Meinung zu Anwälten erwünscht

    • Heinz021
      Heinz021
      Black
      Dabei seit: 27.09.2007 Beiträge: 6.263
      hi,

      zwei mir recht sympathische menschen haben mir offenbart möglicherweise eine anwalts karriere einzuschlagen. ich (bisschen älter) habe generell keine all zu gute meinung über anwälte was in der kompletten runde (junge studenten) zu unverständnis führte.

      was denkt ihr:

      a.)
      der durchschnittliche anwalt handelt moralisch integer und tut der menschheit etwas positives.

      b.)
      der durchschnittliche anwalt handelt moralisch fragwürdig und die menschheit wäre gut daran, wenn es weniger von seiner sorte geben würde.
  • 22 Antworten
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Es gibt - genauso we bei allen anderen Dienstleistern - solche und solche. Den durchschnittlichen Rechtsanwalt gibt es nicht. Staatsanwälte sind übrigens keine Rechtsanwälte, das sind 2 nicht vergleichbare Berufe.

      Ich bin selbst Jurist und kann diese Abneigung in der Bevölkerung nicht ganz nachvollziehen. Es gibt ein paar schwarze Schafe, aber die findet man vor allem auch bei (von allen geliebten) Ärzten. Wenn du mir schon nur wegen meines Berufs kritisch gegenüber treten würdest oder mir damals ein Jurastudium hättest ausreden wollen, hätte ich das aber auch als herablassend bis paranoid verstanden.

      Mal so gefragt: Was konkret stört dich an Anwälten?
    • Heinz021
      Heinz021
      Black
      Dabei seit: 27.09.2007 Beiträge: 6.263
      mag sein dass ich meine meinung zu stark auf eigene negative erfahrungen stütze aber diese berufsgruppe hat für mich einfach einen parasitären touch, ähnlich zbsp immobilienmakler. es wird den leuten geraten in den nichtigsten streitsachen einen anwalt zu nehmen, die gegenseite ist dann auch auf einen angewiesen, schlussendlich gewinnt keine partei sondern nur die anwälte wo die angelegenheit durch ein vernünftiges miteinander wahrscheinlich viel besser hätte gelöst werden können.
      den umfragewunsch habe ich entfernt, könnte nämlich als hetze rüber kommen.
    • ThePhantom
      ThePhantom
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 14.615
      naja kommt drauf an, wenn du ein opfer vertrittst bist du gut, naja und wenn du einen täter verteidigst musst du das eben mit deinem gewissen klarmachen, imo ist der druck auf dem markt so groß, dass du dir das kaum aussuchen kannst und in der regel wird bei tätern mehr kohle zu holen sein (ich denke man sieht ich hab keine ahnung)
    • McClanemd
      McClanemd
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2007 Beiträge: 5.312
      in before nurchris

      :pcuser:
    • 2plus2is4
      2plus2is4
      Black
      Dabei seit: 20.05.2008 Beiträge: 4.335
      b
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 9.268
      wie definierst du "moralisch fragwürdiges" handeln?
      Ein Anwalt bietet seine Diensleistung an und wenn dann ein Doppelmörder kommt vertritt der Anwalt diesen. Und natürlich gibt er alles. Weil sonst könnte er selber beklagt werden.
    • lolyourmama
      lolyourmama
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2009 Beiträge: 4.421
      die einen sagen so die anderen sagen so
    • Faballi
      Faballi
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2008 Beiträge: 1.333
      Fakt ist jedenfalls, dass die Dichte an Psychopathen (also Menschen die nicht zu Empathie fähig sind) unter Anwälten deutlich höher als unter vielen anderen Berufsgruppen ist.
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 9.268
      Allein um [gut] durchdie beiden Staatsexamen zu kommen muss man schon Psychoapthisch/Masochistisch veranlagt sein.
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Original von scrappyyyy
      Allein um [gut] durchdie beiden Staatsexamen zu kommen muss man schon Psychoapthisch/Masochistisch veranlagt sein.
      Kann sein :f_cry:

      Man sollte auch nicht vergessen, dass der Anteil der Anwälte, die überhaupt als Strafverteidiger arbeiten, äußerst gering ist. Ob ein Anwalt im Zivilrecht oder im öffentlichen Recht überhaupt in diesem Sinne moralisch fragwürdig handeln kann, sei mal dahingesellt - wenigstens nicht mehr als man es in vielen Positionen mit gewisser Verantwortung tun kann.
      Und auch Strafverteidiger übernehmen eine wichtige Rolle, da wegen der Unschuldsvermutung auch jeder Mensch ein Recht auf eine vernünftige Verteidigung hat, ohne dass die rechtsstaatlichen Prinzipien - die auch zum Wohle der Allgemeinheit existieren - verletzt werden.
    • pg89
      pg89
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2008 Beiträge: 6.002
      Original von scrappyyyy
      wie definierst du "moralisch fragwürdiges" handeln?
      Ein Anwalt bietet seine Diensleistung an und wenn dann ein Doppelmörder kommt vertritt der Anwalt diesen. Und natürlich gibt er alles. Weil sonst könnte er selber beklagt werden.
      Genau das wird er wohl als fragwürdig sehen...und das sehe ich genau so.
      Für mich wäre es definitiv nichts, jemanden zu verteidigen, von dem ich weiß dass er ein kind vergewaltigt und anschließend umgebracht hat und dabei mitzuwirken, wie ein unschudiger dafür in den knast wandert. Ja, das ist jetzt der extremfall, den wahrscheinlich kaum jemand miterleben muss.
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 9.268
      und dabei mitzuwirken, wie ein unschudiger dafür in den knast wandert
      Du bist Anwalt und kein Staatsanwalt.
    • pg89
      pg89
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2008 Beiträge: 6.002
      Wenn mein mandant und jemand anderes verdächtigt wird, ich meinen schuldigen mandanten aber erfolgreich verteidige und der andere verurteilt wird, wirke ich meiner auffassung nach auch an seiner verurteilung mit.
      Ich weiß ja in dem fall, dass derjenige unschuldig ist und kenne die wahre geschichte, kann aber nichts sagen und gucke zu bzw. bekräftige die verdachte am besten noch, um meinen mandanten raus zu ziehen.
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 9.268
      Würde aber trotzdem auf die Kappe des Staatsanwaltes gehen, da er ja gegen den Unschuldigen anklage erheben muss. Natürlich kann man ALLES mit dem Butterfly Effekt sehen.
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Also aktiv mitwirken darf der Anwalt hier nicht. Er darf übrigens auch nicht lügen, das ist dem Angeklagten vorbehalten. Unmoralisch handelt hier der Angeklagte, aber auch das darf er. Das würde allerdings restlos unterlaufen werden, wenn der Anwalt moralisch korrekt handeln würde und die Tat seines Mandanten dem Gericht gegenüber offenlegt.

      Es ist eine schwierige Lage und im Übrigen auch eine, die viele vermeiden wollen und sich daher von diesem Berufszweig bewusst fernhalten. Strafverteidiger werden die wenigsten und Mörder, von deren Schuld man weiß, zu verteidigen, kommt äußerst selten vor.

      Da ich das aber auch selbst nicht mit meinem Gewissen vereinbaren könnte, habe ich mich selbst gegen diese Laufbahn entschieden. Die Kritik finde ich also nachvollziehbar.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Ich erwarte keinen moralisch integeren Anwalt, sondern einen Guten, der sein Fach versteht und alle Schlupflöcher, die das System anbietet.

      Recht =/ recht haben ;)

      Ich habe keine Meinung zu einer Moral von Anwälten. Es gibt nur gute und schlechte. Ich habe in meinem Leben bisher einen guten Anwalt gehabt und zwei schlechte. Letzteres hat mich einiges gekostet und wird mir nicht mehr passieren.
    • BrEaKdOwNpG
      BrEaKdOwNpG
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.290
      Original von Heinz021
      mag sein dass ich meine meinung zu stark auf eigene negative erfahrungen stütze aber diese berufsgruppe hat für mich einfach einen parasitären touch, ähnlich zbsp immobilienmakler. es wird den leuten geraten in den nichtigsten streitsachen einen anwalt zu nehmen, die gegenseite ist dann auch auf einen angewiesen, schlussendlich gewinnt keine partei sondern nur die anwälte wo die angelegenheit durch ein vernünftiges miteinander wahrscheinlich viel besser hätte gelöst werden können.
      den umfragewunsch habe ich entfernt, könnte nämlich als hetze rüber kommen.
      das hängt aber wohl kaum mit den anwälten selbst zusammen, sondern eher mit unserer genialen bürokratie und dem niederträchtigen individuum namens mensch.
    • Zivilist
      Zivilist
      Silber
      Dabei seit: 02.12.2008 Beiträge: 1.482
      ich sage:

      c.)

      Der durchschnittliche Anwalt handelt durchschnittlich :coolface:

      :truestory:


      Kann dann zu.
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 9.268
      was hat die geniale Bürokratie jetzt mit den Verlangen nach Anwälten zu tun?
      In bin jetzt über ein Vierteljahrhundert ohne Anwälte ausgekommen. Andere schaffen es gefühlt keine 2 Wochen.

      Mit ein bisschen Realismus kann man auch abschätzen, ob ein Anwalt nötig ist oder nicht. Aber wenn man schon Leute sieht, die Leute die obv. pleite sind zivilprozesslich verfolgen um einen Titel zu erwirken mit dem sie eh nichts holen können...mir tut das Rechtssystem leid, was, teilweise kann man echt das wort leider benutzen, so dermaßen ausgenutzt wird.
      Es gab ein Fall, da hat ein Vater seinen Sohn (Volljährig und Führerschein) verklagt, weil er ihm das Auto immer aus der Garage gefahren hat.
    • 1
    • 2