Feedback und Fragen zu Livevids und Sessionreviews von eroticjesus

    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Moin,

      Falls ihr in Zukunft Fragen zu meinen Vids habt, dann bitte ich euch sie hier zu stellen, in den Comments gehts zu schnell unter und hier kann man auch besser diskutieren. Desweiteren kommen demnächst so einige Livevids von mir, da macht ein Thread die Sache wohl einfacher.

      Um es mir einfacher zu machen geht bitte folgendermaßen vor:

      - Link zum gefragten Vid posten
      - genaue Minutenzahl posten
      - Spot kurz erläutern
      - Frage/Anmerkung posten


      Feedback ist auch erwünscht in beide Richtungen, bitte konstruktiv bleiben. Feedback ist mir weiterhin sehr wichtig, ich möchte nicht, dass ein User der meine Vids an sich gut findet, aber irgendwelche Macken nicht erträgt, deswegen abschaltet/tiltet etc. Also immer her damit, ich nutze das um euren Content zu verbessern und beiße auch nicht ;)


      Dieser Thread ist eine freiwillige Angelegenheit, die Vids, die ich für PS.de mache, sind nicht mehr mein Eingentum, sobald ich sie eingeschickt habe, somit habe ich auch keine Pflicht auf Fragen seitens der Community einzugehen. Um dennoch die Qualität im vollen Umfang zu gewährleisten, beantworte ich Fragen zu den Vids bis maximal 3 Monate nach Release auf .de


      Gruß

      eroticjesus
  • 8 Antworten
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Frage vom User Petz91:

      Ach ja noch 'ne andere Frage zu deinen Stats. Wie hoch ist dein VPIP/PFR. Ich schätze mal 27/23 was um den Dreh. Dein BTN RFI müsste auch relativ hoch sein, etwa zwischen 70-75. Du 3betest nicht sehr viel, ich denke höher als 5% dürfte dein 3bet Wert nicht sein. Wäre das nicht etwas, was man bei einem loosen Zoom Approach noch mit einbauen könnte/sollte?

      Ich schaue mir im Moment die Videos von W34z3l an, wo es hauptsächlich darum geht die Redline nicht so ins Negative rutschen zu lassen. Er 3betet sehr viel und vor allem am BTN. Ich denke das geht so in den 10% Bereich bei ihm. Würde mich interessieren, was du von diesem Ansatz hälst. Man muss aber auch sagen, er spielt mit Stats und sucht oft gezielt nach exploits.(Fold to 3bet zu hoch usw.)



      VPIP PFR könnte bei Zoom so hinhauen, 3bet-Ranges habe ich genauso gespielt, wie immer, kamen eben nicht wirklich die Spots in den Vid. Mit den BU RFI joah, wird bei dem Approach wohl drin sein, wobei ich standard-mäßig eher 50% openraise.

      Ich schau grad mal in mein HUD, 45k Hände:

      31/23 VPIP PFR 3bet overall 10% BUvsCO 11% BU vs. SB 15% BUvsBB 10% (ich denke bei letzterem kann ich noch mehr machen), ich glaube 6max an sich werde ich keinen VPIP von über 30 haben, aber ich defende schon sehr weit meine Blinds, kA, kann hinhauen, aber kann auch damit zusammenhängen, dass ich Tables öffne, 3max 4max spiele etc.

      Ich spiele aber nicht wirklich exploitative, eher logisch mit Ausrichtung jeden Hand maxEV zu spielen, was im Grunde mehr exploitet, als als stumpf Stats zu spielen.

      Ich kenne die Serie von W34z3l nicht bzw. nicht gesehen. Meine 3bet-Ranges sind schon ziemlich weit, aber insgesamt weniger Blufflastig und linearer als der Schnitt. Imo wird auch gern mal lolish viel "exploitet". Ich sehe es vom Coach "foldet 70% auf 3bets, ich attacke", oft gar nicht wirklich die Sample um das zu rechfertigen und wenn ich einen Schüler habe, der viel auf 3bets foldet, dann kommen immer so rechtfertigungen für schlechte defends ala "ja kA, der 3bettet ja so viel in dem Spot gegen mich".

      Das ist so einer der Gründe, warum ich da nicht wirklich viel Wert drauf lege und nicht stupide "exploite", sondern nur ein paar top-fold-Hände in die 3bet-Range adde, wenn ich mir sicher bin, dass Villain zu viel foldet, so umgehe ich "hard-adaptions" von Villain, die ich nicht will, die aber häufig gemacht werden und ziehe longterm Profit raus (man kann das Schaf mehrmals scheren, aber nur einmal schlachten ;) )

      Viele Spieler interpretieren Stats auch sehr falsch. Ich kenne kaum jemanden, der NL200 und niedriger spielt, der nicht schon mal gesagt hat "ja Villain foldet halt so viel auf cbets" - "Sample?" - "95 Hände".

      Deshalb mal meine Gegenfrage, warum interessieren dich jetzt die Stats so genau?
    • Petz91
      Petz91
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2009 Beiträge: 280
      Hallo,

      danke für die ausführliche Antwort.

      Im Video openraist du 86o (Minute 6:08) vom BTN (irgendwo hast du glaube ich auch J5o vom BTN geopenraist?). (Minute 4:40 Du sagst du openraist alle suited Hände (92s)) Die Hände liegen jetzt nicht in einer 50% Range. Du sagst selbst im Video, dass man am BTN zu any 2 tendieren sollte (Minute 14).W34z3l meint, man sollte am BTN sehr loose openraisen, so um die 70%, (was du eigentlich auch tust, aber es spiegelt sich nicht in deinen Overall Stats wieder) weil die Gegner auf niedrigen Limits (NL10 - NL100)viel zu viel auf Steals folden.

      Die Stats finde ich in der Hinsicht interessant, weil es den Spielstil wiedergibt und ich wollte sie so zum Vergleich zu den meinen. Ich spiele 28/22 und openraise 68% vom BTN. Ich habe overall einen 3bet Wert der nur bei 8,2% liegt. (3bete etwas zu viel am BTN 13% und etwas zu wenig aus den Blinds gegen Steals SBvsBTN 11,5% BBvsBTN 7,6%)

      W34z3l betont zwar immer, dass viele dieser "Exploits" nur bis NL100 gut funktionieren. Darüber adapten die Gegner und man wird selbst exploitet. Deinen Cbet Wert würde mich auch interessieren. W34z3l sagt, dass man gametheoretisch um die 55% Cbeten sollte (oder sowas um den Dreh, sorry für die wage Zahl, ich müsste es nachsehen was er gesagt hat) meint aber, dass man unter NL100 um die 60-70% Cbeten sollte, einfach weil die Gegner zu viel auf Cbets folden. Über NL100 würde man sich wieder selbst exploiten. Ich weiß, man soll nicht stumpf seinen Cbet schauen und anhand von diesem dann eine Entscheidung treffen " Ich cbete jetzt, weil ich ansonsten zu wenig cbete", sondern so wie du im Video soll man sich Gedanken zu der Range des Gegners machen und dann die Entscheidung treffen zu cbeten oder nicht.

      Ich versuche so manches aus den Videos umzusetzen und versuche mich anhand der Stats zu positionieren/orientieren wie gut oder wie schlecht ich das Ganze umsetze. Daher die Nachfrage zu den Stats.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Jop, Zoom NL50 würde ich womöglich auch auf ca. 70% BU RFI kommen. Ich halte mich aber inzwischen zurück zu stark zu behaupten, man sollte das default machen. Es ist und bleibt womöglich ein Exploit (ich bin mir nicht wirklich sicher, ob 100% BU-Minraise GTO sind, oder sowas zwischen 40-50% 2,5bb-3bb OR, lefort von Run It Once hat mal sowas in die Richtung behauptet mit den 100%, ausgehend von Equity-Realsierung wenn gecalled wird, dass Villain nicht exploitive viel 3betten kann, ohne Gefahr zu laufen, von uns exploitet zu werden etc. aber ich denke der Spot ist zu komplex um jetzt in die Richtung zu diskutieren). Also ich weiß nicht was optimal am BU ist, vllt. sogar Limp-only, oder mix? Keine Ahnung, man kann nur Annäherungen machen und ich denke eine gute Annäherung wird sowas um die 40-45% sein, da die richtigen Hände rein und mehr als 2bb raisen und schon hat man eine Range die alles abdeckt gut zu defenden ist etc. Wobei man wohl bis in die Midstakes weiter openraisen kann, weil der Durchschnitt eben die Blinds nicht korrekt defendet und zu tight ist, also noch 5% exploitive rauf und dann passt das.

      Was spielt dieser w34z3l denn für Limits? Was lernst du daraus, wenn ich dir eine %-Zahl gebe, was du zu machen hast? ---> eine %-Zahl halt :rolleyes:

      Stats ergeben sich aus einem bestimmten Stil. Dein Ziel sollte sein, jede Hand möglichst maxEV zu spielen, wenn du dieses Ziel anstrebst (kann man obv nie erreichen), dann ergeben sich daraus eben "solide Stats". Mein cbet-Wert liegt zufällig bei 55%, aber wenn du das jetzt weißt, dann hast du auch nicht wirklich was gewonnen.

      Vor ein paar Jahren hatte ich noch einen 75% cbet-Wert auf NL200 und hab gecrushed. Gegner werden eben besser. Aber selbst "Exploiter" sollten sich überlegen, ob der check nicht einen höheren EV abwirft, als die bet. Gerade LAGs haben da ihre Probleme und exploiten sich wirklich selbst. Nehmen wir an, Villain ist IP und foldet zu viel auf cbets (60% IP), standard LAG sagt sich "bet" und bettet mit 97ss am CO auf Kh5d3s, Villain called, das Board wird eine weaker Spieler da womöglich noch mehr folden. Turn 2s, LAG sagt sich, "ja hab jetzt Equity gespiked und Feuer weiter", damit ist die ganze Hand von jetzt auf gleich -EV geworden (ich sage nicht, dass er Flop x/f sollte, cbet war +EV), weil Villain durch seinen Flopcall ultrastark geworden ist und den Turn gar nicht mehr wirklich viel folden kann, also die FE, die man für sowas benötigt, ist rapide gesunken, gegen einen guten Defender am Flop, hat man eben noch mehr FE und die secondbarrel ist womöglich valide.

      Was ich genau sagen will: "korrekte" Werte zu haben, bringen dir eben nichts. Man muss Spielverständnis entwickeln. Was ist die Line mit höchstem EV am CO vs. BU im SRP mit KdKc auf 6d4s5s gegen einen spieltheoretisch optimalen Spieler? Bet 3/4, bet 1/2, check? Wenn du aus dem Bauch heraus was anders sagen würdest als x > 1/2 bet > 3/4 bet, dann solltest du dir solche Spots eben genauer anschauen und entsprechend spielen.

      Überträgt man das auf den Standard-Villain und vergleicht die Lines, spricht auch vieles für check. Erstmal, was passiert wenn wir betten? Villain foldet den ganzen Junk aus seiner Range, defendet Sets, Straightdraws, Flushdraws, Straights, Pairs, paar Backdoorflushdraws etc. ---> seine Range wird stärker, viele Turns werden ugly für uns. Das heißt nicht, dass eine bet -EV ist, sie ist schon +EV, nur eben nicht maxEV. Was macht Standardvillain, wenn wir checken? Er bettet straights, Flushdraws, pairs (protection) Backdoorflushdraws und sehr oft JUNK. Vieles was Villain gecalled/geraised hätte, wird er sowieso betten + Junk, was er gefoldet hätte. Okay, wir geben Freecards, was kein Ding ist für unsere Range, denn AsTs ist ebenso ein besserer check, als alles andere vom reinem EV her. Dieses Board ist eben so schlecht für unsere Posi, dass wir hier for max EV fast alles checken sollten, weil wir insgesamt so viel x/f, dass Villain, wenn wir eine bettingstrategie hätten, immer Autoprofit hätte, wenn wir checken. Desweiteren wird er das Board gegen eine Bettingstrategie immer ganz gut defenden, wir haben sowieso keinen Autoprofit am Flop und müssen sowieso fast immer den Turn weiter spielen und Entscheidungen treffen, die auch schwerer sind, wenn wir gebettet haben. Also auch wenn unserer Gegner nicht maxEV/GTO spielt, wird check womöglich sogar öfter > bet sein.

      Nehmen wir an du sitzt nun am BU und der BB hat gecalled, es kommt das gleiche Board, was ist maxEV? Ganze Range checken, ganze Range betten, mix zwischen bet und check? Hier hast du eben Autoprofit gegen gängige BB Ranges und solltest deine gesamte Range betten, weil es schlicht immer den höheren EV als den Check hat. Es ist echt schwer Hände zu finden, die einen höheren EV im Check als in einer bet haben.

      Verstanden? Falls nein, ist das nicht das Problem, man muss eben kleine Spots auf frühen Streets sehr genau anschauen und überlegen wo der Value herkommt und dann spielen sich die späten Streets auch viel leichter.

      Viele haben eben einen Denkfehler, wenn ich dir sage, cbette 55% das ist optimal, dann wirst du ggf. die falschen Adjustments in deinem Game machen (no offense, aber deine Fragen implizieren das und deshalb möchte ich dir das so gut es geht klar machen und weiter helfen, wenns nicht so ist, dann fühl dich nicht weiter angesprochen, werden schon einige was von haben^^). Du wirst vielleicht mit 55% einige Spots schlicht undercbetten und einige Spots schlicht overcbetten und verlierst damit longterm möglicherweise Geld, oder gewinnst bei weitem nicht so viel, wie du gewinnen solltest. Ein "gesunder" cbet-wert sollte eben aus einem gesundem Game resultieren, nicht aus "ich cbette jetzt mal überall so 55% und packe iwie plausible Ranges da rein".

      Hier liegt auch der Grund, warum ich einen Fuck auf Postflop-Stats gebe und die wirklich nur wenns knapp ist zu Rate ziehe.

      Edit: Die EV-Unterschiede im KK-Beispiel sind obv sehr knapp zwischen bet und check, aber vs. meine BU-Range und Strategie, die ziemlich sauber ist (soll nicht heißen, dass ich da spieltheoretisch optimal bin). Standard-BU called da womöglich zu viel in dem Spot und hat somit noch mehr Junk in der Range, den er betten kann.
    • Petz91
      Petz91
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2009 Beiträge: 280
      Das mit den Prozenten gibt mir eine Tendenz, ob ich etwas richtig mache oder nicht. Ich weiß ich könnte überall optimale Werte haben und trotzdem alles verkehrt machen, weil ich die falschen Spielzüge in den falschen Situationen mache. Wie ich bereits oben gesagt habe, ich versuche mich mit meinen Stats zu orientieren, sie geben mir eine gewisse Sicherheit. Wenn ich sehe, dass ich irgendwo seltsame Stats habe, sage ich mir, dass ich irgendwas verkehrt mache in dem Spot.

      Mein Hauptproblem liegt wohl beim Gameplan. Wie ich bereits in den Comments zum Video sagte, ist es schwer für mich villains Range und meine Range in kurzer Zeit gegenüber zu stellen und zu entscheiden, welche Range das Board besser trifft und welche Line dann den höheren EV hat. Dein Beispiel mit den KK oop ist einleuchtend, weil villain hier viele SC und PP haben kann die das Board gut getroffen haben können und viel Equity gegen uns haben. Wenn wir checken verlieren wir nicht viel Value, weil villain oft selbt betten wird und das auch mit viel Junk wie du gesagt hast. Wenn wir betten isolieren wir uns gegen eine starke Range und villain wird alle seine Bluffs folden und wir begeben uns in einen toughen Spot.

      Zu deiner Frage welches Limit W34z3l spielt, ich weiß es nicht, habe mich noch nicht darüber erkundet, sollte ich es tun? Ist es so wichtig?
      In seinen Videos beginnt er oft damit die Stats einer Database zu analysieren oder ebsser gesagt zu schauen ob die Werte in Ordnung sind, oder ob man mehr 3beten könnte in manchen Spots, mehr cbeten sollte usw. Ich weiß es sagt nur bedingt etwas über einen sauberen Gameplan aus, aber es hat mir geholfen, so glaube ich es zumindest.

      Ich glaube das Aufbauen eines sauberen Gameplans ist der Hauptgrund für viele warum sie nicht weiterkommen in den Limits (mich miteingenommen). Es verlangt viel Zeit alles zu analysieren und selbst dann ist man sich nicht sicher ob man die richtigen Schlüsse gezogen hat.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Nein, ist nicht wichtig zu wissen, welche Limits er spielt, der Ansatz gefällt mir nur nicht.

      Du kannst stark darin werden zu sehen, wo wer gut hittet, indem du es einfach abseits der Tische übst, mach es am besten vor jeder Session und du wirst nach und nach stärker und sicherer:

      Würfel raus (gibt auch virtuelle Würfel):
      - bestimme für jede Zahl eine Position
      - erster Wurf deine Posi, zweiter Villains Posi
      - drittes mal Würfeln 1-3 Single raised pot, 4-6 3bet Pot
      - random board mit Equilab generieren
      - deine Ranges für beide Posis eingeben, die du so spielen würdest
      - Equity vergleichen (Equity ist nicht alles, es gibt boards da hat Villain die bessere Equity mit seiner Range, aber meist nur iwelche Pockets, die er sowieso foldet)
      - schauen was so alles an Kombos foldet/defendet (defendet=raise oder call halt) wenn gebettet wird, was wird betten wenn du checkst etc.

      Da kann man viel rumspielen, am besten ist, wenn man sich erstmal selbst exploitet, dann erfährt man schon von alleine, was man womöglich falsch macht. Am besten ist da ein Programm wie Pokerranger, oder das neue Power-Equilab, da kann man auch sehen, wie % der Range foldet und findet auch so Autoprofit Sachen, nur wäre ich da vorsichtig, bspw. kann es sein, dass du auf K72r Autoprofit IP hast, aber einen höheren EV mit Händen wie QQ JJ usw. im Check (schau einfach weiter meine Vids, du wirst oft sehen, wie ich sage "ja ich checke hier das und das aus dem und dem Grund behind", ich liege auch nicht immer richtig, aber der Ansatz ist meistens solid) (Tip am Rande: Auf Cardrunners findest du sehr geile Vids zu der Thematik). Bei den Programmen kannst du auch sehen, wie oft du was hittest mit deiner Range, das ist auch sehr hoher Value. Die meisten machen sowas nicht, würden alle das machen, kann ich einpacken :D

      Bin nicht mehr wirklich lange on, also schonmal frohe Ostern, werde für weitere Fragen nach Ostern wieder da sein :)

      Edit: sowas kann man auch nur abseits der Tische lernen, es gibt noch gute andere Methoden, alderfalder hat ein Vid gemacht "how to improve Postflopgame" oder so, ist ab diamant, aber in den ersten 4 Minuten gibt es eine Tabelle mit Boards, die kannst du auch analysieren, die sind schön klassifiert, da hast du eine Zeit Spaß dran, wenn du es so machst :f_cool:
    • Petz91
      Petz91
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2009 Beiträge: 280
      Vielen dank, ich werde mir das mal anschauen und versuchen das Beste mitzunehmen. Von deiner Übungsmethode habe ich noch nie was gehört, klingt aber gut, werde ich mal ausprobieren. :f_thumbsup:
    • promyk82
      promyk82
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2006 Beiträge: 1.281
      "Verstanden? Falls nein, ist das nicht das Problem, man muss eben kleine Spots auf frühen Streets sehr genau anschauen und überlegen wo der Value herkommt und dann spielen sich die späten Streets auch viel leichter."

      (Zitat von EJ)

      Habe mir mal nur einen kleinen Teil deines Post rausgepicked, weil ich wenig Zeit habe. Wenn die Aussage dadurch verzerrt wird, schreibe ich später gerne mehr.
      Was EJ hier beschreibt ist essentiell für die Micros. Das hast du Leute die defenden auf Resteals kaum etwas und du hast das andere Extrem genauso. Bei dem zweiten kann man seine V-Range natürlich massiv erhöhen. Man 3b QJs, trifft Qxx. Man ist so oft vorne. Q9s etc hat er, 88, 99 usw. Da überlegt man nur, wie man Geld in die Mitte bekommt.
      Sehe aber auch ersten Fall sehr oft. Einer raist und es kommt die 3bet. Der Opener foldet aber 80+ auf 3bets. Dennoch werden Boards wie 445, KQ4 etc. gebettet (mit nichts). Was soll der Gegner da folden!? Entweder er hat was oder er wird sich nicht vertreiben lassen. Da wird der f23bet Wert exploidet, nur um den Value auf den nächsten Streets wieder zurück zu geben. Wenn V da callt und ich habe nichts, gebe ich auf. Einfach fertig und das macht 1x,xxbb/100 bis zu NL50.

      PS: EJ, ich schreibe dich mal die nächste Zeit im Skype an. Habe da einen Problemspot, wo ich wirklich lost bin.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      "Der Opener foldet aber 80+ auf 3bets. Dennoch werden Boards wie445, KQ4 etc. gebettet (mit nichts). Was soll der Gegner da folden!? Entweder er hat was oder er wird sich nicht vertreiben lassen."

      Diese Aussage ist so falsch und undurchdacht, wo hast du das her? Bezieht sich das auf irgendeiner mathemtischen Grundlage? Das ist meistens selektive Wahrnehmung und einfach subjektiv. Ersteinmal 80%+ Folds sind die absolute Seltenheit geworden, zwischen 70 und 80% sieht man etwas öfter, gerade Micros, gehe ich mit. Aber auch wenn jemand so viel foldet, dann hat er ja immer noch eine callingrange die auch nicht wirklich hittet. auf dem markierten Board.

      QJs ist eine gute 3bet imo, aber auch ein Call ist vs. Range und die meisten Villains ist okay. Es ist aber nicht unbedingt verkehrt das gegen 80% folder zu 3betten, wenn derjenige nicht wirklich adapted.

      Seine Valuerange zu erweitern macht auch gegen 80%-Folder Sinn, der Value kommt aus den Folds. Postflop rücken sowieso viele Hände in die "Potcontroll-Range", KQ auf Q high sollten zwei Streets Value auf jeden Fall reichen. Und doch, es gibt Boards, die kann man auch gegen nitty defender any two betten.

      Nehmen wir BBvs.SB, der SB raised 40% (relativ tight) und foldet 77% auf 3bets, was super viel ist.

      Villain ist nitty, wird also auch nitty 4betten:

      QQ+ AK (ca. ~6,5% Frequenz)

      call 3bet:

      88-JJ AJo+ A9s+ KJs T9s+ (~16,5%) Frequenz


      Flop: :5d: :4h: :4c:

      Wir betten 1/2 pot und Villain defendet:

      Overpairs + Backdooflushdraw zu den Nuts + AQ (denk dran, nitty Spieler, wird oft noch weniger defenden, AQo kann man ggf. sogar auch noch discounten und er wird dann >50% folden, auch K high-backdoor wird oft gefoldet, ggf. sogar richtig, mit dem Board hat Villain ohnehin Pech gehabt wären dann ggf. fast 60% foldfrequenz) ---> 47% Foldfrequenz, wir benötigen mit 1/2 so 33% FE oder sowas, für Autoprofit. Haben wir.

      Viel weiter will ich das nicht ausführen, muss jeder selbst rechnen. Es gibt durchaus Boards, die hitten Villains Range ganz gut, aber man muss eben auch im Hinterkopf behalten, wo seine eigene Top-Range liegt und nicht seine erweiterte Valuerange overplayen. Wie man ja sieht liegt der Value durchaus im Preflop-Fold von Villain. Ein Board was seine Range so gar nicht hittet ist ganz gut für uns.


      Gegenargument: "Aber wir behalten ja alle seine Bluffs in der Range, wenn wir nur callen, die Hand hat ja so gute Playability usw." (okay, ich gehe mit QJs kann man vs. relativ guten Villain wohl so callen,

      Nehmen wir an wir callen und realisieren unsere Equity mit QJs zu 100% was IP im Spot SBvsBB durchaus realistisch ist, auch und vor allem gegen nitty Gegner.

      Nehmen wir weiter an, wir 3betten und realisieren Postlfop unsere Equity zu 90%, ich denke das ist mit der Hand realistisch, wenn jemand was anderes sagt, kann er das gern verbessern, ich speicher die Datei.


      EV(call;QJs):




      EV(3bet;QJs):