Diskussion : Mit Makroökonomischen Blick auf den Pokermarkt den "erfolgsorientierten Spieler" retten

    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.483
      Hallo Pokercommunity,

      ich bin seit über 7 Jahren als gewinnorientierter Spieler am Pokermarkt dabei und habe quasi alles miterlebt. Mich beunruhigen die Veränderungen von Pokerstars zum 1 Januar den sie fügen sich in eine Kette von Veränderungen der letzten und bevorstehenden Jahre ein, die zu einer immer weiteren Verschlechterung für den Pokerspieler ansich, aber im besonderen für den gewinnorientierten Pokerspieler führen.

      Bislang diskutiert wird ja ob ein Streik ( Sie töten Poker! Wir streiken ab dem 1. Januar (Anleitung im ersten Post) ) das Problem lösen kann. Ich bin der Meinung das ein Streik höchstens kurzfristig die Pläne von Amaya ( = Gewinnmaximierung aus einer annähernden Monopolstellung mit Inkaufnahme des Aussterbens des gewinnorientierten Pokerspielers ) aufhalten kann. Die Struktur muss verändert werden, nicht die Symptome.

      Der Weg den wir mMn. gehen müssen, der aber garnicht, oder viel zu wenig, diskutiert wird ist in meinen Augen ein Anderer und ich möchte ihn einfach mal zur Diskussion stellen.

      Es betrifft uns alle ! von daher sollten wir versuchen meine im Folgenden niedergeschriebeen Ideen gemeinsam zu verbessern, auf Probleme hinzuweisen und die anderen Pokeranbieter für unsere Anliegen zu sensibilisieren, aber OHNE zu resignieren.

      Viel Spaß beim Lesen und auf eine hoffentlich konstruktive Diskussion

      lg D4ni

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      Die Lösung des Problems muss man aus Makroöknomischer Perspektive auf den Pokermarkt betrachten, das ist die EINZIG REALISTISCHE Möglichkeit den Trend aufzuhalten und ggf. umzukehren.

      *Definitionen der Marktformen
      Polypol = Viele Pokerseiten ; Oligopol = Einige Pokerseiten ; Monopol = Eine Pokerseite
      Im Polypol ist die Wohlfahrt ( Das Verhältniss von Anbietergewinnen und Nachfragerkosten (hier folglich Gewinne der Spieler) ) am HÖCHSTEN.
      Im Monopol ist die Wohlfahrt am geringsten ( Verhältniss der Maximalgewinne der Anbieter die maximal Abschöpfen zu den Spielern )
      Das Oligopol befindet sich zwischen diesen beiden Extremen.

      ---

      Marktanalytischer Trend : Die Zahl der Pokerseiten geht immer weiter zurück
      Marktanalytischer Trend : Die Zahl der Pokerspieler geht immer weiter zurück
      Marktanalytischer Trend : Die Polarisierung von Marktanteilen nimmt zu
      Marktsituation : Früher Polypol -> Heute Oligopol -> Aufgrund des Marktanteils annähernd Monopol(stellung)

      ---

      Akteure am Markt : ( Gewinnorientierter Pokerspieler ; Freizeitspieler ; Pokeranbieter ; Staat )

      Ziele von gewinnorientierten Pokerspieler :
      - Primär : Maximaler Profit ( Als Verhältniss von Menge eingesetzten Kapitals zum Spielniveau abzüglich Nebenkosten ( Rake ; Cashoutgebühren etc. )
      - Sekundär : Langfristiges Bestehen des Marktes

      Ziele von Freizeitspielern :
      - Primär : Gewinne erzielen ( Als Verhältniss von Menge eingesetzten Kapitals zum Spielniveau abzüglich Nebenkosten )
      Sekundär : Varianz / Glück / "Emotionen bzw. Lifechanges"

      Ziele von Pokeranbietern :
      - Primär : Profit maximieren ( Als Verhältniss vom Hausanteil und Umsätzen )
      - Sekundär : Langfristiges Bestehen des Marktes

      Ziele vom Staat :
      - Primär : Einnahmen generieren
      - Sekundär : Den Markt regulieren

      Marktbesonderheiten :
      - Freizeitspieler richten sich nicht nach dem für sie besten Angebot ( Dort wo sie die beste Möglichkeit haben Gewinne zu erzielen )
      - Gewinnorientierte Spieler investieren trotz (zu) RELATIV negativen Profiterwartungen ( Keine Deckung von Mindestlohn ( Gewinn im Zeitraum X )
      - Anbieter nutzen die Marktsituation gnadenlos aus ( Homo Economicus => Eigennutzenmaximierer ) ohne eingeschränkt zu werden.
      - Staat tritt in keinerweise Marktregulativ auf ( Kartellbildung ; Schutzverantwortung ; Billigt Monopolstellung ) ...


      Es ist erstmal wichtig als Basis zur Diksussion von so Fragen wie : Streik oder nicht Streik, Freizeitspieler über die Marktsituation aufklären Ja oder Nein ; Eigenen Pokeranbieter aufmachen Ja oder Nein ; etc. etc. etc.
      sich diese Konstellation des Marktes bewusst zu machen.
      DARAUS ergeben sich sich nämlich die möglichen Schritte die die Gruppe der "gewinnorientierten Pokerspieler" anstreben kann

      1. Rückführung von einer annähernden Monopolstellung zum Oligopol ( Später ggf. Polypol )
      Möglichkeiten :


      - EU / Staat / ... dazu bringen im Markt einzugreifen und diesen zu regulieren ( Nicht im Sinne von Definition der Besteuerung sondern von unzulässigem Marktverhalten der Pokeranbieter )
      => Gefahr : Staat / EU ist selbst Eigennutzenmaximierer und möchte selber seinen Teil vom Kuchen erhöhen.

      - Die Position der anderen Pokeranbieter am Markt stärken
      => Die beste Möglichkeit ist es den Freizeitspieler darauf aufmerksam zu machen das er im Monopol(markt) eine geringere Gewinnerwartung hat.
      => Problem : Wahrnehmung/Kontakt zur Zielgruppe sowie Fehlendes Interesse an Gewinnerhöhung
      => WICHTIG : Blick auf die anderen Anbieterteilnehmer : Eigentlich Aufgabe der konkurierenden Pokerseiten ( Gewinne maximieren ) ;
      ggf. KOOPERATION zwischen gewinnorientierten Spielern und kleinen Anbietern.
      => Dafür notwendig : Kurzfristiger Verzicht der Eigennutzenmaximierung seitens der gewinnorientierten Spieler und vermutlich auch der kleinen Pokeranbieter.

      2. Akzeptieren von Oligopol bzw. annähernden Monopolstellung

      Bedingung dafür : Der Monopolist hat Ziele die mit denen der gewinnorientierten Spieler einhergehen
      Hier : Langfristiger Erhalt des Marktes / Neugewinnung von Freizeitspielern
      => Beides Aufgaben der Pokeranbieter zur Gewinnmaximierung ( Makrosicht ) und nicht der Spieler ( Microsicht )
      Hier müsste der Monopolist eine zwingende Abhängigkeit mit den erfolgsorientierten Pokerspieler haben, damit dieses System funktionieren kann. Im folgenden werde ich aufzeigen warum das mMn. nicht gegeben ist und wir deshalb unmöglich diese Marktsituation akzeptieren können und auf 1) den Fokus legen müssen.

      - Problem : Wie wichtig ist die Rolle der gewinnorientierten Spieler bei Fragen wie : ( Vorhandensein von Gegnern ; Image ; Außendarstellung des Anbieters und von Poker allgemein ; Aussendarstellung ; Seriösität ( Cashflow ) ) ...
      => Hypothese : Pokeranbieter arbeitet GEZIELT darauf hin die Bedeutung dieser Rolle zu minimieren !

      => Führt langfristig zwangsweise zur Minimierung des Profits der gewinnorientierten Spieler BIS ZU DEM PUNKT wo gewinnorientierte Spieler notwendig sind um den Marktzyklus am Laufen zu halten. Die Frage ist wann ist dieser Punkt erreicht, und es ist zu befürchten das wir noch weit von diesem Punkt entfernt sind und in den nächsten bis zu 5 Jahren noch weitere deutliche Verschlechterungen hinnehmen müssten.

      ! ANALOGE BEISPIELE !
      Bei jedem reinen Glücksspiel ( Lotto ; Roulette ; Blackjack ; Slotmachine ) bildeten Gewinnorientierte Spieler in einer früheren Phase einen Mehrwert für die Anbieter ( Kartenzählen Blackjack ; Die personalisierte Darstellung der Lottogewinner )
      In jedem dieser Beispiele gibt es eine Monopolstellung ( Kartell zwischen den Casinos die sich auf Rake indirekt absprechen ; Staat als Anbieter beim Lotto etc. ) HEUTE REICHT ES das diese fiktiv sind ( Man kann beim Blackjack nichtmehr besonders groß +EV Karten zählen ; Die reine Option beim Lotto zu gewinnen ; Die Legende der reichen Roulettespieler ) reicht aus und die Anbieter sind in keiner Weise auf gewinnorientierte Spieler angewiesen, es reicht aus das die Varianz zwangsläufig einzelne Gewinner hervorbringt ( WSOP-Gewinner David Moon ;Freizeitspieler ) ( Spin&Go Millionäre -> Man schaue sich den Wachstum dieses HighVarianceformat an ) und es eine theoretische Gewinnmöglichkeit ( Analog zu zielen des Freizeitspielers -> Varianz ) gibt.
      Kurz : Selbst wenn kein Akteur mehr longterm Winningplayer ist lebt der Markt.

      Feststellung : Poker verkommt in der Geschicklichkeitskorponente vom Geschlicklichkeits zum Glücksspiel ( Dies zeigt sich primär in der immer weiteren Abnahme der effektiven Stacksize ( Spin&Go Startstack 25BB, effektiv auf die gesamte Spielzeit eines Spin&Go ~15BB ) bei gleichzeitiger Erhöhung des Hausanteils ). ( Oder die Tatsache das in jedem SNG-Format Antes eingeführt wurden was die effektive Stacksize deutlich verrintert ) etc.
      => Gewinnorientierte Spieler stellen keine Marktrelevante Größe mehr da, bzw. falls sie noch da ist nimmt sie immer weiter ab bis zur bedeutungslosigkeit


      Daraus folgt die einzige Möglichkeit zum Überleben der gewinnorientierten Pokerspieler dadurch die anderen Marktanbieter dabei zu unterstützen die Ströme der Freizeitspieler auf andere Pokerseiten zu lenken, letztendlich einfach nur eine Verteilung der Marktanteile auf mehr Anbieter, sonst ändert sich garnichts. ( Wie man als Spieler das ausgleicht ohne den Eigenmaximalprofit zu minimieren folgt unten )

      Problem : Ziel des einzelnen Pokerspielers ist der maximale Profit, wenn er selbst im Monopol gewinne erzielt verringert er sein Primärziel Maximalprofit.
      Lösung unter Berücksichtigung dieses Problems :
      Prozentuales Verteilen des Spielvolumens als gewinnorientierter Spieler auf a) Den Monopolanbieter b) Die kleinen Anbieter.
      Frequenzverschiebung anhand der Verändungung der Strömung von Freizeitspielern.
      Das können wir dann übrigens auch aus Makroökonomischer Sicht solange machen bis alle Pokeranbieter den gleichen Marktanteil haben indem wir immerwieder einen Teil des Spielvolumens und den Support allen Pokeranbietern geben die eben unter dem Durchschnittlichen Marktvolumen sind.
      Beispiel1 : ( AnbieterPF : 80% Anbieter B & C & D & E : je 5%
      Beispiel2 : ( AnbieterA : 20% ; AnbieterB : 20% ; Anbieter C : 20% Anbieter D : 20% ; Anbieter E & F : je 10% )

      => Versicherung an BCDE bzw. E & F für Spielvolumen zu sorgen und bei der Promotion zu helfen sofern sie sich Bemühen ihre Marktsituation zu verbessern und in Freizeitspielerströme zu investieren ( Verpflichtung zum Nachweis !!! )

      Warum kann das ganze funktionieren ?
      Weil jeder Pokeranbieter ( Anbieter am Markt ) das Interesse haben muss den eigenen Gewinn zu maximieren.

      -------- Eine wichtige Nachricht an alle Pokeranbieter außerhalb von Pokerstars & Fulltilt ------------

      Was ich nicht verstehe wieso der Kontakt zwischen den anderen Pokeranbietern zu den gewinnorientierten Pokerspielern so schlecht ist, die sind doch erreichbar ( Primär in Pokerforen )

      Warum meldet sich kein Mitarbeiter von Partypoker und Anderen oder iPoker zu Wort, ich dachte der Laden hier gehört iPoker !?!?
      Ihr dürft halt auch gerne sagen das euer Angebot schlechter ist als das von Pokerstars/FullTilt, das ihr momentan wenig Freizeitspieler habt. Das ihr effektiv bei der Bekämpfung von Bots hinterherhenkt, das eure Software schlechter ist etc.
      Vergleicht bitte eure Unternehmensziele mit unseren und lasst uns GEMEINSAM den Pokermarkt zu einer Win/Win Situation zwischen uns und euch gestalten.

      Natürlich versucht jeder Pokeranbieter schon jetzt seinen Marktanteil ( zwangsläufig Verhältniss Freizeitspieler/gew.Spieler ) zu erhöhen und wenn das Investment bzw. die Finanzierung einen longterm positiven Erwartungswert hat dann macht ihr das eh.
      Aber warum kommt ihr nicht auf die Idee der Kooperation mit den Spielern ? Glaubt ihr nicht an sekundäres Unternehmeswachstum und Spielergewinnung durch Dinge wie Image, Aussendarstellung, Reputation. Ihr müsst dafür nicht einzelne Pokersuperstars verpflichten und mittlere 5digits pro Jahr an Gehalt zahlen. Versucht doch dieses Investment mal breit anzulegen und 5000-10000 erfolgreiche Pokerspieler als Befürworter eurer Seite zu bekommen.

      Bitte alle nichtMonopolPokeranbieter : Tretet endlich mal vernünftig auf und versucht die Freizeitspielerströme auf eure Pokerseite zu lenken.
      Jeder gewinnorientierte Pokerspieler wird euch dabei unterstützen !!!
      Eure Seite wird nicht von Regulars überschwemmt, den jeder der euch hilft kennt den Markt und wird abwägen ob sich das Spielen bei euch lohnt und die Frequenz anpassen.
      Baut euch dochmal ein richtiges Profil, eine UniqueProposition, auf. Macht aus dem magischen Dreieck ( Rentabilität ; Liquidität ; Sicherheit )der Gewinnmaximierung endlich das magische Viereck und bemüht euch um Nachhaltigkeit :)

      Oder habt ihr nochnicht verstanden das ihr eure Gewinne mit eurer momentanen Unternehmenspolitik nicht maximiert ? Dann macht ihr euren Job nicht richtig !

      mfg. :diamond: D4niD4nsen :diamond:
  • 11 Antworten
    • Nerrik
      Nerrik
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 635
      Was ich nicht verstehe wieso der Kontakt zwischen den anderen Pokeranbietern zu den gewinnorientierten Pokerspielern so schlecht ist, die sind doch erreichbar ( Primär in Pokerforen )
      Kein Pokeranbieter mag Sharks, die cashen zuviel Geld aus.
      Das Geld der Freizeitspieler bleibt im System und wird vom Rake aufgefressen...Gab es doch schon genug Negativbeispiele die das belegen. Selbst bei Pokerstrategy ^^
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.483
      Das ist richtig, aber die Sharks kommen heutzutage doch ganz automatisch immer wenn das Fish/Reg Verhältniss auf einer Seite besser ist als auf der Anderen.

      Ich will ja nicht das der Anbieter der seinen Marktanteil durch eine Kooperation mit gewinnorientierten Spielern erhöht jetzt deutlich bessere Konditionen hat als Pokerstars/Fulltilt, die können gerne gleich (schlecht) bleiben.

      Was ich möchte ist das die kleinen Anbieter einfach ihren Marktanteil erhöhen ( Am Fish/Reg Verhältniss ändert das nichts ) was sie halt sowieso versuchen.

      Der Vorteil in der Kooperation liegt für die gewinnorientierten Spieler darin das das Monopol nichtmehr machen kann was es will und sich ggf. anpassen muss, es gibt Auswahlmöglichkeiten.

      Der Vorteil für den Anbieter liegt im positiven Image, die opportunitätskosten werden günstiger. Mit größerer Marktposition können sie ihren Rake erhöhen ( Immernoch günstiger als der Marktführer )

      Der Marktzustand heute ist doch einfach :
      Pokerstars erhöht den Rake => Kein Fish wechselt => Fish - => Reg - => Ein paar Regs hören auf =>Pokerstars gewinnt mehr == iPoker nimmt das ganze zur Kenntniss ohne das jetzt mehr Spieler auf iPoker spielen.

      Hier kann iPoker halt reagieren und am Markt einfach mal vernünftig gegenüber den Freizeitspielern auftreten und sagen : Unser Angebot ist besser. Bei uns könnt ihr mehr gewinnen.

      Das schaffen sie aber nicht weil sie garnicht an die Pokerstars Freizeitspieler herankommen und sie garkein Image haben.

      Beide Seiten gewinnen da doch "auf Kosten" des Marktführers. Das liegt im beiderseitigen Interesse.




      EDIT : In so ziemlich jedem Marktsystem ist das doch heutzutage so bzw. entwickelt sich der Trend dahin.

      Ich versuche das mal an einem Beispiel was nicht ganz korrekt ist aber das Problem / die Idee erklärt deutlich zu machen


      Was macht den der Freizeitautofahrer wenn Shell / Aral / Esso sich absprechen würden das der Benzinpreis um +10 Cent steigt ( wir gehen mal davon aus sie haben keine kontrolle über den ölzufluss ; sie erhöhen unabhängig von ihren kosten um ihren profit +10 cent zu gestalten ?

      => Ein paar Leute tanken halt weiterhin da. Ein Großteil geht aber auf die nicht Monopolisten
      => Die kleinen können mit dem Preis nachziehen
      => Die großen müssen Markt%verluste befürchten und reduzieren ihre Preise
      => Die kleinen ziehen nach und bleiben unter dem Monopolpreis
      => Es entsteht wieder ein Gleichgewicht.

      Im Bezug auf Poker ist das aber eher so wie tanken vor 10 Jahren. Das Monopol erhöht den Preis und keiner kennt die Alternative und die freien Tankstellen haben auch keine Möglichkeit die Tankkunden zu informieren.

      Dann ist auch da die Lösung das die kleinen Tankstellen eben darauf angewiesen sind das die Kunden die sie haben bzw. die den Markt verstehen nach außen tragen das es sie gibt. Und die Kunden haben da auch ein Interesse dran den dann können sie wieder vernünftig beim Monopol-Benzinanbieter tanken.

      Ich erinnere mich noch gut beim Tanken an so Gespräche vor 7-8 Jahren wie "Tanken ist so fucking Rigged. Die Erhöhen halt alle abgesprochen die Preise, naja was soll man machen" "Ich kenn voll den guten Trick Geld beim Tanken zu sparen : Es gibt so freie Tankstellen, die ziehen nicht einheitlich die Preise mit an" "Wow cool, aber die sind bestimmt voll weit weg" "Neeee daundda ist eine" "Na super dann tank ich wenns sich ergibt dort"

      Heutzutage weiß halt jeder halbwegs gebildete Mensch das es die freien Tankstellen gibt und die sind auch der Grund das eben das Monopol / Kartell nicht komplettes Benzinroulette spielen kann.
    • rirarallemann
      rirarallemann
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.11.2015 Beiträge: 4
      Deine Analyse in allen Ehren, aber das ist nur der verzweifelte Versuch einen Status Quo wiederherstellen zu wollen, den es nie wieder geben wird, und folglich von dir vergeudete Zeit.
      Vielleicht hast du dich jetzt wenigstens etwas beruhigt und den panischen Verlustblick aus deinen Augen verloren.


      - Spielerorganisation
      - Spielerstreik
      - SocialMedia-Lawine

      wird das auch nicht aufhalten, sondern max. "nur" hinauszögern.
      Diese Art von Unternehmen plant nicht nur 2 Wochen voraus. (auf pokerfuse gibts einen schönen Artikel was Stars zu Streiks/Spielerschwund ab Januar zu sagen hat)
      Je eher man sich damit arrangiert desto eher kann man seine Zukunft planen.
      btw. wurde der fehler seitens spieler bereits nach unibet-stand-alone gemacht. anstatt das zu bestreiken haben sich einige zurückgezogen und andere haben sich damit arrangiert. stars schaut halt auch über die eigenen grenzen hinaus - und auch ab.


      Da die Unternehmen nun einmal am längeren Hebel sitzen (siehe Anzüge) und sie die Rahmenbedingungen von "Live-Casinos" mittel-bis langristig zu fast 100% umgesetzt haben werden, wird es auch weiterhin jedes Jahr zu Beschneidungen von HiV-Playern und Regulars kommen. Es geht um Gewinnmaximierung - wie auch der Letzte nun endlich begriffen haben dürfte.

      Leider auch zu spät, da viele naive Regulars doch erst letztes Jahr auf der IoM waren und bereitwillig erzählten wie sie sich das Spiel so aus Ihrer Perspektive vorstellen.:f_drink:

      Ein etablierter Pokermarkt kann/wird auch ohne HiV-Spieler leben und überleben. Gleiches gilt in abgeschwächtem Maße für Affiliates (auch seit 2012, das wollen sie nur nicht so gern hören bzw. wahrnehmen),
      da die Pokerräume immer öfter selbst über die SocialMedia-Kanäle aktiv sind.

      Es wird weiterhin Winning-Player geben, allerdings weitaus wenigere.
      Benefitgrinder sind seit 2012 zum Abschuss freigegeben. Ich denke bis 2020 ist die Spezies ausgerottet, nur noch auf kleinen Skins zu finden.

      Es gilt wie überall die Evolution und das nicht erst seit gestern:

      "Überleben wird der, der sich an die stetig ändernden Bedingungen am besten anpassen wird/kann."


      Den Entschluss Pokertracker und Co zu verbieten erachte ich als Richtigen, da es endlich wieder um Mensch vs. Mensch geht, um Hirnschmalz und nicht um Mensch vs. Cyborg, Cyborg vs. Cyborg oder Mensch vs. Bot oder Bot vs. Bot.

      Was ich künftig zu bedenken geben möchte, ist die potenzielle eintretende Tatsache, dass die GTD-Pricepools bei vielen normalen Turnieren sinken könnten, da viele Tracker-User nicht in der Lage sind (oder noch nicht) mehrere Turniere erfolgreich/A Game parallel zu spielen. Auch werden Spieler ohne Tracker weitaus wenigere Turniere spielen, weil die Gewinnchancen ohne Tracker geringer sind, da die meisten Menschen ab x Tischen mehr Fehler ohne Tracker machen als mit.
      Folglich werden einige Spieler absteigen (wenn sie nicht ganz aufhören) und
      Hi-Buyin-Turniere könnten in der Breite weniger frequentiert werden. (davon gehe ich sogar aus)
    • rirarallemann
      rirarallemann
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.11.2015 Beiträge: 4
      Eigentlich bräuchten die HiVs und sonstigen Regs nur mal die Sonntags-Turniere bestreiken. Oder nur ein Turnier.

      z.B. das Sunday Million ab morgen und das bis zum Ende des Jahres und ab Jan. wollt ihr ja eh komplett streiken.

      Aber ihr solltet euch über eines im Klaren sein. Stars ist nicht umsonst Promo-Weltmeister.
      Ich wette, dass die um Xmas herum ne Promo raushauen und dann will ich euch "erfolgsorientierten" Spieler mal sehen wie ihr darauf reagiert.

      Und PS. 131000 Spieler sind gerade bei Stars online. Davon 20400 Cashgame-Spieler. k, heute ist Samstag, in der Woche sind es ein paar k weniger.
      Aber wenn ich dann hier manche lese, die nicht glauben können, dass hiv-spieler nur 2-10% des Volumes auf Stars ausmachen :D muss ich immer lachen.
    • Kamikaze001
      Kamikaze001
      Bronze
      Dabei seit: 20.11.2007 Beiträge: 5.850
      was soll ein hiv spieler sein?
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.483
      Das bestreiken ist halt kompletter Schwachsinn, das ändert langfristig genau > 0 < und kann im besten Fall Prozesse herauszögern.

      Es gibt einen mathematischen Punkt den Pokerstars als der relativ sichere Marktführer für die nächsten XX Jahre bei der Rakeerhöhung nicht überschreiten kann. Und worum es geht ist diesen Punkt durch einen strukturellen langfristigen Markt so niedrig wie möglich zu halten

      Pokerstars als Monopolist wird diesen Punkt IMMER maximal wählen ( Eben Abwägung aller damit einhergehender Faktoren ) und das ist ihnen garnicht vorzuwerfen, das ist Marktwirtschaft.

      Dieser Punkt ist beim Monopol eben am größten und bei Polypol am geringsten ( vollkommene Marktinformationen für Anbieter und Nachfrager )


      => 4 klare wissenschaftliche Annahmen die eben auch mathematisch beweisbar sind und in jedem "normalen" Markt genau so sind.

      1 ) Der Freizeitspieler muss verstehen das er eine Wahlmöglichkeit beim Pokeranbieter hat
      2 ) Der Freizeitspieler muss informiert werden wie der Hausanteil bei Pokerstars im Verhältniss zu anderen Anbietern ist und wieviel Geld er in 1 Stunde dadurch mehr verliert.
      3 ) Je geringer der Marktanteil des Branchenführers ist desto geringer kann dieser seinen Marktdominierenden Profit gestalten ( bb/100 Rake ). Desto höher können andere Pokeranbieter ihren Rake an den Marktführer annähern.
      4 ) Je mehr Wettbewerb ( Das werben um Kunden / Freizeitspieler ) zwischen den Anbietern herrscht umso mehr müssen diese auf die Wünsche ihrer Premiumkunden ( Freizeitspieler ) eingehen.


      Diese 4 Ziele sind für gewinnorientierte Spieler die Hebel die darüber entscheiden wiehoch der Rake bei Pokerstars noch maximal erhöht wird und im Jahr 2018 folgende sein wird.
      Wie gesagt wir sind noch weit vom Peak-Rake entfernt.

      Jeder Pokeranbieter der nicht Marktführer ist hat ein Interesse diese 4 Punkte nach vorne zu bringen.
      Jeder erfolgreiche Pokerspieler hat ein Interesse diese 4 Punkte nach vorne zu bringen.


      Die nicht dominanten Pokeranbieter werden diese 4 Punkte irgendwann sowieso auf ihr Marketingkonzept umstellen. Je früher das passiert desto weniger schmerzhaft und mit einschnitten verbunden wird die Zeit bis dahin sein und desto schneller pendelt sich der Markt im Marktgleichgewicht ein. Und wie gesagt das Fish/Reg Verhältniss wird sowieso immer gleich sein egal ober die gewinnorientierten Pokerspieler mit den rezessiven Pokeranbietern zusammen arbeiten oder nicht.


      Sad but true :)
    • Falco35
      Falco35
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2010 Beiträge: 12.333
      Original von Kamikaze001
      was soll ein hiv spieler sein?
      Keine Ahnung warum die Leute Abkürzungen raushauen ohne sie zu erklären. Aber ich vermute mal es dürfte HighVolumes (MassGrinder) bedeuten.
    • rirarallemann
      rirarallemann
      Einsteiger
      Dabei seit: 07.11.2015 Beiträge: 4
      Original von Falco35
      Original von Kamikaze001
      was soll ein hiv spieler sein?
      Keine Ahnung warum die Leute Abkürzungen raushauen ohne sie zu erklären. Aber ich vermute mal es dürfte HighVolumes (MassGrinder) bedeuten.

      Richtig, deshalb auch HiV. Eine von mir eingeführte weitere Definition von hiv.
    • Mar0
      Mar0
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2005 Beiträge: 1.328
      Das Problem ist die Rechtslage.

      Es ist riskant für den Investor/Betreiber sowie für die Spieler.

      Der Verbot in den USA hat nicht nur dazu geführt das ein großer Teil des Spielerpools weggefallen ist sondern auch dass es riskanter geworden ist zu investieren,
      weil du nicht weißt was die Zukunft bringt. Es besteht ein Risiko dass es Länder nach machen wo durch der Markt weiter schrumpfen würde.

      Auch der Fulltilt Skandal war katastrophal für Online-Poker und hat zu einem großen Image-schaden geführt.
      Die meisten Spieler sind davon ausgegangen dass ein so großer Anbieter seriös ist und dass ihr Geld bei Diesem sicher ist.
      Das Schlimmste war dabei noch das Spieler-Gelder im hohem Massen unterschlagen worden sind ohne irgendwelche rechtlichen Konsequenzen
      oder Strafen für die Verantwortlichen.

      Ich glaube solange sich nichts an der Rechtslage ändert und Online-Poker seriöser wird und aus dieser Grauzone verschwindet,
      wird es hart sein einen anständigen Markt aufzubauen.
      Da einfach die Sicherheit für alle Parteien fehlt.
    • Tytem
      Tytem
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 1.063
      Ich stimme da Mar0 zu. Solange die Rechtslage nicht geklärt ist braucht man darüber nicht wirklich Lösungen suchen. Stars hat wohl erkannt das die Spieleranzahl immer weiter schrumpfen wird. Das Modell hätte schon vor Jahren geändert werden müssen. (Affiliates haben einfach zu viel verdient) Es gab zu viel Rakeback.
      Ich denke ja das Stars von dem Streik im Prinzip profitiert. Da die streikenden ja keine Einzahlung leisten und nur Geld aus dem System ziehen. Das Geld bleibt also Länger im System.

      Poker ist halt ein Grauzonenspiel und wird irgendwann endgültig untergehen. Ich denke wenn die Spieleranzahl weiter runter gehen wird setzt auch Stars Bots ein. Bis es nur noch ganze wenige Winninplayer geben wird. Die Süchtigen spielen ja eh nur wegen ihrer Sucht und die Freizeitspieler hoffen auf den großen Gewinn.
      Dies sollte man frühzeitig erkennen und sich als Profispieler andere Einahmequellen suchen oder eben life spielen.

      Anders kann man denke ich Stars nicht mehr schaden. Es gab seiten mit 0% Rake trotzdem wurde Stars immer größer. Wenn jetzt 1000 Spieler streiken und Stars hat 20000 Spieler jeden Tag dann interessiert die das nicht wirklich.
    • Mar0
      Mar0
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2005 Beiträge: 1.328
      Trotz der Rake Erhöhung hat Stars immer noch eine der besten Konditionen auf den gängigsten Limits.
      Sie haben eine vergleichbare Rake wie andere Anbieter aber den grössten Spielerpool was auch die Aktion garantiert.
      Was mich und vermutlich auch viele der anderen Spieler dazu bringt sich für Stars zu entscheiden ist einfach der große Spielerpool.

      Und es fehlt auch einfach die Konkurrenz.
      Ipoker kannst voll vergessen weil dort Bots von Ipoker unterwegs sind und sie sogar schon Auszahlungen verweigert haben.
      Partypoker hat viel weniger Spieler und eine viel zu hohe Rake
      usw.