Gameplan NL 10/25 - Preflopranges

    • IMTHEJARL
      IMTHEJARL
      Global
      Dabei seit: 07.05.2014 Beiträge: 502
      Hab mir n bisschen Content zum Thema Gameplan reingezogen und glaube, dass es Sinn macht jetzt mal alles schriftlich festzuhalten, u.A. um mich vor Tilt zu bewahren und damit ich aufhöre, randomly Moves gegen unknown Regs zu machen (z.B. Q3s gegen UTG zu 3-betten, weil ich gerade Bock drauf hab und weil er bestimmt foldet :facepalm:) . Denke so vermeide ich dann auch teure Fehler postflop.

      Folgende Preflop-Ranges sollen erstmal für NL 10 Zoom 6MAX (und dann hfflt irgendwann auf NL 25 angepasst) genommen werden. Die Idee dahinter ist in den early Positions tighter als der Durchschnitt zu sein und am CO/BU/SB richtig viel zu stealen und postflop auf sehr vielen Boards einfach sofort aufzugeben, sodass viele Hände in den late Positions nur vom pre Stealpotenzial leben (die Leute sind ja schon super tight). Weiß aber nicht ob CO,BU und SB zu loose sind.

      UTG: 66+, ATs+, A5s-A2s, KJs+, QJs, JTs, T9s, AKo (8.90 %) OR 4 BB
      MP: 66+, A2s+, KTs+, QTs+, JTs, T9s, 98s, 87s, ATo+, KJo+, QJo (16.74 %) OR 3 BB
      CO: 55+, A2s+, K5s+, Q7s+, J8s+, T8s+, 98s, A7o+, K9o+, Q9o+, J9o+ (28.36 %) OR 2.5 BB
      BU: 33+, A2s+, K2s+, Q2s+, J4s+, T6s+, 96s+, 86s+, 76s, 65s, A2o+, K5o+, Q7o+, J7o+, T7o+, 98o (50.68 %) OR 2.5 BB
      SB: 22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T3s+, 95s+, 85s+, 75s+, 64s+, 54s, A2o+, K2o+, Q5o+, J7o+, T7o+, 97o+, 87o (60.48 %) OR 3 BB

      Verbesserungsvorschläge?
  • 13 Antworten
    • Sprotze
      Sprotze
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2011 Beiträge: 1.417
      SB ist deutlich zu loose, sollte je nach gegnerischem "Fold BB vs Steal Stat" meistens zwischen der Range vom CO und BTN liegen. Gute Gegner nehmen dich sonst im BB auseinander, weil sie Position haben auf dich.
    • habeichja
      habeichja
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.053
      UTG finde ich zu tight, Sizing mag ich auch nicht sonderlich. Abstufung finde ich zu stumpf warum quasi eine Posi weiter doppelt so grosse Range?

      CO und BU kann man so spielen, warum du wie Sprotze schon kritisiert hat im SB am meisten openraisen willst verstehe ich nicht, als default Plan würde ich mir da aber was anderes überlegen.

      Generell ist der Schritt die openraising Ranges "festzulegen" nur ein sehr kleiner Schritt zum Gameplan, wichtiger ist imo BB play vs BU BB vs SB und BB vs CO das man dort ordentlich sein Blind verteidigt.

      Wie soll denn der Plan weitergehen. Was defendest du gegen 3bets und wie sehen eigene 3bet Ranges aus?
    • IMTHEJARL
      IMTHEJARL
      Global
      Dabei seit: 07.05.2014 Beiträge: 502
      UTG habe ich bewusst so tight gewählt, weil ich finde dass Hände wie KQo, AJo oder auch ATo nicht soooo toll spielbar sind, finde die Hände auch zu schwach für UTG. Mir fällt gerade auf, dass ich vergessen hatte AQo noch mit reinzunehmen Damit wären wir bei 9.8 %. Was ist an dem Sizing nicht in Ordnung?

      MP könnte auch etwas tighter sein noch: 66+, A2s+, KJs+, QJs, JTs, T9s, 98s, ATo+, KJo+, QJo (15.84 %)

      Was haltet ihr von folgender Range für den SB: 55+, A2s+, K4s+, Q7s+, J8s+, T8s+, 98s, A5o+, K8o+, Q9o+, J9o+, T9o (32 %) ?

      Für Blinddefense und 3bet Ranges muss ich mich die Tage nochmal richtig hinsetzen ;) Vielen Dank erstmal für die Kommentare !
    • Drachenlord1510
      Drachenlord1510
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2015 Beiträge: 110
      finde die jetzige SB range ganz gut für den anfang :megusta: wenn du dann etwas sicherer bist und meinst noch mehr profitabel openen zu können, würd ich noch die restlichen pockets, alle Ax und bisschen mehr suited gemüse mit reinnehmen.

      UTG find ich deutlich, MP slightly zu tight. wegen size hat HIJ schon geschrieben, dass es nicht so viel sinn macht, UTG 8% mit 4bb und MP die doppelte range mit ner 25% kleineren size zu raisen. würde einheitlich 3bb machen und schauen das ich zumindest auf >10% aus UTG komme, MP so um die 18% (erstmal tighter anzufangen ist aber, wenn man postflop noch viel wackelt, kein fehler!).

      ansonsten gehst du das aber schon ganz gut an, würde versuchen erstmal meine OR ranges zu etablieren und dann mit 3/4bet game weiter machen. hier wie ebenfalls von HIJ geschrieben, auf jeden fall mit spots die oft vorkommen, anfangen. sowas wie 4bet UTG vs MP ist halt so selten und so eine kleine teilrange, dass es wenig sinn macht, sich zuerst damit zu beschäftigen. denke ich würde mit coldcalling/3betting ausm BB vs CO/BTN beginnen und mich dann immer weiter vor tasten.
    • IMTHEJARL
      IMTHEJARL
      Global
      Dabei seit: 07.05.2014 Beiträge: 502
      Die OR Ranges würde ich erstmal so lassen, fühle mich damit denke ich wohl und aufloosen geht ja immer.

      Sitze also gerade an den 3bet Ranges und frage mich , ob ich den linearen Approach oder den Value/Bluff Approach nehmen soll.

      Tendenziell sehe ich mehr Risiken, mit dem linearen Approach postflop Fehler zu machen (Overplayen oder Value liegen lassen, man weiß oft nicht wo man steht und spielt ja gegen tendenziell sehr starke Ranges, schwächere Valuehände von stärkeren dominiert etc), zumal man sich ja auch Bluffcombos mit guter Playability und Blockereffekten zusammenstellen kann und die Entscheidungen leichter werden. Würde hier tendenziell ne Mischung aus Value- und Bluffhänden nehmen, mit steigendem Bluffanteil je später die Position. Habe aber ehrlichgesagt garkeinen Plan, wie ich das abstufen soll. Würde die Bluffs aber deutlich stärker gewichten, weil super viel auf 3bets gefoldet wird und ich mir das bisher auch ohne Gameplan zunutze gemacht habe auf NL 10 (jedoch deutlich unsystematischer, was ich jetzt ändern will)

      In dem Zusammenhang habe ich mich Folgendes gefragt:
      Wie entscheide ich, wieviel % meiner Hände ich gegen x% Openraise von Villain insgesamt 3betten sollte, also wieviel Equity brauche ich ? Würde also hergehen und eine reine Valuerange nehmen, da dann die besten Valuehände auswählen und den Rest mit geeigneten Bluffkombos auffüllen.

      Ein Versuch nachdem ich mir bisschen Content reingezogen hab: Eigentlich müsste ich ja in 3bet Pötten auch die Pot-Odds Formel nutzen, also EQ= Invest / ( Win + Invest). Also angenommen ich sitze im SB und kriege n 3 BB Raise vom BU, dann brauche ich für ne profitable 3bet auf 9,5BB 9 / 9+4,5 = 66,6 % Equity. Davon ausgehend, dass BU zB 29 % raist (tighter Spieler), hätte ich mit JJ+,AJs+,KQs,AQo+ 67 % Equity laut Equilab. Jetzt muss ich, je nachdem wieviel ich verhältnismäßig bluffen will, hier noch Bluffcombos adden, right?
    • Talisker74
      Talisker74
      Platin
      Dabei seit: 17.08.2009 Beiträge: 1.032
      Schau dir zum Thema Balancing doch mal das Video "7 Todsünden..." an.
      Auf den Micros ist Balancing ein sehr großer Fehler denn es ist Geld verbrennen, es sei denn Du machst es als exploit und hast klare Reads auf Villain.

      Openraises musst Du mal ein wenig experimentieren was am besten funktioniert, allerdings wird prinzipiell empfohlen immer dieselbe size zu nehmen.

      Es gibt ein paar interessante Videos zum Thema Blinddefense und eine aktuelles Coaching zum Thema Game-Plan.
      Vielleicht hilft dir das auch noch mal weiter.
    • IMTHEJARL
      IMTHEJARL
      Global
      Dabei seit: 07.05.2014 Beiträge: 502
      @Talisker habe das Video gesehen, hat mir super geholfen. Konsequenz: fuck balancing, fuck fancy play - einfach 0815 spielen weil ich mir sonst ins eigene Fleisch schneide :f_biggrin: .
    • MrGambIing
      MrGambIing
      Bronze
      Dabei seit: 05.05.2014 Beiträge: 223
      Seh ich das jetzt falsch? Sich Gedanken über eine 3bet bluffrange zu machen weil die Population zu viel auf 3bets foldet ist imo doch eher nen exploit Ansatz als nen balancing ansatz...?!

      Gruss
    • Talisker74
      Talisker74
      Platin
      Dabei seit: 17.08.2009 Beiträge: 1.032
      Das problem ist, das Du völlig unterschiedliche Skills hast und das deine Villains sich ganz anders verhalten können als die Population.
      Deswegen macht eine Bluff Range nur als Exploit Sinn. (auf den Micros)
      Sprich Du musst deine Tische beobachten und kannst es dann einsetzen, aber nicht als "Standard".
    • prom31
      prom31
      Global
      Dabei seit: 01.01.2012 Beiträge: 394
      Original von Sprotze
      SB ist deutlich zu loose, sollte je nach gegnerischem "Fold BB vs Steal Stat" meistens zwischen der Range vom CO und BTN liegen. Gute Gegner nehmen dich sonst im BB auseinander, weil sie Position haben auf dich.
      davon wimmelt es natürlich auf NL 25.
    • Xanham
      Xanham
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2009 Beiträge: 193
      Ich bin auch gerade am Gameplan basteln für NL10 Zoom / Normal. Ich fange in den meisten Bereichen eher tight an und werde nach und nach erweitern. Mathematisch errechne ich allerdings riesige profitable Ranges für BB Defense, da muss ich noch sehen ob ich mich damit wohl fühle. Bin nicht sicher, ob ich den Rake richtig einkalkuliert habe.

      Was sind denn die wichtigsten Preflop- und Postflop-Plans? Habe bisher preflop:

      • Open Raise je Position
      • Coldcall je Position
      • 3Bet je Position (erstmal grob; nur in den Blinds nach Position des Raisers gesondert)
      • vs 3Bet Call/Fold/4Bet je Position


      Das jeweils ausgehend von Standard-Betgrößen und Ranges. Bei groben Abweichungen wird "nach Erfahrung" leicht angepasst. Da die berechneten Ranges ohnehin teils auf Annahmen /Statistiken basieren (Realisierungsfaktor, VB Ratio...), sehe ich darin kein großes Problem.

      Ich will versuchen, einen "Mindestplan" zu testen und nach und nach Spots zu verfeinern.

      Wie seht ihr normale Tische im Vergleich zu Zoom? Ich will ungern zwei komplette Gameplans entwerfen.
    • charly
      charly
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2005 Beiträge: 793
      Der Gameplan ist der gleiche. In Zoom wird er nur etwas genauer befolgt. Da du nur über viele Hände reads aufbauen kannst und bei normalen tischen kannst du einfach schneller adapten da du dort ja die Hände des Gegners immer ausgespielt siehst ...

      Würde auf normalen Tischen einfach schneller expoiten und auf Zoom etwas näher an GTO spielen ( in der Basis)
    • Xanham
      Xanham
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2009 Beiträge: 193
      Ja, so in die Richtung habe ich mir das gedacht. Muss dann bloß im Laufe der Zeit sehen, ob die Stats / Ranges des Durchschnitts-Spielers eventuell doch stark abweichen. Gerade für Postflop-Lines habe ich da noch nicht die Sample Size.