush zu verlieren? Zufall? Leitungsstörung? Sicherlich eine Erklärung, aber sicherlich nicht die einzig logische. Auch hier gilt: Nicht nachzuweisen, also im Zweifel für den Pokerraum.

      Argument 4. Im Vergleich zum Life-Poker werden hier mehr Hände gespielt. Richtig. Aber von einer annähernd gleichen Verteilung der Karten kann keine Rede sein. Tatsächlich werden im online-Poker weitaus mehr Hände durch "Bad Beat" verloren (statistisch) als im Life-Poker. Kurz- und mittelfristig lassen sich natürlich Glück oder Pech nicht wegdiskutieren...Bedenklich wird es jedoch, wenn tage- oder wochenlang (nach einer Strähne von ein- oder zwei Tagen) selbst Kombinationen wie AK, AA, AQ u.ä. regelmmäßig "baden" gehen, weil ein "dummer" Spieler mit 25 oder 37 "All-In geht - und tatsächlich noch auf dem River seinen Straight oder den Flush zusammenbekommt. Niemand würde real diese Hände spielen, auch nicht als Bluff und schon gar nicht in Vorhand.

      Argument 5.Schon bemerkt: Insbesondere bei iPoker-Network gibt es ein paar Auffälligkeiten, die zu Bemerken sich lohnt:
      1. Small Stack gewinnt sein erstes verzweifeltes All-In in über 90% der Fälle (25.000 Hands zugrunde gelegt). Meist folgt auch das zweite All-In, - wenn der Pot nicht unverhältnismäßig hoch ist. Dies besagt natürlich nicht, dass er auch den Tisch gewinnt, - es ist ein moralischer Auftrieb, - weitaus häufiger, als der Zufall gestatten würde.
      2. Der Spieler zur Linken hat übermäßig oft Holecards, die um exact einen Wert besser sind, z.B. A6 zu meinen A5, KQ zu KJ usw. Achtet mal darauf.

      Natürlich muss es nichts bedeuten...aber es lässt nachdenklich werden.

      Resumee: Vorsichtiges Spielen ist in jedem Fall angesagt: Nicht mit AA pre-Flop All-in gehen und erwarten, man gewinne ziemlich sicher. Vorsichtiger setzen und immer bereit sein, "unwahrscheinliche" Kombinationen anzutreffen. Vor allen Dingen: Wer seine ersten zwei oder drei Spiele verliert sollte den Tag aussetzen; er wird wahrscheinlich weiter verlieren.

      Ach ja - Verbindungsprobleme. iPoker meint dazu, das Problem läge bei meinem Internetanbieter, der offenbar aus allen Website-Bundles immer nur die iPoker-Sites herausfiltert und diese dann verliert. Man könne sich nicht erklären, weshalb alle anderen zeitgleichen Verbindungen auf meinem Rechner weiterhin 100% stabil bleiben. Merkwürdig ist nur, dass mein Aus- und anschließendes Wiedereinloggen nirgends registriert zu werden scheint. Laut iPoker (Titan, William Hill etc) war ich nie ausgeloggt: Preisfrage - wenn ich nie ausgeloggt war, wieso musste (und konnte) ich mich immer wieder erneut einloggen, nachdem die Software neu gestartet wurde?
  • 11 Antworten
    • Nekim0r
      Nekim0r
      Bronze
      Dabei seit: 24.09.2014 Beiträge: 224
      Und du hast sicher auch statistische Erhebungen die die Zahlen untermauern die du hier in den Raum wirfst oder ist das alles nur "gefühlt" So?

      Wieso loggt man sich überhaupt noch bei Seiten ein bei denen man erhebliche technische Probleme hat und betrug dahinter vermutet?

      Also ein paar beweise für deine wilden Anschuldigungen wären schon wünschenswert
    • Loleas
      Loleas
      Bronze
      Dabei seit: 07.06.2011 Beiträge: 136
      Solid first post :f_drink:
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 9.283
      hast du daran 10Monate geschrieben?

      Btw: Man sagt 73 und 52 ..die höhere Karte zuerst.

      Algorithmus? Licht und Spiegel mein Freund.
    • trylimits
      trylimits
      Bronze
      Dabei seit: 21.11.2008 Beiträge: 632
      Danke für die Info. Wie du geraten hast, werde ich jetzt vorsichtiger Spielen und Setzen.
    • eslchr1s
      eslchr1s
      Bronze
      Dabei seit: 20.12.2009 Beiträge: 5.162
      So wie du das formulierst stellst du deinen Bullshit als Tatsache da... Nur leider findet man keine Beweise zu deiner Selbststudie.

      Ach und immer schön einzahlen, danke dir.
    • Zaraathustra
      Zaraathustra
      Global
      Dabei seit: 02.04.2010 Beiträge: 41
      Original von WhoNeedsChips
      Vor allen Dingen: Wer seine ersten zwei oder drei Spiele verliert sollte den Tag aussetzen; er wird wahrscheinlich weiter verlieren.

      Und die "Wahrscheinlichkeit" basiert dann worauf?
      Wechselt die Wahrscheinlichkeit alle 24h? Wenn man so und so lang gewonnen hat wird der Doomswitch aktiviert?
      Woher beziehst du deine Life "Statisken"
      Doyle Brunson gewinnt mit 10 2o die WSOP iirc und du stellst dich hier hin und behauptest real würde niemand trash spielen lol (ob der Move + oder - Ev wäre sogar mal aussen vorgelassen)
      Online wird idr eher tighter als life gespielt zum Argument mehr Hände -> Allin ranges
      Sind halt alles first level Argumente
    • xMars
      xMars
      Bronze
      Dabei seit: 21.06.2008 Beiträge: 540
      OP, wenn du dir sicher bist das die Betreiber dich betrügen....dann solltest du
      1: nicht vorsichtiger setzen (lol) sondern aufhören zu spielen. Punkt
      2: zur Polizei gehen und die Betreiber anzeigen (du hast ja sicherlich ne Menge stichhaltige Beweise die die Polizei dann nutzen kann)
    • Django1980
      Django1980
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 2.022
      Original von WhoNeedsChips
      Resumee: Vorsichtiges Spielen ist in jedem Fall angesagt: Nicht mit AA pre-Flop All-in gehen und erwarten, man gewinne ziemlich sicher. Vorsichtiger setzen und immer bereit sein, "unwahrscheinliche" Kombinationen anzutreffen. Vor allen Dingen: Wer seine ersten zwei oder drei Spiele verliert sollte den Tag aussetzen; er wird wahrscheinlich weiter verlieren.
      das ist echt geil :f_biggrin:
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 9.283
      Ich folde auch AA nur noch, ausser im BB, da checke ich das noch und wenn noch 2 Asse floppen spiel ich weiter. sonst fold.
    • IckeDJK
      IckeDJK
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2006 Beiträge: 1.851
      Ich glaub halt auch nicht daran, dass die Pokerseiten die Spieler betrügen. Allerdings finde ich es auch sehr blauäugig, wenn man nur das Gute in den "Machern" der Pokerseiten sieht...

      Fakt ist, dass es schon Seiten gab, bei denen Spiele manipuliert wurden (als Beispiel: AbsolutePoker).

      Fakt ist, dass es schon Betreiber gab, die mit dem Geld der Spieler alles andere als seriös umgegangen sind (FullTilt).

      Fakt ist, dass es Betreiber sehr wohl zwischen Winningplayern und Fischen unterscheiden und Maßnahmen ergreifen, um das Geld schneller in die eigenen Taschen zu spülen (PartyPoker (Spielerpooltrennung)).

      Warum sollten die Seiten nicht auch bei den einzelnen gespielten Händen ihre Finger im Spiel haben können? Wie gesagt, ich glaube halt auch nicht dran, dass es so ist, es würde aber schon Sinn machen, Spiele zu beeinflussen.

      Beispiel:
      Fisch X zahlt 300$ ein und spielt die 30$ SNGs. Die Seite weiß, dass er, wenn er die 300$ verbraten hat, erneut 300$ einzahlt und wieder die 30$ SNGs spielt.

      Fisch Y zahlt auch 300$ ein und spielt ebenfalls die 30$ SNGs. Die Seite weiß, dass er, wenn er von den 300$ einen Teil verloren hat, die 15$ SNGs spielt (dann 7$ usw.), damit er länger etwas von seinem Geld hat. Außerdem zahlt Fisch Y nie mehr als 300$ in sagen wir 2 Monaten ein.

      Es liegt doch nahe, dass man möchte, dass Fisch X öfter verliert als Fisch Y, denn so kommt schneller neues Geld ins System.

      Die Aussage der Pokerseiten "man hätte nichts davon" ist halt nicht richtig! Es gäbe schon Gründe, warum man Spiele manipulieren könnte.
    • buschips
      buschips
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 25.10.2010 Beiträge: 13.466
      Hi,

      für solche Diskussionen bitte die entsprechenden Rigged-Threads des gewünschten Pokerraums nutzen.

      Gruß buschips
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