BRM auf 0.02/0.04 $ ( fullring oder 6-max)

    • algorithm
      algorithm
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2007 Beiträge: 161
      Hallo,

      ich habe gelesen, dass man 300 BB braucht, um FL zu spielen. Wenn man schon einige Erfahrung hat, ist dieses BRM nicht "zu konservativ" ?
      Z.B fullring : braucht man dort dasselbe BRM wie bei 6-max, oder ist dort die Varianz kleiner, sodass man auch mit einwenig kleinerer BR auskommt ?

      Viele Grüße
      algorithm
  • 5 Antworten
    • HansLexus
      HansLexus
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2009 Beiträge: 281
      300 BB müssen es schon sein!Fl 6max ist zu swingy.FR geht weniger,obwohl hier einer
      1000BB BRM macht und empfiehlt.:f_biggrin:
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.757
      Prinzipiell ist das BRM bei 0,02/0,04 nur für den Aufstieg wichtig, da man nicht absteigen kann. Ob man mit 100 BB spielt und 100 BB nachschiesst, falls man broke geht oder ob man gleich mit 200 BB anfängt, spielt eigentlich keine Rolle, ausser dass man mit 100 BB mehr Zeit braucht, um auf z. B. 600 BB für einen Aufstieg zu kommen.

      In diesem Limit will man eigentlich nur wissen, ab wie vielen BB man ins nächsthöhere Limit aufsteigen kann. Dort wird das BRM dann wichtig, da man wieder absteigen kann. 300 BB für full ring ist die Standardempfehlung. Je nach individueller Gewinnrate kann man das BRM anpassen, da es ein an die Gewinnrate ausgerichtetes optimales BRM gibt (Kelly-Kriterium). Damit kommt man im Durchschnitt am schnellsten auf das nächsthöhere Limit, auch wenn man mögliche Abstiege berücksichtigt. Das Problem dabei ist, dass man die zukünftige Gewinnrate nicht kennt. Erst recht nicht nach einem Aufstieg im nächsthöheren Limit. Man kann sich daher das Kelly-Kriterum einigermassen sparen und lässt es einfach bei den üblichen Empfehlungen.

      Generell gilt, je höher die Gewinnrate, desto aggressiver kann das BRM sein und je niedriger die Gewinnrate, desto konservativer. Im kleinsten Limit brauchst du keine Mindestbankroll, da du einfach so lange spielst, bis du eine ausreichende Bankroll für das nächsthöhere Limit erspielst oder so lange, bis du broke bist und dann überlegst, was du dann machst. 200 BB oder mehr, um nicht gleich nach den ersten paar Sessions broke zu sein, sind psychologisch vielleicht ganz gut. Ausserdem hilft eine nicht ganz so winzige Bankroll im kleinsten Limit, etwas Bankrolldisziplin für das nächsthöhere Limit zu üben. Wenn man mit 100 BB anfängt und es schafft, sich auf 200 BB zu spielen, dann sollte man nicht denken, dass man schon aufsteigen kann.
    • JohnW4yne
      JohnW4yne
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 12.07.2007 Beiträge: 766
      Original von cjheigl
      Prinzipiell ist das BRM bei 0,02/0,04 nur für den Aufstieg wichtig, da man nicht absteigen kann. Ob man mit 100 BB spielt und 100 BB nachschiesst, falls man broke geht oder ob man gleich mit 200 BB anfängt, spielt eigentlich keine Rolle, ausser dass man mit 100 BB mehr Zeit braucht, um auf z. B. 600 BB für einen Aufstieg zu kommen.

      In diesem Limit will man eigentlich nur wissen, ab wie vielen BB man ins nächsthöhere Limit aufsteigen kann. Dort wird das BRM dann wichtig, da man wieder absteigen kann. 300 BB für full ring ist die Standardempfehlung. Je nach individueller Gewinnrate kann man das BRM anpassen, da es ein an die Gewinnrate ausgerichtetes optimales BRM gibt (Kelly-Kriterium). Damit kommt man im Durchschnitt am schnellsten auf das nächsthöhere Limit, auch wenn man mögliche Abstiege berücksichtigt. Das Problem dabei ist, dass man die zukünftige Gewinnrate nicht kennt. Erst recht nicht nach einem Aufstieg im nächsthöheren Limit. Man kann sich daher das Kelly-Kriterum einigermassen sparen und lässt es einfach bei den üblichen Empfehlungen.

      Generell gilt, je höher die Gewinnrate, desto aggressiver kann das BRM sein und je niedriger die Gewinnrate, desto konservativer. Im kleinsten Limit brauchst du keine Mindestbankroll, da du einfach so lange spielst, bis du eine ausreichende Bankroll für das nächsthöhere Limit erspielst oder so lange, bis du broke bist und dann überlegst, was du dann machst. 200 BB oder mehr, um nicht gleich nach den ersten paar Sessions broke zu sein, sind psychologisch vielleicht ganz gut. Ausserdem hilft eine nicht ganz so winzige Bankroll im kleinsten Limit, etwas Bankrolldisziplin für das nächsthöhere Limit zu üben. Wenn man mit 100 BB anfängt und es schafft, sich auf 200 BB zu spielen, dann sollte man nicht denken, dass man schon aufsteigen kann.
      Sehr gut geschrieben! Ich persönlich spiele ansich immer overrolled (>2kBB)! Man sollte nämlich auch nie vergessen,
      dass man erstmal ein Limit schlagen muss! Es bringt mir halt nichts, wenn ich jetzt sage, ich hab die Rolle für 3$/6$
      und gehe dann direkt mal rauf auf das Limit!
      Es gibt ja gerade auf den unteren Limits viele Spieler die nicht ausschlieeslich FL spielen, wenn du dann mal spontan einen
      guten run auf NL oder einer anderen Variante hast, oder mal ein Turnier shippst, solltest du trotzdem ehrlich mit dir umgehen
      und dich fragen, welches Limit du tatsächlich schlägst!
    • Django3
      Django3
      Bronze
      Dabei seit: 16.10.2009 Beiträge: 1.365
      Andererseits ist's halt auch sinnlos Micros zu spielen, weil die Roll nicht mehr her gibt, obwohl man höhere Limits schlagen kann. Nachdem mein FTP-Geld damals eingefroren war hab ich auch auf Ipoker mit ner 100$ Bankroll auf 1/2 gespielt... wär halt Zeitverschwendung 10c/20c zu spielen, nur weil das BRM es einem "vorschreibt".

      Letztendlich ist BRM ne sehr subjektive Angelegenheit. Es ist in meinen Augen unsinnig zu sagen, dass man x BB braucht um ein gewisses Limit zu spielen. Man spielt halt einfach das Limit auf dem man sich den höchsten Gewinn verspricht. Kommt dann halt nur auf ne realistische Selbsteinschätzung an.
    • SanWogi
      SanWogi
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2008 Beiträge: 2.259
      Man spielt halt einfach das Limit auf dem man sich den höchsten Gewinn verspricht.
      Naja, das BRM verhindert, dass man broke geht, wenn man eben dieses Limit spielt.
      Wenn du mit 100$ 1/2 spielst und broke gehst, dann schießt du wahrscheinlich Geld nach. Das heißt, du hattest in Wirklichkeit eine höhere Bankroll (halt Guthaben auf der Plattform + Cash für Pokerinvestitionen).
      Bei Limit Hold'Em sollte man aus spieltechnischen Gründen spätestens dann Geld nachschießen oder absteigen, wenn man nur noch 13 oder weniger BB pro Tisch zur Verfügung hat. Das wäre sozusagen das untere Limit für ein Guthaben auf der Pokerplattform. Wenn man 4-tablet sollte man also wenigstens ca. 50 BB auf der Plattform haben.
      Das BRM schließt nachcashen mit ein.

      Wenn ich beschließe, niemals nachzucashen (das ist durchaus eine vernünftige Entscheidung, weil es eines der Hauptmerkmale von aufkommender Spielsucht wäre, ständig nachzucashen, das andere wäre, dass man zu viel Zeit an den Tischen verbringt, aber das wäre dann Time-Management und ist auch wichtig! ), dann ist meine Bankroll identisch mit dem Geld auf der Plattform. Aber dann schließt das unter Umständen halt das Limit zunächst aus, das mir den maximalen Profit ermöglichen würde.
      Wenn ich Anfänger bin und gerade meine erste BR aufbaue und mir daher auch nicht bekannt ist, bei welchem Limit ich eigentlich maximal profitieren würde, ist ein normales BRM schon sehr sinnvoll. Ansonsten könnte man aber definitiv auch mit einem Cashin in Höhe des BRM für das entsprechende Limit anfangen.

      Außerdem ist es ohnehin besser overrolled zu spielen und Limitaufstiege schonend zu gestalten. Sprich: Man spielt in einer Übergangsphase immer noch das Limit, das man mit hoher Wahrscheinlichkeit schlägt (weil man aufgestiegen ist) und erlaubt sich aber auch schon Tische vom nächsthöheren Limit zu spielen, wenn diese denn ähnlich fischig sind, wie das was man schon gewohnt ist. Wenn man das Gefühl hat, ein Limit nicht zu schlagen für das man rolled ist, sollte man es imo auch gar nicht spielen oder eben höchstens sehr ausgewählte Spots.