Heuristisches Verfahren zur Ermittlung der GTO calling frequency

    • cobby
      cobby
      Silber
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 812
      Hi :)

      GTO kann sehr komplex werden und ich denke ich habe den praktischen Nutzen schon irgendwie erkannt. Bei einer Sache bin ich mir aber nachwievor unsicher, auch wenn bereits sooft darüber gesprochen wurde.

      Vielleicht eins vorweg, mir geht es nicht darum die EXAKTE Lösung zu finden. Vielmehr bin ich an einem heuristischer Möglichkeit interessiert.

      Die Calling frequency definiert sich als 1 / (1+s) [s=bet/pot ratio] der Hände, die villain's besten bluff schlagen.
      Wie bestimme ich nun villain's besten bluff? Kann mir jemand ein Beispiel dazu geben? Muss ich hier meine calling range miteinbeziehen? Was ist mit möglichen SD-value hands von villain? Werden diese immer miteinbezogen, oder nur wenn villain diese in einen Bluff verwandelt - d.h. nicht als SD-value spielt, sondern bettet?

      Viele Grüße,
      cobby


      edit: Villain blufft, wenn weniger als 50% schlechtere Hände callen? Wie soll ich aber meine calling frequency (und somit range) berechnen, wenn ich für die Berechnung an sich meine calling range benötige (um zu bestimmen, ob villain blufft, oder nicht)?
  • 2 Antworten
    • cobby
      cobby
      Silber
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 812
      Wirklich gar keiner?
    • Doty
      Doty
      Bronze
      Dabei seit: 16.10.2008 Beiträge: 356
      Irgendwie klingen deine fragen ein wenig ungeordnet... und ohne groß ahnung von GTO zu haben würde ich durch reines nachdenken zu volgendem kommen:

      1.) muss du wissen auf welcher Ebene sich villen befindet http://de.pokerstrategy.com/strategy/others/1927/1/
      davon hängt dann ab ob deine calling ranges die bluff frequency deines gegners verändern oder nicht.
      "Muss ich hier meine calling range miteinbeziehen?"
      Tuht sie das müste deine calling frequency mit einbezogen werden und wie er darauf adapted. das führt dan auf ein selbstkonsitentes gleichungssystem in dem deine calling range sowohl auf der linken als auch rechten seite der gleichung auftaucht. (wie auch immer das genau aussieht, sowas kann man lösen) in 1. näherung wird es da aber auch reichen eine annahme darüber zu treffen was Villan alles bluffed (z.B. wenn er weiß oder eben nicht weiß das du hier lighter callest)

      "Was ist mit möglichen SD-value hands von villain?"
      nehmen wir an er hält am river nin mitle pair mit sd-value das er in einen bluff turnen kann um dich z.b. von TP runterzu barreln (z.b. auf nin flush bord). dann ist der Möglichst besete bluff das mitle pair das du schlagen must.
      d.h. ja sie sind in der definition mit einbezogen insofern das villain die in ein bluff turnen kann. Da brauchst du aber auch schon gute zuverlässige reads für die spielweise deines gegners.

      Bluff fürt per definition immer zu betten oder raisen ... weil die absicht besteht eine bessere hand zum folden zu bringen.

      "Villain blufft, wenn weniger als 50% schlechtere Hände callen?"
      Willen hat eine Hand oder eine Range von Händen. Auf die Hand bezogen Bluffed er wenn er glaubt bessere hände zum folden zu bekommen das ist unabhängig davon wieviel er in % gecalled wird. Der versuch ist das entscheidende.
      auf die Range bezogen hat er (warscheinlich) eine bluffing range wenn er mehr hände relative zu den Potods bluffed als er 4value betet.

      in deiner häuristischen näherung nimmst die poto dds und fragst dich ob es genug bluff combinationen in seiner range giebt das ein call +EV ist.

      Die definition der calling frequency versteh ich nicht, giebt es einen Artickel dazu? sie klingt für mich auf den ersten blick sehr unlogisch weil sie sagen würde: wenn jemand Pz Betet ist sie bei 50%. betet er kleiner ists häufiger (das letztere ist sinnvoll) aber allgemein muss das natürlich von der Range des Gegners abhängen. Nur weiles von 1k kombies 3 bluff hands giebt kann ich nicht mit 50% meiner hände die den besten bluff schlagen callen... das ist nie und nimmer +EV