Orc

    • Kobecarter
      Kobecarter
      Black
      Dabei seit: 22.04.2006 Beiträge: 1.705
      Hier mal ein paar Zahlen (Limit 6max)

      1/2 Limit: 3.1 BB/100 rake
      10/20 : 1,4 BB/100 rake
      30/60 : 0,46 BB/100 rake


      Der Einfluss des rakes ist so massiv, das zb ein 1/2 1,5 BB/100 winner auf 30/60 mit den gleichen Gegnern 4 BB/100 machen würde.

      Meiner Meinung nach muss die Höhe des rakes bei der Wahl der Starthände berücksichtigt werden.
      Das gleiche hab ich auch schon von TheBryce gehört, der sagt dass es auf den highstakes profitabel wäre any two aus dem sb zu openraisen.
      Soweit würde ich nicht unbedingt gehen aber ich denke es sollte offensichtlich sein, dass man nicht das gleiche ORC für 1/2 und 100/200 nehmen kann.

      Da es auf den highstakes keine spieler gibt die so tight wie das ORC spielen, fühle ich mich in meiner Annahme bestätigt.

      Es gibt also im nur zwei varianten, entweder das orc ist für die smallstakes zu loose oder für die highstakes zu tight.

      Was denkt ihr?
  • 12 Antworten
    • brand0n479
      brand0n479
      Bronze
      Dabei seit: 10.10.2006 Beiträge: 578
      Jemand im Forum meinte, er sei gerade dabei eine Formel für den ORC zu basteln (Berückschtigung der Loosness/Tightness der Blinds), vlt baut er auch noch den Rake ein.

      Wie der ORC entstanden ist, sollten wir mal Korn fragen.
    • innoko
      innoko
      Black
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 1.527
      chartz are teh ghey
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Du musst bedenken, dass die EV-Differenz pro Hand dann nur noch bei 0.03 BB liegt. Dies wird gerade auf den low limits dann aber häufig dadurch kompensiert, dass die Gegner schlechter sind bzw in ihren blinds zu tight oder zu loose.

      Any two raisen aus dem SB ist definitiv ein Fehler. (btw: TheBryce halte ich für einen sehr guten Spieler, aber andere sind gerade theoretisch stärker).

      Der ORC ist somit für high stakes korrekt (siehe auch das Stox-Buch!), für low stakes aber in der Regel auch weil eben die Gegner schwächer sind. Korrekturen kann ich mir in dem Fall nur bei blind battles oder lighten 3-bets vorstellen, wo man bei den low stakes als defender etwas tighter vorgehen sollte. Dies wurde aber auch schon an vielen Stellen auf Ps.de so genannt, Wishmaster hat hierzu auch schon Charts publiziert.
    • jfuechsl
      jfuechsl
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2006 Beiträge: 791
      @blinds: stox schreibt in seinem Buch, dass es profitabel ist mit any2 im SB first in zu raisen wenn der BB in <50% der Fälle defended.

      @orc: Das ORC im Stox-Buch ist aber IMO schon etwas looser als das von PS.de
      z.b. wird dort 22 im CO first in geraised.
    • Kobecarter
      Kobecarter
      Black
      Dabei seit: 22.04.2006 Beiträge: 1.705
      Das ist ja interssant. Was wäre denn dann der optimale VPIP wenn man auf 1/2 gegen exakt gleichgute Spieler antreten würde? Kann man das irgendwie mathematisch bestimmen?

      Also ps.de und stox kann man schon vergleichen ich frage mich nur ob das auch das Maß der Dinge ist wenn man sieht wie Stoxtrader mit seiner tighten Spielweise im HU gegen The Bryce schon erhebliche Probleme hat.

      (Imo spielt Stox auch postflop ein bißchen zu tight aber das ist ein anderes Thema.)

      Wie gesagt gibt es außer Stox auf den highstakes meinen Beobachtungen nach keinen der so tight spielt oder?

      Ich kann es mir halt nur sehr schwierig vorstellen wie man dann gegen einen guten Spieler noch groß Profit machen soll.
      angenommen wir spielen HU nach orc gegen einen gegner der any2 defendet.
      wenn wir nur 60 % der Hände openraisen würden wir in 20/100 händen openfolden was jeweils (auf PP Blindstruktur) 0,5 sb, resultierend in 10 BB/100 verlust bedeutet.
      Kann man das alleine durch einen verbesserte distribution wenn man raist wieder wettmachen?

      Edit:
      @ jfuechsel:
      ja das stimmt weil du 2 sb investierst um 1 sb zu gewinnen. so ein gegner habe ich aber noch nicht gesehen
      das stox chart ist am BU und CO looser, aber im sb sogar nochn stück tighter. (stichwort Playability OOP)
    • jfuechsl
      jfuechsl
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2006 Beiträge: 791
      kurz ot: wie sieht das mit dem rake auf 2/4 und 3/6 aus? ist es dort ähnlich krass wie auf 1/2, oder wird es da besser?
    • steven-dev
      steven-dev
      Black
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 1.408
      stox ist overrated
    • Kobecarter
      Kobecarter
      Black
      Dabei seit: 22.04.2006 Beiträge: 1.705
      lol wie sich die ganzen Aussagen von black membern und supermoderatoren auf 3 - 4 Worte Scheiße begrenzen. :D

      übrigens: Stox hat nach eigenen Angaben im leztzten jahr nur 10k hände limit gespielt und TheBryce pownd den hart weg im HU!


      ..Oder war das jetzt ernst gemeint?
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      die charts von denen korn spricht hat wish afaik nicht public gemacht. waren auch "nur" prozente fuer angepasste 3betting-equities, was auch mit meinem excelfile ging.

      falls da noch mehr draus wurde (abgesehn von der equilator-funktion) muss ich es uebersehen haben.

      http://www.pokerstrategy.com/wbb_de/thread.php?threadid=55306
    • steven-dev
      steven-dev
      Black
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 1.408
      wenn du mich meinst, dann ja
      finde, dass es weit bessere LHE spieler gibt als stox.
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Naja, das Problem ist hier, dass die Unterschiede in einem ORC auf so hohem Niveau nicht mehr ausschlaggebend sind.

      Ob man eine grenzwertige Hand raised oder nicht sollte nicht mehr davon abhängen, welches ORC man nun nutzt sondern davon, wie die Zusammensetzung der Gegner ist die hinter einem noch kommen.

      Das Stox/Ps.de ORC haben für sich den Anspruch, möglichst spieltheoretisch optimal zu sein - d.h. +EV Hände an einem Tisch zu listen, an dem alle Spieler optimal spielen. Es ist sozusagen ein grundsolider Kern.

      Von diesem kann man je nach Gegner abweichen, vor allem dann, wenn die Big Blind zu tight ist.

      Man sollte nur nicht den Fehler machen, auf einmal zu loose zu spielen weil es cool und balla ist oder ala "I can make it up post-flop". Letztlich geht nicht viel über Equity + Playability hinaus.
    • skedar
      skedar
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 11.111
      Original von Korn
      Man sollte loose spielen weil es cool und balla ist oder ala "I can make it up post-flop".
      fyp


      ich glaube, dass auf den high stakes schon etwas looser gestealt werden kann. wenn der rake hoch ist, muss die hand ev technisch halt die gegner und den rake schlagen. desto niedriger der rake wird, desto eher kann eine hand, die vorher nur breakeven war, ins plus rutschen.


      aber ich denke es wäre quatsch, auf 10/20 jetzt tighter zu stealen als auf 30/60 oder ähnliches.