Wie defende ich meine Range auf Lowcardboard?

    • Happa2
      Happa2
      Silber
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 3.633
      Hey ich habe eine Frage zu Lowcardboard

      3bb openraise
      CO vs BU

      Board: :8c: :6h: :3d:

      Beide Ranges verfehlen dieses Board extrem und bestehen zu großen Teilen aus Luft.
      Also könnte Cutoff jede Menge anspielen und Button müsste einiges folden (KTo,QJ,QTs,KQ).
      Klar wird Button vermutlich einige Floats in der Range haben (Backdoors+2 OCs, Ace high, Kleine pairs) und er wird seine Sets slow spielen.

      Aber selbst wenn er das macht kann der Cutoff weiterhin mit einer blufflastigen Range den Turn groß betten und Button müsste eigentlich auf fast jede Karte wieder einen großen Teil folden. Also habe ich mir überlegt, dass man in so einer Situation an Buttons Stelle einfach den Flop raist mit einer blufflastigen Range.

      Jetzt frage ich mich wie man sich gegen Flopraises auf diesem Board optimal verteidigen soll. Dass der Gegner hier blufflastig raist wissen wir vorher ja nicht und wir wissen auch nicht wie light er offstacked.

      :)
  • 13 Antworten
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.696
      Selbst wenn BU hier KQ, QJ, QT foldet, sollte er noch ausreichend Hände in der Range haben, die er defenden kann, würde ich spontan behaupten.

      Sagen wir mal, wir callen im BU ungefähr sowas:
      JJ-66, AQs-A9s, KTs+, QTs+, J9s+, T9s, 98s, 87s, AQo-AJo, KQo

      Auf dem eher trockenen Board habe ich keine Raising-Range.
      Ich habe gerade mal im Equilab angeklickt, was ich da am Flop defenden würde und komme auf fast 80%...:
      JJ-99, 77, AQs-AJs, T9s, AQo-AJo, KdQd, KhQh, KcQc, KdJd, KhJh, KcJc, QdJd, QhJh, QcJc, AdTd, AhTh, AcTc, KdTd, KsTs, KcTc, QdTd, QhTh, QcTc, JcTc, Ad9d, Ah9h, Ac9c, Jc9c, 9d8d, 9h8h, 9s8s, 8d8h, 8d8s, 8h8s, 8d7d, 8h7h, 8s7s, 6d6s, 6d6c, 6s6c

      Hände über die man sich streiten kann, sind vielleicht die offsuits A highs und die Q high Backdoor Flushdraws. Wenn man die rausnimmt, kommt man aber immer noch auf eine ordentliche Defending-Frequenz. Hände wie AQ oder AJ sind aber imo sowieso zu stark, um sie auf dem Board zu folden und auch QT mit Backdoor Flush würde ich gegen die meisten Gegner eher defenden, als zu folden.
    • Happa2
      Happa2
      Silber
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 3.633
      Der Plan ist 2 mal zu betten und den Turn groß betten.

      Wenn der Turn Blankt "muss" man quasi seine Floats mit 2 OCs folden, selbst mit Toppair fühlt man sich nicht so wohl und möchte vielleicht ein schwaches Toppair am Turn folden gegen eine große Bet.

      Auf eine Overcard improven einige Floats aber jede Menge Floats improven auch nicht, d.h auf eine höhere Karte fühlt man sich mit 87 98 nicht so wohl und die Middlepairs 77,55,44 wollen auch folden.

      Ich find der Button ist da mega im Bluffcatcher modus.

      Aber eigentlich sollte es darum gehen wie man die CO Range weiterspielt, wenn man vom BU geraist wird :) !
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.696
      Original von Happa2
      Wenn der Turn Blankt "muss" man quasi seine Floats mit 2 OCs folden, selbst mit Toppair fühlt man sich nicht so wohl und möchte vielleicht ein schwaches Toppair am Turn folden gegen eine große Bet.
      Das wäre dann aber schon sehr exploitive und dann kann ich halt auch schon direkt am Flop "overfolden", wenn man Villain kennt. Ansonsten bin ich am Turn mit TP natürlich viel zu weit oben in meiner Range und möchte auch auf eine große Bet nicht folden.

      Original von Happa2
      Auf eine Overcard improven einige Floats aber jede Menge Floats improven auch nicht, d.h auf eine höhere Karte fühlt man sich mit 87 98 nicht so wohl und die Middlepairs 77,55,44 wollen auch folden.
      Kannst das Szenario ja mal auf verschiedene Turn-Karten durchspielen und gucken, was wir im BU callen müssen und was wir folden dürfen. Auf eine Overcard am Turn dürfen 98 oder 87 halt u.U. einfach nicht folden. Kommt natürlich auf unsere Range und die genaue Karte an, muss man sich eben dann konkret anschauen.

      Original von Happa2
      Aber eigentlich sollte es darum gehen wie man die CO Range weiterspielt, wenn man vom BU geraist wird :) !
      Wie gesagt, ich erwarte eigentlich auf dem Board nicht viele Raises. Werden wir trotzdem geraist und Villain ist leider unknown, müssen wir es halt von unserer Cbetting-Range abhängig machen und auch da wieder Kombis zählen und schauen, wieviel wir folden dürfen und den Rest eben callen.
    • Happa2
      Happa2
      Silber
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 3.633
      Es geht ja nicht nur um Autoprofit...

      Also wenn ich weiß, dass der Gegner den Flop overfoldet, dann werd ich den Turn behutsamer spielen.
      Dieser Autoprofit Ansatz ist meiner Meinung nach nicht ganz richtig.

      1. Sagt uns Diese "Autoprofit-Analyse" nichts darüber, ob wir gegen sein Raise drüberraisen sollen und mit welchen Händen wir raisen/callen sollen.
      Außerdem muss unsere cbetting Range schon optimal sein, dass wir gegen das Raise auch optimal spielen können.

      Ich hab keine Ahnung welche Range am Flop optimal ist, ich gehe aber davon aus, dass der Plan "weit cbetten, viele Turns barreln", den Gegner vor Probleme stellen wird. Das reicht mir für die Praxis schon.

      Wenn er raist, konfrontiert er meine Blufflastige Range mit einer mir unbekannten Range. Eigentlich würd ich da gerne AK oder so drübershippen als Semibluff, eben weil er da ne ziemlich dünne Range versucht zu reppen (99,TT,88,66,33,97s,86s).

      Man könnte den Spot aber auch anders spielen: Viel checken, relativ Polarisiert betten und auch mal als Trap checken. Ne check/raise Range auf diesem Board ist auch sexy xD .
      Aber leider hitten wir auf diesem Board ja fast nie :D ^^
    • Schamane
      Schamane
      Black
      Dabei seit: 21.12.2006 Beiträge: 3.895
      .
    • gcity0812
      gcity0812
      Einsteiger
      Dabei seit: 25.01.2014 Beiträge: 43
      Würde das Board eig. nie xraisen, genauso wenig wie ich am btn ne cbet raisen würde. Sehe auf den niedrigen Limits immer wieder mal Leute die da IP raisen, das Problem ist halt, dass sie nix reppen und es tatsächlich fast immer schlechte Bluffs sind meiner Erfahrung nach. Ich denke schon, dass es auch auf niedrigen Limits Sinn macht seine Bluffs einigermaßen zu balancen,bzw. zumindest eine Valuerange zu haben, auch wenn das Verhältnis nicht 1:1 ist. Ab und an mags als exploit angehen, aber finde Call only auf dem board viel besser. Würde hier einiges xcallen im CO, z. B. 88/66/33, starke pockets und AK/AQ, je nachdem wieviel der btn vs missed cbets bettet bzw. barrelt. Ne 3betting range als CO hab ich auf dem Board garnicht.
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      Wenn du Lowboards vernünftig defenden willst, musst du entsprechend auch kleine Karten in deiner Range haben. Ist nicht so einfach mit so kleinen Karten Profit zu machen. Aber Lowboards kommen nicht oft vor und zum Ausgleich hittet deine Range auf anderen Boards übermäßig oft, sodass du dort etwas großzügiger weiterspielen kannst. Würde mir da keine Sorgen machen.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Ich verstehe immer nicht warum man sich das so schwer macht :D

      Board ist gut den Spieler IP, also hat man bei weitem keinen Autoprofit in einer bet am Flop. Man hat also Pech gehabt, wenn man am CO ist und kann getrost viel x/f aus seiner Range, denn wenn wir betten, wird Villain viel callen. Hat der Gegner damit Autoprofit, wenn wir checken? Ja sollte er haben. Was sollte Villain also tun gegen unsere Checks? So ziemlich 100% betten. Was ist dagegen attraktiv? ---> x/r. Sollte man oft checkraisen? Nein. Oft check-callen? Nein.

      Was also mit der Range machen?


      Absolute Air würde ich einfach aufgeben als CO, wie gesagt, wir sollten dem BU hier Autoprofit zulassen, weil wir sonst zu viel Geld verlieren. Ein paar Hände, die definitiv fast nur bessere Hände aus Villains betting-Range zum folden bringen, würde ich checkraisen, also irgendeinen Backdoor-Kram + gutshot oder sowas (T7s, 97s oder sowas). Sets würde ich schon auch x/r, Set 88 vllt. einfach durchbetten. Ich finde aber auch Argumente für die bet bet bet line mit allen Sets. Allerdings betten wir hier nie wirklich viel, also ist es nicht schlimm, absolute Toprange nicht gebettet wird. AA-99 würde ich immer betten, gerade 99-JJ sollten betten, wir wollen ja nicht unbedingt, dass Villain doch mal KQo checkt und sich die Freecard nimmt. AK-AT, je schlechter der Kicker, desto closer finde ich die bet. AKo ist Pflichtbet imo, das kann man fast noch als Valuebet bezeichnen, genau wie AQ. Alles andere würde ich nur mit backdoors betten und sonst aufgeben.
    • bulldozzer7
      bulldozzer7
      Gold
      Dabei seit: 07.11.2010 Beiträge: 719
      Wenn Villain sehr viel gegen unseren Check betten kann. dann sollten wir craisen imo
      Snowie macht das auch immer sehr viel auf Boards die ihn benachteiligen und so zu hohen cbet-frequenzen bei Villain führen (Raises reduzieren den EV seiner schlechtesten Bets stärker als Calls)

      ICh bin immer noch nicht so ganz überzeugt dass das Board so viel besser für IP ist
    • Renne01
      Renne01
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 3.540
      Wenn du auf solchen Boards zu viel x/r spielst, ist das gegen bessere Spieler auch gefährlich. Du hittest Lowboards schlecht. Wenn Villain das weiß, was willst du großartig x/raisen und was runtercallen? Entweder wirst du bei deinen Calls aufgemacht, wenn du deine Sets und OPs raist. Oder du wirst mit 3Bets aufgemacht, wenn du zu oft Crap raist. Wenn man schlecht hittet, ist es vollkommen ok Villain den Pott zu überlassen. Wenn Villain viel bet/foldet gut, wenn er aber verstanden hat, wie weak Heros Range ist, ist man mit häufigem x/f am besten beraten. Vergesst das mit dem Autoprofit verhindern. Mit ner Craprange lässt sich der eben nicht einfach so verhindern.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Jo, genau das meinte ich mit meinem Post, Renne01 :)

      Und wenn zwei Ranges aufeinander treffen, die beide nicht wirklich hitten, dann hat immer der Spieler mit Posi den Vorteil. Hat man bspw. ein Board wie KK2 oder A22 oder sowas, dann ists im Prinzip ja egal, welche Posi gegen welche Posi spielt.
    • Happa2
      Happa2
      Silber
      Dabei seit: 14.08.2010 Beiträge: 3.633
      Original von eroticjesus
      Jo, genau das meinte ich mit meinem Post, Renne01 :)

      Und wenn zwei Ranges aufeinander treffen, die beide nicht wirklich hitten, dann hat immer der Spieler mit Posi den Vorteil. Hat man bspw. ein Board wie KK2 oder A22 oder sowas, dann ists im Prinzip ja egal, welche Posi gegen welche Posi spielt.
      Du meinst wohl sicher Boards wie AA2 oder KK2, weil imo ist es bei einem A22 Board nicht egal in welchen Positionen man sich befindet.
      ZB ich minraise aus UTG, BB callt, er hat meistens eine capped Range, gegen die ich auf einem A22 Board ganz anders spielen kann, im vergleich zu SB vs BB.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Ich meine das schon so wie ich geschrieben habe. Der Spot ist im Prinzip völlig klar, der PFA wird bzw. sollte eine polarisierte Range betten und der defender sollte eben fast nur bluffcatcher in der Range haben, klar ist der Defender in deinem Spot capped. Aber auf solchen Boards ist es strategisch völlig egal, in welcher Posi man sich befindet. Nimmt man lowboards oder sowas wie QhTh7d, dann ändert sich die Sache eben, der PFA ist nicht 100% polarisiert und je nach runout ändert sich auch der Nutteil seiner Range, genauso hat der Defender auch nicht immer nur Bluffcatcher in der Range, sondern eben auch viele Draws. Auf A22 sind die Entscheidungen, ziemlich klar, man kann auch viel einfacher seine Range spielen. Auf so einem Board wie QhTh7d ist es mir schon lieber in Posi zu sein, auch wenn ich in Posi nicht 100% cbetten sollte oder so, aber wenn ich AT auf dem Board habe, dann sitze ich lieber am BU als in den Blinds. Auf A22 ist das mit AT ziemlich wayne, bettet jemand nicht genug, dann call ich zwei Streets, ist jemand in der Lage meine capped-Range wirklich anzugreifen, muss ich eben durchcallen, weil ich sonst zu viel folde, also easy im Prinzip, ist dann auch egal, ob ich BU vs. CO defendet habe, oder BB vs. BU. Sitze ich hingegen im BBvs.BU auf dem QT7 board, dann ist es nicht ganz so easy, Villain kann gut barreln und oft meine (die oft die bessere ist) Hand zum folden bringen, oder aber mich Valuetownen. Da sitze ich schon lieber IP und geb Villain die Möglichkeit mehr zu checken, damit ich meine Equity besser realsieren kann.