Gründe für Ablehnung einer deutschen Olympiabewerbung?

    • farbenstaedter
      farbenstaedter
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2007 Beiträge: 3.111
      Was sind die allgemeinen Ängste/Gefahren/Kritikpunkte einer deutschen Olympiabewerbung, ganz allgemein ausgedrückt?

      Unüberschaubare Kosten?
      Steuerfreiheit für den Veranstalter (analog zur Handhanbung der FIFA)?
      Ärgernis der Anwohner?

      München hat sich vor einiger Zeit ja dagegen entschieden, auch wenn es vielleicht nicht 1:1 mit einer Bewerbung von Hamburg zu vergleichen ist.

      Bitte nicht ins Sportforum verschieben, da es nur bedingt mit Sport zu tun hat.
  • 25 Antworten
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 11.383
      Ich tippe mal Kosten-Nutzen Faktor.

      Wird, wie immer, leute geben, die meinen dass es eine Verschwendung von Steuergeldern sei, und man daudrch besser Kita-Plätze bauen kann.
      Wobei ich mir das in den deutschen Städten echt nur vorstellen kann, vorallem in Berlin und Hamburg, dass die gebauten Stätten echt weiterverwendet werden können. (Kleinere Ausnahmen wie die Schießanlagen o.ä. vllt nur bedingt)

      Ärgernis der Anwohner mMn nur bedingt. Ich weiß nicht wo die Spielstätten entstehen/umgebaut werden. Aber eigtl freuen sich immer ein großteil der Anwohner, wenn die eigene Stadt n großes Event hat. Aber Kritiker gibt es immer wieder.

      Wintersport bzw. die Stätten sind mMn schwerer danach zu verwenden, was auch zu einer Ablehnung in Müc/GP führte.
      Wodurch das schwerer zu vergleichen sind. Auch spielten natürlich äußere Faktoren wie der Schnee eine Rolle und der Aufwand den zu beschaffen, wenn keiner liegen sollte. (Siehe Russland)
    • Carty
      Carty
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2006 Beiträge: 12.626
      keine ahnung, finde olympia nicht wirklich als großereignis im bezogen auf zusammenhalt...das zieht die massen nicht an und tangiert mich auch nicht...man guckt vllt den 100m lauf, aber dann wird es auch schon ziemlich wayne

      und wenn man sieht das olympia 2 mrd euro an kosten haben wird (fußball wm 2006 waren das doppelte ca?), steht das in keinem verhältnis...

      finde wir brauchen olympia nicht in deutschland
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 11.383
      http://www.quotenmeter.de/n/58508/quotencheck-olympia-2012-ard-zdf

      Die Quoten sind aber Top für Olympia. Auf eigenen Boden werden diese sicherlich nochmal übertroffen. Und 8 JAhre vorbereitung würde sicher auch nochmal einen sportlichen Ruck durch Deutschland geben und hier und da mehr Geld für die Förderung der Talente. Und dann gewinnen wir mal wieder was im schwimmen.

      Wäre mal ein Pro.
    • KiliHH
      KiliHH
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2007 Beiträge: 4.297
      Hier ein Beitrag dazu ;)
      https://gedankenprotokolle.wordpress.com/2015/01/19/nein-zu-olympia-gegen-gigantismus-in-hamburg-und-berlin/

      Cliffs: - Gigantische & unkalkulierbare Kosten, insb. massive Entschädigungskosten für Hafenwirtschaft in Hamburg
      - Sittenwidrige Verträge der IOC
      - Überschätzte Wirkung bzg. Wirtschaftswachstum
      - keine plausibel Gründe sie auszutragen, außer staatliche Geltungssucht
    • Pokersaft
      Pokersaft
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 25.808
      Finde staatliche Geltungssucht eigentlich schon völlig ausreichend.
      Aber als Pro Argument! Hoffe wir bekommen die Spiele.
    • GeraldG
      GeraldG
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2011 Beiträge: 4.328
      Original von scrappyyyy
      http://www.quotenmeter.de/n/58508/quotencheck-olympia-2012-ard-zdf

      Die Quoten sind aber Top für Olympia. Auf eigenen Boden werden diese sicherlich nochmal übertroffen. Und 8 JAhre vorbereitung würde sicher auch nochmal einen sportlichen Ruck durch Deutschland geben und hier und da mehr Geld für die Förderung der Talente. Und dann gewinnen wir mal wieder was im schwimmen.

      Wäre mal ein Pro.
      mehr geld im sport bedeutet doch einfach mehr doping, wüsste nicht wieso man das fördern sollte
    • daberndl
      daberndl
      Black
      Dabei seit: 23.03.2008 Beiträge: 17.506
      Original von Pokersaft
      Finde staatliche Geltungssucht eigentlich schon völlig ausreichend.
      Aber als Pro Argument! Hoffe wir bekommen die Spiele.
      :facepalm:
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 11.383
      Also jeder Sportler der in einer Sportart aktiv ist, in der viel Geld zur Förderung gesteckt wird, ist gedopt?

      Ich glaube aber eher, dass du mein Argument nicht verstehst.
    • Gunius
      Gunius
      Bronze
      Dabei seit: 28.04.2009 Beiträge: 14.055
      Umfrage adden? Ja/Nein/Vielleicht :coolface:
    • 18andabused
      18andabused
      Gold
      Dabei seit: 07.12.2009 Beiträge: 5.012
      Punkt 4: Nur wenn Shemales mitmachen dürfen bei Frauen
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Auf Gesamtdeutschland bezogen gibts eigentlich nicht DEN Grund, Olympia abzulehnen.
      für die Anwohner ist das natürlich eine ganz andere Angelegenheit. Ich erinnere mich dunkel, dass es Pläne vor wenigen Jahren gab bei Garmisch oder so, wo die Natur erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden wäre sowie viele Bauern Ihr Gelände (unter Wert) hätten verkaufen müssen. Dagegen gab es Massenproteste. Nachvollziehbarer Weise.
      Würde ich meinen Grundbesitz abgeben müssen, nur damit sich die BRD darauf einen von der Palme wedeln kann und vor meiner Haustür riesige Betonklötze (Hotels) gebaut werden würden, die nach Olympia keine Verwendung mehr hätten, würde ich auch gegen alles und jeden Klagen. Wir sind ja nicht in China, wo man Leute einfach so enteignen kann.

      Ich persönlich fänds gut. Ob das + oder - EV für die Wirtschaft ist, kann ich nicht beurteilen. Wir deutschen sind aber bekannt dafür, Großereignisse extrem gut zu organisieren. Deutschland ist in der Hinsicht immer Win für alle.
    • philwen
      philwen
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 5.601
      Original von cherubium
      sowie viele Bauern Ihr Gelände (unter Wert) hätten verkaufen müssen. Dagegen gab es Massenproteste. Nachvollziehbarer Weise.
      Würde ich meinen Grundbesitz abgeben müssen, nur damit sich die BRD darauf einen von der Palme wedeln kann und vor meiner Haustür riesige Betonklötze (Hotels) gebaut werden würden, die nach Olympia keine Verwendung mehr hätten, würde ich auch gegen alles und jeden Klagen. Wir sind ja nicht in China, wo man Leute einfach so enteignen kann.
      Da ging es um ganz andere Sachen - die Bauern sollten ihre Felder zur verfügung stellen damit zB die Kandahar Zieleinfahrt vernünftig genutzt werden kann - nach Olypmia hätte also jeder bauer sein land unbebaut zurückbekommen, inkl Entschädigungen.
      Da es aber welche gab die kategorisch gegen Olympia waren, wurde diese Nutzung nicht erlaubt. In diesem Zusammenhang war dann eine temporäre(!) Enteignung im Gespräch.

      Und das mit den Hotels is doch wohl auch eher Schmarn - vorallem in Garmisch gibt es praktisch kein vernünftiges Hotel, was für einen Wintersportort schon eher bitter ist...

      PS: Ich war als Müncher übrigens auch gehen Olympia - das ganze IOC mit ihren Allmachtsfantasien is einfach ein riesen Joke (so sachen wie "Im umkreis von 5km darf nur Becks als Bier verkauft werden" etc), und München hat es mMn nicht nötig sich für das bisschen publicity so zu prostituieren
    • GeraldG
      GeraldG
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2011 Beiträge: 4.328
      Original von scrappyyyy
      Also jeder Sportler der in einer Sportart aktiv ist, in der viel Geld zur Förderung gesteckt wird, ist gedopt?

      Ich glaube aber eher, dass du mein Argument nicht verstehst.
      da war halt einfach überhaupt kein Argument.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Original von philwen
      Original von cherubium
      sowie viele Bauern Ihr Gelände (unter Wert) hätten verkaufen müssen. Dagegen gab es Massenproteste. Nachvollziehbarer Weise.
      Würde ich meinen Grundbesitz abgeben müssen, nur damit sich die BRD darauf einen von der Palme wedeln kann und vor meiner Haustür riesige Betonklötze (Hotels) gebaut werden würden, die nach Olympia keine Verwendung mehr hätten, würde ich auch gegen alles und jeden Klagen. Wir sind ja nicht in China, wo man Leute einfach so enteignen kann.
      Da ging es um ganz andere Sachen - die Bauern sollten ihre Felder zur verfügung stellen damit zB die Kandahar Zieleinfahrt vernünftig genutzt werden kann - nach Olypmia hätte also jeder bauer sein land unbebaut zurückbekommen, inkl Entschädigungen.
      Da es aber welche gab die kategorisch gegen Olympia waren, wurde diese Nutzung nicht erlaubt. In diesem Zusammenhang war dann eine temporäre(!) Enteignung im Gespräch.

      Und das mit den Hotels is doch wohl auch eher Schmarn - vorallem in Garmisch gibt es praktisch kein vernünftiges Hotel, was für einen Wintersportort schon eher bitter ist...

      PS: Ich war als Müncher übrigens auch gehen Olympia - das ganze IOC mit ihren Allmachtsfantasien is einfach ein riesen Joke (so sachen wie "Im umkreis von 5km darf nur Becks als Bier verkauft werden" etc), und München hat es mMn nicht nötig sich für das bisschen publicity so zu prostituieren
      Danke für das Review. Hatte das alles nur noch Schemenhaft in Erinnerung und nicht mehr recherchiert.
    • scrappyyyy
      scrappyyyy
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2011 Beiträge: 11.383
      Original von GeraldG
      Original von scrappyyyy
      Also jeder Sportler der in einer Sportart aktiv ist, in der viel Geld zur Förderung gesteckt wird, ist gedopt?

      Ich glaube aber eher, dass du mein Argument nicht verstehst.
      da war halt einfach überhaupt kein Argument.
      Ein Ereignis im eigenen Land was obv. die Förderung erhöhen würde und somit jungen/jetzt noch Kindern die Möglichkeit hat ihren Sport auf einem höheren Niveau auszuüben ist kein Argument?
    • cHaiNSawMasSacRe
      cHaiNSawMasSacRe
      Bronze
      Dabei seit: 05.11.2011 Beiträge: 4.899
      Original von scrappyyyy

      Ein Ereignis im eigenen Land was obv. die Förderung erhöhen würde und somit jungen/jetzt noch Kindern die Möglichkeit hat ihren Sport auf einem höheren Niveau auszuüben ist kein Argument?
      nö. ich seh keine notwendigkeit, mit unseren steuergeldern "berufssportler" zu finanzieren (wie es derzeit z. b. bei vielen biathleten etc der fall ist). is mir doch wayne ob es deutsche olympiasieger im langlauf gibt. mit der kohle, die man diesen "spitzensportlern" zukommen lässt, könnten halt einfach zig bolzplätze/schwimmhallen/sonstwas für sportanlagen für die breite öffentlichkeit gebaut werden.

      Finde staatliche Geltungssucht eigentlich schon völlig ausreichend.
      wtf das dämlichste pro argument, das ich je gehört hab. wir brauchen kein publicity-wettrüsten mit china, russland und katar!
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.561
      Ich denke allein eine offizielle Bewerbung einzureichen ist mit enormen Kosten verbunden, die quasi verpuffen, wenn man die Spiele dann doch nicht bekommt.
      Hinzu kommt, dass man die Vergabe ohnehin für korrupt hält und dieses korrupte System nicht unterstützen sollte. Ich denke jedem ist auch klar, dass bei der Fußball-WM 2006 einiges an Schmiergeldern geflossen ist, das haben ja nicht mal stark involvierte wie Franz Beckenbauer klar bestritten.

      Dass Deutschland im Stande ist Olympia auszutragen und dabei vermutlich im Vergleich zu anderen Staaten enorme Infrastrukturvorteile und dergleichen hat ist denke ich jedem klar aber ausschlaggebend sind eben auch andere Faktoren.

      Warum man sich unter den Städten innerhalb eines Landes keine Schlacht antut ist denke ich auch strategischer Natur, es hilft bei der Vergabe wohl eher, wenn ein Land geschlossen sich auf eine Stadt einigen kann, als wenn man sich gegenseitig Kritiken an den Kopf wirft. Es ist einfach ein positiveres Signal an die Welt, wenn sich eine Stadt klar durchsetzt.
    • GeraldG
      GeraldG
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2011 Beiträge: 4.328
      Original von scrappyyyy
      Original von GeraldG
      Original von scrappyyyy
      Also jeder Sportler der in einer Sportart aktiv ist, in der viel Geld zur Förderung gesteckt wird, ist gedopt?

      Ich glaube aber eher, dass du mein Argument nicht verstehst.
      da war halt einfach überhaupt kein Argument.
      Ein Ereignis im eigenen Land was obv. die Förderung erhöhen würde und somit jungen/jetzt noch Kindern die Möglichkeit hat ihren Sport auf einem höheren Niveau auszuüben ist kein Argument?

      ich finde es nicht erstrebenswert, wenn du mehr junge Sportlern diesem kranken System des Leistungsportes aussetzt. Aber klar, du als aussenstehender würdest dich über Medaillen im Schwimmen freuen
    • Wiesl
      Wiesl
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2006 Beiträge: 242
      Naja, aber "weiche" Standortentwicklungsfaktoren sind halt schwer monetär zu beziffern.

      Beispiel München ´72:

      - Ubahn-Bau (Beschleunigung bzw. Verwirklichung einer "richtigen" Ubahn)
      - Imagegewinn (Weg von der Provinzstadt hin zu einer Weltstadt --> "heimliche Hauptstadt Deutschlands")
      - Entstehen des Olympiaparks
      --> Seit 1972 ca. 200 Millionen Besucher zu Veranstaltungen (nicht eingerechnet die Nutzung von Münchner als Parkanlage und Besucher, welche keine Veranstaltung besucht haben)
      - Enstehung des Olympiadorfes (heute fast 4000 Wohneinheiten), damals als "billiger" Wohnraum vorhanden, heute immer beliebter
      - unglaubliche Möglichkeiten einer modernen, gezielt gerichteten Stadtentwicklung
      - und viele weitere mehr.....

      Fazit für mich: München wäre heute keine Weltstadt mit unglaublich guten Image in der ganzen Welt ohne Olympia 1972 und das ist ganz schwer geldlich aufzuwiegen.
      Natürlich gibt es Gründe dagegen, es allerdings immer nur auf monetärer Basis zu sehen, ist mehr als kurzsichtig und eigentlich unterstes Stammtischniveau (ala "Geld lieber in die Strassen od. Bildung stecken...).

      Aber das ist eine interessante Diskussion, da v.a. München immer wieder mit Ablehnung in Verbindung gebracht wird, was aus oben genannten Gründen ja auch verständlich ist, denn München hatte diese Entwicklung schon und steht mMn. sehr gut dar und kann sich gar nicht mehr so exponentiell entwickeln, wie z.B. Berlin od. Hamburg

      MfG#
      Wiesl
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