"Umzug" im Haus, neuer Mietvertrag und Kündigungsfrist

    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Moin,

      Ich wohn in perfekter Lage, habe eine günstige Wohnung und fühl mich pudelwohl. Es gibt nur einen Haken:
      Ich wohne im zweiten Stock, habe keinen Balkon.
      Die Studenten, die unter mir Wohnen seit über 10 Jahren ziehen endlich aus. Die haben eine Terrasse. Das wäre ein Traum und mein einziger Wunsch, der mir bei meiner Wohnung unsäglich fehlt.

      Ich wohne seit 10 Jahren hier oder neun. Habe hier jetzt natürlich schon die neun Monate Kündigungsfrist, die ich behalten will

      Wenn ich im Haus, vom zweiten in den ersten Stock ziehe, beginne ich damit einen neuen Mietvertrag oder wird dieser nur "erweitert"? Verliere ich meine angesammelten Kündigungsmonate oder nicht?

      Evtl. wichtig:
      Die Wohnung unten wird komplett saniert und kostet nicht nur wg. der Terrasse sondern auch der Renovierung mehr.

      thx!
  • 12 Antworten
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.705
      Neue Wohnung, neuer Vertrag.

      Einfach mal mit dem Vermieter reden und deine Wünsche für den neuen Vertrag vorbringen? Theoretisch kann man ja alles reinschreiben und wenn du ein guter Mieter bist, keine Probleme machst und immer bezahlt hast in den 10 Jahren, dann ist der Vermieter sicherlich auch bereit dir in 1-2 Punkten entgegen zu kommen.

      Z.B. Punkt 1.2.2: Die Kündigungsfrist wird vom alten Vertrag übernommen und beträgt min. 9Monate.

      Von beiden unterschrieben und gut...
    • DowntownDave
      DowntownDave
      Global
      Dabei seit: 09.02.2015 Beiträge: 98
      Du kannst deinem Vermieter vorschlagen, den Altmietvertrag zu übernehmen und diesen dann eben nur entsprechend abzuändern. Soweit ich weiß, hast Du grundsätzlich zumindest keinen Rechtsanspruch auf die "alte" Kündigungsfrist von 9 Monaten. Du kündigst ja den Mietvertrag deiner jetzigen Wohnung und schließt dann im Anschluss einen Neuvertrag ab.
    • trekula
      trekula
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2007 Beiträge: 1.931
      Kannst auch eine Änderung des Mietgegenstandes durchführen ohne einen neuen Vertrag abzuschließen. Liegt aber im Ermessen der Vermieters.
      Aber warum machst Du Dir Gedanken über die Kündigungsfrist, wenn Du dort anscheinend schon 10 Jahre in beiderseitiger Zufriedenheit wohnst?
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      naja, sicher ist sicher. Man weiß nie, was kommt. Es stand schon mal im Raum, dass nach ableben der Hausbesitzerin das Haus verkauft wird. Die Kinder der Hausbesitzerin führen dies aktuell weiter, aber sollte doch mal in 1-2 Jahren das Haus verkauft werden, ist zwar der Käufer verpflichtet, die Mieter zu übernehmen, aber sicher ist sicher. Was man einmal hat, gibt man nicht mehr so gerne her.

      Es hätte ja sein können, dass es für solche Fälle gesetzliche Regelungen im Sinne des Mieters gibt und sich meine eingehende Frage gar nicht stellt. Da dem nicht so ist, werde ich vom Vermieter verlangen, die Kündigunsfrist zu übernehmen.
      Ich sehe wenig Grund, dass er da was dagegen hat. Ich bin ein guter Mieter, passe auf Eigentum, was mir nicht gehört, so gut auf als wäre es mein eigenes, habe selbst viel an der Wohnung renoviert und damit den Wert gesteigert, usw usf.. Ich gehe davon aus, dass der Vermieter mir entgegen kommt.
    • HubertusPotz
      HubertusPotz
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 6.075
      Neue Wohnung, neuer Mietvertrag. Alles andere wäre extrem unlogisch.

      Ist doch fast egal ob 9 Monate oder 3 Monate Kündigungsfrist. In 3 Monaten findet man normal eine neue Wohnung. Wenn er dich raus haben will, dann bist du dann halt ein halbes Jahr später draußen, da hast du also nur ein halbes Jahr gewonnen und musst trotzdem aus deiner "Traumwohnung" raus.

      Und die 9 Monate sind ja auch beiderseits. D.h. auch wenn er dir die Wohnung kündigt kann er trotzdem darauf bestehen, dass du noch 9 Monate drin bleibst und wenn du dann aber nach 3 Monaten schon eine neue Wohnung gefunden hättest, müsstest du noch ein halbes Jahr doppelt löhnen.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      jo schon klar. Ich denke aber strategisch, wie bei allem, was ich tue. Immer nach dem Motto: Hoffe das beste, sei aber auf den worst case vorbereitet.

      Hintergrund: Sollte man mir Kündigen im falle eines Hausverkaufs (der vermutlich noch lange nicht vom Tisch ist) werde ich eine Kündigung nicht akzeptieren und gerichtlich dagegen Klagen. Gar nicht, weil ich dort unbedingt wohnen bleiben will; Ich spekuliere im Fall des Falles auf einen nicht unerheblichen Schadensersatz aufgrund besonderer Härte.
      Da gibt es Möglichkeiten, eine weiter Ausführung dauert zu lang. Aber eine lange Kündigungsfrist ist hilfreich, um eine hohe außergerichtliche Einigung zu erzielen.
    • AyCaramba44
      AyCaramba44
      Black
      Dabei seit: 27.04.2010 Beiträge: 11.705
      Original von HubertusPotz
      Und die 9 Monate sind ja auch beiderseits. D.h. auch wenn er dir die Wohnung kündigt kann er trotzdem darauf bestehen, dass du noch 9 Monate drin bleibst und wenn du dann aber nach 3 Monaten schon eine neue Wohnung gefunden hättest, müsstest du noch ein halbes Jahr doppelt löhnen.
      Das ist falsch... der Mieter hat immer eine Kündigungfrist von 3 Monaten. Alles andere wäre auch nicht wirklich sinnvoll, da man ja doch häufiger umziehen muss.
    • HubertusPotz
      HubertusPotz
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 6.075
      echt? ok.jpg .

      aber wenn ein verkauf noch nicht vom tisch ist, wird er einer übernahme der alten kündigungsfrist dann wohl erst recht nicht zustimmen.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      das werden wir sehen, wenn es soweit ist.
      Ich habe gestern nur Bedarf für die freiwerdende Wohnung angemeldet und mein grundsätzliches Interesse bekundet.
      Um die Wohnung zu nehmen, müssen vom Vermieter bestimmte Kriterien erfüllt werden. Die einen sind Kannkriterien, die anderen Muss-Kriterien.
      Ob die Kündigungsfrist zum Kann oder Muss-Kriterium gehört, weiß ich selbst noch nicht. Das kommt auch darauf an, wie sehr auf meine sonstigen Wünsche eingegangen wird und wie sehr ich die neue Wohnung will. Ich möchte bei der Renovierung nämlich mitreden (Bodenauswahl, Santäreinrichtungen) und die neue Kaltmiete steht auch noch nicht fest.
      Das entscheidet sich in den nächsten 4 Wochen alles und die bereits gefundene Nachmieterin muss dem ja auch noch zustimmen. Da die aber alleinerziehend ist und wenig Kohlen zur Verfügung hat, wäre Sie vermutlich bereit, meine außergewöhnlich günstige Wohnung zu übernehmen (lt. Aussage meines Hausverwalters). Die Miete ist für meine Wohnung (350€ kalt auf 70m², Innenstadt) nämlich ein bomben Argument, besonders, wenn man keine Kohlen hat.
    • HubertusPotz
      HubertusPotz
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 6.075
      in welcher innenstadt gibts denn 70qm für 350€ ?! erhöht der vermieter dann nicht die miete eh bei einem neuen mieter?
    • Hausierer
      Hausierer
      Bronze
      Dabei seit: 10.05.2005 Beiträge: 13.004
      Du weißt aber, dass sie dir bei einem Hausverkauf nur wegen Eigenbedarf kündigen können oder? Eigenbedarf auch nur für den Besitzer selbst oder die engste Familie. Da ist nix mit entfernten Verwandten und so. Man kann sich aber gut einigen, die neuen Vermieter zahlen tlws Unsummen um die "Made" los zu werden.

      Ist bei uns im Haus auch schon lange ein Thema. Wenn die "Alte" stirbt wollen die Erben wohl verkaufen. Das können die gerne mal versuchen, wollte meine Rechtsschutzversicherung schon lange mal austesten.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Original von HubertusPotz
      in welcher innenstadt gibts denn 70qm für 350€ ?! erhöht der vermieter dann nicht die miete eh bei einem neuen mieter?
      Die Ursprüngliche Vermieterin hatte die Miete seit den 90er oder so nicht mehr angehoben. Sie hatte Alzheimer. Schlecht für Sie, gut für die Mieter :f_rolleyes: obv hat sies einfach vergessen. Deren Kinder haben nach Übernahme die Miete sofort um 15% nach oben geküppelt (mehr ging nicht dank Mietpreisbremse). Bis vor 3 oder 4 Jahren habe ich nur 300€ bezahlt :f_p:

      Original von Hausierer
      Du weißt aber, dass sie dir bei einem Hausverkauf nur wegen Eigenbedarf kündigen können oder? Eigenbedarf auch nur für den Besitzer selbst oder die engste Familie. Da ist nix mit entfernten Verwandten und so. Man kann sich aber gut einigen, die neuen Vermieter zahlen tlws Unsummen um die "Made" los zu werden.

      Ist bei uns im Haus auch schon lange ein Thema. Wenn die "Alte" stirbt wollen die Erben wohl verkaufen. Das können die gerne mal versuchen, wollte meine Rechtsschutzversicherung schon lange mal austesten.
      Es gibt immer Möglichkeiten. Kann auch sein, dass Hauskäufer solche Abfindungen mit einkalkulieren. Man weiß nie, an wen man gerät. Deshalb kalkuliere ich ein worst case Szenario als Plan B. Plan A ist obv noch X Jahre gechillt und ohne Probleme dort zu wohnen.